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	<title>Gleschendorfer Kirche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:50:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gleschendorfer_Kirche&amp;diff=1267307&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: /* Orgel */ WL</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gleschendorfer_Kirche&amp;diff=1267307&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-25T06:27:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Orgel: &lt;/span&gt; WL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Gleschendorfer Feldsteinkirche von 1259 - mlemke.JPG|mini|Turm nach der Restauration 2009]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Gleschendorf Feldsteinkirche Turm W.JPG|mini|Die Gleschendorfer Feldsteinkirche, Ansicht des Turmes (von Westen)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Gleschendorf Feldsteinkirche Seitenansicht N.JPG|mini|Die Gleschendorfer Feldsteinkirche, Seitenansicht von Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleschendorfer Kirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Gleschendorfer [[Feldsteinkirche]]&amp;#039;&amp;#039;) ist die Kirche des Dorfes [[Gleschendorf (Scharbeutz)|Gleschendorf]] in der Gemeinde [[Scharbeutz]] im [[Kreis Ostholstein]] in [[Schleswig-Holstein]]. Die Kirche, deren ältester Teil der massive Feldsteinturm ist, wurde 1259 erstmals erwähnt. Sie steht in der Ortsmitte auf dem Kirchanger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mauern des wuchtigen, bis 27&amp;amp;nbsp;m hohen Kirchturms sind bis auf einige [[Backstein]]flächen aus gemauerten [[Feldstein (Baumaterial)|Feldstein]]en auf einem Feldstein-Fundament errichtet und bis zu 2,75&amp;amp;nbsp;m dick. Das steile, mit [[Schindel]]n gedeckte Dach des Turmes hat im unteren Drittel einen quadratischen Grundriss, der dann in einen oktogonalen Teil übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aus [[Backstein]]en auf einem Fundament aus behauenen [[Naturstein]]en errichtete, mit [[Dachziegel]]n gedeckte [[Kirchenschiff]] mit [[Apsis]] stammt aus dem Jahre 1864. Das ursprünglich auch aus Feldsteinen errichtete Kirchenschiff wurde 1863 wegen starker Baufälligkeit abgerissen. An das Kirchenschiff wurden später auf der Nordseite eine Leichenhalle, auf der Südseite eine [[Sakristei]] angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gleschendorfer Feldsteinkirche gehört nicht zu den [[Vicelinkirche]]n, die nach dem 1149 zum [[Bistum Oldenburg|Bischof von Oldenburg]] berufenen [[Vizelin]] benannt sind. Vielmehr dürfte die Erbauung der Gleschendorfer Kirche auf einige Jahrzehnte später zu datieren sein, als sich die von den Städten her bekannte viereckige Bauweise für Türme durchsetzte (die Vicelinkirchen haben demgegenüber [[Rundturmkirche|Rundtürme]] wie in [[Vicelinkirche (Ratekau)|Ratekau]]). Mit Otto Jarchau ist anzunehmen, dass die Kirche in Gleschendorf um 1200 erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls anders als bei den Vicelinkirchen wurden in Gleschendorf die Feldsteine nicht wahllos in eine Schalung geschüttert und dann mit Mörtel verschlämmt, sondern sortiert, schichtweise aufgesetzt und die Hohlräume dann mit [[Segeberger Kalkberg|Segeberger Kalk]]mörtel gefüllt. In den 1950er Jahren wurde [[Spritzbeton]] in Hohlräume des Feldsteinturms gepresst, um das Mauerwerk zu stabilisieren. Dies entsprach damals dem neuesten Kenntnisstand, führte aber in der Folge dazu, dass der Spritzbeton mit dem Mörtel reagierte, dabei sein Volumen vergrößerte und die Feldsteinmauern zu sprengen drohte. Dies machte in den Jahren 1997–2003 eine aufwändige Turmrestaurierung erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glocken ==&lt;br /&gt;
Das Geläut der Kirche besteht aus drei Glocken, wovon zwei aus dem Jahre 1563 stammen, die dritte ist von 1611. An der vorderen Seite des Turmdaches befindet sich eine kleine Uhrschlagglocke von 1953, an den beiden Seiten befinden sich Turmuhren. An den drei Seiten, die in Richtung des Kirchenschiffes weisen, befinden sich unterhalb der Glocke und der beiden Uhren Schallöffnungen für das Geläut. Im Zweiten Weltkrieg 1944 mussten alle Glocken abgegeben werden und wurden auf den Hamburger [[Glockenfriedhof]] gebracht. Die Uhrschlagglocke von 1720 ist nicht erhalten, doch alle drei Läuteglocken blieben erhalten und kamen bald nach Kriegsende unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kirche-gleschendorf.de/geschichte.html Gerd Jütting: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte unserer Kirche&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=j7Nun3yJIME |titel=Gleschendorf: Feldsteinkirche Einzel- und Vollgeläute (Innenaufnahme) |sprache=de-DE |abruf=2022-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Nr. &lt;br /&gt;
!Schlagton&lt;br /&gt;
!Gießer&lt;br /&gt;
!Gussjahr&lt;br /&gt;
!Gewicht&lt;br /&gt;
(kg)&lt;br /&gt;
!Durchmesser&lt;br /&gt;
(cm)&lt;br /&gt;
!Inschrift und Verzierungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|es&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;+5&lt;br /&gt;
|[[Matthias Benningk]]&lt;br /&gt;
|1563&lt;br /&gt;
|ca. 790&lt;br /&gt;
|115,8&lt;br /&gt;
|Die Henkel der Krone bestehen aus bärtigen Mannsköpfen. Um die Schulter herum verläuft ein Fries bestehend aus Engeln und Arabesken. Darunter verläuft die Inschrift: &amp;quot;f ANNO 1563 f MATTIS BENNINCK f ME f FECIT + VERBVM DNI MANET IN ÆTERNUM.&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;+9&lt;br /&gt;
|Matthias Benningk&lt;br /&gt;
|1563&lt;br /&gt;
|ca. 670&lt;br /&gt;
|100,5&lt;br /&gt;
|Der Fries um die Schulter herum ist derselbe wie bei Glocke 1. Die Inschrift dieser Glocke lautet: &amp;quot;ANNO 1563 GOET MI MATTIS BENNINCK + DE FRVCHT DES HEREN f IS DER WISHEIT ANFANCK f&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|ces&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;+7&lt;br /&gt;
|[[Reinhard Benningk|Reinhold Benningk]]&lt;br /&gt;
|1611&lt;br /&gt;
|ca. 220&lt;br /&gt;
|78,9&lt;br /&gt;
|Die Henkel der Krone sind wie bei den anderen Glocken ebenfalls mit bärtigen Mannsköpfen geschmückt. Auch an dieser Glocke verläuft ein Fries um die Schulter herum, hier ist es allerdings nur ein schmaler Blattfries. Darunter verlaufen zwei Inschriften untereinander. Die obere lautet: &amp;quot;IOHANNES PAGELSEN PASTOR CASTEN EGGESTEN VND TIES KASKE VORSTENDER DER KERKEN THO GLESKEN&amp;quot;. Die untere lautet: &amp;quot;DORP REINHOLD BENNING ME FECIT LVBECA ANNO 1611&amp;quot;. Zwischen den Inschriften verlaufen rundherum zwei Reifen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|1953&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|?&lt;br /&gt;
|Die Inschrift ist von der alten Uhrschlagglocke aus dem Jahr 1720 übernommen und lautet: &amp;quot;ANNO 1720 LAWRENTIUS STRAHLBORN ME FECIT LUBECAE SOLI DEO GLORIA&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inventar ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleschendorf Kirche Orgel (1).jpg|mini|Inneres der Gleschendorfer Kirche mit Blick Richtung Orgel]]&lt;br /&gt;
Aus der alten Kirche stammen die aus gotländischem Kalk gefertigte Taufkuppa mit einer Taufschale aus Messing aus dem 16./17. Jahrhundert (gestohlen 2022)&amp;lt;ref&amp;gt;Lübecker Nachrichten, 30. März 2022: &amp;#039;&amp;#039;Einbruch in Gleschendorfer Kirche&amp;#039;&amp;#039; [https://www.ln-online.de/lokales/ostholstein/einbruch-in-gleschendorfer-kirche-taufschale-und-silberkelche-gestohlen-GS23SPRLPOFZIVTE2VGGE7E66E.html (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, das [[barock]]e Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert auf dem Altar, welches als Astkreuz ausgebildet ist und ursprünglich goldgefasst war, sowie der [[Taufengel]] von 1766.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dehio-Handbuch]]. Schleswig-Holstein. Hamburg. 2009, S. 822.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kircheninnere ist mit farbenfrohen Bildern des Künstlers Dieter Wien aus [[Süsel]] geschmückt. Im unteren Bereich der Kirche und auf der Empore zeigen diese Heilpflanzen und Vögel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kirche-am-strand.de/kirchengemeinde-gleschendorf/ |titel=Ev.-luth. Kirchengemeinde Gleschendorf |werk=Kirche am Strand 2021 |sprache=de-DE |abruf=2021-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den beiden Bildtafeln der Emporenbrüstung sind zwei Legenden dargestellt: Das linke Bild zeigt den heiligen Bernhard, der um sein eigenes Reitpferd mit einem Bauern wettet, dass der nicht &amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039; Gebet konzentriert und ohne Ablenkung sprechen könne. Der Bauer fängt dann an, das Vaterunser zu beten – springt aber mittendrin auf und fragt, ob er auch den Sattel dazubekäme. Nun bekommt er gar nichts, da er die Wette verloren hat. Das zweite Bild zeigt einen Harlekin, der traurig darüber ist, dass er die Gebete und Gesänge der Mönche nicht kennt. Um seinem Gott zu dienen, macht er das, was er am besten kann, und führt seine artistischen Fähigkeiten vor. Daraufhin erscheint ihm Jesus und wischt ihm den Schweiß von der Stirn, zum Zeichen, dass seine Anstrengung angenommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste bekannte Gleschendorfer Orgel stammte aus dem 17. Jahrhundert und wurde 1688 von drei Orgelbauern (Namen unbekannt) um ein zweites Manual („Brustpositiv“) erweitert. Größere Reparaturen fanden 1701, 1711 und 1820 statt. Bei der Reparatur von 1820 baute Orgelbauer Hinrich Schwenke aus [[Ratzeburg]] ein Principal aus [[Zink]] ein – eine „Weltpremiere“ ([[Max Reinhard Jaehn|R. Jaehn]]), denn dies ist die erste Verwendung von Zink im Orgelbau überhaupt (zusammen mit der Verwendung von Zink beim Orgelumbau von 1818–20 in [[Sieversdorf-Hohenofen#Hohenofen|Hohenofen]] bei Neuruppin).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Reinhard Jaehn|Reinhard Jaehn]], Klaus Scheinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zur Orgelübernahme in Gleschendorf 1985&amp;#039;&amp;#039;, Gleschendorf 1985, 32 S., hier S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zink war erst seit 1812 industriell herstellbar und dabei eine günstige Alternative zum teuren [[Zinn]], brachte allerdings Schwierigkeiten beim [[Orgelpfeife#Intonation|Intonieren]] der Pfeifen mit sich. Schon 1827 wurde der Zustand der Gleschendorfer Orgel wieder beklagt, so ist von „Rost-, Salpeter- und Wurmfraß“ die Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;Jaehn/Scheinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Orgelübernahme Gleschendorf&amp;#039;&amp;#039; (wie zuvor), S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Abbruch und Neubau des Kirchenschiffs 1863/64 entschied man sich daher auch zur Anschaffung einer neuen Orgel, die 1864 von der [[Johann Friedrich Schulze|Firma J. F. Schulzes Söhne]] aus [[Paulinzella]] mit folgender [[Disposition (Orgel)|Disposition]] geliefert wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;20&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;12&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=3 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || Bordun || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || Viola di Gamba || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || Rohrflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || Octave || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || Mixtur III || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=3 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Oberwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || Gedackt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || Salicional || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. || Flauto || 4′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=3 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–d&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. || Subbaß || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. || Octavbaß || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. || Gedacktbaß || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln:]]&amp;#039;&amp;#039; II/I, I/P&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Traktur]]:&amp;#039;&amp;#039; [[Windlade#Schleiflade|Schleifladen]], vollmechanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wahl der Firma Schulze zeigte sich auch der Wunsch der Gleschendorfer – die damals zum [[Fürstentum Lübeck]] gehörten – sich von Schleswig und Holstein sowie den dort schon lange marktbeherrschenden Orgelbauern [[Marcussen &amp;amp; Søn|Marcussen &amp;amp; Sohn]] abzugrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jaehn/Scheinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Orgelübernahme Gleschendorf&amp;#039;&amp;#039; (wie zuvor), S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Firma Schulze hatte zuvor schon acht andere Orgeln im Nordelbischen Raum erbaut, als größte 1851/54 die [[Marienkirche (Lübeck)#Hauptorgel|Orgel in Lübeck, St. Marien]] (4 Manuale und Pedal, 80 Register, 1942 verbrannt).&amp;lt;ref&amp;gt;Jaehn/Scheinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Orgelübernahme Gleschendorf&amp;#039;&amp;#039; (wie zuvor), S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Wölfel: &amp;#039;&amp;#039;Die wunderbare Welt der Orgeln. Lübeck als Orgelstadt&amp;#039;&amp;#039;, Lübeck 2004, S. 67–71, 80f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleschendorf Kirche Orgel (2).jpg|mini|[[Prospekt (Orgel)|Prospekt]] der Bruhn-Orgel von 1985]]&lt;br /&gt;
1963 wurde die Gleschendorfer Schulze-Orgel einem unsachgemäßen barockisierenden Umbau durch [[Emanuel Kemper|Firma E. Kemper &amp;amp; Sohn]], Lübeck, unterworfen, bei dem obertönige Register auf die romantische Grundsubstanz „draufgesetzt“ wurden (neu im Hauptwerk: Gedackt 4′, Quinte {{Bruch|2|2|3}}′, Waldflöte 2′, Tremulant, dafür Bordun 16′ entfernt; neu im Oberwerk: Prinzipal 2′, Terzglockenton III {{Bruch||4|5}}′, Tremulant; neu im Pedal: Quintade 4′, Rauschpfeife III, dafür Octavbaß 8′ entfernt). Bei den „neuen“ Registern handelte es sich aber vor allem um Altmaterial aus Kempers Lagerbeständen. Zudem wurde die Technik der Orgel durch die Erweiterung verbaut und unübersichtlich. Weiter baute Kemper auch neue Trakturen, aber mit unerprobten und wenig haltbaren modernen Materialien wie Alu-, Papp- und Plastikteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jaehn/Scheinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Orgelübernahme Gleschendorf&amp;#039;&amp;#039; (wie zuvor), S. 20f.&amp;lt;/ref&amp;gt; So war kaum zwanzig Jahre später die Spielart der Orgel so schwergängig und ungleichmäßig geworden, dass der Kirchenvorstand 1982 den Beschluss zum Orgelneubau fasste. Dem Orgelbauverein gelang es u. a. durch damals völlig neuartige Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten rund um die Gleschendorfer Kirche über 97.000 DM einzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kirche-gleschendorf.de/dieorgel.html Gerd Jütting: &amp;#039;&amp;#039;Die Gleschendorfer Bruhn-Orgel&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Schulze-Orgel wurde nur die Rohrflöte 8&amp;#039; in den Orgelneubau der Firma [[P. G. Andersen &amp;amp; Bruhn|P. Bruhn &amp;amp; Søn]], Aarslev-Rødekro, übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jaehn/Scheinhardt: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Orgelübernahme Gleschendorf&amp;#039;&amp;#039; (wie zuvor), S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Disposition der 1985 in den Dienst genommenen neuen Bruhn-Orgel lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleschendorf Kirche Orgel (3).jpg|mini|Spieltisch der Bruhn-Orgel. Die Registerzüge befinden sich (unter bewusstem Verzicht auf optische Symmetrie) alle links, da man beim Spielen eher die linke als die rechte Hand zum Registrieren frei hat.]]&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;20&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;12&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot; &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=3 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || Quintadena || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || Prinzipal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || Rohrflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || Oktave || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || Gedackt || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || Nasat || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || Spitzflöte || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || Mixtur IV || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. || Trompete || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=3 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Rückpositiv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. || Gedackt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. || Prinzipal || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. || Blockflöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. || Quinte || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14. || Terz I-II || {{Bruch|1|3|5}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. || Oktave || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16. || Scharff III || 1′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. || Krummhorn || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  || &amp;#039;&amp;#039;Tremulant&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  || &amp;#039;&amp;#039;Zimbelstern&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=3 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18. || Subbaß || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19. || Flötenprinzipal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20. || Choralflöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21. || Hintersatz IV || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22. || Fagott || 16′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln:]]&amp;#039;&amp;#039; II/I, I/P, II/P&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Traktur]]:&amp;#039;&amp;#039; [[Windlade#Schleiflade|Schleifladen]], vollmechanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Pfarrer ==&lt;br /&gt;
* Christian August Müller, 1760–1796 Pfarrer in Gleschendorf; er war verheiratet mit Dorothea Christine Claudius (1744–1766), einer Schwester des Dichters [[Matthias Claudius]]. Sie starb 1766 nur 22-jährig wenige Wochen nach ihrer letzten Entbindung und ließ ihren Mann mit vier kleinen Kindern zurück. Christian August Müller heiratete nicht wieder und ließ die Kinder von seinen beiden Schwestern aufziehen. Mit Blick auf den Tod seiner Schwester dichtete Matthias Claudius sein Gedicht „Der Säemann säet den Samen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Peyronnet: &amp;#039;&amp;#039;Früher Tod der unbekannten Schwester. Reinfelder Heimatforscher spürte dem Schicksal von Dorothea Christina Müller, geborener Claudius, nach.&amp;#039;&amp;#039; In: [https://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Frueher-Tod-der-unbekannten-Schwester Lübecker Nachrichten online, 26. Mai 2016]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Gleschendorfer Kirche}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.kirche-gleschendorf.de Website der Kirchengemeinde Gleschendorf]&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=54/01/43.3/N |EW=10/39/52/E |type=landmark |region=DE-SH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Emporenmalerei in Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Kreis Ostholstein|Gleschendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude des Kirchenkreises Ostholstein|Gleschendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Scharbeutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldsteinkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Romanik in Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geläut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal im Kreis Ostholstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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