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	<title>Glykoneus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T23:17:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Glykoneus&amp;diff=1213900&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FredDassel: /* Literatur */Lit format</title>
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		<updated>2018-12-18T00:01:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt;Lit format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glykoneus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der antiken [[Verslehre]] ein achtsilbiges [[Äolische Versmaße|äolisches Versmaß]]. In der [[Metrische Formelnotation|metrischen Formelnotation]] wird es mit {{Versmaß|gl}} abgekürzt. Benannt ist das Versmaß nach dem sonst unbekannten griechischen Dichter [[Glykon (Dichter)|Glykon]] ([[Hephaistion (Grammatiker)|Hephaistion]] 10,2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden die folgenden drei Formen unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:1. Glykoneus ({{Versmaß|gl1}}): {{Vers|/--/-/-/}}&lt;br /&gt;
:2. Glykoneus ({{Versmaß|gl2}}): {{Vers|\l\k/--/-\l}}&lt;br /&gt;
:3. Glykoneus ({{Versmaß|gl3}}): {{Vers|/\k/\k/--/}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen drei Formen wird der 2. Glykoneus am häufigsten genutzt; er ist auch stets gemeint, wenn der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Glykoneus&amp;#039;&amp;#039; ohne weitere Unterscheidung verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike Dichtung ==&lt;br /&gt;
Der Glykoneus kann als Kernvers der [[Äolische Versmaße|äolischen Versmaße]] betrachtet werden, da durch seine Abwandlung die verschiedenen äolischen Verse entstehen: Bei äußerer Erweiterung zum Beispiel der [[Phaläkischer Vers|Phaläkische Vers]] (an den Glykoneus wird ein [[Baccheus]] angefügt), bei innerer Erweiterung zum Beispiel der [[Asklepiadeische Strophe|kleine Asklepiadeus]] (der für die äölischen Maße kennzeichnende [[Choriambus]] wird verdoppelt), bei Verkürzung des Versendes um eine Silbe zum Beispiel der [[Pherekrateus]] (der somit als [[Katalexe|katalektischer]] Glykoneus aufgefasst werden kann). Fehlt dem Vers die erste Silbe, so wird die Form, der [[Akephaler Vers|akephale]] Glykoneus, als Telesilleus bezeichnet, benannt nach der Dichterin [[Telesilla]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Form des Glykoneus kommt am häufigsten vor als abschließender Vers in der [[Asklepiadeische Strophe|Dritten asklepiadeischen Strophe]], er schließt aber auch die [[Asklepiadeische Strophe|Zweite asklepiadeische Strophe]]. Seltener ist die drei Glykoneen enthaltende [[Glykoneische Strophe]]; in der lateinischen Dichtung erscheint der Glykoneus auch stichisch gereiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsche Dichtung ==&lt;br /&gt;
Nachbildungen des Glykoneus im Deutschen finden sich entsprechend vor allem in den Nachbildungen der asklepiadeischen Strophen. Die erste Strophe von [[Ludwig Hölty]]s &amp;#039;&amp;#039;Das Landleben&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Christoph Heinrich Hölty: Gesammelte Werke und Briefe. Kritische Studienausgabe, herausgegeben von Walter Herchte, Wallstein, Göttingen 1998, S. 219, [http://www.zeno.org/Literatur/M/H%C3%B6lty,+Ludwig+Christoph+Heinrich/Gedichte/S%C3%A4mtliche+Gedichte/Das+Landleben+%5B1%5D online]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt; Wunderseliger Mann, welcher der Stadt entfloh!&lt;br /&gt;
Jedes Säuseln des Baums, jedes Geräusch des Bachs,&lt;br /&gt;
Jeder blinkende Kiesel&lt;br /&gt;
Predigt Tugend und Weisheit ihm!&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vierte Vers dieser dritten asklepiadeischen Strophe ist ein Glykoneus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich seltener als in den Nachbildungen der ungereimten antiken Strophen findet sich der Glykoneus in Reimgedichten. [[Friedrich Schiller]]s &amp;#039;&amp;#039;Die Größe der Welt&amp;#039;&amp;#039; verwendet bei der Gestaltung der Strophe bewusst antike Versmaße – die ersten beiden Verse sind kleine Asklepiadeen, der vierte Vers ist ein Pherekrateus, und die letzten beiden Verse sind Glykoneen. Die erste Strophe&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schiller: &amp;#039;&amp;#039;Die Größe der Welt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Anthologie auf das Jahr 1782.&amp;#039;&amp;#039; Abgedruckt in: &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Werke.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, 3. Aufl. München 1962, S. 84, [http://www.zeno.org/nid/20005595231 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Die&amp;lt;/u&amp;gt; der &amp;lt;u&amp;gt;schaf&amp;lt;/u&amp;gt;fende &amp;lt;u&amp;gt;Geist&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;einst&amp;lt;/u&amp;gt; aus dem &amp;lt;u&amp;gt;Cha&amp;lt;/u&amp;gt;os &amp;lt;u&amp;gt;schlug&amp;lt;/u&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Durch&amp;lt;/u&amp;gt; die &amp;lt;u&amp;gt;schwe&amp;lt;/u&amp;gt;bende &amp;lt;u&amp;gt;Welt&amp;lt;/u&amp;gt; &amp;lt;u&amp;gt;flieg&amp;lt;/u&amp;gt; ich des &amp;lt;u&amp;gt;Win&amp;lt;/u&amp;gt;des &amp;lt;u&amp;gt;Flug&amp;lt;/u&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Bis&amp;lt;/u&amp;gt; am &amp;lt;u&amp;gt;Stran&amp;lt;/u&amp;gt;de&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Ih&amp;lt;/u&amp;gt;rer &amp;lt;u&amp;gt;Wo&amp;lt;/u&amp;gt;gen ich &amp;lt;u&amp;gt;lan&amp;lt;/u&amp;gt;de,&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Ank&amp;lt;/u&amp;gt;er &amp;lt;u&amp;gt;werf&amp;lt;/u&amp;gt;, wo kein &amp;lt;u&amp;gt;Hauch&amp;lt;/u&amp;gt; mehr &amp;lt;u&amp;gt;weht&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Und&amp;lt;/u&amp;gt; der &amp;lt;u&amp;gt;Mark&amp;lt;/u&amp;gt;stein der &amp;lt;u&amp;gt;Schöp&amp;lt;/u&amp;gt;fung &amp;lt;u&amp;gt;steht&amp;lt;/u&amp;gt;.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Rückert]] setzt aus einem zweiten und einem ersten Glykoneus einen Langvers zusammen, den er für ein [[Ghasel]] verwendet. Die ersten sechs Verse von &amp;#039;&amp;#039;Das ist dein Amt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Rückert: &amp;#039;&amp;#039;Das ist dein Amt&amp;#039;&amp;#039; [http://www.zeno.org/Literatur/M/R%C3%BCckert,+Friedrich/Gedichte/Wanderung/Zweiter+Bezirk.+Ghaselen/4./6.+Das+ist+dein+Amt online]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Leucht&amp;#039;, o flammendes Sonnenaug&amp;#039;, über die Welt; das ist dein Amt.&lt;br /&gt;
Lenz! mit blühendem Rosentraum schmücke das Feld; das ist dein Amt.&lt;br /&gt;
Mond am Himmel! O schlafe nicht! Denn hier auf Erden wollen sein&lt;br /&gt;
Liebesnächte von deinem Strahl lieblich erhellt; das ist dein Amt.&lt;br /&gt;
Sing&amp;#039;, o liebende Nachtigall, was du von Rosen-Schönheit weißt,&lt;br /&gt;
Sing&amp;#039; und stirb im Gesang, zu Sang bist du bestellt; das ist dein Amt.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Heinrich Voß]] zerlegt in &amp;#039;&amp;#039;Mein und Dein&amp;#039;&amp;#039; [[Priapeus|Priapeen]] und reimt die so erhaltenen Glykoneen und Pherekrateen. Der Beginn der ersten Strophe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Schafft nur Wein, und Gesang zum Wein;&lt;br /&gt;
Ewig bleiben wir munter,&lt;br /&gt;
Geh&amp;#039; im Zank um das Mein und Dein&lt;br /&gt;
Alles über und unter!&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind der erste und der dritte Vers Glykoneen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Sandro Boldrini]]: &amp;#039;&amp;#039;Prosodie und Metrik der Römer.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Stuttgart &amp;amp; Leipzig 1999, ISBN 3-519-07443-5, S. 141f.&lt;br /&gt;
* {{PEPP|R. J. Getty, P. S. Costas, J. W. Halporn|Glyconic|573|574}}&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 83.&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 8. Aufl. Kröner, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-520-84601-3, S. 315.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vers]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FredDassel</name></author>
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