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	<title>Gleismesswagen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T13:10:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gleismesswagen&amp;diff=388063&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-01-01T02:18:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Baureihe 726.jpg|mini|Die [[DB-Baureihe 725/726]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RAILab Siegburg.jpg|mini|Moderner Gleismesszug &amp;#039;&amp;#039;[[RAILab]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Plasser &amp;amp; Theurer EM 120 (HŽ 9003363).JPG|mini|Gleismesswagen EM 120 von [[Plasser &amp;amp; Theurer]], eingesetzt in [[Ungarn]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Messzug in Oberwesel.jpg|mini|Mess-Steuerwagen &amp;quot;721 201&amp;quot; (99 80 93-60 009-1 Dienst mzf) geschoben von 182 524 in Oberwesel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleismesswagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;leis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;riebwagen, kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;GMT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Bahndienstfahrzeug]]e, die der Erfassung der Gleisgeometrie dienen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EN13848-2&amp;quot;&amp;gt;Norm EN 13848-2 &amp;#039;&amp;#039;Bahnanwendungen – Oberbau – Gleislagequalität – Teil 2: Messsysteme — Gleismessfahrzeuge&amp;#039;&amp;#039;, [[Europäisches Komitee für Normung|CEN]], Brüssel 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfänglich wurden für diesen Zweck meist alte Reisezugwagen hergerichtet, die durch [[Triebfahrzeug]]e bewegt wurden. Neuere Gleismesswagen sind oft selbstfahrend und werden speziell für diesen Zweck gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren hatte der Verkehr bei stark befahrenen Eisenbahnstrecken eine Dichte erreicht, die visuelle und manuelle Inspektionen der Gleisanlagen ungenügend machten. Außerdem wurden die dafür vorgesehenen Unterhaltspausen immer kürzer und die höheren gefahrenen Geschwindigkeiten verlangten eine genauere Gleislage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühe Entwicklung der Gleismesswagen verlief wie folgt:&lt;br /&gt;
* 1918 Die Firma [[Scheidt &amp;amp; Bachmann]] Mönchengladbach entwickelt einen Gleismesswagen, der Überhöhung, Verwindung und Spurweite messen und visualisieren kann. Einige Hundert Stück werden für zahlreiche Bahnen in verschiedenen Spurweiten hergestellt.&lt;br /&gt;
* 1925  Die [[Chemins de fer de l’Est]] (EST) baut behelfsmäßig einen von Emile Hallade entwickelten [[Beschleunigungsschreiber]] in einen Wagen ein, mit dem die aus [[Gleislagefehler]]n resultierenden Bewegungen des Messwagens aufgezeichnet werden. Es können Quer- und Vertikalbewegungen, wie auch [[Rollen (Längsachse)|Rollbewegungen]] aufgezeichnet werden.&lt;br /&gt;
* 1927  Die [[Atchison, Topeka and Santa Fe Railway]] (ATSF) nimmt einen von Baldwin gebauten Messwagen in Betrieb, der mit einem [[Kreiselinstrument|Gyroskop]] von [[Sperry Corporation]] ausgerüstet ist.&lt;br /&gt;
* 1929  Ein ähnliches Fahrzeug, wie für die ATSF geliefert, geht bei der [[Estrada de Ferro Central do Brasil]] in Betrieb.  Die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutsche Reichsbahn]] baut in den eigenen Werkstätten einen Messwagen mit einem Kreiselinstrument von [[Raytheon|Anschütz]] aus [[Kiel]]. Mitte der 1930er Jahre nimmt die Reichsbahn weitere Messwagen nach dem System &amp;#039;&amp;#039;Reichsbahn-Anschütz&amp;#039;&amp;#039; in Betrieb.  Die [[Great Indian Peninsula Railway]] (GIPR) nimmt einen kombinierten Messwagen für Traktionstechnik und Gleismessung in Betrieb.&lt;br /&gt;
* 1930  Die [[Schweizerische Bundesbahnen|SBB]] baut von [[Jakob Amsler-Laffon|Amsler]] in [[Schaffhausen]] gefertigte Messgeräte zur Erfassung der Qualität der Gleislage in einen bestehenden traktionstechnischen Messwagen ein.&lt;br /&gt;
* 1933  Die [[Chemin de fer de Paris à Orléans]] (PO) baut unter Leitung von [[André Mauzin]], der die Messgeräte selbst entwickelte, einen behelfsmäßigen Messwagen&lt;br /&gt;
* 1936  Die [[Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée]] (PLM) baut einen Messwagen mit Geräten nach Mauzin, die von der französischen [[Westinghouse Electric]] gebaut werden.&lt;br /&gt;
* 1939  Die [[Ferrovie dello Stato Italiane]] (FS) nimmt einen Messwagen mit Geräten von Amsler in Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=L&amp;#039;inspection automatique des voies de chemins de fer |Sammelwerk=Bulletin technique de la Suisse romande |Band=67 |Nummer=8 |Datum=1941 |Seiten=85–89 |DOI=10.5169/seals-51326}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleissmesswagen von 1918.jpg|alt=Gleismesswagen der Firma Scheidt &amp;amp; Bachmann M. Gladbach von 1918, heute bei der Rollbockbahn in Oberheinsdorf|mini|Gleismesswagen der Firma [[Scheidt &amp;amp; Bachmann|Scheidt &amp;amp; Bachmann M. Gladbach]] von 1918, heute bei der [[Schmalspurbahn Reichenbach–Oberheinsdorf|Rollbockbahn]] in Oberheinsdorf]]&lt;br /&gt;
Während die ersten Messwagen mit Beschleunigungsschreiber funktionierten, wurden ab den 1960er Jahren auch Messdrehgestelle oder Tastrollen zur Gleislageerkennung verwendet. Neuere Fahrzeuge sind meist selbstfahrend und verwenden das [[Lichtschnitt]]verfahren zur genausten Erfassung des Oberbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfasste Messgrößen ==&lt;br /&gt;
Die genaue Ausmessung der [[Gleisgeometrie]] ist bei [[Hochgeschwindigkeitsverkehr]] besonders wichtig um die Sicherheit des Bahnbetriebes zu gewährleisten, weil nur ein kleiner Spielraum für Abweichungen besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise wird folgendes am Gleis ausgemessen:&lt;br /&gt;
* [[Spurweite (Bahn)|Spurweite]]&lt;br /&gt;
* [[Radius]] von [[Trassierungselement|Bögen]]&lt;br /&gt;
* [[Überhöhung]]&lt;br /&gt;
* Vertikale Lage der linken und rechten [[Schiene (Schienenverkehr)|Schiene]]&lt;br /&gt;
* Verwindung&lt;br /&gt;
* Verschleiß der Schienenprofile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Bei der [[DB Netz]] werden verschiedene Gleismessfahrzeuge eingesetzt. Ursprünglich erfolgte die Kontrolle der Gleise hauptsächlich mit umgerüsteten [[Uerdinger Schienenbus|Schienenbussen]] wie den Fahrzeugen der [[DB-Baureihe 725/726|Baureihen 725 und 726]]. Mit fortschreitender Zeit und höheren zulässigen Geschwindigkeiten wurden jedoch auch modernere und präzisere Gleismesswagen benötigt. 1975 orderte die Deutsche Bundesbahn bei [[Messerschmitt-Bölkow-Blohm|MBB]] einen als [[DB-Baureihe 719|Baureihe 719]] eingeordneten, zeitweise als &amp;#039;&amp;#039;Schienenprüf-Express&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Gleismesszug, auf den 1996 ein weiteres, bei [[Plasser &amp;amp; Theurer]] bestelltes Exemplar folgte, der eine Prüfgeschwindigkeit von 70 km/h erlaubt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dostal&amp;quot;&amp;gt;Michael Dostal: &amp;#039;&amp;#039;DB-Fahrzeuge: Lokomotiven und Triebwagen der DB AG&amp;#039;&amp;#039;. GeraMond-Verlag, München 2002, ISBN 3-7654-7175-5, S.&amp;amp;nbsp;188.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beiden letztgenannten Züge untersuchen die Schienen per Ultraschall und Wirbelstrom auf Materialfehler bzw. Schäden durch Verschleiß und Materialermüdung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßige Fahrten zur Prüfung der Gleisgeometrie werden heute auch von zwei [[RAILab]]-Garnituren durchgeführt. Dabei handelt es sich um zwei umgebaute [[Interregio (Deutschland)|Interregio]]-Wagen, die mit moderner [[Laser]]technik ausgestattet sind und unter Zuhilfenahme eines [[Inertialsystem]]s millimetergenaue Positionsbestimmungen durchführen können. Auch private Anbieter verfügen über Messfahrzeuge, ein Beispiel ist hier [[Eurailscout]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:FFS XTmass 99 85 9 160 001-5 Lausanne 050809.jpg|mini|Selbstfahrendes Diagnosefahrzeug der SBB im [[Bahnhof Lausanne]].]]&lt;br /&gt;
Die [[Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen]] setzten ursprünglich einen von der Schweizer Firma [[Matisa]] hergestellten Gleismesswagen für die regelmäßige Überprüfung des Schienennetzes ein. Der Gleismesswagen hatte die Immatrikulationsnummer X 60 85 99-73 105-6, war 45 Tonnen schwer und hatte einen Drehgestellabstand von 15.000&amp;amp;nbsp;mm, seine Länge über Puffer betrug 19.900&amp;amp;nbsp;mm. Für die Messungen war ein zweiachsiges Messdrehgestell in der Mitte des Wagens verbaut. Im Rahmen der Betriebsaufnahme der [[Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist]] hat die SBB ein selbstfahrendes Diagnosefahrzeug beschafft und 2006 den Messwagen damit abgelöst. Es handelt sich dabei um einen Dieseltriebwagen vom Typ Roger 1000 der italienischen Firma [[Mermec]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mermecgroup.com/de/inspizieren/aufzeichnungsw%EF%BF%BDgen/104/roger-1000.php |titel=Roger 1000 Messzug |hrsg=Mermec S.p.A. |abruf=2022-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fahrzeug misst die Gleisgeometrie, die Geometrie der Fahrleitung, das Schienenprofil sowie weitere Parameter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bahninfrastruktur.sbb.ch/de/produkte-dienstleistungen/bahninstandhaltung/mess-und-diagnosetechnik.html |titel=Mess- und Diagnosetechnik |hrsg=SBB Infrastruktur |abruf=2022-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen wurde ein zusätzliches gezogenes Diagnosefahrzeug auf Basis eines umgebauten Personenwagens in Dienst gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Philipp Schmid, Joël Casutt, Marcel Zurkirchen |url=https://www.bulletin.ch/de/news-detail/kuenstliche-intelligenz-auf-schienen.html |titel=Künstliche Intelligenz auf Schienen |hrsg=Bulletin SEV/VSE |abruf=2022-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.molinari-rail.com/de/betriebsbewilligung-fuer-sbb-diagnosefahrzeug/?cn-reloaded=1 |titel=Betriebsbewilligung für SBB Diagnosefahrzeug |hrsg=Molinari Rail AG |abruf=2022-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Auch die [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] setzen Gleismesswagen ein. Während nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch der frühere [[Salonwagen]] von [[Adolf Hitler]] umgebaut und als Gleismesswagen eingesetzt wurde, so sind heute meist umgebaute [[UIC-Reisezugwagentypen|UIC-Wagen]] im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wiener Linien]] sind seit 2003 zwei Messwagen im Betrieb. Ein System ist konventionell aufgebaut (Fa. Imagemap) und wird im Bereich der [[U-Bahn]] eingesetzt. Ein weiteres System wurde auf Basis eines vormaligen Regelfahrzeugs (System [[Waggonfabrik Uerdingen|DUEWAG]]) für die [[Schiene (Schienenverkehr)|Rillenschienengleise]] der [[Straßenbahn]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Messungen basieren bei den Fahrzeugen der [[Wiener Linien]] auf den sogenannten Fußpunkt- und [[Lichtschnitt]]verfahren. Bei Ersterem wird der unverschlissene Fuß der [[Schiene (Schienenverkehr)|Vignolschiene]] als Basis der Messungen herangezogen. Der Ausrundungsradius vom Übergang des Fußes zum Steg dient dabei als Basis der Messungen; der errechnete Mittelpunkt als Referenzpunkt für die Überlagerung des unverschlissenen Profils.&lt;br /&gt;
Bei der [[Lichtschnitt]]methode wird die Schiene von je 2 (Rillenschiene je 3) [[Laser]]n angestrahlt und so ein Umrissbild erzeugt. Dieses wird anschließend von hochempfindlichen [[Zeilenkamera]]s abgefilmt und in einer Geometrieeinheit des Bordrechners in zweidimensionale Bilder umgewandelt. Auf Basis dieser Bilder werden die Geometrie- und Verschleißwerte des [[Gleis]]es bzw. der [[Schiene (Schienenverkehr)|Schiene]] ermittelt.&lt;br /&gt;
Alle 25&amp;amp;nbsp;cm kann die Geometrie gemessen werden, alle 50&amp;amp;nbsp;cm je ein Schienenprofil. Die Messgeschwindigkeit ist prinzipiell nicht begrenzt und liegt unter Tage bei ungefähr 15&amp;amp;nbsp;km/h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Janicki, Horst Reinhard: &amp;#039;&amp;#039;Schienenfahrzeugtechnik.&amp;#039;&amp;#039; Bahn Fachverlag 2008, ISBN 3-9808002-5-3.&lt;br /&gt;
* {{RöllEnzyklopädie |Band=5 |Seiten=344–349 |Lemma=Gleismesser |Autor=[[Gustav Schimpff]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7705483-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahndienstfahrzeug]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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