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	<title>Goldalgen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T20:42:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Goldalgen&amp;diff=368622&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Docosanus: /* Literatur */ + Link zu Hans Martin Jahns</title>
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		<updated>2025-04-27T17:47:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + Link zu Hans Martin Jahns&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Alternatives Taxon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ochromonas (Chrysophyceae).png|mini|Zeichnung von &amp;#039;&amp;#039;Ochromonas&amp;#039;&amp;#039; sp.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldalgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Chrysophyta) sind in manchen systematischen Gliederungen eine [[Abteilung (Biologie)|Abteilung]] innerhalb des [[Reich (Biologie)|Reich]]s der [[Protisten]] (Protista), sie werden dem [[Reich (Biologie)|Unterreich]] der [[Stramenopile]]n (Stramenopila) zugeordnet. Der [[Taxonomie|taxonomische]] Rang der Goldalgen ist jedoch nicht allgemein anerkannt. Die hier eingeordneten Gruppen [[Goldbraune Algen]] (Chrysophyceae), [[Kieselalgen]] (Bacillariophyceae) und [[Goldgrüne Algen]] werden als eigene Gruppen innerhalb der Stramenopile geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kennzeichen ==&lt;br /&gt;
Die Merkmale der Goldalgen sind vor allem [[elektronenmikroskop]]ischer Natur. So ist allen Arten eine Falte des [[Endoplasmatisches Retikulum|Endoplasmatischen Retikulums]], die die [[Plastid]]en umgibt, gemein. Ein weiteres Merkmal ist die Anordnung der [[Thylakoid]]e in Dreierstapeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Arten sind monadale Einzeller ohne Zellwand, manche davon sind auch in Kolonien zusammengefasst. In der Abteilung kommen fast alle morphologischen Organisationsstufen außer [[parenchym]]atische Thalli vor. Selten sind amöboide (&amp;#039;&amp;#039;Rhizochysis&amp;#039;&amp;#039;), capsale (&amp;#039;&amp;#039;[[Chrysocapsa]]&amp;#039;&amp;#039;), kokkale (&amp;#039;&amp;#039;[[Chrysosphaera]]&amp;#039;&amp;#039;), trichale (&amp;#039;&amp;#039;[[Phaeothamnion]]&amp;#039;&amp;#039;) Formen oder [[Thallus|Gewebethalli]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Thallochrysis]]&amp;#039;&amp;#039;). Die meisten Arten verfügen über die für die [[Stramenopile]]n typische heterokonte Begeißelung. Sie haben eine lange [[Flagellum|Zuggeißel]] und eine kürzere Schleppgeißel. Die Zuggeißel ist nach vorn gerichtet und mit zwei Reihen von steifen Seitenhaaren, den [[Mastigonema|Mastigonemen]] besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fucoxanthin.svg|mini|300px|Strukturformel von [[Fucoxanthin]], das den Goldalgen ihre typische Färbung verleiht.]]&lt;br /&gt;
Goldalgen besitzen in der Regel zwei [[Chloroplast]]en mit den [[Chlorophyll]]en a und c sowie mengenmäßig überwiegend den [[Carotin]]en α- und β-Carotin, welche die grüne Chlorophyllfarbe überdecken. Viele Arten bilden den Farbstoff [[Fucoxanthin]], ein [[Xanthophyll]], der den Plastiden eine goldbraune bis braune Farbe verleiht. Weitere Xanthophylle, die bei den Goldalgen vorkommen, sind [[Diatoxanthin]], [[Diadinoxanthin]] und [[Neoxanthin]]. Bei einigen Arten findet man auch [[Zeaxanthin]], [[Antheraxanthin]], [[Violaxanthin]] und [[α-Cryptoxanthin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Goldalgen sind zellwandlos. Allerdings bilden einige Arten (zum Beispiel in der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Dinobryon]]&amp;#039;&amp;#039;) ein [[cellulose]]haltiges Gehäuse. Einige Goldalgen sind auf ihrer Zelloberfläche von feinstrukturierten Kieselschuppen bedeckt (Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Synura]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Mallomonas]]&amp;#039;&amp;#039;). Diese Schuppen werden in [[Vesikel (Biologie)|Vesikeln]] nahe dem Chloroplasten gebildet und in fertiger Form auf der Zelloberfläche abgelagert. Auch ein inneres Kieselgehäuse ist bei einigen Arten (zum Beispiel in der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Dictyocha]]&amp;#039;&amp;#039;) vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres typisches Merkmal ist der [[Augenfleck]] (Stigma). Er befindet sich innerhalb des Chloroplasten unter einer verdickten Plasmaschicht an dem Beginn der Schleppgeißel, der Geißelschwellung. Es handelt sich um kleine Tröpfchen von [[Lipid]]en mit rot gefärbten [[Carotinoid]]en. Des Weiteren befindet sich direkt an der Geißelschwellung ein [[Photorezeptor]]. Je nach Einfall des Lichtes wirft der Augenfleck einen Schatten auf diesen Rezeptor. Dadurch ist der Zelle die Wahrnehmung der Richtung des Lichteinfalls ermöglicht ([[Phototaxie]]). Die Goldalgen reagieren auf eine schwache Lichtquelle positiv phototaktisch, das heißt, sie bewegen sich darauf zu. Auf eine starke Lichtquelle reagieren sie negativ phototaktisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Bei den Goldalgen lassen sich verschiedene Ernährungsweisen feststellen. Die meisten Goldalgen sind [[Autotrophie|photoautotroph]] und besitzen ein bis zwei Chloroplasten. Zahlreiche Goldalgen sind [[Mixotrophie|mixotroph]]. Sie können sowohl organischen Kohlenstoff in gelöster Form als auch anorganischen Kohlenstoff durch Photosynthese nutzen. So kann beispielsweise die Art &amp;#039;&amp;#039;[[Ochromonas granularis]]&amp;#039;&amp;#039; völlig ohne Licht in einer [[Saccharose]]lösung leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch Arten die [[Phagotrophie|phagotroph]] leben. Sie nehmen Kohlenstoff und andere organische Stoffe in Form von größeren Partikeln bis zu kleinen lebenden Bakterien aktiv mit Hilfe von [[Pseudopodien]] auf und können ebenfalls ohne Photosynthese auskommen. Andere Arten ernähren sich vollständig [[heterotroph]] und besitzen keine Chloroplasten, so dass keine Photosynthese möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische Reserveprodukt der Goldalgen ist [[Chrysolaminarin]], ein 1,3-β-verknüpftes Glukan ([[Polysaccharid]]). Oft dienen auch in [[Vakuole]]n gespeicherte Fetttröpfchen als Reservesubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldalgen kommen hauptsächlich in [[Süßwasser]] (besonders in hellem und kühlem Wasser), seltener in Brack- oder Salzwasser vor. In den Ozeanen spielen sie wahrscheinlich eine wichtige Rolle als [[Primärproduzent]]en des [[Nanoplankton]]s. Auch in dem Nahrungswettbewerb in [[See]]n sind die phagotrophen Goldalgen, da sie Bakterien als Nahrungsquelle nutzen können, von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermehrung und Überdauerungsstadien ==&lt;br /&gt;
Goldalgen vermehren sich hauptsächlich ungeschlechtlich durch Zellteilung. Nur bei wenigen Arten wurde geschlechtliche Fortpflanzung in Form von [[Konjugation (Biologie)|Isogamie]] beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Arten bilden Dauerstadien ([[Zyste (Biologie)|Zysten]]), um ungünstige Lebensbedingungen zu überdauern. Es handelt sich um endogene Cysten, deren Wände aus [[Kieselsäure]] bestehen. Endogene Cysten werden innerhalb der Zelle durch ein mit Kieselsäure gefülltes [[Vesikel (Biologie)|Vesikel]] gebildet, welches sich unter dem [[Plasmalemma]] anlagert. Wenn die Cystenbildung abgeschlossen ist, wird das nun außenliegende Plasma abgebaut. Bei verbesserten Umweltbedingungen wird die Alge wieder freigesetzt. Die Cysten haben eine für die Goldalgen typische Form und können gut als [[Fossil]]ien erhalten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Zu den Goldalgen werden folgende Gruppen gezählt:&lt;br /&gt;
* [[Goldbraune Algen]] (Chrysophyceae)&lt;br /&gt;
* [[Kieselalgen]] (Bacillariophyceae)&lt;br /&gt;
* [[Goldgrüne Algen]] (Xanthophyceae)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Systematik von Adl et al. (2005) werden diese Gruppen jedoch direkt in die Stramenopile eingeordnet, die Chrysophyta gibt es in dieser Systematik nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Sina M. Adl, Alastair G. B. Simpson, Mark A. Farmer, Robert A. Andersen, O. Roger Anderson, John A. Barta, Samual S. Bowser, Guy Bragerolle, Robert A. Fensome, Suzanne Fredericq, Timothy Y. James, Sergei Karpov, Paul Kugrens, John Krug, Christopher E. Lane, Louise A. Lewis, Jean Lodge, Denis H. Lynn, David G. Mann, Richard M. McCourt, Leonel Mendoza, Øjvind Moestrup, Sharon E. Mozley-Standridge, Thomas A. Nerad, Carol A. Shearer, Alexey V. Smirnov, Frederick W. Spiegel, Max F.&amp;amp;nbsp;J.&amp;amp;nbsp;R. Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The New Higher Level Classification of Eukaryotes with Emphasis on the Taxonomy of Protists.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Eukaryotic Microbiology&amp;#039;&amp;#039;, Band 52, Nr.&amp;amp;nbsp;5, 2005; S.&amp;amp;nbsp;399–451; {{doi|10.1111/j.1550-7408.2005.00053.x}} ({{enS}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich werden auch Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Prymnesium]]&amp;#039;&amp;#039; (wie &amp;#039;&amp;#039;[[Prymnesium parvum|P. parvum]]&amp;#039;&amp;#039;) wegen ihrer Färbung als Goldalgen bezeichnet. Diesen besitzen als [[Haptophyta|Haptophyten]] aber neben den Geißeln ein weiteres Anhängesl ([[Haptophyta#Haptonema|Haptonema]]), das bei den genannten drei Goldalgen-Gruppen nicht vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gesellige Goldalge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian van den Hoek, [[Hans Martin Jahns|Hans M. Jahns]], David G. Mann: &amp;#039;&amp;#039;Algen&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-13-551103-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www1.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d44/44d.htm Beschreibung auf biologie.uni-hamburg.de]&lt;br /&gt;
* [{{ITIS|TSN=1447|Name=Chrysophyta|Linktext=nein}} www.itis.gov: Chrysophyta]&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-06/fischsterben-goldalge-gift-oder-polen Fischsterben durch Goldalgen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alternatives Taxon (Protist)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikropaläontologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Docosanus</name></author>
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