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	<title>Goldene Verse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T23:21:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Goldene_Verse&amp;diff=1237598&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-08-06T12:26:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Golden verses, Cologny.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Goldene Verse&amp;#039;&amp;#039; in einer um 1491 geschriebenen Handschrift des [[Renaissance-Humanismus|Humanisten]] Angelo Claretti da Brescia. [[Cologny]], [[Bibliotheca Bodmeriana|Fondation Martin Bodmer]], Cod. Bodmer 5, fol. 52r]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapitolinischer Pythagoras.jpg|mini|Büste des Pythagoras]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldene Verse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Goldenes Gedicht&amp;#039;&amp;#039;, {{grcS|χρυσᾶ ἔπη|chrysâ épē|la=carmen aureum}}) ist die gängige Bezeichnung für ein antikes Gedicht in [[Altgriechische Sprache|altgriechischer Sprache]], das von einem unbekannten [[Pythagoreer]] stammt. Es enthält Ratschläge zur Lebensführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Goldenen Verse sind 71 [[Hexameter]]. Der Dichter wendet sich in [[Direkte Rede|direkter Rede]] an den Leser und gibt ihm Anweisungen. Das Gedicht besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil reicht bis zur Mitte des Verses 49. Er bietet Ratschläge für eine philosophische Lebensführung. Man soll die Götter und die Eltern und Verwandten ehren, Freundschaften überlegt schließen und dann bewahren, alle Worte und Taten vorher achtsam bedenken, das Schicksal gleichmütig ertragen, in jeder Hinsicht maßvoll sein, die Leidenschaften beherrschen, die Vergänglichkeit im Auge behalten und jeden Abend eine Bilanz der Leistungen und Versäumnisse des Tages ziehen. Die Verse 47 und 48 enthalten den auch anderweitig überlieferten „Pythagoreischen Eid“, der auf [[Pythagoras]] als den Entdecker der [[Tetraktys]] (Vierheit) geschworen wurde. Im zweiten Teil werden dem Leser die Früchte einer solchen Lebensführung vor Augen gestellt. Wenn er sich die philosophischen Lehren aneignet, begreift er die überall gleichen Naturgesetze und erlangt Befreiung vom Leid durch Einsicht in dessen Ursachen. Dies ist möglich, da die Sterblichen in Wirklichkeit von göttlicher Natur und daher zu solchem Verstehen befähigt sind. Dem, der die Ratschläge beherzigt, wird in Aussicht gestellt, dass er als unsterbliche Seele, nachdem er im Tod seinen Körper verlassen hat, in den „freien Äther“ gelangen und das Leben eines Gottes führen wird. Mit dieser Verheißung endet das Gedicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Datierung der Goldenen Verse ist seit langem umstritten, da ihr Inhalt von so allgemeiner Natur ist, dass er kaum brauchbare Anhaltspunkte bietet. Die älteste Handschrift ist [[Mittelalter|mittelalterlich]]. Überdies besteht das Gedicht möglicherweise aus Bestandteilen unterschiedlichen Alters, die schon vor ihrer Vereinigung unabhängig voneinander verbreitet gewesen sein können.&amp;lt;ref&amp;gt;Bartel Leendert van der Waerden: &amp;#039;&amp;#039;Die Pythagoreer&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1979, S. 152ff.; siehe dazu aber auch den Einwand von Johan C. Thom (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pythagorean Golden Verses.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1995, S. 36, 59ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die in der Forschung diskutierten Datierungsansätze schwanken zwischen dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. Der Herausgeber Johan Thom erörtert die Frage eingehend und plädiert für die zweite Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Johan C. Thom (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pythagorean Golden Verses.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1995, S. 35–58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Verfasser ist nur bekannt, dass er ein Pythagoreer gewesen sein muss. Der Titel „Goldene Verse“ ist sicher nicht authentisch, er ist erst zu Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr. belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johan C. Thom (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pythagorean Golden Verses.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1995, S. 15, 31–34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hierocles of Alexandria, Commentary on the Golden Verses.jpg|mini|Eine Seite einer im Jahr 925 geschriebenen Handschrift, die den Kommentar des Hierokles zu den Goldenen Versen enthält. Wien, [[Österreichische Nationalbibliothek]], Cod. Phil. gr. 314, fol. 61r]]&lt;br /&gt;
Schon [[Chrysippos von Soli|Chrysippos]] (3. Jahrhundert v. Chr.), [[Plutarch]] und [[Epiktet]] zitierten Verse aus dem Gedicht,&amp;lt;ref&amp;gt;Johan C. Thom (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pythagorean Golden Verses.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1995, S. 13f., 35–37, 43, 54f., 57f.&amp;lt;/ref&amp;gt; doch beweist dies nicht, dass es ihnen bereits in der uns vorliegenden Form bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Bartel Leendert van der Waerden: &amp;#039;&amp;#039;Die Pythagoreer.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1979, S. 152–157.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Spätantike]] nahm die Wertschätzung für das Werk zu, und die Kommentierung setzte ein. Der [[Neuplatonismus|Neuplatoniker]] und Neupythagoreer [[Iamblichos von Chalkis]] kommentierte einen Teil der Goldenen Verse im dritten Kapitel seines &amp;#039;&amp;#039;Protreptikos&amp;#039;&amp;#039;, der den zweiten Teil seines zehnbändigen Werks über die pythagoreische Lehre bildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Iamblichos, &amp;#039;&amp;#039;Aufruf zur Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, übers. von Otto Schönberger, Würzburg 1984, S. 13–16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem verfasste er noch einen separaten, sehr ausführlichen Kommentar zu dem Gedicht, der verloren ist; ob es sich bei einem erhaltenen arabischen Kommentar um eine Zusammenfassung dieses Werks handelt, ist unsicher.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor Staab: &amp;#039;&amp;#039;Pythagoras in der Spätantike.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2002, S. 203–206.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 5. Jahrhundert schrieb der Neuplatoniker [[Hierokles von Alexandria (Neuplatoniker)|Hierokles von Alexandria]] einen ausführlichen Kommentar. Ein weiterer spätantiker Kommentar, der nur in arabischer Übersetzung überliefert ist, wird einem Proklos zugeschrieben; man hat an den berühmten Neuplatoniker [[Proklos]] gedacht, was aber sehr ungewiss ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Johan C. Thom (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pythagorean Golden Verses.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1995, S. 23–26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die antiken [[Kirchenvater|Kirchenväter]] betrachteten das Gedicht relativ wohlwollend. Eine Ausnahme bildete [[Gregor von Nazianz]], der meinte, es solle „Bleierne Verse“ heißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurden die Goldenen Verse mehrmals ins Arabische übersetzt; die älteste dieser Übersetzungen ist schon im 9. Jahrhundert bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johan C. Thom (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pythagorean Golden Verses.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1995, S. 28f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der [[Renaissance]] waren sie auch im Westen wieder beliebt; der erste Druck erschien 1494 bei [[Aldus Manutius]] in Venedig. In der Moderne sind sie besonders in [[Theosophie|theosophischen]] Kreisen beachtet und oft kommentiert worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Johan C. Thom (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pythagorean Golden Verses.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1995, S. 3 Anm. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldene Verse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Johan C. Thom]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Pythagorean Golden Verses&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 1995, ISBN 90-04-10105-5 (kritische Ausgabe des griechischen Textes mit englischer Übersetzung, Einführung und Kommentar).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hierokles: Kommentar zum pythagoreischen Goldenen Gedicht.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Friedrich Wilhelm Köhler. Teubner, Stuttgart 1983, ISBN 3-519-04042-5 (S. 1–3 deutsche Übersetzung der Goldenen Verse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antike Kommentare&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm Köhler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hieroclis in aureum Pythagoreorum carmen commentarius.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Stuttgart 1974, ISBN 3-519-01410-6 (griechischer Text des von Hierokles stammenden Kommentars).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hierokles: Kommentar zum pythagoreischen Goldenen Gedicht.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Friedrich Wilhelm Köhler. Teubner, Stuttgart 1983, ISBN 3-519-04042-5.&lt;br /&gt;
* [[Hans Daiber (Orientalist)|Hans Daiber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neuplatonische Pythagorica in arabischem Gewande&amp;#039;&amp;#039;. Amsterdam 1995, ISBN 0-444-85784-2 (arabische Fassung eines dem Iamblichos zugeschriebenen Kommentars mit deutscher Übersetzung).&lt;br /&gt;
* Neil Linley (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ibn aṭ-Ṭayyib: Proclus’ Commentary on the Pythagorean Golden Verses.&amp;#039;&amp;#039; Buffalo 1984, ISBN 0-930881-07-9 (arabischer Text und englische Übersetzung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bartel Leendert van der Waerden]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pythagoreer. Religiöse Bruderschaft und Schule der Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Artemis-Verlag, Zürich 1979, ISBN 3-7608-3650-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeitenschrift.com/news/sn-13704-goldeneverse.ihtml Die Goldenen Verse in deutscher Übersetzung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Altgriechisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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