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	<title>Giuseppe Toniolo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner: Abb.</title>
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		<updated>2025-06-17T04:25:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Giuseppe Toniolo.jpg|mini|Porträtfoto Toniolos]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giuseppe Toniolo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. März]] [[1845]] in [[Treviso]]; † [[7. Oktober]] [[1918]] in [[Pisa]]) gilt als einer der bedeutendsten Wirtschaftshistoriker, Ökonomen und Soziologen des [[Katholizismus]]. Als Historiker widmete er sich der Wirtschaftsgeschichte der [[Toskana]] und der Entstehung der [[Soziale Frage|Sozialen Frage]], als Soziologe und Ökonom den Fragen der Arbeit, der Kleinbetriebe und der Sozialreformen. Dabei stellte er sich gegen den [[Materialismus]] und betrachtete [[Ethik]] und [[Glauben]] als treibende Kräfte der menschlichen und historischen Entwicklung. Von 1883 bis zu seinem Tode war er Professor an der [[Universität Pisa]]. Die [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique|Königliche Akademie von Belgien]] nahm ihn im Dezember 1903 als assoziiertes Mitglied auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/giuseppe-toniolo/| titel=Académicien décédé: Giuseppe Toniolo| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2024-03-16| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2012 wurde Giuseppe Toniolo [[Seligsprechung|seliggesprochen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Giuseppe Toniolo wurde in Treviso geboren und in dortigen Kirche Sant’Andrea getauft. Seine Familie gehörte dem Bürgertum des [[Veneto]] an, sein Vater war [[Ingenieur]], dem die Familie an die Orte seiner Beschäftigung folgte und daher mehrfach umzog. Der junge Toniolo besuchte verschiedene Schulen in [[Venedig]], darunter das Collegio di S. Caterina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend studierte er [[Rechtswissenschaften]] an der [[Universität Padua]], u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Fedele Lampertico]] und Angelo Messedaglia. 1867 schloss er sein Jurastudium ab, im Jahr darauf wurde er Assistent der Juristisch-Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Padua. In seiner Assistentenzeit befasste er sich immer weniger mit juristischen Themen, sondern wandte sich mehr und mehr ökonomischen, soziologischen und historischen Fragen zu. 1873 wurde er zum Privatdozenten für [[Politische Ökonomie]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1874 wurde er am &amp;#039;&amp;#039;Istituto tecnico&amp;#039;&amp;#039; in Venedig angestellt, arbeitete danach kurzzeitig in [[Padua]] und wurde 1878 als [[außerordentlicher Professor]] an die [[Universität Modena und Reggio Emilia|Università di Modena e Reggio Emilia]] berufen. 1878 heiratete er Maria Schiratti, die sieben Kinder zur Welt brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wechselte er als [[Ordentlicher Professor]] an die [[Universität Pisa]], wo er von 1883 bis zu seinem Tod im Jahr 1918 politische Ökonomie unterrichtete. Einer seiner Schüler in seinem ersten Jahr in Pisa war [[Werner Sombart]]. 1908 begann er sein Hauptwerk auf dem Gebiet der Soziologie, das &amp;#039;&amp;#039;Trattato di economia sociale&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pieve di Soligo - Chiesa Arcipretale - Foto di Paolo Steffan.jpg|miniatur|Kirche in Pieve di Soligo]]&lt;br /&gt;
Beigesetzt wurde Toniolo in der Kirche Santa Maria Assunta in [[Pieve di Soligo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine prägende Persönlichkeit des italienischen Katholizismus ==&lt;br /&gt;
Giuseppe Toniolos inspirierte zahlreiche Aufbrüche im italienischen Katholizismus am Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts:&lt;br /&gt;
* in der Wissenschaft:&lt;br /&gt;
** 1889 gründete Toniolo in Padua die &amp;#039;&amp;#039;Unione Cattolica di studi sociali&amp;#039;&amp;#039; (Katholischer Verband für Gesellschaftsstudien), deren Präsident er wurde.&lt;br /&gt;
** Auch die &amp;#039;&amp;#039;Società Cattolica italiana per gli studi scientifici&amp;#039;&amp;#039; (Katholische italienische Gesellschaft für wissenschaftliche Studien) entstand im selben Jahr nicht zuletzt dank seiner Initiative.&lt;br /&gt;
** 1893 publizierte Toniolo als Gründungsherausgeber das erste Heft der &amp;#039;&amp;#039;Rivista internazionale di scienze sociali e discipline ausiliarie&amp;#039;&amp;#039; (Internationale Zeitschrift für Sozialwissenschaften und deren Nachbarfächer).&lt;br /&gt;
** 1896 war er einer der Gründerväter der &amp;#039;&amp;#039;[[Federazione Universitaria Cattolica Italiana]]&amp;#039;&amp;#039; (FUCI), des Verbandes katholischer Studenten und Akademiker.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriella Marcucci Fanello: &amp;#039;&amp;#039;Storia della F.U.C.I.&amp;#039;&amp;#039; Edizioni Studium, Rom 1971.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Cristina Giuntella: &amp;#039;&amp;#039;La FUCI tra modernismo, partito popolare e fascismo&amp;#039;&amp;#039;. Edizioni Studium, Rom 2000. ISBN 88-382-3858-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* in der Sozialen Aktion: Seit 1904 beteiligte er sich an der Verbreitung der &amp;#039;&amp;#039;[[Katholische Aktion|Azione Cattolica]]&amp;#039;&amp;#039; in Italien wie im Ausland. 1907 war er Mitgründer der &amp;#039;&amp;#039;Settimana Sociale dei Cattolici Italiani&amp;#039;&amp;#039; (Soziale Woche der italienischen Katholiken).&lt;br /&gt;
* in der katholischen Arbeiterbewegung: Auf Anregung Toniolos entstanden um die Jahrhundert die ersten [[Katholische Arbeitervereine|Gewerkvereine]] in Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Lill]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Italiens vom 16. Jahrhundert bis zu den Anfängen des Faschismus&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1980. ISBN 3-534-06746-0. S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1893 erließ Papst [[Leo XIII.]], mit dem Toniolo persönlichem Kontakt pflegte, seine bahnbrechende Enzyklika &amp;#039;&amp;#039;[[Rerum Novarum]]&amp;#039;&amp;#039;, die viele Anliegen Toniolos aufgriff und ihn in seinem Einsatz für einen gesellschaftlich verantwortungsbewussten Katholizismus bestärkte. Schon Anfang des folgenden Jahres formulierte Toniolo in Anlehnung an &amp;#039;&amp;#039;Rerum Novarum&amp;#039;&amp;#039; in seinem &amp;#039;&amp;#039;Programma dei Cattolici di fronte al socialismo&amp;#039;&amp;#039; (Programm der Katholiken angesichts des Sozialismus) vom 3. Januar 1894 das erste christlich-demokratische Programm, das gesellschaftliche und politische Veränderungen verlangte und sich ausdrücklich gegen den Sozialismus richtete. Noch entschiedener als den Sozialismus lehnte Toniolo den [[Kapitalismus]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Lill: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Italiens vom 16. Jahrhundert bis zu den Anfängen des Faschismus&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1980. S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1900 gehörte Toniolo auf dem Internationalen Kongress für Arbeiterschutz in Paris zu den Gründern der [[Internationale Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz|Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[André Lichtenberger|Lichtenberger, André]], Congrès internationale pour la protection légale des travailleurs. Tenu à Paris au musèe social, Nr. 8, aout, 1900, S. 261–296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von einigen italienischen Bischöfen und vielen katholischen Laien zeitweise gehegte Plan, eine katholische politische Partei zu schaffen, ähnlich der deutschen [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]], wurde schließlich bis auf Weiteres aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Lill: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Italiens vom 16. Jahrhundert bis zu den Anfängen des Faschismus&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1980. S. 247.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen wurde Toniolo nie zum Parteipolitiker. Stattdessen übertrug Papst [[Pius X.]] ihm, zusammen mit [[Medolago Albani]] und [[Paolo Pericoli]], die Neuorganisation des politischen Katholizismus in Italien durch drei nach [[Ständeordnung|Ständen]] gegliederte &amp;#039;&amp;#039;Unioni&amp;#039;&amp;#039;, wie sie die Enzyklika &amp;#039;&amp;#039;[[Il fermo proposito]]&amp;#039;&amp;#039; von 1905 gefordert hatte. Er selbst wurde Präsident der &amp;#039;&amp;#039;Unione Popolare&amp;#039;&amp;#039; (Volksunion), der bedeutendsten unter ihnen. Aufgabe der &amp;#039;&amp;#039;Unioni&amp;#039;&amp;#039; war es, unter formaler Trennung von der kirchlichen Organisation die Rückkehr der Kirche in die Politik zu fördern, z.&amp;amp;nbsp;B. indem die &amp;#039;&amp;#039;Unione Popolare&amp;#039;&amp;#039; auch wie eine Wählervereinigung agierte und im Wahlkampf ihr Gewicht zugunsten eines bestimmten Kandidaten einbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Seton-Watson: &amp;#039;&amp;#039;Italy from Liberalism to Fascism, 1870-1925&amp;#039;&amp;#039;. New York 1967, S. 274f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Wissenschaftliches Werk und Schriften ==&lt;br /&gt;
Als Giuseppe Toniolos wichtigste (die stärkste Wirkung auslösende) Werke gelten:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dei remoti fattori della potenza economica di Firenze nel Medio Evo&amp;#039;&amp;#039; (Über die mittelbaren Faktoren der wirtschaftlichen Macht von Florenz im Mittelalter), 1889&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il programma dei cattolici di fronte al socialismo&amp;#039;&amp;#039; (Das Programm der Katholiken angesichts des Sozialismus), 1894&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il concetto cristiano della democrazia&amp;#039;&amp;#039; (Das christliche Konzept der Demokratie), 1897&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L’Odierno problema sociologico&amp;#039;&amp;#039; (das heutige soziologische Problem), 1905&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trattato di Economia sociale&amp;#039;&amp;#039; (Traktat über die Sozialökonomie), 3 Bände, 1908–1921&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toniolo veröffentlichte zahlreiche weitere Werke mit den Schwerpunkten Arbeit, gerechter Lohn und Verteilung des Reichtums:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Economia delle piccole industrie&amp;#039;&amp;#039; (Ökonomie der kleinen Industrien), 1874&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Varie forme di rimunerazione del lavoro&amp;#039;&amp;#039; (Verschiedene Formen des Entgelts der Arbeit), 1875&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lezioni sulla distribuzione della ricchezza&amp;#039;&amp;#039; (Vorlesungen über die Verteilung des Reichtums), 1878&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Legge normale del salario&amp;#039;&amp;#039; (Grundgesetze des Lohns), zuerst 1878/1879 in zwei Folgen in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Giornale degli Economisti&amp;#039;&amp;#039; erschienen; spätere Ausgaben unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Il Salario&amp;#039;&amp;#039; (Der Lohn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Ruf als Wirtschaftshistoriker begründete Giuseppe Toniolo vor allem durch Arbeiten aus den Jahren 1881 bis 1893. Zu diesen zählen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scolastica ed Umanesimo nelle dottrine economiche al tempo del Rinascimento in Toscana&amp;#039;&amp;#039; (Festvortrag zur Eröffnung des akademischen Jahres 1886/1887 an der Universität Pisa)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Storia dell’economia sociale in Toscana nel medio evo&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;La vita civile-politica&amp;#039;&amp;#039; (1890)&lt;br /&gt;
** Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;La vita economica&amp;#039;&amp;#039; (1891)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La storia come disciplina ausiliaria delle scienze sociali&amp;#039;&amp;#039; (1890)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La genesi storica dell’odierna crisi sociale-economica&amp;#039;&amp;#039; (1893)&lt;br /&gt;
In diesen Büchern plädierte er – als Schlussfolgerung aus seinen historischen Forschungen – zur Lösung der Sozialen Frage in den Klassenverhältnissen für eine Rückbesinnung auf die Werte der Gerechtigkeit und der [[Karitas]], im Gehorsam zum Lehramt der Kirche, die seiner Ansicht nach nicht irren könne. Er entwarf ein [[Korporatismus|korporatives]] Modell von Gesellschaft und Wirtschaft, das sich scharf von den korporativen Elementen der Ideologie des späteren [[Italienischer Faschismus|italienischen Faschismus]] unterschied, insofern Toniolos Korporatismus pluralistisch angelegt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Laura Cerasi: &amp;#039;&amp;#039;Il corporativismo „normale“. Giuseppe Toniolo, tra medievalismo, laburismo cattolico e riforma dello Stato&amp;#039;&amp;#039;. In: Daniele Menozzi (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Giuseppe Toniolo. Società e cultura tra Ottocento e Novecento&amp;#039;&amp;#039;. Morcelliana, Brescia 2014. S. 82–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1893 stand wieder Arbeiten zur Lösung der Sozialen Frage im Mittelpunkt seiner publizistischen Tätigkeit:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Programma sintetico di scienza sociale economica&amp;#039;&amp;#039; (1893)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L’economia capitalistica moderna nella sua funzione e nei suoi effetti&amp;#039;&amp;#039; (1894)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Per la storia del movimento cooperativo&amp;#039;&amp;#039; (1895)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La protezione internazionale dei lavoratori&amp;#039;&amp;#039; (1900)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Provvedimenti sociali popolari&amp;#039;&amp;#039; (1902)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le dottrine socialistiche nell’antichità classica e nel Medioevo&amp;#039;&amp;#039; (1899)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il socialismo nella storia della civiltà&amp;#039;&amp;#039; (1902)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il supremo problema della sociologia&amp;#039;&amp;#039; (1903)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le premesse filosofiche e la sociologia contemporanea&amp;#039;&amp;#039; (1909).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer diesen Monographien verfasste Toniolo mehr als 400 Aufsätze zur Wirtschaftswissenschaft, zur Wirtschaftsgeschichte und zur Staatswissenschaft sowie mehr als 100 Beiträge zu kirchlichen, politischen und sozialen Zeitfragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Übersicht im Bestand der &amp;#039;&amp;#039;Fondazione di Studi Tonioliani&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Eine Gruppe unter Leitung von Pater [[Agostino Gemelli]] plante bereits 1919, eine katholische [[Universität]] zu gründen, um die Kultur und die religiöse Bildung im Sinne der Katholischen Kirche zu fördern. 1920 entstand das &amp;#039;&amp;#039;Istituto Giuseppe Toniolo di Studi Superiori&amp;#039;&amp;#039;, ein erster Schritt hin zu einer katholischen Universität. 1921 wurde das Institut vom Ministerium für Bildung anerkannt und von [[Papst]] [[Benedikt XV.]] erhielt sie den kirchlichen Status einer Universität. Die staatliche Anerkennung als Universität erfolgte am 2. Oktober 1925 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Katholische Universität vom Heiligen Herzen|Università Cattolica del Sacro Cuore]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stiftungen pflegen die Erinnerung an Giuseppe Toniolo und arbeiten im Sinne seines Werkes:&lt;br /&gt;
* In [[Verona]] besteht die &amp;#039;&amp;#039;Fondazione Giuseppe Toniolo&amp;#039;&amp;#039; (Giuseppe-Toniolo-Stiftung). Sie hat ihren Sitz im Kloster San Fermo, das aus dem 13. Jahrhundert stammt. Sie vertritt die [[Christliche Soziallehre#Katholische Soziallehre|Katholische Soziallehre]] und gibt seit 1991 die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;La Società&amp;#039;&amp;#039; (Die Gesellschaft) heraus, die auf Italienisch und Polnisch erscheint. Die Stiftung unterhält das der Katholischen Universität von Mailand angeschlossene &amp;#039;&amp;#039;Centro di Cultura e Sviluppo&amp;#039;&amp;#039; (Zentrum für Kultur und Entwicklung) in Verona.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fondazionetoniolo.it// Fondazione Giuseppe Toniolo], auf fondazionetoniolo.it, abgerufen am 20. Oktober 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vor allem seinem wissenschaftlichen Werk und dessen Anstößen für aktuelle Debatten widmet sich die &amp;#039;&amp;#039;Fondazione di Studi Tonioliani&amp;#039;&amp;#039; (Stiftung für Toniolo-Studien) mit Sitz in Pisa. Sie gibt u.&amp;amp;nbsp;a. seine Gesammelten Werke und drei Zeitschriften zu den Arbeitsfeldern von Toniolo heraus: &amp;#039;&amp;#039;Studi Economici e Sociali&amp;#039;&amp;#039; (Schwerpunkt: Soziale Fragen), &amp;#039;&amp;#039;Il Pensiro Economico Moderno&amp;#039;&amp;#039; (Schwerpunkt: Wirtschaftswissenschaften) und &amp;#039;&amp;#039;Nuova Economia e Storia&amp;#039;&amp;#039; (Schwerpunkt: Wirtschaftsgeschichte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.giuseppetoniolo.com/ Fondazione di Studi Tonioliani], auf giuseppetoniolo.com, abgerufen am 20. Oktober 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seligsprechung ==&lt;br /&gt;
1933 schrieben Vertreter der FUCI an Gabriele Vettori, Erzbischof von [[Erzbistum Pisa|Pisa]], und Eugenio Beccegato, Bischof von [[Bistum Vittorio Veneto]], und baten die Bischöfe, die Heiligmäßigkeit von Toniolos Lebensweg zu prüfen. Seit dem 14. Juni 1971, als Papst Paul VI. seine Verdienste würdigte, galt er als &amp;#039;&amp;#039;Servus Dei&amp;#039;&amp;#039;, als &amp;#039;&amp;#039;Diener Gottes&amp;#039;&amp;#039;. Damit wird der erste Schritt im Kanonisierungsprozess bezeichnet. Die [[Katholische Aktion|&amp;#039;&amp;#039;Azione Cattolica Italiana&amp;#039;&amp;#039;]] betrieb seine [[Seligsprechung]]. 2006 wurde durch die [[Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse|Seligsprechungskongregation]] die unerklärliche Genesung eines jungen Unternehmers in Pieve di Soligo als [[Wunderheilung (Christentum)|Heilungswunder]] bestätigt, so dass am 29. April 2012 in der [[Basilika (Titel)|Basilika]] [[Sankt Paul vor den Mauern]] die Seligsprechung durch [[Kardinal]] [[Salvatore De Giorgi]] erfolgte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.archivioradiovaticana.va/storico/2012/04/24/seligsprechung_eines_wissenschaftlers/ted-582383 &amp;#039;&amp;#039;Seligsprechung eines Wissenschaftlers&amp;#039;&amp;#039;]. Website Radio Vatikan. Abgerufen am 29. April 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Achille Ardigò: &amp;#039;&amp;#039;Toniolo. Il primato della riforma sociale&amp;#039;&amp;#039;. Cappelli, Bologna 1978.&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Aldo Carera|ID=giuseppe-toniolo_(Dizionario-Biografico)|Lemma=Toniolo, Giuseppe|Band=96|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=}}&lt;br /&gt;
* Laura Cerasi: &amp;#039;&amp;#039;Pedagogie e antipedagogie della nazione. Istituzioni e politiche culturali nel Novecento italiano&amp;#039;&amp;#039;. La Scuola, Brescia 2012. ISBN 978-88-350-3058-4.&lt;br /&gt;
* Gianfranco Legitimo: &amp;#039;&amp;#039;Sociologi cattolici italiani: De Maistre, Taparelli, Toniolo&amp;#039;&amp;#039;. Volpe, Rom 1963.&lt;br /&gt;
* Federico Marconcini: &amp;#039;&amp;#039;Profilo di Giuseppe Toniolo economista&amp;#039;&amp;#039;. Vita e pensiero, Mailand 1930.&lt;br /&gt;
* Daniele Menozzi (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Giuseppe Toniolo. Società e cultura tra Ottocento e Novecento&amp;#039;&amp;#039;. Morcelliana, Brescia 2014. ISBN 978-88-372-2804-0 (= Themenheft der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Humanitas. Rivista mensile di cultura&amp;#039;&amp;#039;, {{ISSN|0018-7461}}, Jg. 69 (2014), Heft 1).&lt;br /&gt;
* [[Cinzio Violante]]: &amp;#039;&amp;#039;Il significato dell’opera storiografica di G. Toniolo nell’età di Leone XIII&amp;#039;&amp;#039;. In: Giuseppe Rossini (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Aspetti della cultura cattolica nell’età di Leone XIII&amp;#039;&amp;#039;. Rom 1961, S. 707–769.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.azionecattolica.it/aci/testimoni/Venerabili/G_Toniolo | wayback=20120514012614 | text=Biographie}} – Website der Azione Cattolica, archive.org&lt;br /&gt;
* [http://cronologia.leonardo.it/storia/biografie/toniolo.htm Giuseppe Toniolo] – Biographie &lt;br /&gt;
* [http://www.giuseppetoniolo.com/giuseppe-toniolo/ Giuseppe Toniolo] – Kurzbiographie auf der Webseite der Fondazione di Studi Tonioliani&lt;br /&gt;
* [https://www.fondazionetoniolo.it/ Fondazione „Giuseppe Toniolo“] in Verona&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118802526|LCCN=n78095349|VIAF=10642260}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Toniolo, Giuseppe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger|Giuseppe, Toniolo]] &amp;lt;!-- Hl. u. Sel. nach Vornamen sort. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Pisa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Treviso)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1845]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Toniolo, Giuseppe&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Wirtschaftshistoriker und Soziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. März 1845&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Treviso]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Oktober 1918&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pisa]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner</name></author>
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