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	<title>Gnaeus Gellius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gnaeus_Gellius&amp;diff=501733&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Oskar71 am 21. Juni 2025 um 13:26 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-21T13:26:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gnaeus Gellius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein römischer [[Geschichte der Geschichtsschreibung#Antike|Geschichtsschreiber]]. Er lebte im späten 2. Jahrhundert v. Chr. Sein nur äußerst fragmentarisch erhaltenes Werk wird zur „Älteren [[Annalistik]]“ gerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gnaeus Gellius ist aufgrund der spärlichen Überlieferung zu seiner Person eine ziemlich schattenhafte Gestalt. Einen Anhaltspunkt für Gellius’ Lebenszeit liefert [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[De divinatione]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero, &amp;#039;&amp;#039;De divinatione&amp;#039;&amp;#039; 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem er in einem kurzen Verzeichnis römischer Historiker die [[Gellier]] (Pluralform) zeitlich nach den [[Fabier]]n und vor Coelius ansetzt, also wohl Gnaeus Gellius als nach [[Quintus Fabius Pictor]] und vor [[Lucius Coelius Antipater]] schreibend betrachtet.&amp;lt;ref name=Suerbaum-429&amp;gt;Werner Suerbaum, &amp;#039;&amp;#039;Die archaische Literatur. Von den Anfängen bis Sullas Tod&amp;#039;&amp;#039;, S. 429.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [[Censorinus]] lebte Gellius ebenso wie die Historiker [[Lucius Calpurnius Piso Frugi]] und [[Lucius Cassius Hemina]] zur Zeit der meist auf 146 v. Chr. datierten vierten [[Säkularfeier (Antike)|Säkularspiele]], über die er in seinen Annalen berichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Censorinus, &amp;#039;&amp;#039;De die natali&amp;#039;&amp;#039; 17, 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Pränomen &amp;#039;&amp;#039;Gnaeus&amp;#039;&amp;#039; des Geschichtsschreibers ist durch mehrere Testimonien bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dionysios von Halikarnassos]], &amp;#039;&amp;#039;Antiquitates Romanae&amp;#039;&amp;#039; 2, 31, 1; [[Aulus Gellius]], &amp;#039;&amp;#039;[[Noctes Atticae]]&amp;#039;&amp;#039; 13, 23, 13; [[Censorinus]], &amp;#039;&amp;#039;De die natali&amp;#039;&amp;#039; 17, 11; [[Solinus]], &amp;#039;&amp;#039;De mirabilibus mundi&amp;#039;&amp;#039; 2, 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vielleicht ist er mit jenem [[Münzmeister]] der [[Römische Republik|Römischen Republik]] identisch, der um 138 v. Chr. verschiedene Typen von Münzen (ein Denar und drei Bronzemünzen) prägte, die mit den Buchstaben CN GEL oder CN GELI gekennzeichnet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Albert: &amp;#039;&amp;#039;Die Münzen der Römischen Republik&amp;#039;&amp;#039;, Battenberg-Gietl Verlag, Nr. 892–895; Werner Suerbaum, &amp;#039;&amp;#039;Die archaische Literatur. Von den Anfängen bis Sullas Tod&amp;#039;&amp;#039;, S. 429.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht nachweisbar ist die Identifizierung des Historikers mit jenem gleichnamigen Gnaeus Gellius, gegen den [[Marcus Porcius Cato der Ältere|Cato der Ältere]] in einem Sponsionsprozess eine Rede für Lucius Turius hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Aulus Gellius, &amp;#039;&amp;#039;Noctes Atticae&amp;#039;&amp;#039; 14, 2, 21 und 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Gnaeus Gellius verfasste eine von der Frühzeit bis mindestens ins Jahr 146 v. Chr. reichende, von mehreren antiken Autoren&amp;lt;ref&amp;gt;Aulus Gellius, &amp;#039;&amp;#039;Noctes Atticae&amp;#039;&amp;#039; 17, 23, 13 und 18, 12, 6; [[Maurus Servius Honoratus|Servius]], Kommentar zu [[Vergil]], &amp;#039;&amp;#039;[[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039; 4, 390; [[Macrobius Ambrosius Theodosius|Macrobius]], &amp;#039;&amp;#039;Saturnalia&amp;#039;&amp;#039; 1, 16, 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Annales&amp;#039;&amp;#039; titulierte Darstellung der römischen Geschichte. Dieses Werk, von dem nur etwas mehr als dreißig meist kurze Fragmente erhalten sind, wies einen ungewöhnlich großen Umfang auf und schilderte vor allem die Anfänge Roms weitschweifig. Im 3. Buch stand die Geschichte vom [[Raub der Sabinerinnen]], wie der lateinische Schriftsteller [[Aulus Gellius]] berichtet, der daraus ein Gebet der [[Hersilia (Mythologie)|Hersilia]], der Gemahlin des [[Romulus und Remus|Romulus]], an [[Neria]], die Gattin des [[Mars (Mythologie)|Mars]], wörtlich zitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Aulus Gellius, &amp;#039;&amp;#039;Noctes Atticae&amp;#039;&amp;#039; 13, 23, 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 15. Buch war die Eroberung [[Rom]]s durch die [[Gallier]] behandelt, also etwa die Epoche um 389 v. Chr.,&amp;lt;ref&amp;gt;Macrobius, &amp;#039;&amp;#039;Saturnalia&amp;#039;&amp;#039; 1, 16, 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; im 30. oder 33. Buch das Jahr 216 v. Chr. erreicht.&amp;lt;ref name=Suerbaum-429 /&amp;gt; Demnach dürfte Gnaeus Gellius die römische Geschichte bis zur Brandschatzung Roms durch die Gallier etwa dreimal so ausführlich wie [[Titus Livius]] und ebenso ausführlich wie [[Dionysios von Halikarnassos]] behandelt haben, die folgende Epoche hingegen ebenso wie Livius.&amp;lt;ref name=Münzer-99&amp;gt;{{RE|VII,1|998|1000|Fundstelle=hier 999|Gellius 4|Friedrich Münzer|RE:Gellius 4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grammatiker [[Flavius Sosipater Charisius|Charisius]] zitiert sogar eine chronologisch nicht fixierbare Angabe aus dem 97. Buch des Gellius,&amp;lt;ref&amp;gt;Charisius, GLK 1, 54, 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; doch wird diese Buchzahl in der modernen Forschung häufig angezweifelt und niedriger angesetzt. Manche Althistoriker halten sie aber für zuverlässig; denn es steht beispielsweise fest, dass das Werk des jüngeren Annalisten [[Valerius Antias]] mindestens 75 Bücher umfasste.&amp;lt;ref name=Suerbaum-429 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der zitierten Fragmente aus dem Werk des Gnaeus Gellius stammt aus der Zeit der römischen Frühgeschichte bis hin zu den Anfängen der Republik; für die spätere Zeit sind sie wenig ergiebig. In der Forschung wurden verschiedene spekulative Erklärungen für die große Breite von Gellius’ Annalen vorgebracht, beispielsweise, dass er die &amp;#039;&amp;#039;Annales maximi&amp;#039;&amp;#039; verwendet oder phantasievoller Ergänzungen der spärlichen Tradition gemacht habe durch Reden, Motivationen und Handlungselemente, die nach den Regeln der Plausibilität ([[Altgriechische Sprache|griechisch]] εικός, eikós) erfunden seien.&amp;lt;ref name=Suerbaum-429 /&amp;gt; [[Friedrich Münzer]] nahm an, dass Gellius nach dem Vorbild des [[Timaios von Tauromenion|Timaios]] und Cato öfters griechische Sagen in die italische Frühgeschichte verflocht und auf Namensanklänge weitgehende Hypothesen aufbaute, wodurch die Ausführlichkeit des ersten Teils seiner Annalen erklärbar sei.&amp;lt;ref name=Münzer-99 /&amp;gt; Wahrscheinlich war die umfassende Ausgestaltung der römischen Frühzeit für die Spätannalistik richtungsweisend.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael von Albrecht, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der römischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;, Saur, 1994, Bd. 1, S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie andere ältere Annalisten interessierte sich Gnaeus Gellius für Kulturgeschichtliches und archaische Religion. Auch berichtete er von den Erfindern verschiedener Kulturtechniken, so des [[Alphabet]]s, der [[Medizin]] sowie der Maße und Gewichte.&amp;lt;ref name=Suerbaum-429 /&amp;gt; Seine Sprache ist bis auf einige Extravaganzen (Vorliebe für Formen auf &amp;#039;&amp;#039;-abus&amp;#039;&amp;#039;, [[Genitiv]] &amp;#039;&amp;#039;lapiderum&amp;#039;&amp;#039;) relativ unauffällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der 66 v. Chr. verstorbene römische Historiker [[Gaius Licinius Macer]] benutzte Gnaeus Gellius als Quelle, ebenso später Dionysios von Halikarnassos, der Gellius sechsmal für die Geschichte der [[Römische Königszeit|Königszeit]] und der Republik bis zum Decemvirat anführt&amp;lt;ref&amp;gt;Dionysios von Halikarnassos, &amp;#039;&amp;#039;Antiquitates Romanae&amp;#039;&amp;#039; 2, 31; 2, 72; 2, 76; 4, 6; 6, 11; 7, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und einige von dessen groben chronologischen Fehler tadelt. Unsicher ist, ob Gellius von Cicero als Gewährsmann verwendet wurde; Titus Livius erwähnt ihn jedenfalls nie. Zitate des Gellius bei späteren Antiquaren und Grammatikern (zum Beispiel bei Aulus Gellius und [[Maurus Servius Honoratus|Servius]]) sind vielleicht durch [[Marcus Terentius Varro]] vermittelt. Dies wird zwar häufig vermutet, ist aber nicht im strengen Sinn erwiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Suerbaum, &amp;#039;&amp;#039;Die archaische Literatur. Von den Anfängen bis Sullas Tod&amp;#039;&amp;#039;, S. 430.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Beck, [[Uwe Walter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die frühen römischen Historiker&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. &amp;#039;&amp;#039;Von Fabius Pictor bis Cn. Gellius.&amp;#039;&amp;#039; 2. vollständig überarbeitete Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-19048-3, S. 347 ff. (mit deutscher Übersetzung).&lt;br /&gt;
* {{RE|VII,1|998|1000|Gellius 4|[[Friedrich Münzer]]|RE:Gellius 4}}&lt;br /&gt;
* [[Werner Suerbaum]]: &amp;#039;&amp;#039;Cn. Gellius.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner Suerbaum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die archaische Literatur. Von den Anfängen bis Sullas Tod&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der lateinischen Literatur der Antike&amp;#039;&amp;#039;, Band 1). C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-48134-5, S. 429 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102393982|LCCN=nr/95/29283|VIAF=29920769}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gellius, Gnaeus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römischer Münzmeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 2. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 2. oder 1. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gellier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gellius, Gnaeus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Jahrhundert v. Chr. oder 1. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Oskar71</name></author>
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