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	<title>Gleitze-Plan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-07-03T03:00:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gleitze-Plan&amp;diff=1579138&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PaulAsimov: Machtwort H. Schmidts 1974</title>
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		<updated>2026-01-16T17:16:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Machtwort H. Schmidts 1974&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleitze-Plan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Konzept des deutschen [[Wirtschaftswissenschaftler]]s und [[Politiker]]s [[Bruno Gleitze]] für einen überbetrieblichen [[Fonds (Geldmittel)|Fonds]], durch den alle Arbeitnehmer am [[Produktivvermögen|Produktionsvermögen]] beteiligt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 entwarf Gleitze sein Modell, bei dem [[Arbeitnehmer]] durch gesetzliche Regelungen an der Kapitalbildung der [[Unternehmen]] beteiligt werden sollten. Alle Großunternehmen sollten laut Gleitze mindestens zehn Prozent ihrer Brutto[[gewinn]]e an einen überbetrieblichen sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Sozialkapitalfonds&amp;#039;&amp;#039; abtreten. Aus diesem Fonds sollten allen Arbeitnehmern ohne Rücksicht auf [[Wirtschaftszweig|Branche]] und Betrieb entsprechend seinem jährlich wachsenden [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] Anteilsscheine gratis zugeteilt werden. Lediglich [[Spitzenverdiener]] wurden im Konzept davon ausgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Gleitzes Überlegungen sollte den Arbeitnehmern ein Teil des neu entstehenden Industriekapitals zufließen, ohne dass den betroffenen Unternehmen die benötigten Investitionsmittel entzogen würden. Laut Modell sollten die Unternehmen ihre Gewinnanteile nicht in bar, sondern in Form junger [[Aktie]]n oder [[Schuldverschreibung]]en überweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass sich die politischen Parteien und [[Sozialpartnerschaft|Tarifpartner]] nicht auf den Gleitze-Plan einigen konnten, erklärte der deutsche Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler [[Heinz Markmann]] im Jahr 1995 wie folgt: &amp;#039;&amp;#039;Die Unternehmer lehnten ihn als Mittel der &amp;quot;kalten Enteignung des Produktivvermögens&amp;quot; rundweg ab, und mit ihnen die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien, die in diesem Konzept den Aufbruch in den &amp;quot;Gewerkschaftsstaat&amp;quot; sahen. Dieses Argument war auch nicht durch die Berufung auf die Gemeinwohlbindung der Fondsmittel zu entkräften. Die oppositionelle [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ließ nur begrenztes Interesse erkennen. Aber auch im [[Deutscher Gewerkschaftsbund|DGB]] und seinen Gewerkschaften war das Engagement für die Fondsidee eher gering, obwohl der damalige Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Steine-Erden [[Georg Leber]] und sein enger Mitarbeiter [[Herbert Ehrenberg]] an ähnlichen Konzepten arbeiteten. Die großen Einzelgewerkschaften, an ihrer Spitze die [[IG Metall]], lehnten den Gleitze-Plan aus ideologischen Gründen ab: aus solidarisch – um nicht zu sagen: klassenbewußt denkenden und handelnden Arbeitnehmern sollten keine &amp;quot;Kleinkapitalisten&amp;quot; gemacht werden. Damit war das in sich durchaus schlüssige Projekt gescheitert. Daß es gerade die Linken innerhalb und außerhalb der Gewerkschaften waren, die die Idee der Sozialkapitalfonds ablehnten, mag als Beweis dafür gelten, daß sie in der Tat von dieser Idee eine Stabilisierung der sozialen Marktwirtschaft als einer besonders raffiniert konstruierten Form des Kapitalismus befürchteten.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hampp-verlag.de/ArchivIndB/1_95_Markmann.pdf Heinz Markmann: 50 Jahre Arbeitsbeziehungen in Deutschland: eine Erfolgsgeschichte? (PDF; 77&amp;amp;nbsp;kB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Machtwort]] [[Helmut Schmidt|Helmut Schmidts]] im Vorfeld der [[Kabinett Schmidt I|zweiten sozialliberalen Regierungskoalition]] unterband im Frühjahr 1974 die weitere Diskussion des Gleitze-Plans.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Sjöberg |Titel=Kollektive Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand |Sammelwerk=Utopie kreativ |Nummer=186 |Datum=2006-04 |Seiten=314 |Zitat=1974 entschied sich die Koalitionsregierung für einen Vorschlag, der grundsätzlich von denjenigen des DGB und der SPD abwich und eher dem Freiburger Programm der FDP entsprach. Dieser Vorschlag bedeutete, dass die DGB-interne, von der IG Metall angetriebene Opposition gestärkt wurde, und der neue Kanzler Helmut Schmidt erklärte im Frühjahr 1974, dass er nicht implementiert werde.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vermögensverteilung in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=45522258|Titel=Fonds für Habenichtse|Nr=37|Jahr=1969}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=45789116|Titel=Paradies der Reichen|Seiten=38ff.|Nr=31|Jahr=1969}}&lt;br /&gt;
* Helmut Duvernell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ertragsbeteiligung der Arbeitnehmer.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot GmbH, Berlin 1965, ISBN 3-428-00375-6&lt;br /&gt;
* Bruno Gleitze: &amp;#039;&amp;#039;Sozialkapital und Sozialfonds als Mittel der Vermögenspolitik. &amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;WWI-Studie zur Wirtschaftsforschung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1, {{ZDB|518319-4}}). Bund-Verlag, Köln-Deutz 1968.&lt;br /&gt;
* Bruno Gleitze: &amp;#039;&amp;#039;Sozialkapital aus Beteiligung an vollzogener Vermögensbildung der Grossbetriebe&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Ertragsbeteiligung der Arbeitnehmer&amp;#039;&amp;#039; – Internationale Tagung der Sozialakademie Dortmund, Berlin 1965, Duncker &amp;amp; Humblot, S. 53–57&lt;br /&gt;
* Rolf Seitenzahl: &amp;#039;&amp;#039;[http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1969/1969-08-a-480.pdf Zur Ernüchterung der Ansichten über die vermögenspolitische Gestaltungsfreiheit].&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 65&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* [[Theo Thiemeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1968/1968-11-a-663.pdf Ausbeutung und Vermögenspolitik – Grenzen und Möglichkeiten der Vermögenspolitik im kapitalistischen System].&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 138&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Hildegard Wiegmann: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/jcsw/article/viewFile/1030/975 Breitere Vermögensstreuung. Pläne - Möglichkeiten - Grenzen].&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 6&amp;amp;nbsp;MB), Jahrbuch des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Münster, Vol. 2, 1961, S. 147–229&lt;br /&gt;
* Rudolf Jettmar: &amp;#039;&amp;#039;Vermögensbildung – eine Standortbestimmung.&amp;#039;&amp;#039;, Volkswirtschaftliche Schriften – Heft 294, Duncker &amp;amp; Humblot, 1980, ISBN 978-3-428-04680-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einkommen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitarbeiterbeteiligung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (deutsche Nachkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstaat (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1957]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PaulAsimov</name></author>
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