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	<title>Goldhut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T05:33:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Goldhut&amp;diff=320954&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-38975-69: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2025-12-27T15:29:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die vier &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldhüte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Kopfbedeckungen aus dünnem [[Gold]]blech, die aus der späten [[Bronzezeit]] stammen und in [[Deutschland]], [[Frankreich]] und möglicherweise auch in der [[Schweiz]] gefunden wurden. Sie werden als Kultgegenstände mit möglichen Kalenderfunktionen interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Goldhüte vom  Typus Schifferstadt ==&lt;br /&gt;
Die bislang vier in [[Europa]] gefundenen, kegelförmigen Goldhüte vom Typus Schifferstadt sind [[Artefakt (Archäologie)|Artefakte]] aus der späten [[Bronzezeit]], genauer der [[Urnenfelderkultur|Urnenfelderzeit]], und bestehen aus dünnem Goldblech. Es diente als äußere Schmuckverkleidung einer langschäftigen Kopfbedeckung mit [[Hutkrempe|Krempe]], die vermutlich aus [[Werkstoff|organischem Material]] bestand und das außenliegende, dünne Goldblech mechanisch stabilisierte. Diese einmalige [[Fundgruppe]] bildet ein wichtiges Dokument zur Religionsgeschichte der Bronzezeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher bekannt sind folgende vier Goldhüte:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Speyer (DerHexer) 2010-12-19 054.jpg|[[Goldener Hut von Schifferstadt]]&lt;br /&gt;
 GNM - Goldkegel Etzelsdorf 1.jpg|[[Goldhut von Ezelsdorf/Buch]]&lt;br /&gt;
 Cône d&amp;#039;Avanton, musée des Antiquités Nationales.jpg|[[Goldblechkegel von Avanton]]&lt;br /&gt;
 Cappello d&amp;#039;oro di berlino, 1000 ac ca. 01.jpg|[[Berliner Goldhut]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Positionskarte+|D-F|width=300|float=right|caption=Lage der bekannten Fundorte von Goldhüten&lt;br /&gt;
  |places=&lt;br /&gt;
  {{Positionskarte~&lt;br /&gt;
   | D-F&lt;br /&gt;
   | label=Schifferstadt&lt;br /&gt;
   | position=left| wrap=manual&lt;br /&gt;
   | lat=49.4&lt;br /&gt;
   | long=8.366389&lt;br /&gt;
   | region=DE-RP&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
  {{Positionskarte~&lt;br /&gt;
   | D-F&lt;br /&gt;
   | label=Ezelsdorf/Buch&lt;br /&gt;
   | position=bottom| wrap=manual&lt;br /&gt;
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  }}&lt;br /&gt;
  {{Positionskarte~&lt;br /&gt;
   | D-F&lt;br /&gt;
   | label=Avanton&lt;br /&gt;
   | position=right| wrap=manual&lt;br /&gt;
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   | region=FR-86&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Goldener Hut von Schifferstadt,  datiert auf 1400 bis 1300 v. Chr., Fundort [[Schifferstadt]], Rhein-Pfalz-Kreis, Süddeutschland&lt;br /&gt;
# Goldhut von Ezelsdorf/Buch, datiert auf 1000 bis 900 v. Chr., Fundort [[Ezelsdorf|Ezelsdorf-Buch]], Mittelfranken/Oberpfalz, Süddeutschland&lt;br /&gt;
# Goldblechkegel von Avanton, datiert auf etwa 1000 v. Chr., Fundort bei [[Avanton]], nahe [[Poitiers]], Westliches Frankreich&lt;br /&gt;
# Berliner Goldhut, datiert auf 1000 bis 800 v. Chr., vermutlicher Fundort Süddeutschland oder Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultureller Kontext und Datierung ===&lt;br /&gt;
Die kegelförmigen Goldhüte vom Typus Schifferstadt wurden im 19. und 20. Jahrhundert in Süddeutschland ([[Berliner Goldhut]], [[Goldener Hut von Schifferstadt]], [[Goldhut von Ezelsdorf/Buch]]) und Frankreich ([[Goldblechkegel von Avanton]]) in mehr oder weniger gutem Erhaltungszustand gefunden. Sie sind im kulturellen Kontext mit einer Anzahl ähnlicher, kalottenförmiger Goldblechkronen zu sehen, die seit 1692 in Südwestirland ([[Comerford Crown]]) und an der spanischen Atlantikküste ([[Goldschalen von Axtroki]], [[Goldhelm von Leiro]]) gefunden wurden, wovon nur die spanischen Fundstücke erhalten sind.&lt;br /&gt;
Der [[Berliner Goldhut]] ist das am besten erhaltene Exemplar der Gruppe. Die Funde stammen aus der späten Bronzezeit und wurden zwischen ca. 1400–1300 v.&amp;amp;nbsp;Chr. (Goldener Hut von Schifferstadt, Goldblechkegel von Avanton) und 1000–800 v.&amp;amp;nbsp;Chr. (Berliner Goldhut, Goldhut von Ezelsdorf/Buch) hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur chronologisch, sondern auch geographisch sind die vier bekannten Goldhüte der [[Urnenfelderkultur]] zuzurechnen, die die direkte Vorläuferin der keltisch-südgermanischen Hallstattkultur darstellt. Dafür spricht auch der französische Fundort, der im Gebiet der Piktonen lag, die aus der Region Hallstatt stammten. Der Indogermanist [[Wolfram Euler]] vertritt deswegen die Ansicht, die Träger der Goldhüte hätten „sicher ein [[Indogermanische Ursprache|indogermanisches]] Idiom gesprochen, angesichts der Fundorte am ehesten eine Vor- oder Frühform des [[keltische Sprache|Keltischen]]“. Die Ähnlichkeit der Hüte setze „wie auch immer geartete kulturelle Zusammenhänge voraus“, aber die Frage, ob die Träger eine gemeinsame religiöse, kulturelle oder moderne ethnische [[Identität]] verband, sei „zumindest bisher nicht zu beantworten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Euler 2009: 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion ===&lt;br /&gt;
Einige Forscher gehen heute davon aus, dass die Goldhüte als religiöse [[Insignien]] von [[Gott|Göttern]] bzw. von [[Priester]]n eines in der späten Bronzezeit in Zentraleuropa verbreiteten [[Sonnenkult]]es dienten. Diese Auffassung wird durch die bildliche Darstellung eines als [[Kegelhut]] interpretierten Gegenstands auf einer Steinplatte aus dem [[Grab von Kivik]] im südschwedischen [[Schonen]] in eindeutig religiös-kultischem Kontext untermauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach teilweiser „Entschlüsselung“ des [[Ornament]]kanons der kegelförmigen Goldhüte schreiben manche den Goldblechkegeln heute neben einer möglichen repräsentativ-kultischen Funktion weitreichende Kalendereigenschaften zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalender ===&lt;br /&gt;
[[Datei: Berliner Goldhut-Kalenderfunktion1.JPG|miniatur|Kalenderfunktionen am Berliner Goldhut]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goldhut von Ezelsdorf und Buch.jpg|mini|Goldhut von Ezelsdorf/Buch, [[Germanisches Nationalmuseum]] in Nürnberg&amp;lt;ref name=&amp;quot;Objektkatalog Germanisches Nationalmuseum&amp;quot;&amp;gt;[[Germanisches Nationalmuseum]]: [http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Vb8007 Online Objektkatalog &amp;#039;&amp;#039;Goldhut&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Goldblechkegel sind über die ganze Länge mit horizontalen Zier- und Rahmenbändern aus gleichartigen [[Punze (Werkzeug)|Punzstempelabdrücken]] flächendeckend ornamentiert, wobei die älteren Exemplare (Avanton, Schifferstadt) über einen bescheideneren [[Ornament]]kanon verfügen als die jüngeren Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Hypothese [[Wilfried Menghin]]s  weisen die kegelförmigen Goldhüte vom Typus Schifferstadt eine systematische Abfolge in Anzahl und Art der in den einzelnen Ornamentbändern verwandten [[Ornament]]e auf. Basierend auf Untersuchungen am vollständig erhaltenen Berliner Goldhut wurde vermutet, dass auf den Goldhüten astronomische Kalenderfunktionen auf Basis eines [[Lunisolarkalender|lunisolaren Kalendersystems]] abgebildet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;N24 DOKU. Strangest things. Folge 8. BLINK 2020. Deutsche Bearbeitung WELT.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund dieses lunisolaren Charakters wäre damit ein direktes Ablesen von Zeiträumen in [[Mond]]- oder [[Sonne]]neinheiten möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die genaue Kenntnis des [[Sonnenjahr]]s für die Festlegung von Zeitpunkten kultischer Bedeutung wie der [[Sommersonnenwende|Sommer-]] oder [[Sonnenwende|Wintersonnenwende]] von besonderem Interesse war, nahm das auf den Goldhüten niedergelegte astronomische Wissen in der bronzezeitlichen [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] einen hohen Stellenwert ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2005 publizierten Funktionen beinhalten die Möglichkeit zur Abzählung von [[Zeit]]abschnitten bis zu maximal 57 [[Monat]]en. Durch einfache Vervierfachung dieser Werte ist aber auch die Darstellung von Zeitabschnitten größeren Umfangs wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[Meton-Zyklus|Metonischen Zyklus]] möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei stellt jeweils ein [[Zeichen]] bzw. ein einzelner Kreisring eines Symbols einen Tag dar. Neben Ornamentringen mit [[Symbol]]en unterschiedlicher Kreisringzahl treten Sonderzeichen und Sondersymbole in sogenannten „Schaltzonen“ auf, die bei der Berechnung der obengenannten Zeitabschnitte von Fall zu Fall hinzugezählt oder weggelassen werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip wird, beginnend mit der [[Zone]] i, anhand eines geeigneten, zusammenhängenden Abschnitts n benachbarter Ornamentzonen Z_i..Z_i+n eine [[Summe]]nbildung durchgeführt. Von dieser Summe wird gegebenenfalls die [[Symbol]]anzahl einer oder mehrerer, im Bereich dieses Abschnitts auftretenden Schaltzonen abgezogen, um zum entsprechenden Wert in solarer bzw. lunarer Zeitschreibweise zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Abbildung links dargestellt ist der solare Abbildungsmodus, rechts das Ableseschema für die synodischen (Mond)-Monate. Die rot bzw. blau dargestellten Felder aus den Zonen 5, 7, 16 und 17 stellen &amp;#039;Schaltzonen&amp;#039; des [[Kalendersystem]]s dar, mit denen unterschiedlich lange [[Zeit]]perioden dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den jeweiligen Feldern zugeordneten Werte sind das [[Produkt (Mathematik)|Produkt]] aus der Anzahl der Symbole in der jeweiligen Ornamentzone und der Anzahl der im vorherrschenden Einzelsymbol vorkommenden Kreise bzw. Kreisringe. Den Sondersymbolen in der Zone 5 wird entsprechend ihrer Anzahl der [[Zahl|numerische]] Wert „38“ zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Beispiele:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Zone 12 besitzt als vorherrschendes Symbol insgesamt 20 Punzen vom Typus Nr. 14, einem kreisrunden Scheibensymbol, das im Randbereich von 5 Kreisen eingefasst ist.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Als Wert ergibt sich für diese Zone somit das Produkt aus 20 und 5 = 100.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Die in den Zwischenräumen zwischen den Hauptsymbolen vorhandenen, kleineren Ringkreise werden als Zierrat angesehen und für die Rechnung nicht berücksichtigt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese des lunisolaren Kalendersystems macht ein direktes Ablesen bzw. Umrechnen in Mond- oder Sonneneinheiten möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Darstellung des in den [[Tabelle]]n jeweils gelb hinterlegten, nach Tagen zählenden solaren bzw. lunaren maximalen Zeitabschnitts sind die Werte der in der darüberstehenden Spalte farblich hinterlegten Felder zu einer Abschnittssumme zu addieren. Treten hier rot hinterlegte Schaltzonen auf, ist die Summe dieser rot hinterlegten Werte von der Abschnittssumme abzuziehen. Damit ist die Abbildung von Zeitabschnitten mit einer maximalen Länge von 12, 24, 36, 48, 54 und 57 [[Synodischer Monat|synodischen (Mond-)Monaten]] im lunaren System und von 12, 18, 24, 36, 48, 54 und 57 Sonnenmonaten (als zwölftem Teil eines [[Tropisches Jahr|tropischen Jahres]]) im solaren System möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Beispiel:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Für die Darstellung eines 54-monatigen Zyklus im lunaren System werden die Zahlenwerte aus den grün oder blau hinterlegten Zonen 3 bis 21 addiert. Als Summe ergibt sich ein Wert von 1739 Tagen. Vom Ergebnis zieht man die Zahlenwerte aus den rot hinterlegten Zonen 5, 16 und 17 ab. Das Resultat von 1739-142=1597 Tagen entspricht recht genau 54 synodischen Monaten zu je 29.5305 Tagen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
Die bei der Rechnung auftretende Differenz von 2 Tagen zum astronomisch korrekten Wert ergibt sich aus der bronzezeitlichen Beobachtungsgenauigkeit von synodischer und solarer Monatslänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bislang gefundenen Goldhüte bestehen aus einer [[Goldlegierung]] mit ca. 85–90 % [[Gold]], ca. 10 % [[Silber]] und Spuren von [[Kupfer]] und [[Zinn]] (jeweils &amp;lt; 1 %). Sie wurden als [[Treibarbeit]] aus einem Stück ohne Naht hergestellt und zu hauchdünnen Arbeiten mit Wandstärken zwischen 0,25&amp;amp;nbsp;mm ([[Goldener Hut von Schifferstadt]]) und 0,06&amp;amp;nbsp;mm ([[Berliner Goldhut]]) ausgeschmiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[tribologisch]]en Eigenschaften des Werkstoffes verfestigt sich das Material bei zunehmendem [[Umformgrad|Umformungsgrad]] und neigt dann zur [[Bruchmechanik|Rissbildung]]. Zur Vermeidung dieser Risse war eine besonders gleichmäßige Verformung beim [[Schmieden|Ausschmieden]] erforderlich. Darüber hinaus musste das Werkstück während des Herstellungsprozesses wiederholt bei mindestens 750&amp;amp;nbsp;°C [[Weichglühen|weichgeglüht]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei war aufgrund der niedrigen Schmelztemperatur der Goldlegierung (ca. 960&amp;amp;nbsp;°C) eine recht genaue Temperaturkontrolle und eine [[isotherm]]e Aufheizung des Bauteils erforderlich, um ein Aufschmelzen der Oberfläche zu verhindern. Für diesen Vorgang nutzte der bronzezeitliche Handwerker ein [[Holzkohle]]feuer oder eine Art [[Töpferofen]], deren Temperatur allerdings nur in Grenzen durch blasebalggestützte Zuführung von [[Sauerstoff]] kontrolliert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt man die tribologischen Eigenheiten des verwendeten Werkstoffes und die bescheidenen technischen Mittel, so stellt allein die Herstellung eines unverzierten Bauteils aus solch dünnem Goldblech bereits eine gewaltige handwerkliche Leistung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der weiteren Bearbeitung wurde der Goldhut mit radial verlaufenden [[Ornament]]bändern versehen. Dazu wurde der hohle Innenkörper vermutlich zwecks Stabilisierung mit einem geeigneten [[Kitt|Goldschmiedekitt]] auf Basis von [[Harz (Pflanze)|Baumharz]] und [[Wachs]] gefüllt – Reste davon konnten beim Exemplar von Schifferstadt gefunden werden – und das dünne Goldblech von außen durch wiederholtes Aufdrücken von verschiedenen [[Punze (Werkzeug)|Negativpunzen]] und/oder das Abrollen verschiedener [[Punze (Werkzeug)|Rollpunzen]] in der vorliegenden Form strukturiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Goldblechhüte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche kalottenförmige Goldblechkronen sind:&lt;br /&gt;
# [[Comerford Crown]], Irland&lt;br /&gt;
# [[Goldschalen von Axtroki]], Spanien&lt;br /&gt;
# [[Goldhelm von Leiro]], Spanien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Comerford Crown.png|Comerford Crown&lt;br /&gt;
File:Cuencos_de_Axtroki_(M.A.N._1973-77)_01.jpg|Axtroki&lt;br /&gt;
File:Casco_de_Leiro,_Castelo_San_Antón_(A_Coruña).jpg|Goldhelm von Leiro&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Himmelsscheibe von Nebra]], ca. 2100 bis 1700 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfram Euler]], [[Konrad Badenheuer]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Herkunft der Germanen. Abriss des Protogermanischen vor der ersten Lautverschiebung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Inspiration Un Ltd., Hamburg u. a. 2009, ISBN 978-3-9812110-1-6.&lt;br /&gt;
* Anja Grebe (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Gold und Kult der Bronzezeit.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2003, ISBN 3-926982-95-0 (Ausstellungskatalog, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, 22. Mai bis 7. September 2003).&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Menghin]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Berliner Goldhut und die goldenen Kalendarien der alteuropäischen Bronzezeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Praehistorica et Archaeologica.&amp;#039;&amp;#039; 32, 2000, {{ISSN|0341-1184}}, S. 31–108.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Menghin]], Peter Schauer: &amp;#039;&amp;#039;Der Goldblechkegel von Ezelsdorf. Kultgeräte der späten Bronzezeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die vor- und frühgeschichtlichen Altertümer im Germanischen Nationalmuseum.&amp;#039;&amp;#039; H. 3). Theiß, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0390-3.&lt;br /&gt;
* Peter Schauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Goldblechkegel der Bronzezeit. Ein Beitrag zur Kulturverbindung zwischen Orient und Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Habelt, Bonn 1986, ISBN 3-7749-2238-1.&lt;br /&gt;
* Mark Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Von Hüten, Kegeln und Kalendern oder Das blendende Licht des Orients.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; 43, 2002, {{ISSN|0012-7477}}, S. 499–541.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bronze Age golden hats}}&lt;br /&gt;
* [http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Goldkegel.htm Goldene Hüte im Archäologischen Lexikon] (Landschaftsmuseum Obermain Kulmbach)&lt;br /&gt;
* [https://www.gnm.de/objekte/goldhut-von-ezelsdorfbuch/ Goldhut von Ezelsdorf/Buch im Germanischen Nationalmuseum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goldhut| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Goldfund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-38975-69</name></author>
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