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	<title>Gnothi seauton - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T07:55:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gnothi_seauton&amp;diff=359336&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Luha: /* Unterschiedliche Bedeutungen */ Kant</title>
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		<updated>2026-04-18T08:59:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Unterschiedliche Bedeutungen: &lt;/span&gt; Kant&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Gnothi sauton|Für die gleichnamige Zeitschrift siehe [[Gnothi Sauton]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnothi Sauton Reichert-Haus in Ludwigshafen.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Gnothi sauton&amp;#039;&amp;#039; auf einem Fenster im Kulturhaus der Stadt Ludwigshafen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gnothi sauton.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Gnothi sauton&amp;#039;&amp;#039; als Gravur mit einem stilisierten Auge auf Schloss Buonconsiglio in Trient]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gnothi seauton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Γνῶθι σεαυτόν|Gnṓthi seautón}}, durch [[Elision]] auch {{lang|grc|Γνῶθι σαυτόν|Gnṓthi sautón}} „Erkenne dich selbst!“&amp;amp;nbsp;/ „Erkenne, was Du bist.“) ist eine vielzitierte Inschrift am [[Apollontempel|Apollotempel]] von [[Delphi]], als deren Urheber [[Chilon von Sparta]], einer der „[[Sieben Weise von Griechenland|Sieben Weisen]]“, angesehen wird. Die Forderung wird im [[Philosophie der Antike|antiken griechischen Denken]] dem Gott [[Apollon]] zugeschrieben. Als {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nosce te ipsum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} wurde die Anweisung ins [[Latein]]ische übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marcus Tullius Cicero]], &amp;#039;&amp;#039;[[De finibus bonorum et malorum]]&amp;#039;&amp;#039; 5,44: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Iubet igitur nos Pythius Apollo noscere nosmet ipsos}}&amp;#039;&amp;#039; – „So befiehlt uns also der Apollo von Delphi, uns selbst zu erkennen“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Variante {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;temet nosce&amp;#039;&amp;#039;}} wurde durch ihre Verwendung in den Filmen [[Matrix (Film)|Matrix]] und [[Matrix Revolutions]] populär.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://matrix4humans.com/matrix-temet-nosce/ |titel=Temet Nosce – A Latin Sign for a Greek Oracle? |werk=Matrix4Humans |sprache=en |abruf=2022-11-19 |kommentar=mit Szenenbild}}; siehe auch {{Internetquelle |url=https://falschzitate.blogspot.com/2017/09/erkenne-dich-selbst-sokrates-angeblich.html |titel=&amp;quot;Erkenne dich selbst!&amp;quot; Sokrates (angeblich) |autor=[[Gerald Krieghofer]] |werk=Zitatforschung |datum=2017-09-30 |abruf=2022-11-19 |kommentar=mit Szenenbild und Notation der Orakelszene aus dem ersten Film sowie Einbettung eines kurzen Ausschnitts dieser Szene als YouTube-Video}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Der erste Beleg für den Gedanken findet sich in einem Fragment des Philosophen [[Heraklit]]: „Allen Menschen ist zuteil, sich selbst zu erkennen und verständig zu denken.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Diels-Kranz|DK]] 22 B 116. In der Forschung mitunter geäußerte Zweifel an der Authentizität dieses Fragments sind unbegründet; siehe dazu Serge N. Mouraviev: &amp;#039;&amp;#039;Heraclitea&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3.B.I, Sankt Augustin 2006, S. 295f.; Bd. 3.B.III, Sankt Augustin 2006, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spruch stand –&amp;amp;nbsp;neben den ebenfalls als apollinisch betrachteten Weisheiten [[Liste griechischer Phrasen/Epsilon#Ἐγγύα, πάρα δ’ ἄτα.|{{lang|grc|Ἐγγύα, πάρα δ’ ἄτα}}]] (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|grc-Latn|Engýa, pára d’ áta}}&amp;#039;&amp;#039; „Bürgschaft, schon ist Schaden da!“) und [[Liste griechischer Phrasen/My#Μηδὲν ἄγαν.|{{lang|grc|Μηδὲν ἄγαν}}]] (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|grc-Latn|Mēdén ágan}}&amp;#039;&amp;#039; „Nichts im Übermaß“)&amp;amp;nbsp;– an einer Säule der Vorhalle des Apollontempels in [[Delphi]]. Dort ist er spätestens um die Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. angebracht worden. Nach einem Fragment aus der verlorenen Schrift „Über die Philosophie“ des [[Aristoteles]] befand er sich sogar schon an dem Vorgängerbau, der 548/547 v. Chr. durch Brand zerstört wurde, doch ist die Glaubwürdigkeit dieser Behauptung ungewiss.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Tränkle: &amp;#039;&amp;#039;Gnothi seauton.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge, Bd. 11, 1985, S. 19–31, hier: 20; zur Frage nach der genauen Örtlichkeit S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Urheber der Aufforderung zu menschlicher Selbsterkenntnis galt in der Antike der Gott Apollon selbst; strittig war aber, welcher Mensch den Spruch zuerst geäußert hat. Schon vor dem Beginn des 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v. Chr. wurden die drei delphischen Sprüche auf die [[Sieben Weise von Griechenland|Sieben Weisen]] zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Tränkle: &amp;#039;&amp;#039;Gnothi seauton.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge, Bd. 11, 1985, S. 19–31, hier: 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;gnothi seauton&amp;#039;&amp;#039; wurde meist Chilon zugeteilt, aber auch Zuschreibung an [[Thales]], [[Solon]] und [[Bias von Priene]] kam in der Antike vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aristoteles-Schüler [[Theophrastos von Eresos]] bezeichnet den Spruch in seiner Schrift über die Sprichwörter als Sprichwort. [[Chamaileon]] ordnet ihn in seinem Buch über die Götter Thales zu. [[Hermippos]] schreibt in seinem ersten Buch über Aristoteles, dass ein [[Eunuch]]e namens Labys in Delphi, der Tempelwächter im Heiligtum war, diesen Spruch geäußert habe. [[Klearchos von Soloi]] behauptet, es sei ein Gebot des [[Pythios|pythischen]] Apoll gewesen, das Chilon als [[Orakel]]spruch gegeben wurde, als er fragte, was die Menschen am ehesten lernen sollten. Aristoteles schreibt &amp;#039;&amp;#039;gnothi seauton&amp;#039;&amp;#039; in seinem Dialog über Philosophie der [[Pythia]] zu. Auch [[Antisthenes]] behauptet, der Spruch  stamme von [[Phemonoe]], der ersten Pythia in Delphi, und Chilon habe ihn sich nur angemaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiedliche Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
Die Forderung, sich selbst zu erkennen, zielte ursprünglich auf Einsicht in die Begrenztheit und Hinfälligkeit des Menschen (im Gegensatz zu den Göttern). Damit war sein Dasein als Gattungswesen gemeint; man dachte aber nicht nur an die Menschheit und an prinzipielle Grenzen des für den Menschen Erreichbaren, sondern der Spruch diente auch oft als Warnung vor der Überschätzung individueller Möglichkeiten. In zahlreichen Texten der [[Griechische Klassik (Philosophie)|griechischen Klassik]] findet sich die Deutung, dass sich der Mensch bewusst sein solle, sterblich, unvollkommen und begrenzt zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Tränkle: &amp;#039;&amp;#039;Gnothi seauton.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge, Bd. 11, 1985, S. 19–31, hier: 22–24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verständnis des Spruchs als Hinweis auf eine natürliche Schwäche der Sterblichen, die man einsehen solle und deren Kenntnis zur [[Bescheidenheit]] führe, blieb in der gesamten [[Antike]] präsent und war noch in der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] geläufig. In diesem Sinne betonte beispielsweise der römische [[Stoa|Stoiker]] [[Seneca]], es gehe darum, sich die körperliche und geistige Verletzlichkeit des Menschen zu vergegenwärtigen; nicht nur ein großer Sturm, sondern schon eine kleinere Erschütterung könne den Menschen wie ein zerbrechliches Gefäß in Scherben gehen lassen. In diesem Zusammenhang überträgt eine leicht anderslautende Übersetzung der Inschrift den Wesenskern der göttlichen Forderung deutlicher: &amp;quot;Erkenne, was Du bist.&amp;quot;, bzw. auch: &amp;quot;Bleibe in den Dir gesetzten Grenzen.&amp;quot; Damit fokussiert der Blick darauf, was der Mensch als solcher ist: Eben kein Gott. Das ist der eigentliche Hinweis, den Apollon dem stürmischen Diomedes mit diesem Befehl übermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günther Hansen |Titel=Herrscherkult und Friedensidee |Hrsg= |Sammelwerk=Umwelt des Urchristentums |Band=1 |Nummer= |Auflage=4 |Verlag=Evangelische Verlagsanstalt |Ort=Berlin |Datum=1975 |ISBN= |Seiten=130}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen ergänzenden Akzent setzte die stoische Tradition, indem sie die Forderung &amp;#039;&amp;#039;{{lang|grc-Latn|gnothi seauton}}&amp;#039;&amp;#039; mit ihrem Ziel einer Einordnung des Menschen in den Naturzusammenhang verband. Die [[Selbsterkenntnis]] wurde eingebettet in das Bestreben, in „Übereinstimmung mit der Natur zu leben“ ({{lang|grc|ὁμολογουμένως τῆ φύσει ζῆν|homologoumenōs tē physei zēn}}). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andersartige Entwicklung nahm der Gedanke der Selbsterkenntnis im [[Platonismus]]. Für [[Platon]] stand der Aspekt im Vordergrund, dass der Mensch [[Ich weiß, dass ich nichts weiß|Wissen um das eigene Nichtwissen]] erlangen soll,&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;[[Apologie (Platon)|Apologie]]&amp;#039;&amp;#039; 23b.&amp;lt;/ref&amp;gt; damit er dann nach rechter Einsicht strebt und dadurch auch seinen Charakter veredelt. Das Bemühen um solche Selbsterkenntnis war für Platon ein Bestandteil seines zentralen ethischen Projekts der Sorge um die [[Seele]], deren Wohlergehen davon abhänge, dass sie [[Tugend]] &amp;#039;&amp;#039;([[Arete|aretḗ]])&amp;#039;&amp;#039; kultiviere. Damit bahnte sich ein Bedeutungswandel an. Neben das traditionelle, eher resignative Verständnis von Selbsterkenntnis, das naturgegebene, unüberwindliche Grenzen des Erreichbaren hervorhob, trat eine optimistischere Interpretation. Sie machte die Aufforderung zur Selbsterkenntnis auch zum Ausgangspunkt für eine Einsicht in Entwicklungsmöglichkeiten, die dank der überirdischen Herkunft und Natur der Seele gegeben seien. Solches Gedankengut wurde im Platonismus schon früh ausgearbeitet. Bereits in dem Platon zugeschriebenen, im 4. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. entstandenen Dialog &amp;#039;&amp;#039;[[Alkibiades I]]&amp;#039;&amp;#039; war das [[Anthropologie|anthropologische]] Konzept der Selbsterkenntnis der Seele voll ausgebildet. Der dort dargelegten Auffassung zufolge besagt das &amp;#039;&amp;#039;gnothi seauton&amp;#039;&amp;#039;, der Mensch solle sich als das erkennen, was er sei, nämlich eine den Körper bewohnende und gebrauchende unsterbliche und gottähnliche Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die platonische Auslegung des Spruchs, die positive Aspekte der Selbsterkenntnis betonte, hatte in der Antike eine beträchtliche Nachwirkung. In diesem Sinne äußerte [[Cicero]] in einem Brief an seinen Bruder [[Quintus Tullius Cicero|Quintus]], der Sinn des Spruches beschränke sich nicht darauf, die Anmaßung einzudämmen, sondern es gehe auch um eine Aufforderung, das uns eigentümliche Gute &amp;#039;&amp;#039;({{lang|la|bona nostra}})&amp;#039;&amp;#039; zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero, &amp;#039;&amp;#039;Ad Quintum fratrem&amp;#039;&amp;#039; 3,5,7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Neuplatonismus|Neuplatoniker]] bezogen die menschliche Schwäche und Hinfälligkeit auf den Körper, die Gottähnlichkeit auf die geistigen Leistungen der Seele. Sie deuteten die Forderung der delphischen Maxime als Aufforderung zur Selbsterkenntnis der Seele hinsichtlich ihrer göttlichen Herkunft, Natur und Bestimmung. Nicht in der Außenwelt sei die erlösende Wahrheit zu finden, sondern in der Besinnung der Seele auf sich selbst. Der Neuplatoniker [[Porphyrios]] verfasste eine mehrbändige Schrift &amp;#039;&amp;#039;Über das Gnothi seauton&amp;#039;&amp;#039;, die nur fragmentarisch erhalten ist. In der [[Spätantike]] verbreitete [[Macrobius]] die neuplatonische Interpretation des Spruchs in seinem sehr einflussreichen Kommentar zu Ciceros &amp;#039;&amp;#039;[[Somnium Scipionis]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Macrobius, &amp;#039;&amp;#039;In somnium Scipionis&amp;#039;&amp;#039; 1,9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei zitierte er einen Vers des Satirikers [[Juvenal]], wonach das &amp;#039;&amp;#039;Gnothi seauton&amp;#039;&amp;#039; „vom Himmel herabgestiegen“ war.&amp;lt;ref&amp;gt;Juvenal, &amp;#039;&amp;#039;Satiren&amp;#039;&amp;#039; 11,27: &amp;#039;&amp;#039;E caelo descendit {{lang|grc|γνῶθι σεαυτόν}}.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Juvenal hatte dies allerdings nicht in einem religiösen, sondern in einem ironischen Zusammenhang geschrieben und die Maxime auf eine kluge Entscheidung von Lebens- und Alltagsfragen bezogen. Im [[Mittelalter]] und noch bis ins 17. Jahrhundert wurde der Juvenalvers in Verbindung mit der neuplatonischen Deutung des Spruchs oft zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christliche Autoren der Antike wie [[Clemens von Alexandria]] und [[Origenes]] behaupteten, der Gedanke stamme ursprünglich aus dem [[Altes Testament|Alten Testament]] und sei von den Juden zu den Griechen gelangt. [[Petrus Abaelardus]] verwendete die Forderung als Titel seiner &amp;#039;&amp;#039;Ethik&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Ethica seu scito se ipsum)&amp;#039;&amp;#039; und betonte damit die Bedeutung der Vernunft und der Gesinnung als Grundlage sittlichen Handelns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Immanuel Kant]] ist die Forderung „Erkenne (erforsche, ergründe) dich selbst“ das erste Gebot aller Pflichten gegen sich selbst. Es ist die moralische Erforschung des Herzens als Quelle aller lauteren und unlauteren Handlungen. Nur die „Höllenfahrt des Selbsterkenntnisses“ kann die bösen Impulse im Willen beiseite räumen.&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant: Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre, Akademie Ausgabe Band 6, S. 441 ([https://www.korpora.org/kant/aa06/441.html online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* James Ambury: &amp;#039;&amp;#039;Neoplatonic Pedagogy and the Alcibiades I: Crafting the Contemplative.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2024.&lt;br /&gt;
* [[Pierre Courcelle]]: &amp;#039;&amp;#039;Connais-toi toi-même de Socrate à Saint Bernard&amp;#039;&amp;#039;. Études Augustiniennes, 3 Bände, Paris 1974–1975.&lt;br /&gt;
* Ole Jakob Filtvedt, [[Jens Schröter (Theologe)|Jens Schröter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Know yourself. Echoes of the Delphic maxim in ancient Judaism, Christianity, and philosophy.&amp;#039;&amp;#039; (Beihefte zur Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft, 260). De Gruyter, Berlin, Boston 2024. – Rezension von Maria Carmen De Vita, [[Bryn Mawr Classical Review]] [https://bmcr.brynmawr.edu/2024/2024.08.49/ 2024.08.49]&lt;br /&gt;
* [[Christopher Gill]]: &amp;#039;&amp;#039;The Structured Self in Hellenistic and Roman Thought.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 2006.&lt;br /&gt;
* [[Christopher Moore (Philosophiehistoriker)|Christopher Moore]]: &amp;#039;&amp;#039;Socrates and Self-Knowledge.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2015.&lt;br /&gt;
* Pauliina Remes, Juha Sihvola: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Philosophy of the Self.&amp;#039;&amp;#039; New York 2008.&lt;br /&gt;
* François Renaud, [[Harold Tarrant]]: &amp;#039;&amp;#039;The Platonic Alcibiades I. The Dialogue and its Ancient Reception.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2015.&lt;br /&gt;
* [[Charles Taylor (Philosoph)|Charles Taylor]]: &amp;#039;&amp;#039;Sources of the Self. The Making of the Modern Identity.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1989.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Tränkle]]: &amp;#039;&amp;#039;Gnothi seauton. Zu Ursprung und Deutungsgeschichte des delphischen Spruchs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge, Bd. 11, 1985, S. 19–31.&lt;br /&gt;
* Eliza Gregory Wilkins: &amp;#039;&amp;#039;The Delphic Maxims in Literature&amp;#039;&amp;#039;. University of Chicago Press, Chicago 1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geflügeltes Wort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsokratik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Luha</name></author>
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