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	<title>Gokaden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T17:38:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gokaden&amp;diff=2202400&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18204-58 am 24. März 2026 um 00:04 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-24T00:04:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sword centers Japan.svg|mini|300px|Zentren der japanischen Schwertschmiede&amp;amp;shy;traditionen. Die Gokaden sind rot gekennzeichnet.]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gokaden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja|五ヶ伝}} dt. „Fünf Traditionen“) werden die fünf klassischen Schwertschmiedetraditionen [[Yamato-Tradition]] ([[Provinz Yamato]]), [[Sōshū-Tradition]] (Sōshū, d.&amp;amp;nbsp;h. [[Provinz Sagami]]), [[Bizen-Tradition]] ([[Provinz Bizen]]), [[Yamashiro-Tradition]] ([[Provinz Yamashiro]]) und [[Mino-Tradition]] ([[Provinz Mino]]) zusammengefasst. Daneben werden teilweise Schwerter der [[Shintō (Schwert)|Shintō]]-[[Nengō|Periode]] den Gokaden als sechste Tradition, die sogenannte „Rokaden“, anbei gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen japanischen Provinzen entwickelten sich eigene typische Verfahren und Traditionen bei der Herstellung von [[Nihontō]], die auch verschiedene Perioden zugeteilt werden. Die jeweils in den Provinzen ansässigen Schwertschmiedeschulen (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Tegai-Schule]] und die [[Hōshō-Schule]] in Yamato) teilten untereinander ähnliche Traditionen, die sie von Schulen anderer Provinzen unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hakusui, Inami, &amp;#039;&amp;#039;Nippon-Tō, The Japanese Sword.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;152.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt werden ca.&amp;amp;nbsp;80 % der in der [[Kotō]]-Periode produzierten [[Schwert]]er in Japan den Gokaden zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;John M. Yumoto: &amp;#039;&amp;#039;Das Samuraischwert - Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einordnung der Schwerter in eine der fünf Traditionen ist allerdings nicht immer einfach, da es durchaus vorkommt, dass Schwertschmiede leicht von der jeweiligen Tradition abwichen oder gar mehrere Stile in eine Klinge einfließen ließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hakusui, Inami: &amp;#039;&amp;#039;Nippon-Tō, The Japanese Sword.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekanntestes Beispiel für die Mischung verschiedener Stile ist sicherlich der Schwertschmied [[Kaneuji]], der sowohl in der Yamato-Tradition als auch in der Sōshū-Tradition schmiedete und als Gründer der Mino-Tradition gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yamato-Den ==&lt;br /&gt;
Ihr Ursprung liegt in der [[Nara-Zeit]], in der Yamato als Zentrum der japanischen Kultur galt. Die Provinz liegt südlich von [[Kyōto]] in der Region [[Kinai]] ([[Japanische Schrift|jap.]] 畿内, wörtlich: „Inneres des Hauptstadtgebiets“). Die Stadt [[Heijō-kyō]] (heute: [[Nara]]) in der Provinz Yamato war damals [[Hauptstadt Japans|Hauptstadt des japanischen Reiches]], so dass sich hier und in umliegenden Tempeln viele Schwertschmiede ansiedelten. Der Legende nach entstammten auch die ersten japanischen Schwertschmiede [[Amakuni]] und Amakura der Yamato-Tradition - Sie gilt damit als älteste der 5 Gokaden. Das ihnen zugeschriebene [[Kogarasu-maru]] dürfte wohl das bekannteste Beispiel für die Yamato-Schwertschmiedekunst sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Philip McMahon |Titel=One Hundred Masterpieces of Painting |Sammelwerk=Parnassus |Band=10 |Nummer=3 |Datum=1938-03 |ISSN=1543-6314 |DOI=10.2307/771762 |Seiten=31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yamashiro-Den ==&lt;br /&gt;
Mit der Verlegung der [[Hauptstadt Japans|japanischen Hauptstadt]] nach [[Heian-kyō]] (heute: [[Kyōto]]) in der Provinz Yamashiro im Jahr 794 wuchs die dortige Nachfrage nach Schwertern stark. In der Folge verlagerte sich das Zentrum der japanischen Schwertproduktion von [[Provinz Yamato|Yamato]] in die Provinz Yamashiro. Einer der bedeutendsten Schwertschmiede aus dieser Frühphase war der Schwertschmied Munechika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Yamashiro-Tradition unterscheidet man zwischen verschiedenen Schulen. Diese waren die [[Sanjo-Schule]], die [[Awataguchi-Schule]], die [[Rai-Schule]], die [[Ayakoji-Schule]], die [[Ukai-Schule]], die [[Aoe-Schule]] und die [[Enju-Schule]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank L. Chance |Titel=Shiba Kōkan |Verlag=Oxford University Press |Datum=2003 |Reihe=Oxford Art Online |DOI=10.1093/gao/9781884446054.article.t078226}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bizen-Den ==&lt;br /&gt;
Die Bizen-Tradition entstand in der [[Provinz Bizen]] in der südlichen Hälfte der heutigen Präfektur Okayama. Aufgrund der topographischen Verhältnisse siedelten sich dort bereits sehr früh Schwertschmiede an. Die Ortschaft Osafune im östlichen Teil der Provinz war schon länger ein Zentrum der Herstellung von [[Blankwaffe]]n. Die Bizen-Tradition mit ihren spezifischen Charakteristika soll allerdings erst von dem um das Jahr 1100 lebenden Schwertschmied [[Tomonari]] (友成) begründet worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühen Schmiede in der Bizen-Tradition werden als Ko-Bizen-ha (古備前派, „alte Bizen-Strömung“) zusammengefasst. Später entwickelten sich verschiedene Schulen innerhalb der Bizen-Tradition. Man unterscheidet dabei in aller Regel die [[Fukuoka-Schule]], die [[Yoshioka-Schule]], die [[Ōmiya-Schule]], die [[Yoshii-Schule]] und die [[Osafune-Schule]], wobei letztere die meisten heute existierenden Schwerter der Bizen-Tradition produzierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank L. Chance |Titel=Shiba Kōkan |Verlag=Oxford University Press |Datum=2003 |Reihe=Oxford Art Online |DOI=10.1093/gao/9781884446054.article.t078226}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sōshū-Den ==&lt;br /&gt;
Die Sōshū-Tradition entstand noch zur Zeit des [[Kamakura-Shogunat]]s. Die Schwertschmiede Awataguchi Kunitsuna, Ichimonji Sukezane und [[Kunimune|Saburō Kunimune]] aus den [[Provinz Yamashiro|Provinzen Yamashiro]] und [[Provinz Bizen|Bizen]] gelten als die Stammväter der Sōshū-Tradition. Das erste im Stile der Sōshū-Tradition geschmiedete Schwert wird allerdings dem Schwertschmied Shintogo Kunimitsu zugeschrieben und ist als &amp;#039;&amp;#039;Midare Shintogo&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Mit [[Masamune]] und [[Muramasa]] entstammen auch zwei der bekanntesten Schwertschmiede Japans der Sōshū-Tradition.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Sesko |Titel=Genealogies and Schools of Japanese Swordsmiths mit deutscher Einleitung |Ort=Norderstedt |Datum=2010 |ISBN=978-3-8391-8347-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Soshū-Tradition existieren verschiedenen Schulen. Diese waren die [[Hasebe-Schule]], die [[Nobukuni-Schule]], die [[Samonji-Schule]], die [[Sengo Muramasa-Schule]], die [[Shimada-Schule]] und die [[Shitahara-Schule]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kōkan Nagayama |Titel=The connoisseur&amp;#039;s book of Japanese swords |Auflage=1 |Verlag=Kodansha International |Ort=Tokyo |Datum=1997 |ISBN=978-4-7700-2071-0 |Seiten=198 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mino-Den ==&lt;br /&gt;
In der alten Provinz Mino haben sich nach den Wirren des Sturzes des [[Shōgun|Kamakura-Shogunats]] im Jahr 1333 - in der [[Namboku-chō|Nanbokucho Zeit]] - etliche Schmiede aus der Provinz Yamato angesiedelt. Ebenfalls aus Echizen, Kaga und Etchu zogen Schmiede gen Süden. Damals war der militärische Verwalter in Mino der Clan der Toki, die ebenfalls über Owari und Ise herrschten. Als Begründer der Tradition gelten die beiden Schüler Masamunes: Kaneshige und Kaneuji. Neben Bizen war Mino das größte Zentrum für die Produktion von Klingen im alten Japan. Besonders für Mino ist die Errichtung einer Schmiede-Genossenschaft mit 7 Hauptschulen der Mino-Tradiation gegen 1440. Das Ziel dieser Unternehmung war es, die Beschaffung von Rohstoffen, die Sicherung der Qualität und auch die Vermarktung der Klingen gemeinsam zu erleichtern. Die Toki protegierten diese Genossenschaft, da sie aufgrund zahlreicher Konflikte einen hohen Bedarf an guten Klingen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kōkan Nagayama |Titel=The connoisseur&amp;#039;s book of Japanese swords |Auflage=1 |Verlag=Kodansha International |Ort=Tokyo |Datum=1997 |ISBN=978-4-7700-2071-0 |Seiten=122 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie in Bizen wurden zur Hochzeit der [[Sengoku-Zeit|Sengoku-Epoche]] Schwerter in industriellen Ausmaß und minderer Qualität produziert - sogenannte „Bündelschwerter“, Taba-Gatana.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wakimono - Nebenschulen ==&lt;br /&gt;
Die Schwertschmiede der Kotō-Periode, die keiner der Gokaden zuzuordnen sind (ca.&amp;amp;nbsp;20 %), werden als Wakimono ({{lang|ja|脇物}}, dt. etwa: „Nebenschulen“) oder auch Majiwarimono bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Kōkan Nagayama: &amp;#039;&amp;#039;The connoisseur&amp;#039;s book of Japanese swords.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;348.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Allgemeinen werden hierunter 19 verschiedene Schwertschmiedeschulen gefasst. Überwiegend befanden sich diese außerhalb der Provinzen Yamashiro, Yamato, Bizen, Sōshū und Mino.&amp;lt;ref&amp;gt;Kōkan Nagayama: &amp;#039;&amp;#039;The connoisseur&amp;#039;s book of Japanese swords.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 19 zu den Wakimono zählenden Schulen waren:&amp;lt;ref&amp;gt;Kōkan Nagayama: &amp;#039;&amp;#039;The connoisseur&amp;#039;s book of Japanese swords.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Takada in der [[Provinz Bungo]],&lt;br /&gt;
# Uda in der [[Provinz Etchū]],&lt;br /&gt;
# Mihara in der [[Provinz Bingo]],&lt;br /&gt;
# Shimada in der [[Provinz Suruga]],&lt;br /&gt;
# Shitahara in der [[Provinz Musashi]],&lt;br /&gt;
# Kanabo in der [[Provinz Yamato]],&lt;br /&gt;
# Fujishima in der [[Provinz Kaga]],&lt;br /&gt;
# Dōtanuki ({{lang|ja|同田貫}}) in der [[Provinz Higo]],&lt;br /&gt;
# Nio in der [[Provinz Suō]],&lt;br /&gt;
# Gassan ({{lang|ja|月山}}) in der [[Provinz Dewa]],&lt;br /&gt;
# Hōju ({{lang|ja|寶壽/宝寿}}) in der [[Provinz Mutsu]],&lt;br /&gt;
# Kaifu ({{lang|ja|海部}}) in der [[Provinz Awa (Tokushima)|Provinz Awa]],&lt;br /&gt;
# Kongobei in der [[Provinz Chikuzen]],&lt;br /&gt;
# Iruka in der [[Provinz Kii]],&lt;br /&gt;
# Sudo in der Provinz Kii,&lt;br /&gt;
# Chiyozuru in der [[Provinz Echizen]],&lt;br /&gt;
# Hashizume ({{lang|ja|橋詰}}) in der Provinz Kaga,&lt;br /&gt;
# Yamamura in der [[Provinz Echigo]] und&lt;br /&gt;
# Momokawa ({{lang|ja|桃川}}) in der Provinz Echigo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Inami Hakusui: &amp;#039;&amp;#039;Nippon-Tō, The Japanese Sword.&amp;#039;&amp;#039; Kyoei Printing Co., 1948, {{OCLC|1747709}}.&lt;br /&gt;
* John M. Yumoto, &amp;#039;&amp;#039;Das Samuraischwert - Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Ordonnanz-Verlag, 1995, ISBN 978-3-931425-00-5, S. 28 ff.&lt;br /&gt;
* Leon/Yoshihara Kapp, Yoshindo: &amp;#039;&amp;#039;Modern Japanese Swords and Swordsmiths - From 1868 to the Present.&amp;#039;&amp;#039; Kodansha International, Tokio u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 4-7700-1962-9, S. 17.&lt;br /&gt;
* Kōkan Nagayama, &amp;#039;&amp;#039;The connoisseur&amp;#039;s book of Japanese swords&amp;#039;&amp;#039;, Kodansha Intl, 1997, ISBN 978-4-7700-2071-0, {{Google Buch |BuchID=zPyswmGDBFkC}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://wiki.samurai-archives.com/index.php?title=Gokaden Gokaden] bei samurai-archives.com (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerkstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Waffentechnik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerk (Japan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmieden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-18204-58</name></author>
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