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	<title>Gobiatherium - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gobiatherium&amp;diff=2875481&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aline Ollivier: /* Fossilfunde */</title>
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		<updated>2025-08-08T20:13:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fossilfunde&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Tabelle siehe bitte [[Wikipedia:Paläoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Modus             = Paläobox&lt;br /&gt;
| Rangunterdrückung = ja&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName    = Gobiatherium&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang        = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor       = [[Henry Fairfield Osborn|Osborn]] &amp;amp; [[Walter W. Granger|Granger]] 1932&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName   = Uintatheriidae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName   = Dinocerata&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang       = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName   = Laurasiatheria&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang       = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name       = Höhere Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName   = Eutheria&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang       = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name       = Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName   = Mammalia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang       = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild              = Gobiatherium-Skull.png&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung  = Schädel von &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039;, [[Typus (Nomenklatur)#Holotyp|Holotyp]]&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterVon   = Unteres&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterBis   = Mittleres [[Eozän]] ([[Arshantan]])&lt;br /&gt;
| MioVon            = {{Erdzeitalter/Beginn|fmt=1|arshantan}}&lt;br /&gt;
| MioBis            = {{Erdzeitalter/Ende|fmt=1|arshantan}}&lt;br /&gt;
| Fundorte          = &lt;br /&gt;
* [[Ostasien]]&lt;br /&gt;
* [[Zentralasien]]&lt;br /&gt;
| Subtaxa_Rang      = species&lt;br /&gt;
| Subtaxa_Plural    = nein&lt;br /&gt;
| Subtaxa           = &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;G. minutum&amp;#039;&amp;#039; {{Person| [[Cheng Jie|Cheng]] &amp;amp; [[Ma Aneheng|Ma]]}}, 1990&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;G. mirificum&amp;#039;&amp;#039; {{Person| [[Henry Fairfield Osborn|Osborn]] &amp;amp; [[Walter W. Granger|Granger]]}}, 1932&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Dinocerata]] – eine ausgestorbene Säugetiergruppe – aus dem Unteren bis Mittleren [[Eozän]] (vor 52 bis 46 Millionen Jahren) von [[Ostasien|Ost-]] und [[Zentralasien]]. Innerhalb dieser Gruppe wird es der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Uintatheriidae]] zugewiesen, ist also mit &amp;#039;&amp;#039;[[Uintatherium]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Eobasileus]]&amp;#039;&amp;#039; nahe verwandt. Diese Pflanzenfresser gehören zu den ersten Großformen nach dem Aussterben der [[Dinosaurier]]. Besonders charakteristische Merkmale von &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; waren der extrem flache Schädel und die stark nach oben gerundete Nase mit zwei kleinen knöchernen Hörnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; war ein großer Vertreter der Uintatherien, der aber nicht die Größe seiner nächsten Verwandten &amp;#039;&amp;#039;[[Uintatherium]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Eobasileus]]&amp;#039;&amp;#039; erreichte. Insgesamt besaß es einen allgemein schlankeren Körperbau, das überwiegende Fossilmaterial dieser Gattung besteht aber aus Schädel- und Gebissresten. Der Schädel wurde bei &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; bis zu 68 cm lang und war damit kürzer als der von &amp;#039;&amp;#039;Uintatherium&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Eobasileus&amp;#039;&amp;#039;. Charakteristischerweise war er extrem flach und erreichte oberhalb der [[Prämolar]]en nur eine Höhe von 8 cm, während die [[Jochbein]]bögen keilartig herausragten und einen maximalen Abstand von 40 cm aufwiesen. Auf den äußersten Bogenspitzen befanden sich zudem markante Knochenauswüchse, so dass die Bögen zusätzlich nach außen verbreitert erschienen. Das [[Hinterhauptsbein]] war leicht nach hinten verlängert und besaß dadurch in Seitenansicht einen spitzen Winkel. Im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;Uintatherium&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Eobasileus&amp;#039;&amp;#039; besaß der Schädel keine sehr deutlichen, für entwickelte Uintatherien typische Hornbildungen, auf den [[Scheitelbein]]en zeigten sich lediglich zwei leichte knöcherne Anschwellungen, während im mittleren Schädelbereich gar keine derartigen Bildungen auftraten. Markantestes Merkmal von &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; war aber das [[Nasenbein]], das eine bogenförmig aufgerundete Form hatte, wodurch der Schädel in diesem Bereich eine Gesamthöhe von 17 cm erreichte. Dabei war das Nasenbein am vorderen Ende deutlich nach vorn gebogen und hier durch eine Verknöcherung der [[Nasenscheidewand]] mit dem [[Mittelkieferknochen]] verwachsen. Einige Schädel trugen auf dem gerundeten Nasenbein zusätzlich zwei kleine Knochenschwellungen ähnlich jenen auf den Scheitelbeinen. Die gesamte Konstruktion des vorderen Schnauzenbereiches mit dem stark gerundeten Nasenbein ist einzigartig unter den Dinocerata.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn et al. 1932&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wheeler 1961&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bis zu 48 cm lange Unterkiefer wies einen relativ schlanken Bau auf. Der Kieferknochen war im Vergleich zu &amp;#039;&amp;#039;Uintatherium&amp;#039;&amp;#039; mit rund 7 cm Höhe eher niedrig, die [[Symphyse]] besaß einen spatelförmigen Aufbau. Gegenüber seinen Verwandten hatte &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium &amp;#039;&amp;#039; zusätzlich zu den allgemein reduzierten oberen [[Schneidezahn|Schneidezähnen]] auch keinen oberen [[Eckzahn]] mehr, die [[Zahnformel]] lautete dadurch: &amp;lt;math&amp;gt;\frac{0.0.3.3}{3.1.3.3}&amp;lt;/math&amp;gt;. Schneidezähne fanden sich wie bei den anderen Uintatherien nur im Unterkiefer, waren eher klein und durch zwei höckerige, hintereinander liegende Buckel charakterisiert, insgesamt aber wesentlich dünner und klingenartiger als bei &amp;#039;&amp;#039;Uintatherium&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Eobasileus&amp;#039;&amp;#039;. Der untere Eckzahn ähnelte den Schneidezähnen in seiner Form, war aber vergleichsweise größer als bei anderen Uintatherien. Das [[Diastema (Zoologie)|Diastema]] hinter dem Eckzahn war recht ausgedehnt. Die Backenzähne wiesen niedrige (&amp;#039;&amp;#039;[[Brachyodont|brachyodonte]]&amp;#039;&amp;#039;) Zahnkronen auf und waren klein, die gesamte Backenzahnreihe erreichte eine Länge von 16,3 cm, wobei der letzte [[Molar (Zahn)|Molar]] eine Länge von 3,9 cm aufwies. Typisch waren die zwei querstehenden Schmelzfalten der einzelnen Zahnkauflächen, die den Backenzähnen einen &amp;#039;&amp;#039;bilophodonten&amp;#039;&amp;#039; Aufbau geben, die [[Zahnschmelz]]falten der Oberkieferbackenzähne besaßen dabei eine V-förmige Anordnung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn et al. 1932&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wheeler 1961&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lucas 2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Körperskelett ist nur durch wenige Funde bekannt. Der [[Oberarmknochen]] und der [[Oberschenkelknochen]] weichen in ihrer Form kaum von denen der anderen entwickelten Dinocerata ab, wie bei &amp;#039;&amp;#039;Uintatherium&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Eobasileus&amp;#039;&amp;#039; trat am Femur kein dritter [[Oberschenkelknochen#Hals|Trochanter]] auf. Die Hand- und Fußknochen waren bei &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; insgesamt länger und schmaler als bei seinen Verwandten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn et al. 1932&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilfunde ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; ist nur aus [[Ostasien|Ost-]] und [[Zentralasien]] bekannt. Die ersten Funde kamen 1930 während einer Expedition des [[American Museum of Natural History]] im Jahr 1930 in die [[Innere Mongolei]] zu Tage. Sie wurden dort rund 40 km südwestlich von Iren Dabasu im [[Erlian-Becken]] entdeckt. Die Fundlage gaben die Erstbeschreiber [[Henry Fairfield Osborn]] und [[Walter W. Granger]] ursprünglich mit der [[Irdin-Manha-Formation]] an, wodurch die Fossilreste ein [[Eozän|obereozänes]] Alter erhielten. Geologischen Neuuntersuchungen zufolge gehören die Fossillagen, die unter anderem auch &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; enthielten, jedoch der unterlagernden [[Arshanto-Formation]] an, welche bereits im Unteren und Mittleren Eozän entstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meng et al. 2007&amp;quot;/&amp;gt; Die Funde des American Museum of Natural History umfassen wenigstens sieben, zum Teil vollständige Schädel, darunter auch das vollständige und kaum verdrückte [[Holotyp]]-Exemplar und den Schädel eines Jungtieres, des Weiteren auch isolierte Unterkiefer und Reste des Körperskelettes. Alle Reste werden der Art &amp;#039;&amp;#039;G. mirificum&amp;#039;&amp;#039; zugewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn et al. 1932&amp;quot; /&amp;gt; Lange Zeit waren dies die einzigen bekannten Funde dieser Säugetiergattung, erst in den 1980er Jahren wurden vermehrt weitere Fossilien entdeckt. Einige stammen wiederum aus der Arshanto-Formation im Erlian-Becken und setzen sich aus mehreren Ober- und Unterkieferfragmenten sowie isolierten Zähnen zusammen. Ein weiteres Unterkieferfragment ist direkt aus dem Basisbereich der Arshanto-Formation geborgen worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bai 2006&amp;quot; /&amp;gt; Aus der mitteleozänen [[Yuhuangding-Formation]] nahe [[Danjiangkou]] in der [[China|chinesischen]] Provinz [[Hubei]] wurden am Ende der 1980er Jahre aus dem oberen Bereich der [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentablagerungen]] isolierte Zahnfunde und ein Unterkieferfragment entdeckt, die der etwas kleineren Art &amp;#039;&amp;#039;G. minutum&amp;#039;&amp;#039; angehören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cheng et al. 1990&amp;quot; /&amp;gt; Diese ergänzen einige bereits in den 1960er Jahren dokumentierte isolierte Zähne aus [[Kalkstein]]en der gleichen Formation, die aber nahe Liguanqiao in der unmittelbar benachbarten Provinz [[Henan]] zum Vorschein kamen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chow et al. 1962&amp;quot; /&amp;gt; Aus der [[Chonkurchak-Formation]] bei Toru-Aygyr in [[Kirgisistan]] wiederum wurde ein vollständiger Schädel mit zugehörigem Unterkiefer berichtet, während vom Chakpaktas-Fluss im [[Saissan-Becken]] des östlichen [[Kasachstan]]s einige isolierte Zähne bekannt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lucas 2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläobiologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gobitherium.png|miniatur|Lebendrekonstruktion von &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Ähnlich wie bei den anderen Vertretern der Dinocerata weisen die bilophodonten Backenzähne darauf hin, dass die Tiere sich von weichen Pflanzenteilen ernährten (&amp;#039;&amp;#039;browsing&amp;#039;&amp;#039;). Durch die nicht ausgebildeten Oberkiefereckzähne war das Gebiss weniger wuchtig und der Unterkiefer nicht ganz so robust gebaut. Ihm fehlten auch die für &amp;#039;&amp;#039;Uintatherium&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Eobasileus&amp;#039;&amp;#039; typischen unteren Auswüchse des Unterkiefers zum Schutz des oberen Eckzahns. Der insgesamt grazile Bau des Unterkiefers zeigt sich auch in der Gestaltung des dortigen Gelenkes, das im Gegensatz zu seinen Verwandten nicht rückwärts gerichtet ist. Dadurch war es &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; nicht möglich, sein Maul sehr weit zu öffnen, was aufgrund der fehlenden Eckzähne auch nicht notwendig gewesen sein dürfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wheeler 1961&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung der Erstautoren könne bei &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; möglicherweise ein [[Geschlechtsdimorphismus]] nachgewiesen werden, der vor allem den Bau des Nasenbereiches betrifft. So sollten männliche Tiere anhand einiger Schädel ein massiv rundes Nasenbein und eine knöcherne Nasenscheidewand aufweisen, wobei sich teilweise auf der obersten Nasenspitze zusätzlich noch zwei leichte Knochenerhebungen fanden und sehr selten auch ein kleiner oberer Eckzahn auftrat. Weiblichen Tieren fehlten diese Merkmale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn et al. 1932&amp;quot; /&amp;gt; Spätere Analysen ergaben, dass zumindest das Fehlen der knöchernen Nasenscheidewand und der kleinen Hörner eher auf [[Verwitterung]] zurückzuführen ist und diese Merkmale ursprünglich bei allen bekannten Schädeln vorhanden gewesen waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wheeler 1961&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; stellt eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Uintatheriidae]] dar, die wiederum zur [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] der [[Dinocerata]] gestellt werden. Diese Säugetiergruppe ist weitgehend aus [[Nordamerika]] und Ostasien bekannt und stellte während ihrer [[Stammesgeschichte|stammesgeschichtlich]] jüngeren Entwicklungsphase die ersten bekannten Riesenformen unter den [[Säugetiere]]n, die sich nach dem Aussterben der Dinosaurier entwickelt hatten. Als gemeinsame Merkmale aller Dinocerata werden das Fehlen des ersten Prämolaren und der oberen Schneidezähne angesehen, Ausnahmen bilden hier nur die frühesten Vertreter. Die verwandtschaftlichen Verhältnisse zu anderen Säugetieren sind nicht vollständig geklärt, es wird aber angenommen, dass sie einen recht ursprünglichen Zweig innerhalb der heterogenen Gruppe der [[Huftiere]] bilden. Die nächsten Verwandten dürften nach heutiger Erkenntnis dabei die Südamerikanischen Huftiere ([[Meridiungulata]]) bilden, so etwa die [[Pyrotheria]] oder die [[Xenungulata]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prothero et al. 1988&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wheeler 1961&amp;quot;/&amp;gt; Die nächsten heute noch lebenden Verwandten dürften die [[Unpaarhufer]] bilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burger 2015&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Uintatheriidae wird &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; zur Unterfamilie der Gobiatheriinae gestellt mit lediglich dieser Gattung als einzigem Mitglied. Charakterisiert wird diese Unterfamilie durch die Reduktion des oberen Eckzahns und der verwachsenen [[Nasenscheidewand]]. Dabei stehen die Gobiatheriinae den Uintatheriinae mit &amp;#039;&amp;#039;[[Uintatherium]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Eobasileus]]&amp;#039;&amp;#039; als Schwestergruppe gegenüber, die sich wiederum durch lange und säbelartig gebogene obere Eckzähne sowie mehrere Paare knöcherner Hornbildungen auf dem Schädel auszeichnen. Der direkte Vorgänger von &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; ist unbekannt, da ältere Formen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Prodinoceras]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Bathyopsis]]&amp;#039;&amp;#039; deutlich in ihrer Schädelmorphologie abweichen und so nicht in direkter Beziehung stehen. Ursprünglich wurden die Gobiatheriinae von [[Konstantin Konstantinowitsch Fljorow|K. K. Fljorow]] als eigenständige Familie Gobiatheriidae 1952 eingeführt, eine Revision der Uintatheriidae 1961 von [[Walter H. Wheeler]] verschob ihren Status auf jenen der Unterfamilie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wheeler 1961&amp;quot;/&amp;gt; Eine erneute Teilrevision der Uintatherien von [[William D. Turnbull]] im Jahr 2002 bestätigte diese [[Taxonomie|taxonomische]] Zuweisung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turnbull 2002&amp;quot;/&amp;gt; Einige Forscher sehen aber aufgrund im Detail abweichender Zahnmorphologien der Gobiatheriinae zu den Uintatheriinae erstere teilweise auch als eigenständige Familie innerhalb der Dinocerata an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bai 2006&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cheng et al. 1990&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden heute zwei Arten unterschieden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;G. minutum&amp;#039;&amp;#039; {{Person| [[Cheng Jie|Cheng]] &amp;amp; [[Ma Aneheng|Ma]]}}, 1990&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;G. mirificum&amp;#039;&amp;#039; {{Person| [[Henry Fairfield Osborn|Osborn]] &amp;amp; [[Walter W. Granger|Granger]]}}, 1932&lt;br /&gt;
Eine weitere Art &amp;#039;&amp;#039;G. major&amp;#039;&amp;#039;, aufgestellt anhand der Funde aus der Arshanto-Formation, gilt heute als [[Synonym (Taxonomie)|Synonym]] für &amp;#039;&amp;#039;G. mirificum&amp;#039;&amp;#039;, während &amp;#039;&amp;#039;G. monolobotum&amp;#039;&amp;#039; als Vertreter von &amp;#039;&amp;#039;[[Eudinoceras]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Gruppe der [[Pantodonta]] angesehen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lucas 2001&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; wurde 1932 von [[Henry Fairfield Osborn]] und [[Walter W. Granger]] anhand von Funden der Expedition des American Museum of Natural History 1930 in die Innere Mongolei in einem kurzen Aufsatz [[Erstbeschreibung|erstmals beschrieben]]. Als [[Holotyp]] (Exemplarnummer [[American Museum of Natural History|AMNH]] 26624) gilt ein vollständiger, 68 cm langer Schädel, als [[Paratyp]] (AMNH 26630) ein vollständiger Unterkiefer. Der Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich einerseits auf die Wüste [[Gobi]] als Fundort, andererseits bedeutet das [[Griechische Sprache|griechische]] Wort &amp;#039;&amp;#039;θηρίον&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;thēríon&amp;#039;&amp;#039;) „Tier“. Der Name wurde analog zu jenem seines nordamerikanischen Verwandten &amp;#039;&amp;#039;Uintatherium&amp;#039;&amp;#039; gewählt, dem „Tier aus den [[Uinta Mountains]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn et al. 1932&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn et al. 1932&amp;quot;&amp;gt;Henry Fairfield Osborn und Walter W. Granger: &amp;#039;&amp;#039;Coryphodonts and Uintatheres from the Mongolian expedition of 1930. &amp;#039;&amp;#039; American Museum Novitates 552, 1932, S. 1–16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Turnbull 2002&amp;quot;&amp;gt;William D. Turnbull: &amp;#039;&amp;#039;The Mammalian Faunas of the Washakie Formation, Eocene Age, of Southern Wyoming. Part IV. The Uintatheres.&amp;#039;&amp;#039; Fieldiana 47, 2002, S. 1–189&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wheeler 1961&amp;quot;&amp;gt;Walter H. Wheeler: &amp;#039;&amp;#039;Revision of the Uintatheres.&amp;#039;&amp;#039; Bulletin of the Peabody Museum of Natural History Yale University 14, 1961, S. 1–93&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lucas 2001&amp;quot;&amp;gt;Spencer George Lucas: &amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium (Mammalia: Dinocerata) from the Middle Eocene of Asia: Taxonomy and biochronological Significance.&amp;#039;&amp;#039; Paläontologische Zeitschrift 74 (4), 2001, S. 591–600&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cheng et al. 1990&amp;quot;&amp;gt;Cheng Jie und Ma Aneheng: &amp;#039;&amp;#039;New mammalian materials from the Eocene of the Liguanqiao basin.&amp;#039;&amp;#039; Vertebrata Palasiatica 28, 1990, S. 228–244&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chow et al. 1962&amp;quot;&amp;gt;Chow Minchen und Tung Yungchen: &amp;#039;&amp;#039;Notes on some new uintathere materials of China.&amp;#039;&amp;#039; Vertebrata Palasiatica 6, 1962, S. 368–371&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prothero et al. 1988&amp;quot;&amp;gt;Donald R. Prothero, Earl M. Manning und Martin Fischer: &amp;#039;&amp;#039;The phylogeny of the ungulates.&amp;#039;&amp;#039; In: M. J. Benton (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039; The phylogeny and classification of Tetrapods, Volume 2: Mammals.&amp;#039;&amp;#039;  Systematics Association, Special Volume 35B, Oxford, 1988, S. 201–234&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bai 2006&amp;quot;&amp;gt;Bai Bin: &amp;#039;&amp;#039;New Materials of Eocene Dinocerata (Mammalia) from the Erlian basin, Nei Mongol (Inner Mongolia).&amp;#039;&amp;#039; Vertebrata Palasiatica 44 (3), 2006, S. 250–261&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burger 2015&amp;quot;&amp;gt;Benjamin J. Burger: &amp;#039;&amp;#039;The systematic position of the sabre-toothed and horned giants of the Eocene: The uintatheres (Order Dinocerata).&amp;#039;&amp;#039; Journal of Vertebrate Paleontology 35 (suppl.), 2015, S. 99&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Gobiatherium|&amp;#039;&amp;#039;Gobiatherium&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dinocerata]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dinoceraten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aline Ollivier</name></author>
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