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	<title>Glaskorrosion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T17:24:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Glaskorrosion&amp;diff=228224&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: icomos.org offline; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-02-19T17:21:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;icomos.org offline; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jarra.jpg|mini|Glaskorrosion auf alter römischer Flasche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glaskorrosion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glasrost&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glasbrand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glaspest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glaskrankheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die [[Chemische Struktur|strukturelle]] [[Veränderung]] und damit verbundene [[Verwitterung]] der Oberfläche von [[Glas]] durch verschiedenartige chemische und physikalische Einflüsse bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Von Glaskorrosion betroffene Gläser zeigen im Falle durchsichtiger Objekte eine Trübung, die ihre Ursache in mikroskopisch dünner Aufrauung der Oberfläche hat. Gläser, die Jahrzehnte bis Jahrhunderte im Erdreich lagen, zeigen eine typisch schmutzig-regenbogenfarbige Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erklärung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Spidergraph ChemDurab DE.PNG|mini|360px|Einfluss der Zugabe ausgewählter Glasbestandteile auf die chemische Beständigkeit eines vorgegebenen Basisglases gegenüber Korrosion durch Wasser (Korrosionstest ISO 719)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.glassproperties.com/chemical_durability/ |titel=Calculation of the Chemical Durability (Hydrolytic Class, Corrosion) of Glasses |werk=glassproperties.com |datum= |abruf=2026-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glaskorrosion beginnt mit dem Herauslösen von [[Oxide]]n diverser [[Chemisches Element|Elemente]], etwa der von [[Natrium]], [[Kalium]], [[Calcium]], [[Barium]] oder [[Bor]]. An den betroffenen Stellen verändern sich die physikalischen Eigenschaften des Materials. Es bildet sich eine &amp;#039;&amp;#039;Gelschicht&amp;#039;&amp;#039;, die mit Ionen des einwirkenden Stoffes weiter zu einem schleierhaften Überzug reagiert. Dieser beeinträchtigt die Transparenz der Oberfläche und führt zu mikroskopisch feinen Rissen. Aus den ausgelaugten Elementen können sich durch Reaktion mit säurebildenden Schadgasen in der Luft auch Krusten aus sekundären Korrosionsprodukten bilden, die von Restauratoren mit dem Sammelbegriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wetterstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.icomos.org/publications/93stain19.pdf |titel=Gottfried Frenzel: Probleme der Restaurierung, Konservierung und prophylaktischen Sicherung mittelalterlicher Glasmalereien. In: Maltechnik/Restauro 88, 1982 (Wiederabdruck in: Ernst Bacher (Hg.) Stained Glass (ICONOS), S. 238-257.) |offline=2026-02-19 |abruf=2022-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss der Glaszusammensetzung ===&lt;br /&gt;
Die Korrosion kann durch die Zugabe gewisser [[Oxide]] bei der Glasherstellung reduziert werden. Gebräuchlich sind [[Aluminiumoxid]], [[Zirconium(IV)-oxid|Zirconiumoxid]], moderate Konzentrationen an [[Bortrioxid]] (siehe [[Borosilikatglas|Borosilikat]]-Glas) oder hohe Konzentrationen an [[Siliciumdioxid]]. Zu hohe Boroxidgehalte reduzieren die Beständigkeit gegenüber Korrosion. Spezielle Phosphat- oder Borosilikatgläser korrodieren sehr stark aufgrund von Phasentrennungserscheinungen im Glas, was im [[VYCOR|Vycor]]-Prozess technisch genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss des einwirkenden Stoffs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Glaskorrosion.jpg|mini|Durch Maschinenspülmittel verursachter Glasbrand]]&lt;br /&gt;
In [[PH-Wert|saurem Milieu]] findet ein Austausch von [[Kation]]en aus der Glasoberfläche durch aus [[Oxonium]]ionen stammende [[Proton (Chemie)|Protonen]] statt. Werden die entstehenden [[Salze]] weggespült (Wasserüberschuss), entsteht auf dem Glas eine Gelschicht, die die weitere Korrosion bremst. Im Falle von Wasserunterschuss entstehen Salze, die sich auf dem Glas ablagern. In neutralem Milieu findet der gleiche Austausch von Kationen gegen Wasserstoffionen statt, jedoch führen die herausgelösten Kationen zu einer Alkalisierung der Umgebung. In alkalischem Milieu werden Bestandteile des Glasnetzwerkes (SiO&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) gegen [[OH-Gruppe]]n ausgetauscht, wodurch das Glasnetzwerk abgebaut wird. Im Falle von Wasserunterschuss beschleunigt sich dieser Vorgang.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Joachim Gläser: &amp;#039;&amp;#039;Dünnfilmtechnologie auf Flachglas.&amp;#039;&amp;#039; Karl Hofmann, Schorndorf 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Vogel (Chemiker)|Werner Vogel]]: &amp;#039;&amp;#039;Glaschemie&amp;#039;&amp;#039;, Springer 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; Transport und Lagerung von Gläsern sollten folglich in leicht saurer Umgebung erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein hoher [[pH-Wert]] und geringer Salzgehalt der Flüssigkeit und eine hohe Temperatur beschleunigen die Korrosion gegenüber der in leicht saurem Milieu. So bewirken [[Wasserhärte|weicheres Wasser]] im Geschirrspüler oder [[saurer Regen]] bei Glasfenstern eine höhere Herauslösung von Mineralstoffen aus der Oberfläche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;test&amp;quot;&amp;gt;[[Stiftung Warentest]]: [http://www.test.de/Glaeser-und-Besteck-im-Geschirrspueler-Teures-laenger-schoen-1152219-0/ Gläser und Besteck in der Spülmaschine (&amp;#039;&amp;#039;test&amp;#039;&amp;#039; 02/2004)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dementsprechend existieren verschiedene [[Standardisierung|standardisierte]] Verfahren zur Quantifizierung der Glaskorrosion, einschließlich Tests zur Bestimmung der chemischen Beständigkeit von Glas gegenüber Wasser ([[Deutsches Institut für Normung|DIN]] 12111 bzw. [[Internationale Organisation für Normung|ISO]] 719 mit Einteilung in [[hydrolytische Klasse]]n), [[Säuren]] (DIN 12116), [[Basen (Chemie)|Basen]] (DIN 52322 bzw. ISO 695) und Witterungseinflüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Glaskorrosion stellt nicht nur ein Problem dar, sondern wird auch gezielt als Messmethode zur Umweltbewertung eingesetzt. Mit der Glassensor-Methode&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=EP| V-Nr=0330144| Code=B1| Titel=Verfahren zur direkten Bestimmung von komplexen korrosiven Umgebungsbedingungen| A-Datum=1989-02-21| V-Datum=1996-07-03| Anmelder=Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.| Erfinder=Dieter Fuchs, Helmut Patzelt, Gerhard Tünker}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=JPRS Report: Science &amp;amp; technology. Europe/international |Verlag=Foreign Broadcast Information Service |Datum=1993-02 |Seiten=23 |Online={{Google Buch |BuchID=L92LfFjzxl0C}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Glastechnische Berichte |Verlag=Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft. |Datum=1993 |Seiten=20 |Online={{Google Buch |BuchID=AYskAQAAMAAJ}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; existiert eine [[Messtechnik]], welche mittels spezieller sensitiver Glaspräparate die Korrosionsabläufe an anorganischen Materialien wie im Zeitraffer simulieren lässt. Diese Methode wird erfolgreich in der [[Denkmalpflege]] und Museumsbetrieben sowie zum Umweltmonitoring korrosiver Belastungen als Standardmethode eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=VDI 3955 Blatt 2 - Bestimmung der korrosiven Wirkung komplexer Umgebungsbedingungen auf Werkstoffe; Exposition von Glassensoren |Datum= |Online=https://www.vdi.de/richtlinien/details/vdi-3955-blatt-2-bestimmung-der-korrosiven-wirkung-komplexer-umgebungsbedingungen-auf-werkstoffe-exposition-von-glassensoren |Abruf=2020-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anwendung finden solche Glassensoren auch bei der Prüfung und Optimierung von Außenschutzverglasungen an Kirchenfenstern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Seit den 1980er Jahren werden Studien zu &amp;#039;&amp;#039;Korrosionsmechanismen von historischen Glasfenstern&amp;#039;&amp;#039; durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;„Publikationsliste bei Fraunhofer“ {{Webarchiv|url=http://publica.fraunhofer.de/autoren/Fuchs,%20D.R |wayback=20211201164825 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2023-05-13 21:56:12 InternetArchiveBot }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fraunhofer-Institut für Silicatforschung: {{Webarchiv |archive-is=20120719065735 |url=http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1997117110651 |text=Korrosionsmechanismen von historischen Glasfenstern (1993)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei untersuchen die Forscher Fenstergläser aus dem 11. bis 16. Jahrhundert, welche aufgrund hoher Anteile an [[Kaliumoxid|Kalium-]] und [[Calciumoxid]] eine geringe chemische Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse besitzen. Ein [[Siliciumdioxid]]-Anteil unter 66 Prozent erhöht die Verwitterungsanfälligkeit. Zum Schutz gegen weitere Zerstörung von Baudenkmälern aus Glas, insbesondere gotische Kirchenfenster, wurde ein Korrosions-Schutzsystem auf Basis organisch modifizierter [[Silicate]] entwickelt, das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Hybridpolymer|ORMOCER]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Fraunhofer-Institut für Silicatforschung: {{Webarchiv |archive-is=20120905031405 |url=http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1998117100210 |text=Glaskonservierung (1993)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fraunhofer-Institut für Silicatforschung: [https://www.isc.fraunhofer.de/arbeitsgebiete/ormocerre-hybridpolymere/ ORMOCERe / Hybridpolymere]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Jahr 2001 berichtete der &amp;#039;&amp;#039;Verband Deutscher Glasbläser e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; über die Zerstörung einer aus Glas bestehenden Leitung in einem Chemiewerk.&amp;lt;ref&amp;gt;Verband Deutscher Glasbläser e. V.: {{Webarchiv | url=http://www.vdg-ev.org/technik/technik11.html | wayback=20121226055627 | text=Unerwarteter Schaden an einer Glasrohrleitung (2001)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier bewirkte die langsame [[Korrosion]] des Glasmaterials durch hindurchfließende [[Salzsäure]] zusammen mit in der Lösung enthaltenen [[abrasiv]]en Glasteilchen die Zerstörung der Leitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die Hersteller von Geschirrspülmitteln verwenden die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Glasrost&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Glaskorrosion&amp;#039;&amp;#039; gerne zur Beschreibung angeblich verbesserter neuer Stoffe in ihren Produkten.&amp;lt;ref&amp;gt;Telering.de: {{Webarchiv | url=http://www.telering.de/was-ratgeber/feld-1/nr-104 | wayback=20070928121650 | text=&amp;#039;&amp;#039;Geschirrspüler-Ratgeber: Glaskorrosion&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich hängt die Glaskorrosion in der Spülmaschine primär von der Qualität des verwendeten Glasmaterials ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;test&amp;quot; /&amp;gt; Weiterhin entstehen Beschädigungen oft auch durch rein mechanische Effekte, wie Aneinanderreiben der Gläser oder Kontakt mit Teilen der Spülmaschine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Erscheinungen ==&lt;br /&gt;
* [[Glaspilz]] – Ein Pilzbefall auf Glas, der entfernt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Glass disease}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrosionsart nach Material]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glasfehler|Korrosion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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