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	<title>Gliptine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T20:18:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gliptine&amp;diff=1008575&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dr. Peter Schneider: /* Unerwünschte Wirkungen */ Wikilink</title>
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		<updated>2026-02-12T11:23:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Unerwünschte Wirkungen: &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Incretins and DPP 4 inhibitor DE.svg|mini|330px|Gliptine und GLP-1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gliptine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inkretinverstärker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DPP-4-Inhibitoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DPP-4-Hemmer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind Substanzen, welche den Abbau des [[Hormon]]s [[Glucagon-like Peptid 1]] (GLP-1) durch das [[Enzym]] [[Dipeptidylpeptidase 4]] (DPP-4) hemmen. Sie stellen eine [[Wirkstoffklasse]] unter den [[Antidiabetikum|Antidiabetika]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirksamkeit ==&lt;br /&gt;
Als Antidiabetika senken Gliptine den Blutzucker und den [[HbA1c]]-Wert („Langzeit-Blutzucker“). Laut [[AkdÄ|Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)]] gibt es jedoch keinen wissenschaftlichen Nachweis einer Wirksamkeit von Gliptinen auf patientenrelevante Endpunkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DÄ-119-41&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Titel=Cholezystitis im Zusammenhang mit DPP-4-Inhibitoren (Gliptine) („UAW-News International“) | Sammelwerk=[[Deutsches Ärzteblatt]] | Band=119 | Nummer=41 | Datum=2022-10-14| Online=https://www.akdae.de/service/newsletter/newsletter-archiv/akdae-news/newsdetail/cholezystitis-im-zusammenhang-mit-dpp-4-inhibitoren-gliptine-uaw-news-international | Abruf=2023-10-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß der deutschen [[Nationale Versorgungsleitlinie|Nationalen Versorgungsleitlinie]] (NVL) zum Typ-2-Diabetes haben Gliptine keinen Einfluss auf Diabetesfolgen wie Mortalität, Tod aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hospitalisierungen aufgrund von [[Herzinsuffizienz]], [[Diabetische Retinopathie|Retinopathie]], [[Neuropathie]], Amputationen oder [[Diabetische Nephropathie|Nierenschäden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NVL-T2D&amp;quot;&amp;gt;{{AWMF|https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/nvl-001|Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes, Version 3.0|S3|[[Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften]] (AWMF)|Mai 20235}}&amp;lt;!--NVL v3.0 S. 84 (Tabelle 24, Eintrag zu DPP-4-Inhibitoren) und S. 101 (5.5.6 DPP-4-Hemmer)--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Metabolischer Effekt des Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1) ==&lt;br /&gt;
Das Hormon GLP-1 zählt zu den [[Inkretin-Effekt|Inkretin]]-Hormonen. Neben den Inselzellen des Pankreas wird es im oberen Dünndarm, im distalen Ileum und im Kolon gebildet. Bei einer Nahrungsaufnahme steigt sein Spiegel glucoseabhängig an ([[Inkretin-Effekt]]) und führt zu einer Senkung der Blutglucose, indem es die Insulinsekretion der Beta-Zellen erhöht und die [[Glucagon]]sekretion der Alpha-Zellen des Pankreas drosselt. Des Weiteren kommt es über außerpankreatische Wirkungen zu einer verlangsamten Magenentleerung und zu einer Stimulation des Sättigungsgefühls. Die Aktivität des GLP-1 wird begrenzt durch den Abbau des GLP-1 durch die Dipeptidylpeptidase 4 zu einem inaktiven [[Metabolit]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Siegenthaler, H. E. Blum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klinische Pathophysiologie.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-449609-7, S.&amp;amp;nbsp;77. {{Google Buch |BuchID=360YvLkY_5cC |Seite=77}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologie der Gliptine ==&lt;br /&gt;
[[Inhibitor]]en der Dipeptidylpeptidase 4 verhindern den Abbau des Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1), indem sie das abbauende Enzym hemmen. Infolgedessen steigert sich die Insulinausschüttung nur nach Nahrungsaufnahme, da nur dann erhöhte Blutspiegel an GLP-1 existieren. Dieses Wirkprinzip verhindert das Auftreten einer [[Hypoglykämie|Unterzuckerung]]. Arzneimittel, die diese Wirkstoffe enthalten, können [[peroral]] aufgenommen werden und sind gut verträglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhibitionsmechanismen ==&lt;br /&gt;
=== Transition-state-Inhibitoren ===&lt;br /&gt;
[[Transition state|Transition-state]]-Inhibitoren haben derzeit keine therapeutische Bedeutung. Sie unterbrechen den Vorgang der Spaltung des GLP-1 im aktiven Teil des spaltenden Enzyms DPP-4. Während der erste Schritt, die Bildung des [[Stoffwechselintermediat|Intermediats]] (eines kurz existenten Zwischenzustands), noch ausgeführt wird, behindert die Raumstruktur dieser Hemmstoffe das weitere Fortschreiten der Spaltung des [[Substrat (Biochemie)|Substrats]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einschlussinhibitoren ===&lt;br /&gt;
Das [[Enzym#Das aktive Zentrum – strukturelle Grundlage für Katalyse und Spezifität|aktive Zentrum]] der DPP-4 enthält eine [[Hydrophobie|hydrophobe]] Tasche. Dies ist ein Bereich des Enzyms, in dem [[Polarität (Chemie)|unpolare]], [[Ion|nichtionische]] [[Aminosäuren]] überwiegen. Die Einschlussinhibitoren besitzen einen hydrophoben Molekülteil, der eine ähnliche unpolare Beschaffenheit aufweist, wodurch sie sich in diesem hydrophoben Bereich des aktiven Zentrums aufhalten können. Der Einschlussinhibitor enthält an anderer Stelle des Moleküls eine oder mehrere positiv geladene chemische Gruppen, was das Eindringen in die negativ geladene Umgebung des aktiven Zentrums erleichtert. Die Anwesenheit des Inhibitors im aktiven Zentrum verhindert die Spaltung des GLP-1, indem er den Platz des GLP-1 einnimmt. Dieser Vorgang heißt [[kompetitive Hemmung]]. Die Einschlussinhibitoren stellen derzeit die therapeutisch relevante Gruppe dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unerwünschte Wirkungen ==&lt;br /&gt;
=== Nebenwirkungen ===&lt;br /&gt;
* Kopfschmerzen&lt;br /&gt;
* Schwindel&lt;br /&gt;
* Obstipation&lt;br /&gt;
* Infektionen&lt;br /&gt;
* Sehr selten kann es zu einer akuten [[Pankreatitis|Bauchspeicheldrüsenentzündung]] kommen&lt;br /&gt;
In Kombination mit einem Sulfonylharnstoff können schwere Hypoglykämien auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontraindikationen ===&lt;br /&gt;
In tierexperimentellen Studien wurden Hinweise auf reproduktionstoxische Effekte gefunden. Deshalb sollten Gliptine nicht in Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. Darüber hinaus sind DPP-4-Inhibitoren nicht geeignet für Patienten mit einem Risiko für Pankreatitis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffgruppen/dpp-4-inhibitoren-gliptine#Nebenwirkungen Gliptine Nebenwirkungen] In: gelbe-liste.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arzneistoffe ==&lt;br /&gt;
* [[Alogliptin]] (&amp;#039;&amp;#039;Vipdomet&amp;#039;&amp;#039;: Kombination mit Metformin)&lt;br /&gt;
* [[Anagliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Bisegliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Carmegliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Denagliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Dutogliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Evogliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Gemigliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Gosogliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Linagliptin]] (Handelsname: &amp;#039;&amp;#039;Trajenta&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Melogliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Omarigliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Saxagliptin]] (Handelsnamen: &amp;#039;&amp;#039;Onglyza&amp;#039;&amp;#039;; als Kombinationspräparat mit Metformin: &amp;#039;&amp;#039;Komboglyze&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Sitagliptin]] (Handelsnamen: &amp;#039;&amp;#039;Januvia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Xelevia&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Janumet&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Velmetia&amp;#039;&amp;#039; als [[Kombinationspräparat]]e mit [[Metformin]])&lt;br /&gt;
* [[Teneligliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Trelagliptin]]&lt;br /&gt;
* [[Vildagliptin]] (Handelsnamen: &amp;#039;&amp;#039;Galvus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Jalra&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Eucreas&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Icandra&amp;#039;&amp;#039; als Kombinationspräparate mit Metformin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Daikeler, Götz Use, Sylke Waibel: &amp;#039;&amp;#039;Diabetes. Evidenzbasierte Diagnosik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Kitteltaschenbuch, Sinsheim 2015, ISBN 978-3-00-050903-2, S. 158–160.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antidiabetikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ATC-A10]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Enzyminhibitor| Dipep]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr. Peter Schneider</name></author>
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