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	<title>Goldpfeil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T20:19:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Goldpfeil&amp;diff=1087554&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Godihrdt: Eigenschreibweise angepasst (DER SPIEGEL → Der Spiegel)</title>
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		<updated>2025-08-23T18:27:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eigenschreibweise angepasst (DER SPIEGEL → &lt;a href=&quot;/index.php/Der_Spiegel&quot; title=&quot;Der Spiegel&quot;&gt;Der Spiegel&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Henkeltasche Goldpfeil 1970er.jpg|mini|Henkeltasche von Goldpfeil aus den 1970er-Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldpfeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldpfeil Ludwig Krumm AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder Gold-Pfeil) war ein Traditionshersteller hochwertiger Taschen und Lederaccessoires und größter Betrieb der [[Offenbach am Main|Offenbacher]] Lederwarenindustrie. Goldpfeil fungierte zuletzt neben [[Comtesse (Lederwaren)|Comtesse]] als Luxusmarke des ehemaligen [[EganaGoldpfeil]]-Konzerns und betrieb weltweit eigene Filialen. Nach der Insolvenz von EganaGoldpfeil erwarb [[Tchibo]] Rechte und [[Lizenz]]en für die Nutzung der Goldpfeil-[[Marke (Recht)|Marke]], vermarktet diese seit 2011 jedoch nicht aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ludwig-krumm-goldpfeil.jpg|mini|Werbung der Londoner Verkaufsfiliale &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Krumm (London) Ltd.&amp;#039;&amp;#039; um 1900]]&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des Unternehmens reichen in das Jahr 1856 zurück, in dem es als &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Krumm AG Vereinigte Lederwarenfabriken&amp;#039;&amp;#039; in [[Offenbach am Main]] gegründet wurde. Ursprünglich als [[Manufaktur]] für [[Geldbeutel|Portemonnaies]] betrieben, kamen schnell Reisegepäck und Damen- sowie Herrentaschen in hochwertiger Ausstattung ins Programm. 1881 beschäftigte das Unternehmen 200 Mitarbeiter, 1906 waren es bereits 1.000. Die ersten Exporte erfolgten nach Russland und Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1911 bis 1913 wurde in Offenbach an der [[Kaiserstraße (Offenbach am Main)|Kaiserstraße]] eine neue Firmenzentrale errichtet. Das Gebäude mit einer Sandsteinfassade im Stil des barockisierenden Späthistorismus wurde von dem Architekten Philipp Forster entworfen und von der Frankfurter Betonbau-Gesellschaft gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg und Expansion ===&lt;br /&gt;
Moritz Krumm, einer der sechs Söhne des Firmengründers Ludwig Krumm, verkaufte Anfang der 1920er-Jahre Taschen von &amp;#039;&amp;#039;Krumm&amp;#039;&amp;#039; in London. Von dort brachte man auch die Anregung zur Umbenennung des Unternehmens in &amp;#039;&amp;#039;Goldpfeil&amp;#039;&amp;#039; mit, welche 1931 erfolgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ndb&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|13|121|122|Krumm, Heinrich|Hugo Eberhardt|106196790}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung ging auf den Luxuszug „[[Golden Arrow]]“ zurück, welcher damals als Symbol für Exklusivität und mondänes Leben stand. [[Heinrich Krumm]] sah der Legende nach in der [[London Victoria Station|Londoner Victoria Station]] den Zug und beschloss, dessen Namen als Marke für die Firma zu wählen. Von dem Zug wurden auch die Farben übernommen: Grün und Gold waren fortan die neuen Hausfarben der Firma. Bis dahin war es üblich, die Produkte allgemein nur mit der Herkunftsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Offenbacher Lederwaren&amp;#039;&amp;#039; zu bewerben und zu verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldpfeil-LKW.jpg|mini|Lieferwagen mit Aufbau in Kofferform, 1920er-Jahre]]&lt;br /&gt;
Wesentliche Änderungen im Unternehmen fanden in den 1920er-Jahren statt, als Heinrich Krumm die Führung des Unternehmens von seinem Onkel Moritz übernahm. Der verlorene englische Markt wurde durch Exporte in die USA ersetzt, wo Goldpfeil-Lederwaren unter anderem in den New Yorker Kaufhäusern [[Macy’s]] und [[Saks Fifth Avenue]] angeboten wurden. 1924 erfolgte die Umwandlung des Familienunternehmens in eine [[Aktiengesellschaft]], 1928 wurde der Konkurrent &amp;#039;&amp;#039;Gebrüder Langhardt&amp;#039;&amp;#039; übernommen, da diese vor allem in Deutschland stark vertreten war. Von konventionellen Lederwaren wurde das Sortiment fortan eher gestaltungsorientiert. [[Hugo Eberhardt (Architekt)|Hugo Eberhardt]] wurde als Berater herangezogen. Leo Schumacher, später Professor an den [[Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main|Technischen Lehranstalten Offenbach]], wurde für die gesamte &amp;#039;&amp;#039;Gold-Pfeil-Produktion&amp;#039;&amp;#039; verantwortlicher [[Designer|Gestalter]] und Vorstandsmitglied des Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ndb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er-Jahren lieferte Goldpfeil in 56 Länder. In Deutschland wurden die ersten eigenen Läden eröffnet und als Tochterunternehmen unter der Firma&amp;#039;&amp;#039;Gold-Pfeil Lederwaren GmbH&amp;#039;&amp;#039; geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=[[Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften]] |Band=49 |Nummer=Teil 3 |Verlag=[[Hoppenstedt Firmengruppe|Hoppenstedt]] |Ort=Darmstadt |Datum=1944}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 20 % aller aus Deutschland exportierten Lederwaren waren von Goldpfeil. Der Exportanteil von Goldpfeil lag 1931 bei 90 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden 90 % der Produktionsstätten zerstört. In den Folgejahren wurden sie wieder aufgebaut. Heinrich Krumm organisierte am 17. März 1952 in Bonn eine Konferenz zwischen westdeutschen Industrieunternehmen und der sowjetischen Führung. Diese war Türöffner für alle späteren bilateralen Beziehungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karsten Rudolph |Titel=Wirtschaftsdiplomatie im Kalten Krieg : die Ostpolitik der westdeutschen Grossindustrie 1945-1991 |Verlag=Campus |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2004 |ISBN=3-593-37494-3 |Seiten=37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den eigenen Kollektionen stellte Goldpfeil Taschen für renommierte Modehäuser in Lizenz her, beispielsweise ab 1956 für [[Christian Dior (Unternehmen)|Christian Dior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Krumm verunglückte 1957 auf einer Fahrt zur Leipziger Messe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ndb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Leibbrand-Gruppe]] unter [[Willi Leibbrand]], die einen 25-Prozent-Anteil an [[Rewe Group|Rewe]] besaß, erhöhte 1969 ihre bisherige Minderheitsbeteiligung an Goldpfeil zu einer Mehrheitsbeteiligung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/geglueckter-einstand-a-54edb8a1-0002-0001-0000-000013502012?context=issue |titel=Geglückter Einstand – Der Spiegel |werk=spiegel.de |datum=1990-11-18 |abruf=2022-08-19 |kommentar=Der Spiegel 47/1990}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Concurrence et marché&amp;#039;&amp;#039;: Band 39, Ausgaben 1–6, 1969 Handelsblatt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1980 trennte sich die Goldpfeil vollständig vom mittelpreisigen Marktsegment und konzentrierte sich auf die hochpreisigen Produkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Stehle |Titel=Erb- und familienrechtliche Unternehmenssicherung |Verlag=[[Taylorix]] Fachverlag |Ort=Stuttgart |Datum=1980 |Reihe=Rechtsratgeber für die Wirtschaftspraxis |NummerReihe=4 |Seiten=32}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der 1889 gegründete Lederwarenhersteller aus Offenbach und ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Königlich Sächsische Hoflieferant&amp;#039;&amp;#039; [[Anton Mädler|Mädler]] wurde 1984 aus der Konkursmasse erworben und deckte fortan wieder das mittelpreisige Segment ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1984 wurde das eigene Filialnetz unter Vorstand Heinrich Oboth (* 1924)&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 909.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit zehn Filialen in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] erweitert, so zum Beispiel am [[Rodeo Drive]] in [[Beverly Hills]] und an der [[Fifth Avenue]] in [[New York City|New York]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.thefreelibrary.com/GOLDPFEIL+OPENS+BOUTIQUE+AT+711+FIFTH+AVE.%2c+NEW+YORK%3b+THE+GOLDEN...-a012227885 |text=GOLDPFEIL OPENS BOUTIQUE AT 711 FIFTH AVE., NEW YORK; THE GOLDEN ARROW LANDS ON TARGET - Free Online Library |wayback=20160316124837}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1993 wurde ein neues einheitliches Ladenkonzept eingeführt, welches von Helmut Pummer entworfen wurde. Eine der ersten umgebauten Filialen war die am Rodeo Drive, Beverly Hills.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin M. Pegler |Titel=Stores of the year 1993 |Sammelwerk=Stores of the year |Band=7 |Verlag=Retail Reporting Corp. |Ort=New York City |Datum=1993 |Sprache=en |ISBN=0-934590-53-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Lizenzabkommen mit Jil Sander wurde 1984 geschlossen. 1988 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Goldpfeil Design-Wettbewerb&amp;#039;&amp;#039; veranstaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Goldpfeil Design-Wettbewerb |Sammelwerk=md. moebel interior design |Verlag=Konradin Verlag |Ort=Leinfelden-Echterdingen |Datum=1988 |Seiten=86}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Zeitschrift für Kunden wurde das &amp;#039;&amp;#039;Goldpfeil Journal – Das Journal der Lebensfreude und des exclusiven Unterschieds&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Umstrukturierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldpfeiltokio.jpg|mini|hochkant=0.8|Goldpfeil-Filiale in [[Ginza]], [[Chūō (Tokio)|Chūō]], [[Tokio]] (2006)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er-Jahren geriet das Unternehmen in die Krise, da das internationale Luxussegment vor allem von französischen Firmen dominiert wurde. Allein 14 Mal wechselte in den 1990er-Jahren die Unternehmensführung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulrich Reitz |url=https://www.welt.de/print-wams/article102422/Und-Tschuess-Goldpfeil-geht.html |titel=Und Tschüss, Goldpfeil geht |werk=welt.de |datum=2002-11-24 |zugriff=2015-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Breitenmarkt schrumpfte, von 45.000 Beschäftigten in der Lederwarenindustrie in Deutschland hatten sich deren Zahl bis 2002 halbiert, ebenso die Anzahl der Betriebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich fusionierte 1998 die Firma Goldpfeil mit der Egana-Gruppe zur [[EganaGoldpfeil]] (seit 2006 &amp;#039;&amp;#039;Egana Goldpfeil Accessoires&amp;#039;&amp;#039;), wobei Goldpfeil als Unternehmen und als Marke von Lederwaren weiterhin erhalten blieb. Die Marke schrieb rote Zahlen. Der Umsatz der Marke selbst betrug 2002 noch 65 Millionen Euro, weniger als 10 % des Umsatzes des Konzerns. In diesem Jahr wurde eine Umstrukturierung beschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt&amp;quot; /&amp;gt; Das Luxussegment mit den traditionellen Produktlinien &amp;#039;&amp;#039;Oxford&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Tradition&amp;#039;&amp;#039; wurde in Deutschland belassen, während die mittelpreisigen Linien fortan in Tschechien und China produziert wurden.&lt;br /&gt;
Der Stammsitz in Offenbach wurde aufwändig saniert und erweitert und zu einem Zentrum für Produktentwicklung, Mustertäschnerei, Design und Marketing sowie der Europazentrale der EganaGoldpfeil umgebaut. Als sportliche Kollektion wurde die Linie &amp;#039;&amp;#039;Stefanie Graf by Goldpfeil&amp;#039;&amp;#039; eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt produzierte Goldpfeil noch rund 6000 Luxus-Taschen pro Jahr in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang ===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Hans-Jörg Seeberger]], Eigentümer der EganaGoldpfeil 2007 verstarb, meldete EganaGoldpfeil am 21. August 2008 beim [[Amtsgericht Offenbach]] [[Insolvenz]] an. Die &amp;#039;&amp;#039;Fun Fashion Vertrieb GmbH&amp;#039;&amp;#039;, eine Tochtergesellschaft des Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmens [[Tchibo]] erwarb zahlreiche Rechte an der Marke und den Produkten von Goldpfeil. Einen letzten Teil des Firmenarchivs konnte die Stadt Offenbach vor der Entsorgung retten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;op-online&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lothar R. Braun |url=https://www.op-online.de/offenbach/goldpfeil-kaiserstrasse-offenbach-geschichte-1100931.html |titel=An der Kaiserstraße erlischt heute das letzte Lebenslicht der Lederwaren-Legende Goldpfeil |werk=op-online.de |datum=2011-01-29 |zugriff=2015-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Weihnachten 2009 bot Tchibo Geldbörsen mit dem Markennamen Goldpfeil an. 2010 wurde das Sortiment auf Taschen ausgeweitet, wobei diese Produkte preislich ein anderes Segment ansprachen, als die ursprüngliche Traditionsmarke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.shoppic.org/33624/tchibo-geldborsen-und-hand-umhange-und-shoppertaschen/ |wayback=20150626174026 |text=&amp;#039;&amp;#039;Tchibo: Geldbörsen und Hand-, Umhänge- und Shoppertaschen.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-05-21 20:23:03 InternetArchiveBot }} Auf: &amp;#039;&amp;#039;shoppic.org&amp;#039;&amp;#039;, vom 24. August 2010, abgerufen am 26. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 wurde der Geschäftssitz in Offenbach an die [[Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung]] verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.internet-intelligenz.de/fachartikel320096.html |titel=WGF AG: Erwerb der Goldpfeil-Firmenzentrale in Offenbach und weitere Immobilientransaktionen |werk=internet-intelligenz.de |datum=2010-12-22 |zugriff=2015-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Ende Januar 2011 existierte noch der frühere Werksverkauf, der Lagerbestände abverkaufte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;op-online&amp;quot; /&amp;gt; Aufgrund fehlenden Nachschubs und noch vorhandener Nachfrage wurden viele Waren nur mit sehr geringen Nachlässen verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sortiment ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldpfeil-1938.jpg|mini|Taschenwerbung von 1938]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldpfeil-Taschen waren lange ein Statussymbol, so schrieb [[Ulrike Posche]] 2004: „Sie sind nahezu im [[Der große Bellheim|Bellheim]]-Alter, schwenken Goldpfeil-Taschen und lassen sich unter dem düsteren Begriff Witwe fassen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;posche&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrike Posche |Titel=Weibliche Übernahme: wie Frauen in Deutschland sich die Macht nehmen |Verlag=Campus-Verlag |Ort=Frankfurt |Datum=2004 |ISBN=3-593-37415-3 |Seiten=Klappentext}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im gleichen Jahr schrieb die &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftswoche&amp;#039;&amp;#039;: „Labels wie Chanel, Louis Vuitton oder Goldpfeil wecken bei den vermögenden Kundinnen Begehrlichkeiten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftswoche&amp;#039;&amp;#039;, Band 58, Ausgaben 41–46, 2004 S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lederwaren ===&lt;br /&gt;
Das klassische Sortiment von Goldpfeil waren Lederwaren, vor allem Taschen und Koffer, Jacken und anderes. Die Produkte wurden in verschiedenen Kollektionen angeboten, einige davon waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Goldpfeil Sport&amp;#039;&amp;#039; (bis etwa 1980)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pegasus Club&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carraciola&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stefanie Graf by Goldpfeil&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oxford&amp;#039;&amp;#039; (oberes Segment, bis zum Ende in Deutschland produziert)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tradition&amp;#039;&amp;#039; (oberes Segment, bis zum Ende in Deutschland produziert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die japanische Firma &amp;#039;&amp;#039;NAAS Co., Ltd. aus Adachi-ku&amp;#039;&amp;#039; erwarb 2006 eine Lizenz, um Schulranzen für den japanischen Markt unter dem Namen Goldpfeil anzubieten. Diese wurden in Italien gefertigt und für 90.300 [[Yen]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen Produkten war als Echtheitszertifikat eine goldene Karte mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Goldpfeil Germany 1856&amp;#039;&amp;#039; beigelegt, auf der das Modell und der Händler eingetragen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uhren ===&lt;br /&gt;
Ab 2001 gehörten [[Armbanduhr]]en aus dem [[Hochpreisstrategie|Hochpreissegment]] zur Angebotspalette des Unternehmens. Diese wurden von den Schweizer Uhrmachern Antoine Preziuso, Bernhard Lederer, Felix Baumgartner, Frank Jutzi, Svend Andersen, Vianney Halter und Vincent Calabrese (alle Mitglieder der &amp;#039;&amp;#039;Académie Horlogère des Créateurs Indépendants&amp;#039;&amp;#039; [AHCI]) gefertigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;posche&amp;quot; /&amp;gt; Die Uhren entstanden in Kleinserie zu Stückzahlen um die 100.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;European jeweler,&amp;#039;&amp;#039; Band 100. S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; Preislich lagen die Uhren im fünfstelligen Eurobereich, der Listenpreis der &amp;#039;&amp;#039;Seven Masters&amp;#039;&amp;#039; lag bei 65.800 [[US-Dollar]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.prestigetime.com/items.php?brand=84 |titel=Goldpfeil Watches |werk=prestigetime.com |datum=2008-12-19 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20081219071955/http://www.prestigetime.com/items.php?brand=84 |archiv-datum=2008-12-19 |zugriff=2015-06-26 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brillen ===&lt;br /&gt;
Unter dem Namen Goldpfeil wurden ebenfalls Brillenfassungen und [[Sonnenbrille]]n vertrieben. Diese stammten von der Firma Argenta aus Wetzlar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude am ehemaligen Stammsitz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldpfeil Offenbach.jpg|mini|Ehemaliges Stammhaus von Goldpfeil in der [[Kaiserstraße (Offenbach am Main)]]]]&lt;br /&gt;
Der Neubau der &amp;#039;&amp;#039;Lederwarenfabrik Ludwig Krumm&amp;#039;&amp;#039; wurde in den Jahren 1911 bis 1913 errichtet. Entwerfender Architekt war Philipp Forster II. Das Firmengebäude wurde 1944 schwer kriegsbeschädigt und ab 1948 wieder aufgebaut. Der Bau in [[Stahlbeton|Eisenbetonkonstruktion]] ist an der fünfgeschossigen Fassade [[sandstein]]verkleidet und [[Symmetrie (Geometrie)|symmetrisch]] gestaltet. Das hohe Erdgeschoss über hohem [[Geschoss (Architektur)#Sockelgeschoss|Sockel]] ist in [[Rustizierung (Architektur)|rustizierter]] [[Quader]]ung und mit [[Bogen (Architektur)#Rundbogen oder Halbkreisbogen|rundbogigen]] Fenstern ausgeführt. Die Obergeschosse sind horizontal durch stark hervortretende [[Gesims]]e und vertikal durch [[Lisene]]n gegliedert. Der leicht vortretende Mittel[[risalit]] wurde ursprünglich durch einen geschweiften Giebel bekrönt. Dadurch besaß das Gebäude einen [[neobarock]]en Charakter. Die flachen Reliefs an den Brüstungen der Obergeschosse und Lisenen sind jedoch deutlich vom [[Jugendstil]] beeinflusst. Das fünfte Stockwerk ist als niedriges [[Mezzanin]]geschoss ausgebildet. Das flache Satteldach mit Gauben war kriegszerstört und wurde in den 2000er-Jahren durch ein hohes [[Tonnendach]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude hat eine hohe städtebauliche Wirkung. Zudem ist es als einer der größten Lederwarenbetriebe mit einst bis zu tausend Mitarbeitern von Bedeutung für die Offenbacher Industriegeschichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kd78403&amp;quot;&amp;gt;{{DenkXweb|objekt=78403|titel=Kaiserstraße 39}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude steht unter [[Liste der Kulturdenkmäler in Offenbach am Main|Denkmalschutz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;kd78403&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Goldpfeil-Fabrikgebäude ist Teil des Projektes [[Route der Industriekultur Rhein-Main]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Industriedenkmal&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.krfrm.de/medien/documents/lokaler-routenfuehrer-offenbach-1.pdf |titel=Lokaler Routenführer Nr. 9 der Route der Industriekultur Rhein-Main |werk=krfrm.de |hrsg=KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH |datum=2005-12 |zugriff=2015-11-14 |format=PDF; 519 kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|007330383}}&lt;br /&gt;
* [https://www.offenbach.de/verzeichnisse/yellowpages/common/wegweiser_80828.php Beschreibung des ehemaligen Firmensitzes auf der Internetpräsenz der Stadt Offenbach am Main]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GKD=1|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zu|GND=2083755-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50/6/11.644519/N|EW=8/45/34.148812/E|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2083755-0|VIAF=127344561}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markenname]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Offenbach am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Gepäck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luxusgüterhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriekultur Rhein-Main (Offenbach am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Offenbach am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Offenbach am Main)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Godihrdt</name></author>
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