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	<title>Gnesiolutheraner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gnesiolutheraner&amp;diff=488528&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 20. März 2022 um 19:52 Uhr</title>
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		<updated>2022-03-20T19:52:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gnesiolutheraner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine Gruppe von [[Theologe]]n bezeichnet, die sich im 16. Jahrhundert aus internen protestantischen Lehrstreitigkeiten herausbildete. Ihre zeitgenössische Bezeichnung war &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flacianer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, nach ihrem bekanntesten Vertreter [[Matthias Flacius]]. Sie selbst bezeichneten sich nur als [[Lutheraner]] (was sie ihren Gegnern absprachen zu sein). Im 17. Jahrhundert entstand die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Gnesiolutheraner&amp;#039;&amp;#039; (das griechische Adjektiv γνήσιος &amp;#039;&amp;#039;gnesios&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „echt“). Die Ansichten der Gnesiolutheraner prägten das Grundgerüst der [[Lutherische Orthodoxie|lutherischen Orthodoxie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auseinandersetzung mit den Philippisten ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Martin Luther]]s 1546 und den kriegerischen Auseinandersetzungen im [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]] 1546/47 bot der [[Augsburger Religionsfrieden]] 1555 erstmals die Möglichkeit einer theologischen Bestandsaufnahme. In diesem sogenannten [[Konfessionalisierung|Konfessionellen Zeitalter]] konkurrierten im Luthertum zwei Parteien um die theologische Deutungshoheit: die „[[Philippisten]]“ (Schüler [[Philipp Melanchthon]]s, der besonders nach dem Tod Martin Luthers die Linie der kirchenpolitischen [[Reformation]] in Deutschland prägte) und die genuinen Lutherschüler („Gnesiolutheraner“). Infolgedessen brach unter den evangelischen Theologen eine [[Disputation]] über sechs Streitpunkte aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# der [[Zweiter Abendmahlsstreit|2. Abendmahlsstreit]]&lt;br /&gt;
# der [[Adiaphoristischer Streit|Adiaphoristische Streit]]&lt;br /&gt;
# der [[Antinomistischer Streit|Antinomistische Streit]]&lt;br /&gt;
# der [[Majoristischer Streit|Majoristische Streit]]&lt;br /&gt;
# der [[Osiandrischer Streit|Osiandrische Streit]]&lt;br /&gt;
# der [[Synergistischer Streit|Synergistische Streit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtigste Anliegen der Gnesiolutheraner war die Sicherung des Überlebens der protestantischen Religion. Sie verfassten viele polemische Flugschriften in deutscher Sprache, um eine möglichst große Breitenwirkung zu erzielen. Da sie das Ende der Welt fürchteten, waren sie nicht kompromissbereit. Zu einem gewissen Ausgleich der Lehrstreitigkeiten kam es erst 1577 mit der Einigung auf die [[Konkordienformel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertreter ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Gnesiolutheraner&amp;#039;&amp;#039; fasst nachträglich ordnend eine lose Gruppe von einzelnen Theologen zusammen, die ein gemeinsames Interesse an der reinen Lehre, aber auch differierende Ansichten hatten. Eine gemeinsame Schule bildeten sie kaum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreter der Gnesiolutheraner waren vor allem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus von Amsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Kaspar Aquila]]&lt;br /&gt;
* [[Matthias Flacius]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Gallus]]&lt;br /&gt;
* [[Tilemann Hesshus]]&lt;br /&gt;
* [[Matthäus Judex]]&lt;br /&gt;
* [[Timotheus Kirchner]]&lt;br /&gt;
* [[Georg List]]&lt;br /&gt;
* [[Joachim Mörlin]]&lt;br /&gt;
*[[Simon Musaeus]]&lt;br /&gt;
* [[Joachim Westphal]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Wigand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Keller: &amp;#039;&amp;#039;Gnesiolutheraner&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 13. (1984), S. 512–519 (Überblick mit weiterer Literatur).&lt;br /&gt;
* Wolfgang Klose: &amp;#039;&amp;#039;Das Wittenberger Gelehrtenstammbuch. Das Stammbuch von Abraham und David Ulrich. Benutzt von 1549–1577 sowie 1580–1623.&amp;#039;&amp;#039; Mitteldeutscher Verlag, Halle 1999, ISBN 3-932776-76-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4279747-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformation (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherische Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologische Schule]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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