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	<title>Gisela Dischner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gisela_Dischner&amp;diff=705776&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-03-19T16:37:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2016-10-27 Festival der Philosophie, Gisela Dischner (sq cropped).jpg|mini|Gisela Dischner beim Festival der Philosophie in Hannover (2016)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gisela Dischner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Gisela Bezzel-Dischner&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. November]] [[1939]] in [[Steinhöring]], [[Bayern]]), ist eine [[Deutschland|deutsche]] [[Literaturwissenschaftler]]in und [[Schriftsteller]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gisela Dischner studierte von 1961 bis 1965 in München und anschließend (bis 1967) in Frankfurt am Main [[Germanistik]], [[Soziologie]] und [[Philosophie]]. Sie wurde dort 1968 zum Dr. phil. promoviert. Nach Stationen als Dozentin an den Universitäten von Birmingham und Gießen sowie als Professorin in Gießen trat sie 1973 die Nachfolge von [[Hans Mayer (Literaturwissenschaftler)|Hans Mayer]] als Professorin für [[Neuere Deutsche Literaturwissenschaft|Neuere und neueste Deutsche Literatur]] an der damaligen Technischen Universität Hannover (heute [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Gottfried Wilhelm Leibniz Universität]]), wo sie bis zu ihrer [[Emeritierung]] im Jahr 2004 lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Moderne Ästhetik, Literatur der Romantik, Autoren und Werke der von ihr so genannten „[[Hölderlin]]-Linie der Moderne“, eine Theorie des [[Müßiggang]]s sowie Literatur von Frauen. Dischners theoretische Position zeigt sich in den frühen Publikationen beeinflusst von der [[Kritische Theorie|Kritischen Theorie]] der [[Frankfurter Schule]], dem jungen [[Karl Marx]], der [[Frühromantik]], der [[Psychoanalyse]], dem [[Existenzialismus]] und dem [[Surrealismus]] und nimmt in den späteren Schriften auch Impulse und Motive [[Nietzsche]]s, [[Heidegger]]s und [[Jean Baudrillard]]s auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studie &amp;#039;&amp;#039;Poetik des modernen Gedichts. Zur [[Lyrik]] von [[Nelly Sachs]]&amp;#039;&amp;#039;, ihre Dissertation, untersucht anhand der Werke von Nelly Sachs und [[Paul Celan]] (mit beiden stand sie im Briefwechsel) Bedingungen und Formen lyrischen Sprechens nach den Erfahrungen des [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
Die breit angelegte Forschungsarbeit &amp;#039;&amp;#039;Ursprünge der Rheinromantik in England – Zur Geschichte der romantischen Ästhetik&amp;#039;&amp;#039; steht am Anfang einer lebenslangen Beschäftigung mit dem Denken und den literarischen Kunstformen der [[Romantik]]. Gedanklich organisiert werden die zahlreichen Veröffentlichungen über [[Bettina von Arnim]], [[Friedrich Schlegel|Friedrich]] und [[Caroline Schlegel]], [[Novalis]] und andere von der Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit einer Verbindung von Kunst und Leben, deren [[Utopie]] die romantische Geselligkeit ist, wie sie historisch in den von Frauen betriebenen Romantischen Salons des 19. Jahrhunderts in Erscheinung getreten ist. In ihren Arbeiten über [[Giordano Bruno]], Hölderlin, [[Heinrich von Kleist|Kleist]], Nietzsche und [[Kierkegaard]] untersucht sie die Konstitutionsbedingungen von Subjektivität und die Autonomiebestrebungen des Einzelnen in einer Gesellschaft, die alle Lebensbereiche unter das Diktat von [[Wirtschaftlichkeit|ökonomischer Effizienz]] und Zweck[[rationalität]] stellt. Das Gegenbild zum [[Ökonomismus]] der [[Kapitalismus|kapitalistischen]] Gesellschaft entwickelt Dischner in ihren Büchern über den Müßiggang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gisela Dischner war mit dem 2015&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.accademia-di-ipazia.de/treffpunkt-%C3%A4sthetik-1/ www.accademia-di-ipazia.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; gestorbenen Schriftsteller und Sprachwissenschaftler [[Chris Bezzel]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Raimund Fellinger]], Katharina Pektor (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Peter Handke. Siegfried Unseld. Der Briefwechsel.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-79800-3 ({{Google Buch |BuchID=kAI8CgAAQBAJ |Seite=49 |Hervorhebung=Dischner Bezzel}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; verheiratet und lebt (Stand: 2020) in [[Hannover]] und auf [[Mallorca]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* Gisela Bezzel-Dischner: &amp;#039;&amp;#039;Poetik des modernen Gedichts. Zur Lyrik von Nelly Sachs&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Beiträge zur Germanistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 10). Gehlen, Bad Homburg v.d.H./Berlin/Zürich 1970, ISBN 3-7997-1110-4, {{DNB|456102434}} (Diss., Frankfurt am Main/M.).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ursprünge der Rheinromantik in England. Zur Geschichte der romantischen Ästhetik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Philosophie und Literatur des neunzehnten Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band 17). Klostermann, Frankfurt am Main 1972, {{DNB|720212650}}.&lt;br /&gt;
* mit Chris Bezzel, Peter Brückner et al.: &amp;#039;&amp;#039;Das Unvermögen der Realität. Beiträge zu einer anderen materialistischen Ästhetik.&amp;#039;&amp;#039; Wagenbach, Berlin 1974, ISBN 3-8031-1055-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bettina von Arnim. Eine weibliche Sozialbiografie des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Wagenbachs Taschenbücherei.&amp;#039;&amp;#039; Band 30). Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1977, ISBN 3-8031-2030-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Caroline und der Jenaer Kreis. Ein Leben zwischen bürgerlicher Vereinzelung und romantischer Geselligkeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Wagenbachs Taschenbücherei.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Wagenbach, Berlin 1979, ISBN 3-8031-2061-6 (Biographie über [[Caroline Schlegel-Schelling]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schlegels Lucinde und Materialien zu einer Theorie des Müßiggangs.&amp;#039;&amp;#039; Gerstenberg, Hildesheim 1980, ISBN 3-8067-0854-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tagebuch.&amp;#039;&amp;#039; Konkursbuch, Tübingen 1981, ISBN 3-88769-000-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Unverständlichkeit. Aufsätze zur neuen Dichtung.&amp;#039;&amp;#039; Gerstenberg, Hildesheim 1982, ISBN 3-8067-0884-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine stumme Generation berichtet. Frauen der dreißiger und vierziger Jahre.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Gisela Dischner. Fischer TB, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1982, ISBN 3-596-23727-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stimme des Fremden&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fallobst.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Wolke Verlag, Hofheim 1992, ISBN 3-923997-48-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„… bald sind wir aber Gesang“. Zur Hölderlin-Linie der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Aisthesis, Bielefeld 1995, ISBN 3-89528-148-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es wagen, ein Einzelner zu sein. Versuch über Kierkegaard.&amp;#039;&amp;#039; Philo, Bodenheim 1997, ISBN 3-8257-0043-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Die Mauern stehen sprachlos und kalt“. Tragische Erkenntnis in der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Aisthesis Verlag, Bielefeld 1999, ISBN 3-89528-228-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auferstehung und Verwandlung. Reflexionen zur Renaissance in Italien.&amp;#039;&amp;#039; Philo Verlagsgesellschaft mbh, Berlin/Wien 2001, ISBN 3-8257-0232-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Giordano Bruno. Denker – Dichter – Magier&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Edition Kairos.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Francke, Tübingen/Basel 2004, ISBN 3-7720-8022-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Das Sichtbare haftet am Unsichtbaren“. Mystische Spuren in Kunst und Dichtung der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Philo, Hamburg/Berlin 2005, ISBN 3-86572-528-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch des Müßiggängers.&amp;#039;&amp;#039; Aisthesis, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89528-727-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Laute der Liebe – Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-509-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Madame Luzifer. Bürgerliche Vereinzelung und romantische Geselligkeit. Caroline Schelling, gesch. Schlegel.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-613-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liebe und Müßiggang.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Sirius, Bielefeld/Basel 2011, ISBN 978-3-89528-838-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„der ganze Schmutz zugleich und Glanz meiner Seele“. Die Briefe Heinrich von Kleists als Teil seines Werks&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Aisthesis-Essay.&amp;#039;&amp;#039; Band 38). Aisthesis, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-89528-918-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bezzel-Dischner, Gisela.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 96.&lt;br /&gt;
* Jens Runkehl, Torsten Siever (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Paul Celan an Gisela Dischner. Briefe aus den Jahren 1965 bis 1970.&amp;#039;&amp;#039; Privatausgabe einer Briefsammlung. Hrsg.: Jens Runkehl, Torsten Siever. Dischner-Vogel, Hannover 1996, {{OCLC|698938664}} (50 S.).&amp;lt;!-- Keine Bibliotheken in [[WorldCat]] besitzen diesen Medium. Laut. KVK nachgewiesen [nur] in: [[Deutsches Literaturarchiv Marbach]] – 2023-05-04 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gert Hofmann]], Esther Kilian (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Alles ist nicht es selbst“. Das kairotische Gedächtnis der Dichtung.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für Gisela Dischner. Shaker, Aachen 2001, ISBN 3-8265-9097-X&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Wie aus weiter Ferne zu Dir“. Paul Celan, Gisela Dischner, Briefwechsel.&amp;#039;&amp;#039; In Verbindung mit Gisela Dischner hrsg. und kommentiert von [[Barbara Wiedemann]]. Suhrkamp, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-42338-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118525980}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118525980|LCCN=n82018206|VIAF=15560734}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dischner, Gisela}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (TH Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dischner, Gisela&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bezzel-Dischner, Gisela&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. November 1939&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Steinhöring]], Bayern&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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