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	<title>Gley - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gley&amp;diff=145178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DePiles: /* Beschreibung */ kleine sachliche Korrektur</title>
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		<updated>2026-01-06T02:26:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung: &lt;/span&gt; kleine sachliche Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Bodentyp. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Gley (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodenprofil Normgley ohne Sd.svg|mini|Schematisches Bodenprofil eines Normgleys mit den Prozessen der Bodenentwicklung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gley.jpg|mini|Gley]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Normgley.jpg|mini|Normgley (Ah-Go-Gr), Südschwarzwald]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gley&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[niederdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Klei&amp;#039;&amp;#039;; „Lehm, Ton“) ist ein vom [[Grundwasser]] beeinflusster [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] und Namensgeber der Bodenklasse [[Gleye]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Bodenkundliche Kartieranleitung|Bodenkundlichen Kartieranleitung]] 5 (KA5) findet eine den Bodeneigenschaften entsprechende Differenzierung statt. Der typische Gley ist der [[Normgley]] mit der [[Bodenhorizont|Horizontabfolge]] Ah/Go/Gr, wobei der G-Horizont innerhalb von 4&amp;amp;nbsp;dm unter der Geländeoberfläche (GOF) beginnt. Weiterhin sind der Ah- und der Go-Horizont mindestens 4&amp;amp;nbsp;dm und maximal 8&amp;amp;nbsp;dm mächtig. Weitere Subtypen werden in der KA5 beschrieben, z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Oxigley]]; hier fehlt der Gr-Horizont, weil das Grundwasser sauerstoffreich ist. Außerdem ist der PH-Wert meist niedrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleye entstehen durch den bodenbildenden Prozess der [[Vergleyung]], bei der es durch [[Grundwasser]] im Bodenkörper zu [[Oxidation]]s- und [[Reduktion (Chemie)|Reduktionsprozessen]] kommt. Reduziertes Eisen ist wasserlöslich und bewegt sich im Bodenwasser, so dass nach erneuter Oxidation Rostflecken und [[Raseneisenstein|Eisenkonkretionen]] entstehen. Böden, die nicht vom Grundwasser, sondern von Stauwasser geprägt sind, werden als [[Pseudogley]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gley wurde – als Grundwasserboden bezeichnet – zum [[Boden des Jahres]] 2016 ausgerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://bodendesjahres130.apps-1and1.net/archiv/2016-grunwasserboden/ |wayback=20170419085442 |text=Grundwasserboden – 2016 |archiv-bot=2025-05-20 00:17:58 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Horizontierung ==&lt;br /&gt;
Die typische [[Bodenhorizont|Horizontabfolge]] eines Gleys lautet: Ah/Go/Gr, wobei Übergangshorizonte zwischen Go und Gr bestehen können, die je nach Ausprägung der Merkmale entweder Gro oder Gor benannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ah-Horizont:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oberster Horizont, h für [[Humus]]; der Horizont ist humos.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Go-Horizont:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; G für Grundwasser, o für oxidiert. Er liegt im Schwankungsbereich bzw. [[Kapillarsaum]] des Grundwassers und ist periodisch durchlüftet. Er weist durch Eisen(III)-Verbindungen eine rostfleckige Färbung auf. Diese [[Eisen(III)-oxid|Eisenoxide]] bilden sich an den Aggregatoberflächen bzw. in Wurzelröhren, wo das in der Bodenmatrix reduzierte Eisen durch [[Diffusion]] hinwandert und in Kontakt mit dem Sauerstoff der [[Bodenluft]] gerät.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gr-Horizont:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; r für reduktiv (Sauerstoffarmut). Der Gr-Horizont weist eine blau- oder grün-graue Färbung auf, da er ständig wassergesättigt und anoxisch ist. Die den Boden sonst braun färbenden Eisen(hydr)oxide sind reduziert zu farblosem Fe(II), und die zumeist graue Farbe der weiteren Bodenbestandteile bestimmen die Farbe des Horizonts. Beim Aufgraben eines solchen Horizontes ist ein etwas fauliger Geruch zu bemerken, was durch die im [[Anoxisches Milieu|anoxischen]] Milieu vorherrschenden Formen des [[Schwefel]]s bedingt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland gehört die Klasse der &amp;#039;&amp;#039;[[Gleye]]&amp;#039;&amp;#039; (G) zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Semiterrestrische Böden|Semiterrestrischen Böden]]&amp;#039;&amp;#039; (Grundwasserböden). Nach der [[Bodenkundliche Kartieranleitung|Bodenkundlichen Kartieranleitung]] unterscheidet man die [[Bodentyp]]en Gley (GG), [[Nassgley]] (GN), [[Anmoorgley]] (GM) und [[Moorgley]] (GH) mit jeweils verschiedenen Subtypen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Subtypen des Gleys sind Normgley (GGn), Oxigley (GGx), Brauneisengley (GGe), Bleichgley (GGi), Wechselgley (GGw), Kalkgley (GGc), Humusgley (GGh), Hanggley (GGg), Quellengley (GGq) und Auengley (GGa). Es gibt zudem zahlreiche Übergänge zu anderen Bodentypen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Internationalen Bodenklassifikation [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB) werden sie zu den [[Gleysol]]s gezählt. Zu den Gleysols gehören aber auch die meisten [[Subhydrische Böden|subhydrischen Böden]], [[Watt (Bodentyp)|Watten]], [[Marschland|Marschen]] und [[Reduktosol]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im US-Bodenklassifikationssystem [[Soil Taxonomy]] gehören Böden mit den Präfixen &amp;#039;&amp;#039;(Endo)Aqu&amp;#039;&amp;#039; dazu, etwa &amp;#039;&amp;#039;Endoaquoll&amp;#039;&amp;#039; ([[Mollisol]]s) oder &amp;#039;&amp;#039;Endoaquept&amp;#039;&amp;#039; ([[Inceptisol]]s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Gleyböden sind nicht an bestimmte [[Klimazone]]n oder Ausgangsgesteine gebunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://diercke.westermann.de/content/gley-6184 |titel=Material Gley |werk=diercke.westermann.de |hrsg=Westermann Diercke |sprache=de |abruf=2019-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Senken und Niederungen sowie Flusstälern kommt dieser Bodentyp vor, da sich an diesen Standorten das [[Sickerwasser]] der Umgebung sammelt. Gleyböden führen ganzjährlich Grundwasser mit schwankendem [[Grundwasserflurabstand]]. Häufig liegen die semiterrestrischen Böden im räumlichen Zusammenhang zu Mooren oder Gewässern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Monika Humer |url=https://vorarlberg.at/documents/21336/193408/GLEY+-+Boden+des+Jahres+2016/6bf0beca-6a27-4f84-8143-ade8a461eda7 |titel=GLEY Boden des Jahres 2016, Bericht UI-06/2016 |werk= |hrsg=Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit des Landes Vorarlberg |datum=2016-10 |sprache=de |abruf=2019-02-24 |archiv-datum=2019-02-24 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190224231539/https://vorarlberg.at/documents/21336/193408/GLEY+-+Boden+des+Jahres+2016/6bf0beca-6a27-4f84-8143-ade8a461eda7 |offline=ja |archiv-bot=2025-05-20 00:17:58 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie und Nutzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna und Flora ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanggley Reichraminger Hintergebirge 20100810a.jpg|mini|hochkant|Hanggley mit [[Flatter-Binse]] (&amp;#039;&amp;#039;Juncus effusus&amp;#039;&amp;#039;), [[Rossminze|Roß-Minze]] (&amp;#039;&amp;#039;Mentha longifolia&amp;#039;&amp;#039;) und [[Sumpfdotterblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Caltha palustris&amp;#039;&amp;#039;) als Feuchtezeiger, [[Reichraminger Hintergebirge]]]]&lt;br /&gt;
Gleyböden mit hoch anstehendem Grundwasser haben eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung, da der grundwasserbeeinflusste Bodentyp Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten – wie [[Breitblättriges Knabenkraut]] &amp;#039;&amp;#039;(Dactylorhiza majalis)&amp;#039;&amp;#039; und [[Sumpf-Pippau]] &amp;#039;&amp;#039;(Crepis paludosa)&amp;#039;&amp;#039; – bietet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.umweltbundesamt.de/themen/der-grundwasserboden-gley-boden-des-jahres-2016 |titel=Der Grundwasserboden (Gley) - Boden des Jahres 2016 |werk=umweltbundesamt.de |hrsg=Umweltbundesamt |datum=2015-12-21 |sprache=de |abruf=2019-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Grundwasserböden weisen einen sehr hohen Anteil an Biotopflächen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Auf Gleyböden würden sich ohne menschliche Einflussnahme in Folge von [[Sukzession (Biologie)|Sukzession]] nässeverträgliche Pflanzengesellschaften wie [[Bruchwald|Bruch-]], Feucht- und [[Sumpfwald|Sumpfwälder]] sowie [[Auwald|Auenwälder]] entwickeln, welche die [[Potenzielle natürliche Vegetation|Potentielle Natürliche Vegetation]] (PNV) bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lfu.bayern.de/natur/potentielle_natuerliche_vegetation/doc/pnv_erlaeuterung.pdf |titel=Potentielle Natürliche Vegetation Bayerns |werk=lfu.bayern.de |hrsg=Bayerisches Landesamt für Umwelt |datum=2012-07 |sprache=de |abruf=2019-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/download/boden/Boden_2016_SN.pdf |titel=Boden des Jahres 2016 – Grundwasserboden |werk=umwelt.sachsen.de |hrsg=Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft |sprache=de |abruf=2019-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Gleyböden kommen [[Hydrophilie|hydrophile]] Baumarten – wie [[Stieleiche]] &amp;#039;&amp;#039;(Quercus robur)&amp;#039;&amp;#039;, [[Gemeine Esche]] &amp;#039;&amp;#039;(Fraxinus excelsior)&amp;#039;&amp;#039;, [[Flatterulme]] &amp;#039;&amp;#039;(Ulmus laevis)&amp;#039;&amp;#039;, [[Hainbuche]] &amp;#039;&amp;#039;(Carpinus betulus)&amp;#039;&amp;#039;, Schwarz-Pappel &amp;#039;&amp;#039;(Populus nigra)&amp;#039;&amp;#039;, [[Schwarz-Erle]] &amp;#039;&amp;#039;(Alnus glutinosa)&amp;#039;&amp;#039; und [[Grau-Erle]] &amp;#039;&amp;#039;(Alnus incana)&amp;#039;&amp;#039; – vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Koppe |url=https://www.klett.de/alias/1012460 |titel=Infoblatt Gleye |werk=klett.de |hrsg=Ernst Klett Verlag |datum=2014-07-29 |sprache=de |abruf=2019-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasser und Klima ===&lt;br /&gt;
Natürliche Gleyböden sind wichtiger Bestandteil von grundwasserabhängigen [[Ökosystem|Landökosystemen]], da sie große Wassermengen speichern können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Beate Gall, Rolf Schmidt, Albrecht Bauriegel |url=https://mlul.brandenburg.de/media_fast/4055/a_sb_9_1.pdf |titel=Gley: Steckbriefe Brandenburger Böden |werk=mlul.brandenburg.de |hrsg=Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und&lt;br /&gt;
Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MLUV) |datum=2005 |sprache=de |abruf=2019-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der natürliche [[Wasserrückhalt]] ist durch die verzögerte Wasserabgabe erhöht. Gleyböden leisten einen großen Beitrag zur [[Grundwasserneubildung]], da das Wasser in der Landschaft gehalten wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lfu.bayern.de/boden/erdausstellung/bodentypen/index.htm |titel=Bodentypen |werk=lfu.bayern.de |hrsg=Bayerisches Landesamt für Umwelt |sprache=de |abruf=2019-02-22 |archiv-datum=2018-11-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181116220126/https://www.lfu.bayern.de/boden/erdausstellung/bodentypen/index.htm |offline=ja |archiv-bot=2025-05-20 00:17:58 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese [[Hydromorph|hydromorphen]] Böden tragen zum vorbeugenden [[Hochwasserschutz]] bei. In thermischen Belastungssituationen und Trockenperioden wirken sie aufgrund der hohen Verdunstungsleistung ([[Evapotranspiration]]) von Boden und Pflanzen als kühlendes Landschaftselement.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=B. Burbaum, H. Fleige, R. Horn |url=https://www.bodenwelten.de/sites/default/files/Steckbrief_deu_2016_0.pdf |titel=Boden des Jahres 2016: Grundwasserboden (Gley) |titelerg=WRB: Gruppe der Gleysole |werk=bodenwelten.de |hrsg=Umweltbundesamt |datum=2016 |format=PDF; 800&amp;amp;nbsp;kB |sprache=de |abruf=2025-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung und Gefährdung ===&lt;br /&gt;
Durch den hohen Grundwasserstand der Gleyböden ist die land- und forstwirtschaftliche Nutzung stark eingeschränkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Traditionell werden sie aufgrund ihrer Beschaffenheit, je nach Grundwasserstand als [[Grünland]] oder Wald genutzt. Grünland eignet sich bei nicht zu hoch anstehendem Grundwasserstand am besten als landwirtschaftliche Nutzungsform, da eine ackerbauliche Nutzung aufgrund der Nässeverhältnisse nicht standortgerecht ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/boden/boden-infos/Boden_des_Jahres/BodenDesJahres2016.pdf |titel=Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden (Gley) |werk=hlnug.de |hrsg=Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie |datum=2016 |format=PDF; 3&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |abruf=2025-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lfu.bayern.de/boden/erdausstellung/bodentypen/index.htm |titel=Bodentypen |werk=lfu.bayern.de |hrsg=Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) |sprache=de |abruf=2019-02-28 |archiv-datum=2018-11-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181116220126/https://www.lfu.bayern.de/boden/erdausstellung/bodentypen/index.htm |offline=ja |archiv-bot=2025-05-20 00:17:58 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch [[Meliorationsmaßnahme]]n wurden jedoch viele Gleyböden entwässert und stark [[anthropogen]] verändert, um diese [[Grenzertragsstandort]]e intensiver nutzen zu können. Dadurch wurde der Ackerbau auf die grundwasserbeeinflussten Böden ausgedehnt. Die [[Entwässerung]] und der Verlust der natürlichen Grundwasserdynamik veränderten die Standortbedingungen für die heimische Flora und Fauna signifikant. Die [[Grundwasserabsenkung]] bedingte durch die stärkere Durchlüftung des Oberbodens eine Humus-[[Mineralisierung]]. Der Humus wird infolge der Entwässerung aus dem obersten Bodenhorizont abgebaut bzw. ausgewaschen und als [[Kohlenstoffdioxid]] mit weiteren Gasen freigesetzt. Durch den Prozess wird der anthropogene [[Treibhauseffekt]] verstärkt. Die [[Stickstoffdünger]] der grundwassernahen Ackerflächen führen zu einer Verschlechterung des chemischen Zustandes des Grundwassers durch die Bildung von [[Nitrite|Nitrit]] und das Infiltrieren von [[Nitrate|Nitrat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernd Burbaum, Heiner Fleige |url=https://www.bodenwelten.de/sites/default/files/Flyer_BdJ_2016_0.pdf |titel=Boden des Jahres 2016: Grundwasserboden |titelerg=Flyer |werk=bodenwelten.de |hrsg=Land Schleswig-Holstein, Umweltbundesamt |datum=2016 |format=PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB |sprache=de |abruf=2025-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernd Burbaum, Anita Peter, Rainer Horn, Heiner Fleige |url=https://www.lksh.de/fileadmin/dokumente/Bauernblatt/PDF_Toepper_2015/BB_50_12.12/30-31_neu_Burmbaum_Peter_Horn_Fleige.pdf |titel=Gley steht Wasser bis zum Hals – das ist gut so |werk=lksh.de |hrsg=Bauernblatt |datum=2015-12-12 |format=PDF; 553&amp;amp;nbsp;kB |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190302024810/https://www.lksh.de/fileadmin/dokumente/Bauernblatt/PDF_Toepper_2015/BB_50_12.12/30-31_neu_Burmbaum_Peter_Horn_Fleige.pdf |archiv-datum=2019-03-02 |abruf=2025-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Befahren der Gleyböden mit landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen verursacht zudem eine starke [[Bodenverdichtung]], da die nassen Böden empfindlich auf mechanischen Druck reagieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Das Bodenleben und der Pflanzenertrag wird dadurch negativ beeinträchtigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Quartär (Geologie)|Quartäre]] Talfüllungen, die aus feinsandigen [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimenten]] bestehen, sind bei entwässerten Gleyböden ohne durchgängige Bodenbedeckung sehr [[Winderosion|winderosionsanfällig]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutz ===&lt;br /&gt;
Aufgrund der Vielzahl an nachteiligen Auswirkungen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung von Gleyböden auf die Umwelt wird eine nachhaltige Bewirtschaftung dieser Standorte angestrebt. Eine bodenschonende Nutzung und Bewirtschaftung sichert den Erhalt dieser Grundwasserböden. Das umfasst u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Wiedervernässung]] der Böden durch den Rückbau von Entwässerungseinrichtungen wie Gräben und Drainagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[World Reference Base]] (WRB) for Soil Resources&lt;br /&gt;
* [[Klei]]&lt;br /&gt;
* [[Stagnogley]]&lt;br /&gt;
* [[Vergleyung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* W. Amelung, [[Hans-Peter Blume|H.-P. Blume]], H. Fleige, R. Horn, [[Ellen Kandeler|E. Kandeler]], [[Ingrid Kögel-Knabner|I. Kögel-Knabner]], R. Kretschmar, [[Karl Stahr|K. Stahr]], B.-M. Wilke: [[Fritz Scheffer|Scheffer]]/[[Paul Schachtschabel|Schachtschabel]] &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bodenkunde&amp;#039;&amp;#039;. 17. Auflage. Heidelberg 2018, ISBN 978-3-662-55870-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=E. Leitgeb, R. Reiter, M. Englisch, P. Lüscher, P. Schad, K. H. Feger&lt;br /&gt;
   |Titel=Waldböden. Ein Bildatlas der wichtigsten Bodentypen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wiley-VCH Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Weinheim&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-527-32713-3&lt;br /&gt;
   |Seiten=387&lt;br /&gt;
   |Kommentar=circa 270 farbige Abb.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ahabc.de/bodentypen/bodensystematische-einheiten-semiterrestrische-boeden/bodentyp-auengley/ Gley] auf ahabc.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Boden des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4157510-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DePiles</name></author>
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