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	<title>Glucocorticoide - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Glucocorticoide&amp;diff=126367&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Assoziative Verweise entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Glucocorticoide&amp;diff=126367&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-27T22:20:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Assoziative Verweise entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glucocorticoide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Synonyme: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glukokortikoide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glukokortikosteroide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffgruppen/glukokortikoide &amp;#039;&amp;#039;Glukokortikoide (Kortikosteroide)&amp;#039;&amp;#039;] auf &amp;#039;&amp;#039;gelbe-liste.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) zählen zu den [[Corticosteroide]]n, einer Klasse von [[Steroidhormone]]n aus der [[Nebennierenrinde]]. Der Name bezieht sich auf ihre Funktion im [[Glucose-Stoffwechsel]], wo sie die Umwandlung von [[Protein]]en in [[Glucose]] und [[Glykogen]] fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die natürlich vorkommenden Glucocorticoide sind Abkömmlinge des Gelbkörperhormons ([[Progesteron]]); zu ihnen zählen [[Cortisol]] und [[Corticosteron]] &amp;lt;!-- mit einem Anteil von 95 % beziehungsweise 5 % beim Menschen =&amp;gt;Hä? Von was? Lehrmeinung ist, daß der Mensch zu rund 70 v.H. aus Wasser besteht. Ist gemeint: mit einem Verhältnis zueinander von 19 zu 1? Dann sollte dies auch geschrieben werden --&amp;gt; sowie [[Cortison]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es von den Glucocorticoiden abgeleitete künstliche Corticoide mit glucocorticoider Wirkung, wie sie in der Medizin verwendet werden, etwa [[Prednisolon]] oder [[Dexamethason]]. Diese werden ebenfalls Glucocorticoide genannt und meistens injiziert (Kortisonspritze), in Tablettenform verabreicht oder durch eine Kortisoncreme lokal appliziert ([[Lokaltherapie|topische Anwendung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glucocorticoide haben vielfältige physiologische und therapeutische Wirkungen. Sie beeinflussen den [[Stoffwechsel]], den Wasser- und [[Elektrolyt#Biologische Elektrolyte|Elektrolythaushalt]], das [[Herz-Kreislauf-System]] und das [[Nervensystem]]. Ferner bewirken sie eine [[Entzündungshemmung]] und sind [[Immunsuppressivum|immunsuppressiv]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie ==&lt;br /&gt;
=== Biosynthese ===&lt;br /&gt;
Die Biosynthese der Corticoide beginnt wie bei allen [[Steroide]]n mit [[Cholesterin]], das entweder mit der Nahrung aufgenommen wird oder (in weitaus größerer Menge) aus [[Mevalonat]] gebildet wird. Zwischenprodukt ist [[Pregnenolon]]; dieses wird auf mehreren möglichen Wegen zu [[Cortisol]] und letzteres anschließend zu [[Cortison]] umgesetzt.&lt;br /&gt;
Die Konzentration der Corticoide im Blut unterliegt einem ausgeprägten Tagesrhythmus mit einem Minimum um Mitternacht und einem Maximum zwischen 6 und 8 Uhr morgens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abbau ===&lt;br /&gt;
Wie andere Corticoide werden die Glucocorticoide in der [[Leber]] inaktiviert und vorwiegend über die [[Galle]]nflüssigkeit, zu 10 % auch über den Urin, in Form von inaktiven [[Konjugation (Biochemie)|Konjugaten]] ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkungen ===&lt;br /&gt;
Glucocorticoide fördern in natürlicher Konzentration die [[Gluconeogenese]] (Neubildung von [[Kohlenhydrate]]n aus [[Aminosäuren]] und Kohlenhydratvorläufern). Protein- und Lipiddepots werden abgebaut und zur Energiegewinnung eingesetzt. Dies bewirkt erhöhte Blutkonzentrationen von [[Glucose]], Aminosäuren und [[Fettsäuren]] sowie deren Abbauprodukten. Eine chronische Überproduktion der Hormone ruft das [[Cushing-Syndrom]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glucocorticoide haben eine verstärkende Wirkung auf die [[Glucagon]]-induzierte [[Genexpression|Expression]] der Gluconeogenese-Enzyme. Die komplizierten Mechanismen seien hier exemplarisch an einem der Enzyme, der [[Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase]] (PEPCK), erläutert: PEPCK katalysiert die Bildung von [[Phosphoenolpyruvat]] aus [[Oxalacetat]], unter Verbrauch von einmal [[Guanosintriphosphat|GTP]]. PEPCK ist dabei ein Schlüsselenzym der Gluconeogenese, die im Hungerzustand bei niedrigem Blutzucker vor sich geht. Mehr PEPCK entsteht mittels verstärkter [[Transkription (Biologie)|Transkription]] vom &amp;#039;&amp;#039;PCK1&amp;#039;&amp;#039;-Gen, das für dieses Enzym PEPCK kodiert. Der Ablauf dieser [[Signaltransduktion]] gestaltet sich folgendermaßen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Das Hormon Glucagon bindet an seinen Glucagon-[[Rezeptor (Biochemie)|Rezeptor]] auf der Zellmembran. Hierdurch löst sich die GDP-bindende α-Untereinheit von den β- und γ-Untereinheiten des heterotrimeren membrangebundenen [[G-Protein|G&amp;lt;sub&amp;gt;s&amp;lt;/sub&amp;gt;-Proteins]] und dissoziiert zum Rezeptor, wo ein Austausch von [[Guanosindiphosphat|GDP]] gegen GTP stattfindet. Die so aktivierte α-Untereinheit aktiviert ihrerseits die [[Adenylatcyclase]], woraufhin mehrere Moleküle [[Adenosintriphosphat|ATP]] zu [[Cyclisches Adenosinmonophosphat|cAMP]] umgesetzt werden. Ein hoher cAMP-Spiegel aktiviert die [[Proteinkinase&amp;amp;nbsp;A]], die wiederum das cAMP-responsive element binding protein ([[CREB]]) phosphoryliert. CREB ist an CRE, einen regulatorischen Bereich des &amp;#039;&amp;#039;PCK1&amp;#039;&amp;#039;-[[Promotor (Genetik)|Promotors]], gebunden. Als Ergebnis wird das &amp;#039;&amp;#039;PCK1&amp;#039;&amp;#039;-[[Gen]] exprimiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Das Glucocorticoid bindet an seinen nukleären Rezeptor, der gebunden am [[Hsp90|Hitzeschockprotein 90]] (Hsp90) inaktiv im [[Cytosol]] lokalisiert ist. Durch Bindung des [[Ligand]]en dissoziiert Hsp90 ab. Der (von dem 1939 in Salamanco geborenen Marburger Professor für Physiologische Chemie [[Miguel Beato del Rosal]] nachgewiesene und isolierte&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Glucocorticoidrezeptor [[Homodimer|homodimerisiert]] zu seinem aktiven Zustand und transloziert als Rezeptor-Ligand-Komplex in den Zellkern, wo der Komplex als [[Transkriptionsfaktor]] an eine [[palindromische Sequenz]] bindet. Dieses &amp;#039;&amp;#039;Glucocorticoid-[[Response Element|responsive-Element]]&amp;#039;&amp;#039; stellt einen weiteren regulatorischen Bereich im PCK1-Promotor dar. Die Wirkung von CRE/CREB-P wird somit potenziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielfach höherer Dosis, wie sie nur nach der Anwendung von Medikamenten vorliegt, treten weitere Wirkungen auf: Die Proteinsynthese wird gehemmt, die [[Antikörper]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;produktion des Immunsystems wird vermindert und Entzündungsvorgänge werden unterdrückt. Noch höhere Dosen, die nur durch die Gabe hochwirksamer künstlicher Glucocorticoide wie [[Dexamethason]] erreicht werden, wirken dem [[Schock (Medizin)|Kreislaufschock]] bei lebensgefährlichen Erkrankungen und Verletzungen entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pathologien ===&lt;br /&gt;
Das [[Enzym]] [[11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 2|11&amp;#039;&amp;#039;β&amp;#039;&amp;#039;-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 2]] [[Katalyse|katalysiert]] die Inaktivierung von Cortisol durch Dehydrierung zum [[Cortison]].&lt;br /&gt;
[[Mutation]]en im dafür codierenden &amp;#039;&amp;#039;HSD11B1&amp;#039;&amp;#039;-[[Gen]] sind die Ursache für das sogenannte [[AME-Syndrom]], eine seltene, vererbbare Form des [[Hyperandrogenismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{UniProt|P28845}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapeutischer Einsatz ==&lt;br /&gt;
Glucocorticoid-Präparate haben [[Antiphlogistikum|entzündungshemmende]] Wirkungen und sind mithin schmerzlindernd, häufig schmerzstillend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden zur Therapie beispielsweise bei [[Allergie|allergischem]] [[Rhinitis|Schnupfen]] oder bei [[Asthma bronchiale]] verwendet. Hochwirksame Varianten werden bei akuten Notfällen ([[Anaphylaxie]], [[Sepsis]], [[Schock (Medizin)|Schock]]) oder akuten starken Schmerzen ([[Bandscheibenvorfall]], [[Bandscheibenprotrusion]], [[Rotatorenmanschettenruptur]]) eingesetzt. Andere Präparate können topisch (örtlich) angewandt werden, zum Beispiel auf der Haut oder in der Nase. Heutzutage sind zahlreiche topische Glucocorticoide wie [[Budesonid]] oder [[Fluticasonpropionat]] verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewirken an der [[Bronchialsystem|Bronchialschleimhaut]] [[Entzündung]]shemmung und Abschwellung –&amp;amp;nbsp;die Hyperreaktivität der Bronchialschleimhaut wird vermindert&amp;amp;nbsp;– sowie an der Bronchialmuskulatur Krampflösung. Beide Wirkungen treten frühestens 30&amp;amp;nbsp;Minuten nach der Verabreichung des Arzneimittels auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei drohender [[Frühgeburt]] werden Glucocorticoide zur Förderung der [[Lungenreifung]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gabe von Glucocorticoiden über einen Zeitraum, der länger als (ein bis) drei Wochen ist, erfordert das „Ausschleichen“ der Medikation, d.&amp;amp;nbsp;h. eine schrittweise Reduktion der Dosis. Dies verhindert einen Glucocorticoid-Entzug, da die körpereigene Synthese des Hormons durch die externe Zugabe verringert wird. Ein zu rasches Absetzen des Medikaments kann in bestimmten Fällen zu einer [[Addison-Krise]] oder zu einem Wiederaufflammen der behandelten Grunderkrankung führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Freissmuth, Stefan Böhm |Titel=Pharmakologie &amp;amp; Toxikologie |Auflage=1 |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin Heidelberg |Datum=2012 |ISBN=978-3-642-12353-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenwirkungen ==&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit von der Stärkeklasse und Lokalisation können bei auf der Haut angewandten (topischen) Corticosteroiden bei langfristiger Applikation (Wochen bis Monate) oder bei systemischer (das heißt nicht-örtlicher) Anwendung [[Nebenwirkung]]en auftreten: Wasserspeicherung im Gewebe ([[Ödem]]) und damit Gewichtszunahme, Schwächung der Immunabwehr, Förderung der Entstehung und Verstärkung eines bestehenden [[Diabetes mellitus]], Förderung und Verstärkung eines bestehenden Knochenschwundes ([[Osteoporose]]), bei [[Inhalation|inhalativer]] Gabe [[Heiserkeit]]. Auch erhöhen sie den intraokularen Druck und können [[Glaukom]]e induzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;M. U. Dardenne: &amp;#039;&amp;#039;Der Glaukom-induzierende Effekt der Glukokortikoide: Allgemeine Aspekte.&amp;#039;&amp;#039; In: W. Böke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kortikosteroide in der Augenheilkunde. Symposion der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft vom 28.–30. September 1972 in Kiel.&amp;#039;&amp;#039; Springer, ISBN 978-3-642-87229-7, S. 281–286.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin kann es bei lokaler Applikation zu Hautatrophie, Blutungsneigung und Steroidakne kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=EBCONT Communications |url=https://eref.thieme.de/ebooks/2429334?anchor=im2428447#/ebook_2429334_SL90818971 |titel=I care Krankheitslehre |sprache=de |abruf=2023-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glucocorticoide vermindern die Umwandlung des Vitamins D&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; von der inaktiven Speicherform [[Calcidiol]] (25(OH)-Vitamin-D&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) in die aktive [[Calcitriol]] (1,25(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Vitamin-D&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;). Nur bei Niereninsuffizienz ist wegen einer weitgehend fehlenden Umwandlung von der inaktiven (25(OH)-Vitamin-D&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) in die aktive (1,25(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Vitamin-D&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) Form die Gabe von „aktivem“ Vitamin&amp;amp;nbsp;D (Calcitriol) unter Kontrolle der Serum-Calcium-Spiegel indiziert. Die kurzzeitige Stoßtherapie bei akuten Erkrankungen geht kaum mit Nebenwirkungen einher. Es wurden auch Hinweise darauf gefunden, dass Glucocorticoide das Thromboserisiko erhöhen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1001/jamainternmed.2013.122&amp;quot;&amp;gt;Sigrun A. Johannesdottir: &amp;#039;&amp;#039;Use of Glucocorticoids and Risk of Venous Thromboembolism – A Nationwide Population-Based Case-Control Study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;JAMA Internal Medicine.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;1, [[doi:10.1001/jamainternmed.2013.122]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsstärke ==&lt;br /&gt;
25&amp;amp;nbsp;mg Cortisol entsprechen etwa der täglichen Produktion der Nebennierenrinde beim Menschen. Darauf bezogen ergeben sich die Wirkungsstärke und die Äquivalenzdosis verschiedener Glucocorticoide aus der klinischen Praxis wie in der folgenden Tabelle dargestellt. Die zu erwartende, mittlere Plasma-Halbwertzeit (in Minuten) für die jeweiligen Substanzen variiert zwischen 30 (sehr kurz) und &amp;gt;400 Minuten (lang).&amp;lt;ref&amp;gt;Hanns Kaiser, Hans K. Kley, Tilo Andus: &amp;#039;&amp;#039;Cortisontherapie: Corticoide in Klinik und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2002, ISBN 3-13-357211-3, S. 184, [https://books.google.de/books?id=KGjuJaYOqBkC&amp;amp;hl=de (books.google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Henzen: &amp;#039;&amp;#039;Therapie mit Glukokortikoiden: Risiken und Nebenwirkungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweiz Med Forum.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, Nr. 7, 7. Mai 2003, S. 442–446, [https://medicalforum.ch/issue/edn/smf.2003.19 (medicalforum.ch], PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=DocCheck Medical Services GmbH |url=https://flexikon.doccheck.com/de/Glukokortikoid |titel=Glukokortikoid |titelerg=4.4 Relative Wirkungsstärke |sprache=de |abruf=2021-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable centered&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Generischer Name&lt;br /&gt;
! Biologische Halbwertzeit&amp;lt;br/&amp;gt;(Minuten)&lt;br /&gt;
! Wirkungsstärke&lt;br /&gt;
! Äquivalenzdosis (mg)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Cortisol|Cortisol/Hydrocortison]] || 90 || 1 || 25–30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Cortisonacetat]] || 90 || 0,8 || 35–37,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Cloprednol]] || 120 || 2 || 2,5–5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Prednison]] || &amp;gt;200 || 4 || 5–7,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Prednisolon]] || &amp;gt;200 || 4 || 5–7,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Deflazacort]] || 90 || 4 || 6–9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Methylprednisolon]] || &amp;gt;200 || 5 || 4–6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Fluocortolon]] || &amp;gt;200 || 5 || 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Triamcinolonhexacetonid|Triamcinolon]] || &amp;gt;200 || 5 || 4–6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Betamethason]] || &amp;gt;300 || 25 || 1,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Dexamethason]] || &amp;gt;300 || 30 || 0,75–1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Budesonid]] || 150 || &amp;gt;30.000 || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Fluticason]] || &amp;gt;400 || &amp;gt;90.000 || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Aldosteron]] || &amp;lt;30 || 0 || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Fludrocortison]] || 240 || 10 || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mometasonfuroat|Mometason]] || lang{{FN|Anm.1}} || ? || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Clobetasol]] || lang{{FN|Anm.2}} || 10 || ?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Topische Anwendung ==&lt;br /&gt;
Werden Glucocorticoide nicht systemisch, sondern nur an bestimmten Stellen, meist auf der Haut (also [[Lokaltherapie|topisch]]), angewandt, so zeigen die einzelnen Wirkstoffe durchaus andere relative Wirksamkeiten als bei [[parenteral]]er Applikation. Erwünscht ist hier eine stark entzündungshemmende/anti[[Zellproliferation|proliferative]] Wirkung, damit verschiedene Hauterscheinungen, wie Ekzeme, verschwinden, ohne dass die Haut selbst zu weit atrophiert (sich abbaut). Außerdem kann es bei starken Wirkstoffen, längerer Anwendung und großer Applikationsfläche oder stark reduzierter Barrierefunktion der Haut zu spürbaren systemischen (meist unerwünschten) Wirkungen der Corticoide kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das [[Dermis|dermale]] Wirkprofil zu verbessern, werden „intelligente“ Steroide entwickelt, welche schneller [[Stoffwechsel|metabolisiert]] werden. Ihre Hauptwirkung soll nur oberflächlich zur Geltung kommen, indem sie in tieferen Schichten oder in der Zirkulation rasch abgebaut werden. Diese schnellere Metabolisierung wird durch spezielle Derivatisierungen am Corticoidmolekül erreicht: Beispiele sind Prednicarbat, Mometasonfuroat, Hydrocortisonbutyrat, Hydrocortisonaceponat und Methylprednisolonaceponat. Derlei Derivate können auch die biologische Wirksamkeit, sowohl topisch als auch systemisch, modifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Topisch angewandte Wirkstoffe werden nach der Wirkstärke (nach Niedner) der Substanzen unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Klasse 1 – schwach wirksam&lt;br /&gt;
: Hydrocortison(-acetat), Prednisolon, Fluocortinbutylester, Triamcinolonacetonid, Dexamethason, Clocortolonpivalat(-hexanoat)&lt;br /&gt;
; Klasse 2 – mittelstark wirksam&lt;br /&gt;
: Clobetasonbutyrat, Hydocortisonaceponat, Dexamethason(-sulfobenzoat), Alclomethasondipropionat, Flumetasonpivalat, Triamcinolonacetonid, Fluprednidenacetat, Fluorandrenolon, Hydrocortisonbutyrat, Hydrocortisonbuteprat, Betamethasonbenzoat, Fluorcortolon, [[Prednicarbat]]&lt;br /&gt;
; Klasse 3 – stark wirksam&lt;br /&gt;
: Methylprednisolonaceponat, [[Mometasonfuroat]], Betamethasonvalerat, Fluticasonpropionat, Halomethason, Betamethasondipropionat, Fluocortolon(-hexanoat), [[Fluocinolonacetonid]], Diflorasondiacetat, Desoximethason, Fluocinonid, Amcinonid, Halcinonid, Diflucortolonvalerat&lt;br /&gt;
; Klasse 4 – sehr stark wirksam&lt;br /&gt;
: Diflucortolonvalerat, [[Clobetasolpropionat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Bei der topisch-dermalen Anwendung werden die Wirkstoffe je nach dem Ausgangszustand der Haut in Lösungen, [[Salbe]]n, Cremes oder Fettsalben aufgetragen. Zur Behandlung infizierter [[Effloreszenz]]en stehen [[Kombinationspräparat]]e mit [[antibakteriell]]en oder [[antimykotisch]]en Wirkstoffen zur Verfügung. Schuppt sich der behandelte Bereich stark, so kann zur Auflösung der [[Hautschuppe|Schuppen]] [[Harnstoff]] oder [[Salicylsäure]] (3-prozentig) beigemengt werden. Dies begünstigt auch die Resorption der Glucocorticoide. Zur Wirkverstärkung kann durch einen [[Okklusion (Pharmazie)|Okklusionsverband]] ein Aufweichen der oberen Hautschichten erreicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaiser,lokal&amp;quot;&amp;gt;Hanns Kaiser, Hans K. Kley, Tilo Andus: &amp;#039;&amp;#039;Lokale (= topische) Corticoidapplikation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cortisontherapie: Corticoide in Klinik und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2002, ISBN 3-13-357211-3, S. 172–179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lokale Entzündungsreaktionen, die einer äußerlichen Corticoidapplikation nicht zugänglich sind, können mittels einer Depotspritze örtlich behandelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaiser,lokal&amp;quot; /&amp;gt; Hierfür stehen entsprechende Kristallsuspensionen mit den Corticoiden Betamethason, Dexamethason, Triamcinolon und Prednisolon zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans J. Hatz: &amp;#039;&amp;#039;Glucocorticoide&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1486-2.&lt;br /&gt;
* Lois Jovanovic, Genell J. Subak-Sharpe: &amp;#039;&amp;#039;Hormone. Das medizinische Handbuch für Frauen.&amp;#039;&amp;#039; (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Hormones. The Woman’s Answerbook.&amp;#039;&amp;#039; Atheneum, New York 1987) Aus dem Amerikanischen von Margaret Auer, Kabel, Hamburg 1989, ISBN 3-8225-0100-X, S. 27–31, 306–310 und 374.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
{{FNZ|Anm.1|Siehe [[Mometasonfuroat]]}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|Anm.2|Es existieren drei noch nicht identifizierte Hauptmetabolite mit einer Halbwertszeit von 2–4 bzw. &amp;gt;30 Stunden. (&amp;#039;&amp;#039;Fachinformation &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karison&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [https://www.fachinfo.de/pdf/006832 fachinfo.de] (PDF), abgerufen am 9. Mai 2016&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steroidhormon| Glucocorticoide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notfallmedikament]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nebenniere]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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