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	<title>Glühstrumpf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:34:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gl%C3%BChstrumpf&amp;diff=67825&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<updated>2026-04-10T17:53:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gas mantle 01.jpg|mini|Glühstrumpf ohne Flamme (Blick durch die Lufteinlassöffnung ganz unten im kegeligen Teil des Glaszylinders einer Gasleuchte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glühstrumpf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gasstrumpf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Glühkörper&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gasglühkörper&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Auernetz&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Auerstrumpf&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein kuppel- oder birnenförmiges feinmaschiges Gebilde aus nichtbrennenden Fasern, das mit [[Thorium]]- und ca. 1 % [[Cer]]-[[Oxiden]] imprägniert ist. Es wird in gasbetriebenen Leuchten ([[Gaslampe]]n und solchen, die Petroleum –&amp;amp;nbsp;siehe [[Petromax]]&amp;amp;nbsp;– oder andere flüssige Brennstoffe verdampfen) verwendet. Dort vergrößert es massiv die [[Helligkeit]] der Lichtquelle, indem es durch die Flamme zum Leuchten angeregt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.spektrum.de/lexikon/physik/auerstrumpf/945 Auerstrumpf, Spektrum Lexikon der Physik, abgerufen am 25. Dezember 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird aus einem mit speziellen Salzen [[Seltene Erden|seltener Erden]] präparierten Gewebe aus [[Baumwolle]], [[Seide]] oder [[Kunstseide]] hergestellt, das durch Aufheizen in einer Gasflamme verbrennt und die Salze als Oxide in Form eines feinen Gerüstes hinterlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gas mantle 02.jpg|mini|Glühstrümpfe in einer Gaslaterne: am Defekt erkennt man, dass die Flamme selbst nicht leuchtet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gluestrumpf2.jpg|mini|Glühstrumpf, links vor dem ersten Gebrauch, rechts nach vorsichtigem Abbrennen des Gewebes und Inbetriebnahme der Lampe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gasflammen aus [[Stadtgas|Stadt-]] oder Erdgas leuchten kaum, da die Flamme im sichtbaren Licht einen Emissionsgrad nahe null hat. Um Gasflammen zum Leuchten zu bringen, wurde daher früher die [[Karbidlampe]] entwickelt, die [[Ethin]] (Acetylen) verbrennt, das dabei wie eine [[Kerze]]nflamme ein gelbliches Licht durch glühende [[Kohlenstoff]]-Teilchen erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißeres, helleres Licht erhielt [[Carl Auer von Welsbach]]: Er tränkte ein gestricktes Netz aus Baumwolle mit einer Lösung von [[Seltene Erden|Seltene-Erden]]-Salzen, verbrannte vorsichtig die Baumwolle und erhielt als Rückstand ein filigranes selbsttragendes Gerüst aus den Oxiden. Das Verfahren für dieses &amp;#039;&amp;#039;Auer-Glühstrumpf&amp;#039;&amp;#039; genannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gasglühlicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; meldete er am 23.&amp;amp;nbsp;September 1885 in Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=39162| Code=C| Titel=Leuchtkörper für Incandecenzgasbrenner| A-Datum=1885-09-23| V-Datum=1887-04-15| Erfinder=Carl Auer von Welsbach}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und später in weiteren Ländern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=359524| Code=A| Titel=Gas-Incandescent| V-Datum=1887-03-15| Erfinder=Carl Auer von Welsbach}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Patent an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Früher stellte man Glühstrümpfe her, indem man Stoffgewebe mit einer Salzlösung von 99 % leicht radioaktivem [[Thoriumnitrat]] und 1 % [[Cer(III)-nitrat]] tränkte, trocknete und dann anzündete. In der Hitze zerfällt das Thoriumnitrat in [[Thoriumdioxid]] und nitrose Gase. Hierbei bleibt eine zerbrechliche Struktur zurück, die in der Gasflamme ein weißes Licht abgibt. Dieses Leuchten hat nichts mit der sehr schwachen Radioaktivität des Thoriums zu tun, sondern ist ein gewöhnliches Glühen durch die Hitze der Gasflamme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst benutzte Carl Auer von Welsbach [[Magnesium]]-Oxide, [[Zirconiumdioxid]], dann [[Lanthan]], [[Yttrium]] und [[Praseodym]]-Verbindungen. Sie alle weisen ein mäßiges Emissionsvermögen im sichtbaren Bereich auf und produzieren nur ein braunweißes Leuchten. Der Durchbruch gelang ihm mit [[Cer(IV)-oxid]], zusammen mit [[Thoriumdioxid]] zur Stabilitätsverbesserung. Die Zusammensetzung von 1 % CeO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und 99 % ThO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; wurde erst vor wenigen Jahrzehnten durch eine Mischung aus [[Yttriumoxid]] und Ceroxid abgelöst, um auf das leicht radioaktive Element Thorium verzichten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ceo-spectrumpohl mit sichtbar .png|mini|Emissions&amp;amp;shy;spektrum eines CeO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;/ThO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Glüh&amp;amp;shy;strumpfs (schwarz) im Ver&amp;amp;shy;gleich zum [[Schwarzer Körper|Schwarz&amp;amp;shy;körper&amp;amp;shy;spektrum]] (sichtbarer Bereich grau hinterlegt)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedene Formen des Glühstrumpfes ==&lt;br /&gt;
Glühstrümpfe gibt es in vielen Formen, zum Beispiel der säckchenförmige Glühstrumpf zum Anbinden bei Camping- und [[Starklichtlampe]]n, den der Benutzer bei Inbetriebnahme selbst abflammen muss. Glühstrümpfe für hängendes oder stehendes [[Gasbeleuchtung|Gaslicht]] sind oft werkseitig bereits abgebrannt und mit einem [[Zellulosenitrat|Nitrolack]] getränkt, damit sie eine höhere Festigkeit für den Transport bekommen. Die Lackschicht brennt bei der ersten Inbetriebnahme ab. Die hängenden Formen sind meist kugel- oder birnenförmig; stehende Formen schlauch- oder bienenkorbförmig. Zur Aufhängung des Gewebes und zur Befestigung am Brenner der Lampe dienen oft Formteile aus [[Magnesiumoxid|Sintermagnesia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die thermische Emission eines Auer-Glühstrumpfs (punktierte Linie im Diagramm) ist deutlich geringer als diejenige eines [[Schwarzer Strahler|Schwarzen Strahlers]] (blaue Linie). Dafür konzentriert sich die Strahlung auf den kurzwelligen Bereich im sichtbaren Spektrum. Hierdurch nimmt der Glühstrumpf eine höhere [[Farbtemperatur]] an, als es ein kontinuierlich strahlender Stoff täte. Der Rotanteil ist vermindert, das Licht erscheint weißer. Zu der hohen Lichtausbeute von Glühstrümpfen trägt jedoch hauptsächlich der direkte Energieübergang von den teilweise hochenergetischen chemischen Reaktionspartnern der Flamme auf Energieniveaus der Elektronen des Cer-dotierten [[Leuchtstoff]]es im Glühstrumpf bei; im Ofen erhitzte Glühstrümpfe leuchten nicht annähernd so hell wie in der Flamme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Leuchtkraft ist der Glühstrumpf bis heute gegenüber dem elektrischen Licht konkurrenzfähig, wenn kein Anschluss an das Stromnetz vorhanden ist. Die [[Lichtausbeute]] von etwa 5&amp;amp;nbsp;lm/W ist zwar nur halb so groß wie die einer Glühlampe, doch es kann billigere Energie verwendet werden, die ohne Zusatzkosten gespeichert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lichtausbeute beträgt jedoch weniger als ein Zehntel einer [[Gasentladungslampe]] oder auch einer weißen [[LED]]. Auch aus diesem Grunde hat Gasglühlicht für die Straßenbeleuchtung stark an Bedeutung verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Glühstrümpfe.jpg|mini|Glühstrümpfe einer Berliner Gas-Reihenleuchte Modell BAMAG U13H bei Tag und bei Nacht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gasleuchte Zürich.jpg|mini|Glühstrumpf in Betrieb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem die städtischen Gasanstalten in den 1970er Jahren abgeschafft wurden und Erdgas durch die Gasleitungen strömte, ging die Anzahl der Gaslaternen stark zurück. Statt sie auf Erdgas umzustellen, ersetzte man sie häufig durch die wartungsärmeren und effizienteren elektrisch betriebenen Gasentladungslampen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 wurde die letzte in Deutschland verbliebene Glühstrumpfproduktion des Berliner Unternehmens [[MSA AUER GmbH]] an das indische Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Indo&amp;#039;&amp;#039;, eine Tochter des [[Konsortium]]s &amp;#039;&amp;#039;Prabhat Udyog Limited&amp;#039;&amp;#039;, verkauft und die Produktion nach Indien verlagert. Indo bietet sowohl radioaktive als auch nicht-radioaktive Glühstrümpfe an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das zum Teil noch verwendete [[Thoriumnitrat]] schwach radioaktiv ist, dürfen solche Gasglühstrümpfe nur mit Sondergenehmigung nach Deutschland importiert werden.&amp;lt;!-- Widerspruch: es gibt nicht-radioaktive Glühstrümpfe! --&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belege fehlen, z. T. falsch:&lt;br /&gt;
Hierdurch entstand zum Beispiel in Berlin ein Versorgungsproblem, das jedoch inzwischen behoben wurde. Nach dem Willen des Betreiberunternehmens (früher &amp;#039;&amp;#039;Stadtlicht GmbH&amp;#039;&amp;#039; – heute &amp;#039;&amp;#039;Vattenfall&amp;#039;&amp;#039;) und dem Bezirksamt Mitte, das für die übrig gebliebenen 43.908 öffentlichen [[Gaslaterne]]n in Berlin zuständig war, sollen diese in den nächsten Jahren abgeschafft werden – auch um 50 Kilogramm schwach [[Radioaktivität|radioaktiven]] Sondermüll und 43.000 Tonnen [[Kohlenstoffdioxid]] zu vermeiden, sowie um 700.000 Kubikmeter ansonsten ungenutzt entweichendes Gas einzusparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;#039;&amp;#039;Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/senuvk/bauen/beleuchtung/de/gaslicht/faq.shtml berlin.de] Berliner &amp;#039;&amp;#039;Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: Fragen und Antworten zur Umrüstung von Gasleuchten&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 20. Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; ersetzte die Stadt Berlin bis 2016 alle verbliebenen 8000 Gas-Reihenleuchten und rüstete bis 2019 die letzten 7500 Gaslaternen auf elektrisches Licht um. Als Grund wird neben der höheren Effizienz auch der enorme Wartungsaufwand und die Beschaffung der Glühstrümpfe angegeben, wobei allein letzteres eine jährliche Summe von 1,2 Mio. EUR erfordert hätte. Nach einer Firmenschrift der &amp;#039;&amp;#039;Braun Lighting Solutions&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;https://braun.lighting/product/gasbeleuchtung/ Firmenschrift der &amp;#039;&amp;#039;BRAUN Lighting Solutions e.K.&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 16. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; waren hingegen im Jahre 2018 in Berlin noch mehr als 30.000 Gaslaternen in Betrieb.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gas mantles|Glühstrumpf}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lampenmaxe.de/ „Vom Zauber des rauschenden Lichtes“] von Dirk Frieborg&lt;br /&gt;
* [https://www.colag.de/ Über Continental-Licht- und Apparatebaugesellschaft] von Erik Leger&lt;br /&gt;
* [https://www.scherning.de/ Petroleumlampen und andere Geräte] von Torsten Scherning&lt;br /&gt;
* [http://www.baumgartner-thomas.de/Petromax%20Seite.htm Die Petromax-Seite] von T. Baumgartner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gluhstrumpf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leuchtmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brennstoffbetriebene Lichtquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technische Textilie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
	</entry>
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