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	<title>Gleichwarmes Tier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T23:24:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gleichwarmes_Tier&amp;diff=226105&amp;oldid=prev</id>
		<title>89.183.6.212: /* Abgrenzungen */</title>
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		<updated>2024-12-14T20:45:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abgrenzungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ardea cinerea Winterhabitus.jpg|mini|Gleichwarme Tiere sind entweder Vögel …]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nursing Ursus maritimus retuschiert.jpg|mini|… oder Säugetiere]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;gleichwarmes Tier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;homoiothermes Tier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;homöotherm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; von {{grcS|ὁμοῖος|homoîos}} „ähnlich“ und {{lang|grc|θερμός|thermós}} „warm“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;endothermes Tier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Neil A. Campbell, Jane B. Reece: Biologie, München 2009, Seite 1.167&amp;lt;/ref&amp;gt; ({{lang|grc|ἔνδον|éndon}} „innen, innerhalb“) werden in der [[Zoologie]] Tiere ([[Vögel]], [[Säugetiere]]) bezeichnet, die ihre [[Körperkerntemperatur]] unabhängig von der Umwelttemperatur auf einen konstanten Temperaturwert regulieren können. Der Übergang der Homoiothermie zur [[Poikilothermie]] ist bisweilen fließend.&amp;lt;ref&amp;gt;Herder: Lexikon der Biologie, Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Homoiothermie&amp;#039;&amp;#039;, Spektrum Akademischer Verlag 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wärmeproduktion ermöglicht eine größere Wetterunabhängigkeit, erhöht aber den Energieverbrauch. Weiterhin ist aufgrund der Notwendigkeit, Wärmeverluste nur so weit wie nötig zuzulassen, die Variation des anatomischen Bauplanes begrenzt ([[Bergmannsche Regel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regulation der Körpertemperatur ==&lt;br /&gt;
Sowohl bei Vögeln wie auch bei Säugern wird die gleichwarme Körperkerntemperatur durch die Stoffwechselaktivität der Tiere erzeugt. Dies wirkt sich auf den [[Grundumsatz]] des Stoffwechsels aus, der deutlich höher ist als bei [[Wechselwarmes Tier|wechselwarmen]] (&amp;#039;&amp;#039;poikilothermen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ektothermen&amp;#039;&amp;#039;) Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thermorezeptor]]en in der Haut und temperatursensitive Neuronen im [[Zentralnervensystem]] wirken hierbei auf ein Temperaturverarbeitungszentrum im [[Hypothalamus]], welches bei Abweichungen von der Normtemperatur für die Erhöhung oder Absenkung der Körpertemperatur sorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Senkung der Körperkerntemperatur ===&lt;br /&gt;
Bei zu hoher Körperkerntemperatur kann auf verschiedene Weise Wärme abgeführt werden. Dies geschieht häufig durch die Verdunstung von Wasser, beispielsweise bei Menschen durch das [[Schweiß|Schwitzen]], bei Hunden durch Hecheln oder durch Felllecken bei Katzen. Auch eine bei Bedarf gut durchblutete große Körperoberfläche kann der Wärmeabgabe dienen, wie bei den Ohren der [[Afrikanische Elefanten|Afrikanischen Elefanten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steigerung der Körperkerntemperatur ===&lt;br /&gt;
Bei zu niedriger Körperkerntemperatur wird die Stoffwechselrate gesteigert, weit verbreitet ist die als [[Tremor|Zittern]] bezeichnete Stoffwechselsteigerung der [[Muskeln]], für geringe Wärmemengen reicht oft [[Mikrovibration]]. Zudem besitzen [[Säugling|neugeborene Säuger]] und alle [[Winterschlaf|Winterschläfer]] in größerem Umfang [[braunes Fettgewebe]] zur direkten [[Thermogenese]] aus [[Fettgewebe|Speicherfett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thermische Isolation ===&lt;br /&gt;
Gleichwarme Tiere verfügen in der Regel über Wärmeisolierungen, die von der Minderung der Hautdurchblutung über isolierendes [[Unterhautfettgewebe]] bis zum Einschluss von isolierenden Luftschichten in [[Feder]]n oder [[Haar]]en reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei Vögeln bewirken Lufteinschlüsse im Federkleid, insbesondere in den [[Daune]]n, eine Wärmeisolation&lt;br /&gt;
* Bei landlebenden Säugetieren wirkt im [[Fell]] eingeschlossene Luft isolierend, besonders die stark spiralisierten [[Wollhaar]]e können große Luftvolumina einschließen.&lt;br /&gt;
* Wasserlebende Säugetiere und Vögel besitzen eine isolierende [[Fettgewebe|Fettschicht]] („[[Blubber]]“) unter der Haut, da Haare wie Federn im Wasser ihre isolierende Luftschicht weitgehend verlieren.&lt;br /&gt;
* Bei einigen ausgestorbenen [[Dinosaurier]]arten wurden neben Federn auch knochenhistologische Hinweise für Homoiothermie gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jahreszeitliche Anpassungen ===&lt;br /&gt;
Säugetierarten, die [[Winterschlaf]] halten, können während der kalten Jahreszeit ihre Körperkerntemperatur um mehr als 10&amp;amp;nbsp;°C absenken, um in dieser inaktiven Phase Energie einzusparen. Bei Störungen oder in Wachphasen unterbrechen sie durch [[Noradrenalin]]ausschüttung den Winterschlaf und erreichen unter erheblichem Energieverbrauch rasch wieder ihre Normtemperatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit bilden [[Kolibri]]s und [[Schnabeltier]]e, deren Körperkerntemperatur relativ starken Schwankungen unterworfen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzungen ==&lt;br /&gt;
Dagegen sind [[Honigbienen]], die als Staat die Temperatur des Brutbereichs ihres Bienenstockes konstant auf 35&amp;amp;nbsp;°C halten, keine gleichwarmen Tiere. Das einzelne Insekt ist dazu nicht in der Lage, sondern lediglich der gesamte Staat. Eine einzelne Biene erstarrt bereits bei einer Temperatur von 10&amp;amp;nbsp;°C und stirbt. (Siehe auch [[Westliche Honigbiene#Thermoregulation der Honigbiene|Thermoregulation bei Honigbienen]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki snake eats mouse.jpg|mini|[[Thermographie|Thermographische]] Aufnahme einer Schlange (Reptil, wechselwarm), die eine Maus (Säugetier, gleichwarm) frisst.]]&lt;br /&gt;
Große [[Insekten|Fluginsekten]], [[Reptilien]], [[Amphibien]] und [[Fische]] sind allesamt [[poikilotherm]], denn ihre Körpertemperatur ist nicht konstant, sondern entspricht der Umgebungstemperatur. Sie fallen in der kalten Jahreszeit in [[Winterstarre]], ihr Stoffwechsel wird währenddessen nicht vom [[Hypothalamus]] geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Herder: Lexikon der Biologie, Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Homoiothermie&amp;#039;&amp;#039;, Spektrum Akademischer Verlag 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Steuerungsmöglichkeiten bezüglich der Körperkerntemperatur beschränken sich auf [[Verhalten (Biologie)|Verhaltensweisen]], beispielsweise intensive körperliche Bewegung oder Aufenthalt in der Sonne, wodurch sie sich zu einem gewissen Grad erwärmen. Allerdings gibt es bei [[Thunfische]]n, einigen Haien (&amp;#039;&amp;#039;[[Alopias]]&amp;#039;&amp;#039;) und [[Rochen]] Blutgefäßanpassungen ([[Thermoregulation|Gegenstromprinzip]]) in der Rumpfmuskulatur, die eine möglichst hohe Körperkerntemperatur ermöglichen; bei [[Schwertfische]]n und [[Glanzfische]]n wird das Gehirn mit Blut versorgt, das durch die Muskeln erwärmt wurde. Bei Tiefseefischen dagegen liegt die Körpertemperatur zwar dauerhaft bei 4 °C, dies liegt aber allein an der gleichbleibenden Außentemperatur, weshalb auch sie nicht [[homoiotherm]], sondern poikilotherm sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Relativ unbekannt ist, dass es Pflanzen gibt, z.&amp;amp;nbsp;B. den [[Symplocarpus foetidus|„Stinkkohl“ (&amp;#039;&amp;#039;Symplocarpus foetidus&amp;#039;&amp;#039;)]] und andere [[Aronstab]]-Gewächse, die bei niedrigen Außentemperaturen die Intensität der Zellatmung regulieren und dadurch ihre innere Temperatur steigern können. Die Blütenknospen von Frühblühern können dabei Temperaturen erreichen, die 15 bis 35&amp;amp;nbsp;°C über der Umgebungstemperatur liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Herder: Lexikon der Biologie, Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Homoiothermie&amp;#039;&amp;#039;, Spektrum Akademischer Verlag 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einteilung der Tiere nach der Regulation ihrer Körpertemperatur. &amp;#039;&amp;#039; In: {{Literatur|Autor=David J. Randall, Warren Burggren, Kathleen French|Titel=Tierphysiologie|Online=https://books.google.de/books?id=QZVL4H1yA2AC&amp;amp;pg=PA796&amp;amp;hl=de|Datum=2002|Verlag=Georg Thieme Verlag|ISBN=978-3-13-664004-3|Seiten=789–794}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einfluss von Form, Funktion und Verhalten auf homöostatische Prozesse&amp;#039;&amp;#039; In: {{Literatur|Autor=Neil A. Campbell, Jane B. Reece|Titel=Biologie – Gymnasiale Oberstufe|Auflage=8.|Datum=2009|Verlag=Pearson Schule|Ort=München|ISBN=978-3-8273-7287-1|Seiten=527–529}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.philipphauer.de/info/bio/wechselwarm-gleichwarm/ Vergleich von wechsel- und gleichwarmen Tieren mit Temperaturtoleranzkurve]&lt;br /&gt;
* [https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rekorde/forscher-staunen-warmbluetiger-fisch-heizkreislauf/ Forscher staunen: Warmblütiger Fisch hat Heizkreislauf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermoregulation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologische Eigenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.183.6.212</name></author>
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