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	<title>Godentum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T15:40:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Godentum&amp;diff=83443&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T19:05:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Isländische Sprache|isländisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|Goði}}&amp;#039;&amp;#039; für ‚[[Priester]]‘ oder wohl auch [übertragen] „König“) war bis zur Einführung der [[Járnsíða]] im Jahre&amp;amp;nbsp;1271 der Träger der [[Regierungsgewalt]] in [[Island]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
[[Etymologisch]] wird das Wort zu &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|guþ}}&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|goþ}}&amp;#039;&amp;#039; = Gott gestellt. Der Begriff erscheint im [[Textkorpus|Korpus]] der [[Runen]][[inschrift]]en früh im&amp;amp;nbsp;4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in der Inschrift des südwest[[Norwegen|norwegischen]] [[Runenstein von Nordhuglo|Steins von Nordhuglo]] sowie auf zwei Inschriften der [[Wikingerzeit]] wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[Runenstein von Helnæs]] aus der [[Dänemark|dänischen]] Region [[Fünen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|goðorð}}&amp;#039;&amp;#039; ist hingegen nur auf Island belegt und zeigt, dass dort eine Sonderentwicklung stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch eine [[althochdeutsch]]e [[Glosse (Erläuterung)|Glosse]] im Abba-[[Glossar]], die das Wort &amp;#039;&amp;#039;goting&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;cotinc&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;goding&amp;#039;&amp;#039;) mit [[lateinische Sprache|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|tribunus}}&amp;#039;&amp;#039; (Tribun, Vorsteher) übersetzt: ciliarcus. uueraltkhraft. tribunus. cotinc. qui mille uiros. habet. ther thusunt manno. habet. edho camano. (Gl&amp;amp;nbsp;I: 88,&amp;amp;nbsp;15; „[[Chiliarch]]: Tribun, der 1000&amp;amp;nbsp;Männer hat“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.cis.uni-muenchen.de/cgi-bin/ahdeutsch/lex.pl?lemma=goting |text=goting |archivebot=2018-04-12 15:52:14 InternetArchiveBot}} auf cis.uni-muenchen.de ([[Authentifizierung]] nötig)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Als zuverlässigste [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]] über das Godenamt werden die [[Grágás]], das [[Landnámabók]] und die [[Sturlunga saga]] angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im&amp;amp;nbsp;19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sah man auch die [[Isländersaga]]s als historische Quellen an. Heute ist man nach der [[Sagakritik]] [[Zweifel|skeptischer]] und rechnet mit einer starken literarischen Überarbeitung.&amp;lt;ref&amp;gt;Herrmann-Josef Seggewiß: &amp;#039;&amp;#039;Goði und Höfðingi.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nachrichten über das Godentum stammen aus dem&amp;amp;nbsp;13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn gab es 36 &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|goðar}}&amp;#039;&amp;#039;, die auch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|höfðingar}}&amp;#039;&amp;#039; ([[Häuptling]]e) genannt wurden. Ihr Amt hieß &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|goðorð}}&amp;#039;&amp;#039; und die damit verbundene [[Macht]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|mannaforráð}}&amp;#039;&amp;#039; (Herrschaft über die Männer) oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|is|ríki}}&amp;#039;&amp;#039; (Macht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung liegt im Dunkeln. Am häufigsten wird angenommen, dass sich die Macht der Goden von ihrem [[Tempel]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;besitz hergeleitet habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Das alte Island.&amp;#039;&amp;#039; S. 109; Ólafur Lárusson: &amp;#039;&amp;#039;Goði og Goðorð.&amp;#039;&amp;#039; Sp, 363 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird auch vertreten, dass das Godentum auf Island nur sehr lose mit dem Tempelpriesttum verknüpft gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Das Staatsrecht des isländischen Freistaats.&amp;#039;&amp;#039; S. 213 f.; von See: &amp;#039;&amp;#039;Altnordische Rechtswörter.&amp;#039;&amp;#039; S. 107 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[altisländisch]]en Literatur kommt das Wort &amp;#039;&amp;#039;hofgoði&amp;#039;&amp;#039; (Tempelgode) öfter vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen ==&lt;br /&gt;
Die feste Ordnung der Godenherrschaft scheint mit der Gründung des Alþings ([[Althing]]) 930 entstanden zu sein. Man legte die Gesamtzahl der Godentümer (=&amp;amp;nbsp;Thingversammlungen) auf&amp;amp;nbsp;36 fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre&amp;amp;nbsp;965 wurde das Land geviertelt, und man fügte drei Godentümer hinzu, da der Bezirk im Norden aus vier Godentümern bestand. In den Ost-, West- und Südvierteln gab es nun drei, im Nordviertel vier Thingversammlungen. Zu jeder Thingversammlung gehörten drei Goden, und jeder Thingverband hatte einen Haupttempel. Die zwölf Goden im Norden sollten aber keinen größeren Einfluss haben als die neun Goden in den jeweiligen anderen Vierteln. Also erhielt jedes der anderen Viertel je einen Goden hinzu. Im&amp;amp;nbsp;12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gehörten etwa&amp;amp;nbsp;100&amp;amp;nbsp;[[Bauernhof|Bauernhöfe]] zu einem Goðorð.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Godengewalt ({{lang|is|goðorð}}) war frei [[Veräußerung|veräußerlich]], [[Erbfall|vererbbar]] und auch teilbar, indem jeweils einer der Berechtigten sein Godentum über drei Thingversammlungen (Frühjahrsthing, Herbstthing und Allthing) innehaben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab auch weibliche Goden, die {{lang|is|Gyðjar}}. In der Landnámabók, der wichtigsten Quelle zur isländischen Besiedlungsgeschichte, werden zwei Frauen mit Namen {{lang|is|Þuriðr Gyðja}} erwähnt. In der Vatnsdoela Saga wird von einer Frau mit Namen Steinvör berichtet, „die Tempelpriesterin ({{lang|is|hofgyðja}}) war und dem Haupttempel vorstand.“ Im [[eddisch]]en {{lang|is|[[Hyndlulióð|Hyndluljoð]]}} wird eine Hlédis {{lang|is|Gyðja}} erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Recht am Hof, auf dem der Tempel stand, das Recht am Tempel und das darauf gestützte {{lang|is|Goðorð}} waren getrennt. Das {{lang|is|Goðorð}} war eine selbständige und als reine Machtposition eine abstrakte [[Verkehrsfähigkeit|verkehrsfähig]]e Sache. Bei der [[christlich]]en [[Zehnt]][[gesetzgebung]] wurde das Goðorð &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; als zehntpflichtig angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechte und [[Pflicht]]en des Goden betrafen die [[Landesverwaltung]] auf dem Allthing und die Bezirksverwaltung. Die Aufgabe der [[Landesverteidigung]] gab es auf Island nicht. Jeder Gode hatte seine [[Thing]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;leute. Diese hatten aber das Recht, den Goden innerhalb ihres Thingbezirks zu wechseln. Die wichtigste Aufgabe des Goden war es, die Interessen seiner Thingleute zu vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Goden hatten vor [[Sonnenuntergang]] des ersten Thingtages auf dem Thing zu erscheinen. Sie hatten [[Sitz (Politik)|Sitz]] und [[Stimme (Wahl)|Stimme]] in der [[gesetzgebende Versammlung|gesetzgebenden Versammlung]], mussten die [[Richter]] für das [[Gericht]] benennen und den [[Lögsögumaður|Gesetzessprecher]] bestellen. Sie nahmen an den Gerichtsverhandlungen als Geschworene teil und waren auch Friedensrichter im eigenen Bezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Goden waren aber auch von ihren Bauern abhängig, denn diese waren die einzigen, mit denen Feinde von außen abgewehrt werden konnten. Die Bauern hatten ihrerseits zu den Thingversammlungen zu erscheinen. Jeder neunte Bauer hatte seinen Goden auf der Thingfahrt zu begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Goden regelten auch den [[Handel]]. Sie legten die [[Preis (Wirtschaft)|Preis]]e fest, die [[Ausländer]] für ihre Waren verlangen durften.&amp;lt;ref&amp;gt;Else Ebel: &amp;#039;&amp;#039;Der regionale Handel am Beispiel Islands zur Sagazeit.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende der [[Freistaat Island|Freistaatszeit]] setzte eine Konzentration ein: Ein Gode übernahm mehrere Goðorð, so dass am Ende das gesamte Land von etwa&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;Männern regiert wurde, die den mächtigsten Familien entstammten. Die unmittelbare Beziehung zu den Bauern trat zurück, unter den Bauern bildeten sich Substrukturen der Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Entwicklung wurde abgebrochen, als der norwegische König 1268 die Macht übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|12|260|263|Gode, Godentum|[[Else Ebel]]}}&lt;br /&gt;
* Else Ebel: &amp;#039;&amp;#039;Der regionale Handel am Beispiel Islands zur Sagazeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Herbert Jankuhn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zu Handel und Verkehr der vor- und frühgeschichtlichen Zeit in Mittel- und Nordeuropa.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1985.&lt;br /&gt;
* [[Hans Kuhn (Philologe, 1899)|Hans Kuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Das alte Island.&amp;#039;&amp;#039; Diederichs, Düsseldorf 1971.&lt;br /&gt;
* Ólafur Lárusson: &amp;#039;&amp;#039;Goði og Goðorð.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturhistorisk leksikon for Nordisk Middelalder.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Kopenhagen 1960, Sp. 363–366.&lt;br /&gt;
* [[Konrad von Maurer|Konrad Maurer]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Staatsrecht des isländischen Freistaats.&amp;#039;&amp;#039; Vorlesung über altnordische Rechtsgeschichte Band IV. Neudruck Osnabrück 1966.&lt;br /&gt;
* Herrmann-Josef Seggewiß: &amp;#039;&amp;#039;Goði und Höfðingi. Die literarische Darstellung und die Funktion von Gode und Häuptling in den Isländersagas.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Gode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Island)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titel (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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