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	<title>Gisela Jacobius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T04:25:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gisela_Jacobius&amp;diff=2178834&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2025-05-16T20:32:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gisela Jacobius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geb. Scheer (* [[2. November]] [[1923]] in [[Berlin]]; † [[18. Dezember]] [[2011]] ebenda&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://trauerportal.morgenpost.de/trauer.php?v=a1&amp;amp;titel=ab&amp;amp;t=1&amp;amp;w=1&amp;amp;d=2237878301.jpg | titel=Traueranzeige | autor= | hrsg=[[Berliner Morgenpost]] | datum=2011-12-24 | zugriff=2012-08-30 | archiv-datum=2016-03-13 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20160313195142/http://trauerportal.morgenpost.de/trauer.php?v=a1&amp;amp;titel=ab&amp;amp;t=1&amp;amp;w=1&amp;amp;d=2237878301.jpg | offline=ja | archiv-bot=2025-05-16 20:32:07 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war eine von 1400 [[Jüdisches Leben in Berlin|Berliner Juden]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;3satonline&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/68223/index.html Lebensretter unterm Hakenkreuz – Wie Deutsche verfolgten Juden halfen.]&amp;#039;&amp;#039; bei &amp;#039;&amp;#039;[[3sat]].de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; die die [[Zeit des Nationalsozialismus]] im Versteck überlebten. Ab 1990 engagierte sie sich als [[Zeitzeuge|Zeitzeugin]], um die Erinnerung wachzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gisela Jacobius wurde als Tochter mittelständischer Ladenbesitzer in [[Berlin-Mitte]] geboren und erlebte bis zur „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] 1933 eine ungestörte, areligiöse und unpolitische Kindheit. Am Besuch des Victoria-Oberlyzeums wurde sie wegen ihrer jüdischen Abstammung gehindert und besuchte die Jüdische Mittelschule in der Großen Hamburger Straße (heute [[Jüdisches Gymnasium Moses Mendelssohn|Jüdische Oberschule Berlin]]). Sie verließ die Schule noch vor der [[Mittlerer Schulabschluss|Mittleren Reife]] und begann eine Ausbildung zur Schneiderin und Modezeichnerin. In der Modeschule der jüdischen Gemeinde zu Berlin, vormals Modeschule Feige-Strassburger, begegnete sie auch [[Stella Goldschlag]]. Um die [[Namensänderungsverordnung|Anordnung der Nationalsozialisten]] zu umgehen, änderte sie ihren Vornamen von Gisela zu Zilla, einen von den Nazis als jüdisch deklarierten Vornamen&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Richtlinien über die Führung von Vornamen|Richtlinien über die Führung von Vornamen]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, statt zusätzlich zu ihrem eigentlichen Vornamen den Namen Sara anzunehmen. In ihrer Freizeit besuchte sie Konzerte und Aufführungen des [[Kulturbund Deutscher Juden|jüdischen Kulturbundes]]. 1941 wurde sie zur [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeit]] in der [[Einlegesohle]]nfabrik Gu-Krau im [[Bezirk Wedding]] herangezogen. Nach mehreren gescheiterten Ausreiseversuchen, 1940 nach Luxemburg, bzw. Gisela Jacobius allein 1941 nach Kuba, ging die Familie am 9. Januar 1943 voneinander getrennt in den Untergrund. Durch die Hilfe von 15 bis 20 [[Judenretter|Helfern]], Freunden, Kollegen oder ehemaligen Kunden der Eltern gelang ihr das Überleben.&lt;br /&gt;
Ganz einprägsam erlebte sie die Zivilcourage einzelner. Für sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|[…] sind das alles Zeichen gewesen, dass das Volk zum Teil nicht damit einverstanden war, was geschehen ist, was von oben befohlen worden ist. Es hat, wie gesagt, etliche Gesten seitens der Bevölkerung gegeben, die einem Mut gemacht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Jacobius - Als Jüdin in Berlin, Margrit Delius, Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2005, S. 29,  ISBN 978-3-933471-88-8 (= &amp;#039;&amp;#039;Jüdischen Memoiren&amp;#039;&amp;#039;. Band 10).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gisela Jacobius erlebte aber auch den fanatischen [[Rassismus|Rassenhass]] der Deutschen. Als Untergetauchte war sie direkt von ihren Helfern abhängig, die das manchmal auch ausnutzen wollten&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Juden in Berlin 1938–1945&amp;#039;&amp;#039;, Beate Meyer, Hermann Simon, Chana C. Schütz, Stiftung Neue Synagoge Berlin [[Centrum Judaicum]], Philio, Berlin 2000, S. 91, ISBN 3-86572-168-0&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zu Kriegsende versteckte sich die Familie zeitgleich mit einem schwedischen [[Schutzstaffel|SS-Mann]] und dessen Frau im Keller der [[Schweden|schwedischen]] Victoriagemeinde in [[Berlin-Wilmersdorf]]. Nach dem Krieg wurde die Familie aufgrund ihrer gefälschten schwedischen Pässe nach [[Moskau]] und dann in mehrere [[Kriegsgefangenenlager]] transportiert: in ein Ausländerlager bei [[Krasnogorsk]], in ein Lager in [[Nowomoskowsk (Russland)|Stalinogorsk]] und nach Feststellung ihrer jüdischen Identität in ein Musterlager bei [[Brest (Belarus)|Brest-Litowsk]]. Die Familie Jakob/Scheer konnte erst 1946 nach Berlin zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 [[Auswanderung|emigrierte]] Jacobius mit ihrem Vater nach [[Israel]], kehrte aber 1953 aufgrund einer falsch behandelten [[Penicilline|Penicillin]]-Allergie nach Berlin zurück. 1954 heiratete sie den Mann, den sie in Israel kennengelernt hatte, und bekam 1958 einen Sohn. Ab 1990 engagierte sie sich bei Veranstaltungen als Zeitzeugin, um die Erinnerung wachzuhalten und junge Leute zum Nachdenken zu bringen. Für sie stellte es kein Problem dar, im „Land der Täter“ zu leben. Berlin sah sie als ihre Heimatstadt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Magrit Delius: &amp;#039;&amp;#039;Gisela Jacobius – als Jüdin in Berlin. &amp;quot;... sind wir am 9. Januar 1943 in den Untergrund gegangen.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2005, ISBN 978-3-933471-88-8 (= &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Memoiren.&amp;#039;&amp;#039; Band 10).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich war ein hübsches, freches Mädchen, das war meine Chance.&amp;#039;&amp;#039; In: Tina Hüttl; Alexander Meschnig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Uns kriegt ihr nicht. Als Kinder versteckt – jüdische Überlebende erzählen.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 2013, ISBN 978-3-492-05521-5, S. 157–174; Kurzbiografie auf Seite 175.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.unter-berlin.de/UEberleben_im_Untergrund.291.0.html Interview mit G. Jacobius von unter-berlin e. V.], Oktober 2006&lt;br /&gt;
* Anne Jelena Schulte: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/leben-als-juedin-waehrend-der-nazi-zeit-zwischen-leben-und-ueberleben/6585510.html Nachrufe: Zwischen Leben und Überleben]&amp;#039;&amp;#039;. [[Der Tagesspiegel]], 9. Mai 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129900362|LCCN=no/2005/72820|VIAF=10937543}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jacobius, Gisela}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2011]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jacobius, Gisela&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Scheer, Gisela (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Holocaust-Überlebende&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. November 1923&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Dezember 2011&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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