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	<title>Goldrubinglas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:15:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Goldrubinglas&amp;diff=301705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TucanHolmes: Händisch eingefügte Quellen durch Vorlagen vereinheitlicht</title>
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		<updated>2025-11-03T13:15:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Händisch eingefügte Quellen durch Vorlagen vereinheitlicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vintage cranberry glass.jpg|mini|Historische Schale aus Goldrubinglas]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldrubinglas Schatzkammer München.jpg|mini|Gefäße aus Goldrubinglas in der [[Münchner Residenz#Schatzkammer|Münchner Schatzkammer]]. Der Becher mit dem Deckel im Zentrum des Bildes wird [[Johannes Kunckel]] zugeschrieben.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldrubinglas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sammelbezeichnung für zartrosa bis dunkelrote Gläser, die mit in der Glasschmelze gelöstem, [[Kolloidales Gold|kolloidalem Gold]] gefärbt sind. Farbwirksames Pigment dieser Gruppe von [[Rubinglas|Rubingläsern]] ist [[Goldpurpur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird etwa für Trinkgläser, [[Fenster|Glasfenster]] und Verkehrsampelglas verwendet, wurde aber fast vollkommen durch das wesentlich preiswertere und eher gelbstichige [[Selenrubin]]glas verdrängt. Darüber hinaus gibt es noch ein oft etwas braunstichiges [[Kupferrubinglas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise und Herstellung ==&lt;br /&gt;
Die Färbung ist im aus der Schmelze abkühlenden Glas nur unvollkommen sichtbar und erscheint erst beim Wiedererhitzen in ihrer vollen Farbstärke, da es sich um eine sogenannte [[Anlauffarbe]] handelt. Durch Diffusionsvorgänge bilden sich die kolloidalen Teilchen im Glas während der erneuten Erwärmung. Die Färbung von Goldrubinglas entsteht durch die Anregung von [[Plasmon (Physik)|Plasmonen]], wobei die Plasmonenresonanzfrequenz abhängig ist von der Größe und Form der Goldnanopartikel. Für sphärische Goldnanopartikel liegt die Resonanzfrequenz typischerweise bei 510 bis 540&amp;amp;nbsp;nm, was grünem Licht entspricht. Dieser Anteil des Lichts wird dabei absorbiert, so dass das Glas in dessen [[Komplementärfarbe]] Rot erscheint, was zur typischen Färbung führt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludovico Cademartiri, Geoffrey A. Ozin |Titel=Concepts of Nanochemistry |Verlag=[[Wiley-VCH Verlag|Wiley-VCH]] |Ort=Weinheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-527-32597-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Farbe erscheint auch in größerer Schichtdicke nicht schwarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lassen sich unter anderem [[Kalk-Natron-Glas]] und [[Bleiglas]] zum Goldrubinglas färben. Die meisten im Handel erhältlichen Goldrubingläser enthalten gewisse Anteile [[Blei(II)-oxid|Bleioxid]], da das die Bildung der Kolloide unterstützt. Ein weiterer Bestandteil ist häufig [[Zinn]], das bei der Herstellung des Goldpurpurs als [[Reduktionsmittel]] zugesetzt wurde. Auf [[Borosilikatglas]] lassen sich rosaviolette Färbungen durch das Bedampfen mit Gold herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brit Mus 13sept10 brooches etc 046.jpg|mini|Der Lykurgosbecher aus dem 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus [[Dichroitisches Glas|dichroitischem Glas]]]] &lt;br /&gt;
Ein teilweise angenommener frühester Beleg für Goldrubinglas, eine [[Tontafel|Keilschrifttafel]] aus dem [[Assyrisches Reich|Assyrischen Reich]], ist in ihrer Interpretation unklar und scheint eher kein Goldrubinglas zu beschreiben. Auch aus der [[Römisches Reich|römischen]] Antike liegen nur wenige und unklare Hinweise vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Dedo von Kerssenbrock-Krosigk]] |Titel=Rubinglas des ausgehenden 17. und des 18. Jahrhunderts |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Mainz |Datum=2001 |ISBN=3-8053-2805-2 |Seiten=17–18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Ausnahme ist der in [[Diatretglas|Diatrettechnik]] hergestellte spätantike [[Lykurgos-Becher]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.britishmuseum.org/collection/object/H_1958-1202-1 |titel=Object: The Lycurgus Cup |werk=[[British Museum]] |sprache=en |abruf=2025-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der seine markante Färbung ebenfalls durch Gold-Nanopartikel erhält, der jedoch zusätzlich Silber-Nanopartikel enthält und nur in der Durchsicht rot, sonst blassgrün erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch gilt die römische Antike gemeinhin als der Ursprung des Goldrubinglases, auch wenn dieses damals noch nicht auf [[Goldpurpur]] basierte. Die Technik scheint zudem nach dem 4. Jahrhundert n. Chr. nicht mehr angewandt worden zu sein. Im Mittelalter findet sich ein Hinweis auf die Rotfärbung von Glas durch Gold nur in Schriften islamischer Schriftsteller, ohne dass entsprechend hergestellte tatsächliche Glasobjekte aus dieser Zeit bekannt wären. Sämtliche mittelalterlichen Kirchenfenster, deren rote Farbe durch Goldrubinglas erklärt wurde, entpuppten sich bei entsprechenden Analysen als Kupferrubingläser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ian Freestone, Nigel Meeks, Margaret Sax, Catherine Higgitt |Titel=The Lycurgus Cup — A Roman nanotechnology |Sammelwerk=[[Gold Bulletin]] |Band=40 |Nummer=4 |Datum=2007-12 |ISSN=0017-1557 |DOI=10.1007/BF03215599 |Seiten=270–277 |Online=https://link.springer.com/10.1007/BF03215599 |Abruf=2025-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühe neuzeitliche Erwähnung der Technik stammt von [[Giambattista della Porta]] aus seinem Werk {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;Magiae naturalis&amp;#039;&amp;#039;}}. Dort heißt es im 6.&amp;amp;nbsp;Buch, 9.&amp;amp;nbsp;Kapitel {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;De smalto rosei clari coloris conficiendo&amp;#039;&amp;#039;}}: {{lang|la|„[F]loridissimum rosae colorem in vitra perspicies, quo exornando auro uti poteris“}}&amp;amp;nbsp;– „die blühendste Farbe der Rose wirst du im Glas erblicken, wenn du Gold als Bestandteil verwenden kannst“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Giambattista della Porta]] |Titel=Magiae Naturalis |Band=Buch 6 |Ort=Neapel |Datum=1589 |Sprache=la |Kapitel=Kap. 9 &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|De smalto rosei clari coloris conficiendo}}&amp;#039;&amp;#039; |Online=[https://archive.org/details/case_l_0114_703/page/n142/mode/1up/search/%22floridifllmum+rof%2A+cwlo-%22+%22rem+in+vitro+peripicies%2C+quo+exornando+auro+vti+poteris%22 Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenig später wird es von [[Antonio Neri (Priester)|Antonius Neri]] in &amp;#039;&amp;#039;[[L’arte vetraria]]&amp;#039;&amp;#039; (Kapitel&amp;amp;nbsp;129 im 7.&amp;amp;nbsp;Buch) erwähnt. [[Johann Christian Orschall]] publizierte 1682 eine Herstellungsrezeptur für Rubinglas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. B. Hunt |Titel=The true story of Purple of Cassius |Sammelwerk=Gold Bulletin |Band=9 |Nummer=4 |Datum=1976-12-01 |Sprache=en |Umfang=134–139 |ISSN=2190-7579 |DOI=10.1007/BF03215423 |Seiten=137}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Johannes Kunckel]] verfeinerte die Rezepturen später zur Produktionsreife (um 1680). Ein weiteres Verfahren für Goldpurpur-Herstellung stammt von dem Hamburger Arzt [[Andreas Cassius (Mediziner)|Andreas Cassius]] (1685 veröffentlicht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Innovationen von Kunckel und Cassius führten eine Blütezeit des Goldrubinglases herbei, das für einige Jahrzehnte (etwa von 1680 bis 1750) in Teilen Europas in Mode stand. Anschließend ging die Nutzung der Technik wieder stark zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Dedo von Kerssenbrock-Krosigk]] |Titel=Rubinglas des ausgehenden 17. und des 18. Jahrhunderts |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Mainz |Datum=2001 |ISBN=3-8053-2805-2 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cranberry glass|Goldrubinglas}}&lt;br /&gt;
* (Video) [https://chymiatrie.de/#video/goldpurpur_goldsulfid &amp;#039;&amp;#039;Folge 40 – Goldpurpur und Goldsulfid&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Chymiatrie – Ein Videoportal zur Chemie&amp;#039;&amp;#039;. Bespricht Geschichte und chemische Hintergründe zum Goldrubinglas ({{Vimeo|id=9571998}}, Anmeldung erforderlich).&lt;br /&gt;
* (Podcast) [https://www.sfb-episteme.de/podcast/a06/index.html &amp;#039;&amp;#039;Die Verheißung der Rubinroten Teekanne&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Hinter den Dingen. 5000 Jahre Wissensgeschichte zum Mitnehmen und Nachhören.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtmuseum.de/artikel/goldrubinglas Goldrubinglas] im [[Stiftung Stadtmuseum Berlin|Stadtmuseum Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dedo von Kerssenbrock-Krosigk]]: &amp;#039;&amp;#039;Rubinglas des ausgehenden 17. und des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Philipp von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-8053-2805-2 (auch mit einem Überblick über die gesamte Geschichte des Rubinglases).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstglas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gold]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TucanHolmes</name></author>
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