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	<title>Gletschermühle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:38:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gletscherm%C3%BChle&amp;diff=501683&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-17122-7: &quot;hat (...) das Fels erreicht&quot; berichtigt zu &quot;hat (...) den Fels erreicht&quot;</title>
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		<updated>2025-07-11T05:13:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;hat (...) das Fels erreicht&amp;quot; berichtigt zu &amp;quot;hat (...) den Fels erreicht&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MoulinAtBrunegggletscher.JPG|mini|Gletschermühle am [[Brunegggletscher]] in den [[Walliser Alpen]] in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gletschermühlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind spiralwandige Hohlformen im [[Eis]], die von an der [[Gletscher]]oberfläche oder in Spalten abfließendem [[Schmelzwasser]] geschaffen worden sind. Das Schmelzwasser versetzt [[Gestein]]strümmer verschiedener Korngrößen in kreisförmige Bewegung. Sie erweitern und vertiefen die Gletschermühle und werden dabei selbst rundgeschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Glaciar moulin.svg|mini|Schematische Darstellung des Schmelzwassertransports durch Gletschermühlen]]&lt;br /&gt;
Gletschermühlen können Durchmesser von bis zu 20 Metern erreichen und entstehen meist in flachen Bereichen des Gletschers mit horizontalen [[Gletscherspalte]]n. Sie können bis zum Grund des Gletschers reichen und hunderte Meter tief sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Glaziologie]] spielen Gletschermühlen eine wichtige Rolle, weil man durch sie leicht in das Innere eines Gletschers kommt. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mühle&amp;#039;&amp;#039; wurde von dem mahlenden, meist rotierenden Abfluss des [[Schmelzwasser]]s abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überbleibsel der [[Eiszeitalter|eiszeitlichen]] Gletschermühlen, in den felsigen Untergrund [[Erosion (Geologie)|erodierte]] [[Gletschertopf|Gletschertöpfe]], finden sich in allen Gebieten der glazialen Vereisung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gletschermühlen bilden die Voraussetzung für [[Sandkegel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Ablauf ==&lt;br /&gt;
Eine Gletschermühle (Moulin) bildet sich durch Risse an der Gletscheroberfläche, die sich mit [[Schmelzwasser]] füllen. Das Schmelzwasser vertieft den Riss durch das Eis bis zum Felsbett, wo ein horizontaler Abfluss des Schmelzwassers möglich wird. Fließendes Schmelzwasser weist in der Regel nicht genug [[Druck (Physik)|Druck]] auf, um Risse zu vergrößern und zu vertiefen, sodass die meisten Gletschermühlen ihren Ursprung in Schmelzwasserseen haben, die sich über mehrere Tage bis Wochen an der Oberfläche bilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthew J. Hoffman, Mauro Perego, Lauren C. Andrews, Stephen F. Price, Thomas A. Neumann, Jesse V. Johnson, Ginny Catania, Martin P. Lüthi |Titel=Widespread Moulin Formation During Supraglacial Lake Drainages in Greenland |Sammelwerk=Geophysical Research Letters |Band=45 |Nummer=2 |Datum=2018-01-28 |ISSN=0094-8276 |DOI=10.1002/2017GL075659 |Seiten=778–788 |Online=https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/2017GL075659 |Abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marco Tedesco, Alberto Flores d&amp;#039;Arcais |Titel=Der schmelzende Kontinent: eine Reise durch die Arktis und ihre bedrohten Lebensräume |Verlag=C.H. Beck |Ort=München |Datum=2022 |ISBN=978-3-406-79187-1 |Abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Seen sind meist wenige Meter tief, können allerdings auch eine Tiefe von über zehn Metern sowie eine Ausdehnung von mehreren hundert Metern erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mirlan Daiyrov, Chiyuki Narama |Titel=Formation, evolution, and drainage of short-lived glacial lakes in permafrost environments of the northern Teskey Range, Central Asia |Sammelwerk=Natural Hazards and Earth System Sciences |Band=21 |Nummer=7 |Datum=2021-07-29 |ISSN=1561-8633 |DOI=10.5194/nhess-21-2245-2021 |Seiten=2245–2256 |Online=https://nhess.copernicus.org/articles/21/2245/2021/ |Abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marco Tedesco, Ian C Willis, Matthew J Hoffman, Alison F Banwell, Patrick Alexander, Neil S Arnold |Titel=Ice dynamic response to two modes of surface lake drainage on the Greenland ice sheet |Sammelwerk=Environmental Research Letters |Band=8 |Nummer=3 |Datum=2013-09-01 |ISSN=1748-9326 |DOI=10.1088/1748-9326/8/3/034007 |Seiten=034007 |Online=https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/3/034007 |Abruf=2023-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dunklere Farbe des Wassers im Vergleich zur umgebenden Eisoberfläche führt zu einer stärkeren [[Absorption (Physik)|Absorption]] der [[Sonneneinstrahlung]], die Wasser und Eisränder erwärmt und zu einem stärkeren Schmelzen des Eises und weiterer Vertiefung des Sees führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hydraulische Risse, die aufgrund der [[Gletscherdynamik|Fließbewegung]] des [[Gletschereis]]es im Eis vorhanden sind, werden nun vom Wasser des Sees verfüllt. Der hohe Druck des Wassers verhindert, dass sich die Spalten im Eis wieder schließen können, stattdessen werden sie immer weiter ausgedehnt und vertieft. Hat das Schmelzwasser den Fels unter dem Eis erreicht, ist ein vertikaler Tunnel (englacial channel) im Eis entstanden, der zum raschen [[Abfluss]] des Schmelzwassers in den Untergrund führt. Während des Abflusses kommt es zu einer [[Hebung (Geologie)|Hebung]] der Oberfläche von einigen Zentimetern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geschwindigkeit]] eines solchen Abfluss variiert sehr stark zwischen wenigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen. Dabei spielt die Größe des Sees keine Rolle,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; so hat sich beispielsweise Lake Ponting mit einem Wasservolumen von 1 500 000 m³ binnen zwei Stunden geleert. Hierbei sind sechs Gletschermühlen von bis zehn Metern [[Durchmesser]] entstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist davon auszugehen, dass sich Schmelzwasserseen über bestehende Gletschermühlen eher langsam entleeren und sich hingegen eher rasch entleeren, wenn sie durch Hydrofraktur neue Gletschermühlen formen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Moulin (geology)|Gletschermühlen}}&lt;br /&gt;
* Jürg Alean, Michael Hambrey: [https://www.swisseduc.ch/glaciers/glossary/moulin-de.html Gletschermühle auf dem Unteraargletscher] auf &amp;#039;&amp;#039;Glaciers online&amp;#039;&amp;#039;, SwissEduc, 19. Juni 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gletschermuhle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vergletscherung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erosion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-17122-7</name></author>
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