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	<title>Glühen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T23:28:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gl%C3%BChen&amp;diff=80843&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T19:04:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1=beschreibt die Erwärmung von Stoffen im Sinne der Werkstoffkunde. Zum ausgesandten Licht siehe [[Glut (Lichtausstrahlung)]], zum Verbrennungsvorgang siehe [[Glut (Verbrennung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bochumer Verein-23-50078.jpg|miniatur|Glühende [[Radreifen]] bei der Produktion im [[Bochumer Verein]]]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glühen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Werkstoffkunde]] das Anwärmen, Durchwärmen und Abkühlen von meist [[Metalle|metallischen]] [[Halbzeug]]en und [[Werkstück]]en zur Erzielung definierter [[Werkstoff#Eigenschaften|Werkstoffeigenschaften]]. Glühen ist ein Teilgebiet der [[Wärmebehandlung]] und zählt nach [[DIN-Norm|DIN]]&amp;amp;nbsp;8580&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=DIN 8580:2003-09, Fertigungsverfahren - Begriffe, Einteilung |Verlag=Beuth Verlag GmbH |DOI=10.31030/9500683}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu den [[Fertigungsverfahren]] durch [[Stoffeigenschaften ändern|Änderung der Stoffeigenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnlicher Vorgang ist das &amp;#039;&amp;#039;[[Tempern]]&amp;#039;&amp;#039;, das ebenso wie das &amp;#039;&amp;#039;[[Anlassen]]&amp;#039;&amp;#039; als Teil des [[Vergüten (Metallbearbeitung)|&amp;#039;&amp;#039;Vergütens&amp;#039;&amp;#039;]] von Metallen eher unterhalb der Glühtemperatur durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilung des Glühvorgangs ==&lt;br /&gt;
Man unterteilt den Glühvorgang in mindestens drei Phasen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Jürgen Bargel, Günter Schulze |Titel=Werkstoffkunde |Hrsg=Springer Vieweg |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort= |Datum=2012 |Reihe=Springer-Lehrbuch |ISBN=978-3-642-17716-3 |DOI=10.1007/978-3-642-17717-0 |Seiten=131}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
;1. Anwärmen: (auch Aufwärmen oder Hochwärmen)&amp;lt;br /&amp;gt;In der Anwärmphase wird das Werkstück auf die Haltetemperatur gebracht und vollständig durchgewärmt.&lt;br /&gt;
;2. Halten: In der Haltephase wird das Werkstück bei einer konstanten Haltetemperatur gehalten. Sie dient dem Temperaturausgleich im Werkstück und der Gleichgewichtseinstellung chemischer und physikalischer Vorgänge im Werkstoff. Die dazu notwendige Dauer wird Haltezeit genannt und ist außer von dem zu erzielenden Ergebnis auch von der Werkstückgeometrie und der Anordnung der Werkstücke im Glühofen bzw. der Wärmebehandlungsanlage abhängig.&lt;br /&gt;
;3. Abkühlen: In der Abkühlphase wird das Werkstück wieder auf Umgebungstemperatur gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl in der Anwärm- als auch in der Abkühlphase kann die Einhaltung spezifischer Anwärm- und Abkühlgeschwindigkeiten erforderlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spezialisierte Werkstoffe können auch zusätzliche Teilphasen notwendig machen. Einige Werkstoffe durchlaufen neunstufige Wärmebehandlungen, bis ihre Eigenschaften eingestellt sind. Zur sprachlichen Unterscheidung werden solche komplexen Wärmebehandlungen auch Glühvorschrift oder Glühprogramm genannt. Wobei Glühprogramm [[homonym]] gebraucht wird und auch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die zeitliche Abfolge von Glühungen verschiedener Werkstücke oder&lt;br /&gt;
* die Zusammenstellung der möglichen Glühungen für ein Produkt(-sortiment)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bedeuten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Industriell werden zwei verschiedene Verfahren zum Glühen von Stahlband eingesetzt:&lt;br /&gt;
* In der &amp;#039;&amp;#039;Kontiglühe&amp;#039;&amp;#039; wird das Band abgewickelt und durchläuft kontinuierlich einen mehrere hundert Meter langen Ofen. Durch die Baulänge des Ofens begrenzt, liegt die Glühzeit hier bei maximal 10 Minuten, die Ofentemperatur kann bis zu 950&amp;amp;nbsp;°C betragen&amp;lt;ref&amp;gt;http://grz.g.andritz.com/c/com2011/00/01/32/13208/1/1/0/815895841/me-brochure_ssab_cal.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;, bei der Herstellung von [[Elektroblech]] auch darüber. Typische Glühbedingungen: 60&amp;amp;nbsp;Sekunden bei 700&amp;amp;nbsp;°C zur [[Rekristallisation]], danach 1 bis 3&amp;amp;nbsp;Minuten bei 400&amp;amp;nbsp;°C zur [[Ausscheidungshärtung|Überalterung]].&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.jfe-21st-cf.or.jp/chapter_3/3c_5.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Oft wird das Kontiglühen mit dem Feuerverzinken kombiniert, siehe  [[Feuerverzinken#Kontinuierliche Bandverzinkung (Sendzimirverfahren)|Kontinuierliche Bandverzinkung nach dem Sendzimirverfahren]].&lt;br /&gt;
* Beim &amp;#039;&amp;#039;Haubenglühen&amp;#039;&amp;#039; kommen mehrere [[Coil]]s in einen geschlossenen Ofen. Die Glühdauern können bis zu mehreren Tagen betragen, allerdings sind die Aufheiz- und Abkühlgeschwindigkeiten begrenzt. Die möglichen Temperaturen beim Haubenglühen reichen von 280 bis ca. 700&amp;amp;nbsp;°C, bei Miteinwicklung von Draht sogar beliebig höher – allerdings muss in diesem Fall anschließend der Rand des Stahlbandes abgeschnitten und verschrottet werden. Bei hochpreisigen Stählen wie kornorientiertem [[Elektroband]] kann alternativ zum Drahteinwickeln auch eine trennende MgO-Schicht verwendet werden. Für gezielte [[Entkohlung]]s- oder [[Oxidation]]svorgänge muss beim Haubenglühen höherer Aufwand betrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-05 |url=https://kerschgens.stahl-lexikon.de/index.php/stahllexikon/49-o/2158-Open-Coil-Gl%C3%BChen.html |text= |archivebot=2025-05-20 16:40:03 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilung nach Werkstoffeigenschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Glühen der Frischdampfleitung P91 Biomasseheizkraftwerk Steyr.jpg|mini|Glühen einer Frischdampfleitung (Auslegungsparameter 545&amp;amp;nbsp;°C 101 bar) aus dem Werkstoff P91; 1.4903; X10CrMoVNb9-1]]&lt;br /&gt;
Der gewünschten Werkstoffeigenschaft entsprechend unterscheidet man beim [[Stahl]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Wasserstoffarmglühen]]: Beim Wasserstoffarmglühen werden die Werkstücke über mehrere Stunden auf Temperaturen von 200…300&amp;amp;nbsp;°C gehalten. Dabei entweichen die im Gefüge eingelagerten Wasserstoff-Atome, welche das Material spröde machen, durch [[Effusion (Physik)|Effusion]] aus den Bauteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Spannungsarmglühen]]: Spannungsarmglühen findet bei relativ niedrigen Temperaturen von 480…680&amp;amp;nbsp;°C statt und bewirkt, dass Eigenspannungen des Werkstücks beseitigt werden, die durch mechanische Verformung oder Bearbeitung eingebracht wurden. Ansonsten sollen die Stahleigenschaften möglichst nicht verändert werden. Eine langsame Abkühlung verhindert neue thermische Spannungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;crystec&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Rekristallisationsglühen]]: Unter Rekristallisationsglühen versteht man die Wiederherstellung von Kristallitformen, wie sie vor einer [[Kaltverformung]] vorgelegen haben. Dafür wird das Werkstück auf Temperaturen knapp oberhalb der Rekristallationstemperatur von gewöhnlich 550…700&amp;amp;nbsp;°C aufgeheizt. Die Rekristallationstemperatur hängt vom Werkstoff und Verformungsgrad ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;crystec&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Weichglühen]]: Beim Weichglühen von Stahl werden vorhandene Ausscheidungen von [[Zementit]] oder [[Perlit (Stahl)|Perlit]] reduziert, um die Härte und [[Festigkeit]] des Stahls zu reduzieren und die Verformung zu erleichtern. Typische Temperaturen dafür sind 650…750&amp;amp;nbsp;°C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;crystec&amp;quot;&amp;gt;[http://www.crystec.com/kllthstd.htm Crystec Technology Trading GmbH, Kurzbeschreibung der Glüharten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Grobkornglühen]]: Beim Grobkornglühen soll die Größe der einzelnen Kristallite erhöht werden. Damit erniedrigt sich die Festigkeit und Zähigkeit des Materials, was bei bestimmten spanabhebenden Bearbeitungsmethoden gewünscht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;crystec&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Normalglühen]] (Normalisieren): Das Normalglühen von Stählen ist eines der wichtigsten Wärmebehandlungsverfahren. Es zielt auf die Bildung eines feinkörnigen Gefüges von Kristalliten, die gleichmäßig über das Werkstück verteilt sind, ab. Bei Stählen mit höherem Kohlenstoffgehalt liegt die Glühtemperatur knapp unter 800&amp;amp;nbsp;°C; bei Stählen mit geringem Kohlenstoffgehalt steigt die Temperatur für das Normalglühen bis auf 950&amp;amp;nbsp;°C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;crystec&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;[[Diffusionsglühen]] / [[Lösungsglühen]]: Diffusionsglühen dauert bis zu 2&amp;amp;nbsp;Tage lang, findet bei recht hohen Temperaturen von 1050…1300&amp;amp;nbsp;°C statt und soll für eine gleichmäßige Verteilung von Fremdatomen im Metallgitter sorgen. Die Abkühlgeschwindigkeit bestimmt die Ausbildung der Phasen und somit die Stahleigenschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;crystec&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weichmagnetische NiFe- oder CoFe-Legierungen ===&lt;br /&gt;
Nach dem letzten Bearbeitungsschritt müssen weichmagnetische NiFe- und CoFe-Legierungen (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Mu-Metall]]) zur Einstellung der magnetischen Eigenschaften einer Wärmebehandlung unterzogen werden. Diese erfolgt in einer reinen Wasserstoffatmosphäre, je nach [[Legierung]] bei bis zu 1150&amp;amp;nbsp;°C. Die Permeabilitätszahl steigt dabei von typischen Werten von 50…150 nach mechanischer Bearbeitung auf 150.000…300.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4125136-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Gluhen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wärmebehandelndes Fertigungsverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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