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	<title>Giselbert von Lothringen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-10-02T10:30:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giselbert (II.) von Lothringen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[890]]; † [[2. Oktober]] [[939]]) war ab 928 [[Herzog]] von [[Herzogtum Lothringen|Lothringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Giselberts Vater war [[Reginhar (Lothringen)|Reginar I.]], der ein Sohn [[Giselbert von Maasgau|Giselberts I.]], des Grafen im [[Maasgau]], und einer namentlich nicht bekannten Tochter Kaiser [[Lothar I. (Frankenreich)|Lothars I.]] war, vielleicht Ermengarde. Von Giselberts Bruder [[Reginar II.]] stammten die späteren Grafen von [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]], Grafen von [[Grafschaft Flandern|Flandern]], Grafen von [[Löwen]], Herzöge von [[Niederlothringen]] bzw. [[Herzogtum Brabant|Brabant]] und die Landgrafen von [[Landgrafschaft Hessen|Hessen]] ab. Die Familie Giselberts I. wird als [[Reginare|Régniers / Reginare]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater Reginar I. besaß umfangreiche [[Eigengut|Eigengüter]] im [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]], [[Hespengau]] und in den [[Ardennen]]. Seit 894/895 bekämpfte er den König von Lothringen [[Zwentibold]], der ein unehelicher Sohn von [[Arnulf von Kärnten]] war und von diesem als König von [[Lothringen]] eingesetzt und unterstützt wurde. Nach dem Tod Arnulfs von Kärnten erkannte die lothringische Opposition unter Führung Reginars I. den minderjährigen, ostfränkischen König [[Ludwig das Kind]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 911 wurde der in Lothringen unbeliebte [[Konrad I. (Ostfrankenreich)|Konrad I.]] ostfränkischer König. Reginar I. forderte den westfränkischen König [[Karl III. (Frankreich)|Karl III.]] den Einfältigen auf, nach Lothringen zu kommen. Karl wurde bald danach zum König von Lothringen gewählt und Reginar I., der schon 915 verstarb, erhielt den Titel &amp;#039;&amp;#039;marchio&amp;#039;&amp;#039;. Seine Grafentitel und Lehen wurden an seinen Sohn Giselbert vererbt. Karl der Einfältige setzte jedoch in den [[Karolinger|karolingischen]] Stammland Lothringen [[Wigerich]] als [[Pfalzgraf]]en ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giselbert von Lothringen wollte für sich die Machtfülle seines Vaters beibehalten. Wie dieser war er Laienabt der [[Reichsabtei Stablo-Malmedy]]. Es gelang ihm durch großzügige Vergabe von Kirchenbesitz, Gefolgsleute um sich zu sammeln. Seit 920 trug er den Titel &amp;#039;&amp;#039;princeps&amp;#039;&amp;#039; von Lothringen und stand im offenen Machtkampf mit Karl dem Einfältigen. Auslöser dieses Machtkampfes war der Streit bei der Neubesetzung des Bischofsamtes von [[Lüttich]]. 922/923 wurde Karl der Einfältige gestürzt, die karolingischen Anhänger in Lothringen wechselten zum ostfränkischen König [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]] Als Grund gilt das Erhoffen wirksamerer Schutzmaßnahmen gegen die Ungarn- und Wikingerraubzüge. Heinrich I. gelang es, Giselbert von Lothringen für sich zu gewinnen. In den Jahren von 923 bis 925 wurde Lothringen von den Ostfranken erobert und in den Jahren 926 bis 928 war [[Eberhard (Franken)|Eberhard von Franken]] Herzog von Lothringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
928 wurde Giselbert Herzog von Lothringen und heiratete im gleichen Jahr [[Gerberga (Frankreich)|Gerberga]], die älteste Tochter von König [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]] und [[Mathilde die Heilige|Mathilde]]. Aus dieser Ehe entstammten Heinrich und Gerberga. Heinrich war als Minderjähriger von 940 bis zu seinem Tod im Jahr 944 Herzog von Lothringen. Giselberts Tochter Gerberga (* wohl 935; † nach 7. September 978) heiratete 949 Adalbert I. (Albert), den Grafen von [[Vermandois]], einen Sohn [[Heribert II. (Vermandois)|Heriberts II.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Herrschaft Heinrichs I. verhielt sich Giselbert loyal. 939 wollte Giselbert sich jedoch dem neuen westfränkischen König [[Ludwig IV. (Frankreich)|Ludwig IV.]] (Karolinger) anschließen. Er schloss sich der Rebellion von [[Heinrich I. (Bayern)|Heinrich]], dem jüngeren Bruder [[Otto I. (HRR)|Ottos I.]], und Eberhards von Franken an. Im März 939 wurde sein Heer in der [[Schlacht bei Birten]] von Ottos Streitmacht in die Flucht geschlagen. Nach der [[Schlacht bei Andernach (939)|Schlacht bei Andernach]] am 2. Oktober 939 ertrank Giselbert auf der Flucht im Rhein. Ludwig IV. erreichte das Schlachtfeld zu spät und konnte nicht mehr eingreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Rückzug nahm Ludwig IV. Giselberts Witwe Gerberga mit und heiratete sie 940. Aus dieser Ehe entstammten der spätere westfränkische König [[Lothar (Frankreich)|Lothar]] und [[Karl (Niederlothringen)|Karl]], Herzog von Niederlothringen (ein ostfränkisch/deutsches Lehen). Die Reginare (die Nachkommen Reginars II.) verloren ihren Einfluss in Lothringen. Erst nach dem Tod des letzten männlichen [[Karolinger]]s, [[Otto (Niederlothringen)|Otto von Niederlothringen]] (Karls Sohn), im Jahr 1012 erlangten sie ihre Macht in Niederlothringen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richer, ein Mönch von Saint Remy, charakterisiert Giselbert von Lothringen wie folgt: &amp;#039;&amp;#039;Er ist kühn, unbeständig, verschwenderisch, gierig nach fremden Gut und streitsüchtig. Er redet doppelsinnig, er fragt verfänglich, er antwortet zweideutig, er stiftet oft und gern Verwirrung und Missgunst.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerd Althoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat&amp;#039;&amp;#039;. 2., erweiterte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018597-7.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Beumann]]; &amp;#039;&amp;#039;Die Ottonen&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1997, ISBN 3-17-014802-8&lt;br /&gt;
* {{ADB|9|196|198|Giselbert von Lothringen|Ernst Ludwig Dümmler|ADB:Giselbert (Herzog von Lothringen)}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|414|415|Giselbert|Eduard Hlawitschka|138742618}}&lt;br /&gt;
* Carl Knetsch, Das Haus Brabant. Genealogie der Herzoge von Brabant und der Landgrafen von Hessen, Darmstadt, [http://archiv.ub.uni-marburg.de/eb/2015/0060/view.html vol. 1], 1917, S. 12&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schieffer]]; &amp;#039;&amp;#039;Die Karolinger&amp;#039;&amp;#039;. 4. überarbeitete und erweiterte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-019099-7&lt;br /&gt;
* Vita Johannis Gorziensis, MGH Scriptores 4, 368&lt;br /&gt;
* Genealogie des 11. Jh.: vgl. MGH, Scriptores 2, 314&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Reginhar (Lothringen)|Reginar I. Langhals]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=&lt;br /&gt;
|AMT=[[Maasgau#Grafen im Maasgau|Graf im Maasgau]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=915–939&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Eberhard (Franken)|Eberhard von Franken]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=[[Heinrich I. (Bayern)|Heinrich von Bayern]]&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Herzog von Lothringen]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=928–939&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138742618|VIAF=90998444}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Giselbert #Lothringen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Lothringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (Stablo-Malmedy)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied der Reginare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Giselbert von Lothringen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Herzog von Lothringen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Oktober 939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Memnon335bc</name></author>
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