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	<title>Gisela Bonn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T05:01:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gisela_Bonn&amp;diff=2438691&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kaubuk: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-08-02T17:00:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gisela Bonn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gisela Döhrn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren  [[22. September]] [[1909]] in [[Elberfeld]]; gestorben [[11. Oktober]] [[1996]] in [[Stuttgart]]), war eine deutsche [[Journalist]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gisela Margarete Ellen Döhrn war die Tochter des Lehrers Heinz Döhrn. Nach dem Abitur studierte sie ab 1929 Musik- und Theaterwissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte und französische Philologie in Köln, Rostock und Wien, wo sie 1936 über &amp;#039;&amp;#039;Die Volksliedbearbeitungen bei Johannes Brahms&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. Schon als Studentin schrieb sie Zeitungsbeiträge für den Elberfelder Anzeiger. 1934 versuchte sie sich bei [[Franz Osten]] als Drehbuchautorin in Lustspielkurzfilmen. Döhrn wurde 1934 [[Schriftleitergesetz|Schriftleiterin]] und Mitglied im [[Gleichschaltung|gleichgeschalteten]] [[Reichsverband der Deutschen Presse]], was eine Doppelmitgliedschaft in der [[Reichskulturkammer]] ausschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Dezember 1936 heiratete sie [[Hermann Pörzgen]], Journalist und Auslandskorrespondent der [[Frankfurter Zeitung]], und ging mit ihm im Juli 1937, ebenfalls als Auslandskorrespondentin, mit Genehmigung des [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda]] und des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amts]] nach [[Moskau]]. Döhrn schrieb für die [[Münchner Neueste Nachrichten]], die [[Leipziger Neueste Nachrichten]], das [[Hamburger Fremdenblatt]] und die Essener [[Nationalzeitung (Essen)|Nationalzeitung]]. Nach [[Unternehmen Barbarossa|Kriegsausbruch 1941]] wurden beide, zusammen mit dem deutschen Botschaftspersonal, zunächst interniert und dann an der Sowjetisch-türkischen Grenze ausgetauscht. Weiterhin unter dem Namen Gisela Döhrn schrieb sie 1941/42 zwei Berichte über ihren Aufenthalt in Moskau – Pörzgen hatte bereits 1936 einen Reisebericht über Russland veröffentlichen können. Ihre Rußlandreportage &amp;#039;&amp;#039;Das war Moskau&amp;#039;&amp;#039; wurde 1946 in der [[SBZ]] in die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-d.html Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone, Liste der auszusondernden Literatur Berlin: Zentralverlag, 1946] # 2309&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Pörzgen Anfang 1942 vom Auswärtigen Amt an das Generalkonsulat in das [[Spanisch-Marokko|spanisch besetzte]] [[Tanger]] entsandt wurde, berichtete Döhrn wieder für dieselben Zeitungen und auch für die [[Franz-Eher-Verlag|NSDAP-Parteipresse]]. In [[Giselher Wirsing]]s nationalsozialistischer Monatszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tat (Monatszeitschrift)|Das XX. Jahrhundert]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte sie 1942 einen Bericht über &amp;#039;&amp;#039;Die Zersetzung des französischen Kolonialreichs&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde sie von Pörzgen, der bis 1955 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft blieb, geschieden, heiratete [[Giselher Wirsing]] und veröffentlichte, ab nun unter dem [[Pseudonym]] Gisela Bonn, 1947 zunächst zwei Lyrikbände &amp;#039;&amp;#039;Sommer einer jungen Frau&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Geliebte kleine Welt&amp;#039;&amp;#039; sowie die Novelle &amp;#039;&amp;#039;Benita Benarte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde nun eine produktive Länderbuchautorin über Regionen in der Dritten Welt, die sie auch bereiste: Ägypten und Sudan, eine Biografie über [[Léopold Sédar Senghor]], ein Afrika-Buch. Dann verlegte sie ihr Interesse ganz auf Asien, wurde Chef-Redakteurin der Vierteljahreszeitschrift &amp;quot;IndoAsia&amp;quot; und schrieb einen Indien-Reiseführer sowie mehrere Länderbücher mit Wirsing, der inzwischen Chefredakteur der Zeitschrift [[Christ und Welt]] geworden war, und schließlich auch eine Biografie [[Jawaharlal Nehru]]s. Zwischendurch hatte sie 1968 dem Zeitgeist entsprochen und ein Buch über die kalifornischen [[Hippie|Hippies und Blumenkinder]] veröffentlicht. Neben der Herausgabe von Büchern war Bonn in dieser Phase auch Autorin und Regisseurin von über 20 Fernseh-Dokumentarfilmen, in denselben Themenkreisen wie ihre Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Bonn wurde vielfach ausgezeichnet: sie erhielt 1969 den Senegalesischen Nationalorden, 1972 das [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse und 1989 das Große Bundesverdienstkreuz, den ägyptischen &amp;#039;&amp;#039;[[Nishan al-Kamal|Ordre al-Kamal]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1975, 1978 die [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Goldene Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]] und 1986 dort auch den Professorentitel, 1990 den [[Padma Shri|Padma-Shri-Award]] aus Indien und 1994 den [[Margret Boveri|Margret-Boveri]]-Preis für wissenschaftliche Journalistik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Indian Council for Cultural Relations]] hat 1996 den [[Gisela-Bonn-Preis]] für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Deutsch-Indischen Beziehungen gestiftet, der jährlich verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
als Gisela Bonn&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Angkor: Toleranz in Stein&amp;#039;&amp;#039;, 1996&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nehru: Annäherungen an einen Staatsmann und Philosophen&amp;#039;&amp;#039;, 1992&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bhutan: Kunst und Kultur im Reich der Drachen&amp;#039;&amp;#039;, 1988&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die indische Herausforderung: eine Begegnung mit Indien&amp;#039;&amp;#039;, 1985&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nepal&amp;#039;&amp;#039;, 1983&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Khajuraho-Tempel der Liebe, Tempel der Götter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Indo-Asia, 18. Jh.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Indien und der Subkontinent&amp;#039;&amp;#039;, 1974&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Afrika – dunkle Trommel&amp;#039;&amp;#039;, 1970&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Léopold Sédar Senghor. Wegbereiter der culture universelle&amp;#039;&amp;#039; 1968&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter Hippies&amp;#039;&amp;#039;, 1968&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Afrika verlässt den Busch. Kontinent der Kontraste&amp;#039;&amp;#039; 1965&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das doppelte Gesicht des Sudan&amp;#039;&amp;#039;, 1961&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neues Licht aus Indien&amp;#039;&amp;#039;, 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Welt am Atlas; was geht vor in Marokko, Algerien, Tunesien&amp;#039;&amp;#039;, 1955&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Welt am Nil; Tagebuchblätter einer Reise nach Ägypten und dem Sudan&amp;#039;&amp;#039;, 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marokko: Blick hinter den Schleier&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Benita Benarte. Erzählung&amp;#039;&amp;#039;, C. Weller, Konstanz 1947&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geliebte kleine Welt. Verse und Reime&amp;#039;&amp;#039;, C. Weller, Konstanz 1947&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sommer einer jungen Frau&amp;#039;&amp;#039;, C. Weller, Konstanz 1947&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Gisela Döhrn&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Vichy und Casablanca. Die Zersetzung des französischen Kolonialreichs&amp;#039;&amp;#039;, in: Das XX. Jahrhundert, 4 (1942)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der entzauberte Kreml. Ein politisches Tagebuch aus der Sowjet-Union&amp;#039;&amp;#039;, Willmy, Nürnberg 1942&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fairness : Zážitky německého diplomata&amp;#039;&amp;#039;, Praha: Orbis, 1942 (cz)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das war Moskau: vier Jahre als Berichterstatterin in der Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Limbach 1941 (Mit 130 Amateurfotos der Autorin)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;An einen geliebten Soldaten. Neue Verse&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: V. Hugo, 1941&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein kleiner blauer Himmel. Reime und Gedichte&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Hugo, 1939&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 3: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;L–R.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2008, ISBN 978-3-506-71842-6. Lemma:  &amp;#039;&amp;#039;Pörzgen, Hermann&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Matthias Heeke, &amp;#039;&amp;#039;Reisen zu den Sowjets : der ausländische Tourismus in Rußland 1921–1941&amp;#039;&amp;#039;, mit einem bio-bibliographischen Anhang zu 96 deutschen Reiseautoren, Münster 2003, ISBN 3-8258-5692-5 (Diss. Münster 1999)&lt;br /&gt;
* Heiner Stahl: &amp;#039;&amp;#039;Werbung für (West-) Deutschland im postkolonialen Asien und Afrika: Die Auslandsberichterstatterin und Öffentlichkeitsarbeiterin Gisela Döhrn (1909–1996)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte]], 22 (2020), S. 111–141&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123494893|NAME=Gisela Döhrn}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119431432}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0246853|Gisela Döhrn}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000006210|Gisela Bonn||Internationales Biographisches Archiv 03/1997 vom 6. Januar 1997}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dig-ev.de/gisela-bonn-preis/ Gisela Bonn-Preis] bei Deutsch-Indische Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V. (DIG), mit Porträtfoto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119431432|LCCN=n50042102|VIAF=29530558}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bonn, Gisela}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auslandskorrespondent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trägerin des Nishan al-Kamal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Padma Shri]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenprofessor des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bonn, Gisela&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Döhrn, Gisela (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Journalistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. September 1909 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elberfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kaubuk</name></author>
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