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	<title>Glykokalyx - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T04:36:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Glykokalyx&amp;diff=295380&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina: keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe WP:WSIGA#Überschriften und Absätze</title>
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		<updated>2026-03-23T20:06:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WSIGA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WSIGA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WSIGA#Überschriften und Absätze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox GO-Terminus&lt;br /&gt;
| Typ = C&lt;br /&gt;
| GO = 0030112&lt;br /&gt;
| Eltern = [[Zellperipherie]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glykokalyx&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Schicht an der Außenfläche der [[Zellmembran]] bei [[Eukaryoten|eukaryotischen]] und prokaryotischen [[Zelle (Biologie)|Zellen]], aber auch an der Außenseite der [[Zellwand]] bei [[Prokaryoten|prokaryotischen Zellen]]. Die Glykokalyx wird auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schleimhülle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, wobei sich Kapsel und Schleimhülle im Detail unterscheiden. Die Kapsel ist mit der Zellwand fest verbunden, dies trifft nicht für die Schleimhülle zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Rolle, Anton Mayr: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre&amp;#039;&amp;#039;, Enke Verlag: Stuttgart, 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Glykokalyx besteht aus [[Polysaccharid]]en, die [[kovalent]] an die [[Membranprotein]]e ([[Glycoprotein]]e) und Membranlipide ([[Glycolipid]]e, [[Phospholipide]], [[Cholesterin|Cholesterol]] und [[Sphingolipide]]) gebunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Glykokalyx.png|mini|Bestandteile der Glykokalyx:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
A) Glykolipid&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
B) peripheres Glykoprotein&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
C) integrales Glykoprotein&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
D) Proteoglykan]]&lt;br /&gt;
Lebende Zellen, sowohl von Pro- als auch [[Eukaryoten|Eukaryonten]], werden von einer [[Zellmembran|Membran]], der [[Zelle (Biologie)|Zell]]- bzw. [[Plasmamembran]], umhüllt. Sie stellt gewissermaßen eine [[Semipermeabilität|halbdurchlässige]] Grenze zur &amp;quot;äußeren Umgebung&amp;quot; dar. Fast alle [[Biomembran|biologischen Membranen]] tragen auf ihrer Oberfläche eine unterschiedlich dicke Schicht aus Zuckerresten.&lt;br /&gt;
Die Glykokalyx besteht aus [[Oligosaccharide]]n, welche an fast allen membranösen Proteinen (dann [[Glykoproteine]]), aber auch in geringerer Zahl an Lipiden (dann [[Glykolipide]]) [[kovalent]] gebunden sind. Bei Zuckerresten handelt es sich nur um eine begrenzte Anzahl von Zuckern, nämlich [[Glucose]], [[Fucose]], [[Mannose]], [[Glucosamin]], [[Sialinsäuren]] und [[Galaktosamin]]. Die Sialinsäuren verursachen an der Zellmembranoberfläche eine negative Ladung (siehe [[Kathode]]). Die Glykokalyx wird regelmäßig erneuert.&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, dass bei [[Pflanze]]n keine Glykokalyx vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Dicke kann variieren und sie kann bei grampositiven wie gramnegativen Bakterien ([[Gramfärbung]]) vorkommen. Die Kapsel kann das Volumen des Bakteriums stark vergrößern. Es bleiben unter der Kapselschicht alle anderen Zellwandschichten erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Biomembranen hängt dieser verzweigte Zucker zu 90 % an Membranproteinen und zu 10 % an Glykolipiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Glykokalyx insbesondere [[Tier|tierischer]] Zellen bzw. [[Gewebe (Biologie)|Gewebe]] lassen sich fünf [[Phylogenese|phylogenetisch]] hochkonservierte Moleküle bzw. Molekülfamilien, die für die interzellulare Kommunikation (Zellerkennung, -kontakt und -haftung) von Bedeutung sind, unterscheiden: [[Immunglobulin]]e, [[Integrin]]e, [[Cadherin]]e, [[Selektin]] und [[Zelladhäsionsmolekül]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine große Anzahl der Mitglieder der einzelnen Molekülfamilien stehen mit dem [[Mikrofilamente|Mikrofilament-System]] der Zellen in Beziehung oder sind an [[G-Protein|GTP-bindende Proteine]] aus der Zellmembran angekoppelt, andere stehen mit dem [[MAP-Kinase-Weg]] in Verbindung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Heine: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der biologischen Medizin: Grundregulation und Extrazelluläre Matrix.&amp;#039;&amp;#039; Hippokrates, 2006, ISBN 3-8304-5335-3, S. 40 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Diese Kapseln dienen bei [[Einzeller|einzelligen]] Organismen, wie den [[Bakterien]]:&lt;br /&gt;
[[Datei:Bacterial mucoid diagram svg.svg|mini|350px|Extrazellulären bakterielle Strukturen: 1. einfache bakterielle Kapsel 2. Glykokalyx (Schleimschicht) 3. [[Biofilm|mikrobieller Biofilm]] [[extrazelluläre polymere Substanzen]] (EPS)]]&lt;br /&gt;
* als Schutz vor Austrocknung ([[Dehydratation (Medizin)|Dehydratation]])&lt;br /&gt;
* als Schutz vor [[Phagozytose]]&lt;br /&gt;
* Anheften an Oberflächen (bspw. auf dem [[Zahnschmelz]], siehe hierzu auch [[Zahnbelag|Zahnplaque]])&lt;br /&gt;
* als [[Pathogenitätsfaktor]]&lt;br /&gt;
Bei den [[Vielzeller|vielzelligen]] Organismen etwa bestimmt die Glykokalyx der [[Erythrozyt]]en  die [[Blutgruppe]] und beinhaltet den [[Rhesusfaktor]]. Zudem ist die Glykokalyx ein wichtiger Bestandteil der [[Endothel|Blutgefäßwand]].&amp;lt;ref&amp;gt;M. Jacob, D. Chappell, K. Hofmann-Kiefer u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Determinants of insensible fluid loss. Perspiration, protein shift and endothelial glycocalyx.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; 56, 2007, S. 747–764.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen mit der Endothelzelllinie bildet sie eine sog. &amp;quot;Doppelbarriere&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Markus Rehm, Stefan Zahler, Michael Lötsch, [[Ulrich Welsch]], Peter Conzen |Titel=Endothelial glycocalyx as an additional barrier determining extravasation of 6% hydroxyethyl starch or 5% albumin solutions in the coronary vascular bed |Sammelwerk=Anesthesiology |Band=100 |Nummer=5 |Datum=2004-05 |ISSN=0003-3022 |Seiten=1211–1223 |PMID=15114220}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die endotheliale Glykokalyx bindet [[Albumine|Albumin]] und baut so einen kolloidosmotischen Druckgradienten auf, der die [[Flüssigkeit]] im Blutgefäßsystem vor dem Übertritt in das Gewebe bewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. Chappell, M. Jacob, B. F. Becker, K. Hofmann-Kiefer, P. Conzen |Titel=[Expedition glycocalyx. A newly discovered &amp;quot;Great Barrier Reef&amp;quot;] |Sammelwerk=Der Anaesthesist |Band=57 |Nummer=10 |Datum=2008-10 |ISSN=1432-055X |Seiten=959–969 |DOI=10.1007/s00101-008-1445-4 |PMID=18810367}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[Zerstörung]] der endothelialen Glykokalyx führt zu einem erheblichen Übertritt von Flüssigkeit und [[Protein]]en aus den [[Blutgefäß]]en ins Gewebe (Interstitium). Sie steht auch im Mittelpunkt bei der Entwicklung des [[Sepsis|septischen]] Krankheitsbildes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Die Glykokalyx wird aus [[Saccharose]] gebildet. Bei der [[Synthese]] gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten. Je nachdem wie die Zusammensetzung erfolgt, unterscheidet man zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;[[Levan (Polysaccharid)|Levan]]:&amp;#039;&amp;#039; Die Grundeinheit stellt ein [[Glucose]]-Molekül dar, an welchem daraufhin die [[Synthese]] von [[Fructose]] erfolgt.&lt;br /&gt;
: Glc-(Fru-β2,6-Fru)&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Beispiele: [[Bacillus]], [[Pseudomonas]], [[Streptococcus salivarius]], [[Xanthomonas]]&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;[[Dextrane|Dextran]]:&amp;#039;&amp;#039; Die Grundeinheit stellt ein [[Fructose]]-Molekül dar, an welchem daraufhin die [[Synthese]] von [[Glucose]] erfolgt.&lt;br /&gt;
: Fru-(Glc-α1,6-Glc)&amp;lt;sub&amp;gt;n&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Beispiele: [[Leuconostoc]], [[Streptococcus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biosynthese ==&lt;br /&gt;
Zur Aktivierung wird unter Verbrauch von [[Uridintriphosphat|UTP]] (Uridin-Triphosphat) ein Uridin-Diphosphat-[[Zucker]] hergestellt. Bei der Hydrolyse des [[Phosphate|Phosphat]]-Esters wird [[Pyrophosphatasen|Pyrophosphat]] freigesetzt, sodass genügend [[Energie]] für die Ausbildung einer [[Glycosidische Bindung|glycosidischen Bindung]] zwischen den Monosacchariden zur Verfügung steht. Das [[Katalysieren|katalysierende]] Enzym ist die Levan- bzw. Dextran-Sucrase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zellbiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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