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	<title>Giovanni Baptista Ferrari - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T05:15:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Giovanni_Baptista_Ferrari&amp;diff=747765&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Beegies: doppelte Namensauszeichnungen vereinfacht</title>
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		<updated>2023-11-03T13:47:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelte Namensauszeichnungen vereinfacht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aurantium corniculatum.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Aurantium corniculatum&amp;#039;&amp;#039; Handkolorierter Kupferstich aus &amp;#039;&amp;#039;Hesperides&amp;#039;&amp;#039;, 1646]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giovanni Baptista Ferrari&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Giovanni Battista Ferrari&amp;#039;&amp;#039; (* zwischen [[1582]] und 1585 in [[Siena]], [[Großherzogtum Toskana]]; † [[1. Februar]] [[1655]] ebenda) war ein italienischer [[Jesuit]] und Professor in [[Rom]], [[Botanik]]er sowie u.&amp;amp;nbsp;a. Herausgeber illustrierter Pflanzenbücher und eines lateinisch-syrischen Wörterbuches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Giovanni Baptista Ferrari war sprachlich und wissenschaftlich hochbegabt, unterrichtete 21 Jahre lang [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] und sprach und schrieb hervorragend [[Altgriechisch]] und [[Latein]]. Er war Herausgeber eines lateinisch-[[Syrien|syrischen]] Wörterbuches (&amp;#039;&amp;#039;Nomenclator syriacus&amp;#039;&amp;#039;, 1622).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pflanzenliebhaber Ferrari gehörte zum Umkreis des Kardinals [[Barberini]], der einen eigenen Garten mit exotischen Pflanzen besaß (&amp;#039;&amp;#039;Horti Barberini&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferrari selbst gab unter anderem 1632 ein vierbändiges Werk über die Kultivierung von Zierpflanzen (&amp;#039;&amp;#039;De Florum Cultura&amp;#039;&amp;#039;) heraus, illustriert mit [[Kupferstich]]en (unter anderem von [[Anna Maria Variana]], möglicherweise der ersten berufsmäßigen Kupferstecherin überhaupt). Das erste Buch behandelt die Gestaltung und Pflege des Gartens sowie Gartengeräte. Das zweite Buch gibt Beschreibungen der verschiedenen Blumen, während das dritte Buch die Kultur dieser Blumen behandelt. Das vierte Buch setzt dies fort mit einer Abhandlung über die Verwendung und die Schönheit der Blumenarten, einschließlich ihrer verschiedenen Sorten und Mutationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Werk im Schaffen von Giovanni Baptista Ferrari sind die &amp;#039;&amp;#039;Hesperides, sive, De Malorum aureorum cultura et usu&amp;#039;&amp;#039; (Hesperides, oder, die Kultivierung und Nutzung der goldenen Äpfel), 1646 erstmals erschienen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee35&amp;quot;&amp;gt;Helena Attlee: &amp;#039;&amp;#039;The Land Where Lemons Grow.&amp;#039;&amp;#039; S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Tafelwerk widmet sich den [[Zitrusfrüchte]]n und ihren vielen Sorten und Variationen. Er beschrieb darin außerdem medizinische Zubereitungen, die auf Zitrusfruchtblüten oder -früchten basierten und bezeichnete Limonen, Zitronen und Granatäpfel als Heilpflanzen gegen [[Skorbut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gartenhistorikerin Helena Attlee nennt es ein typisches Produkt der wissenschaftlichen Revolution, die sich in diesem Zeitraum ereignete und die sich von der bis dahin akzeptierte Weltsicht der Antike trennte und die Basis für die moderne Naturwissenschaft legte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee35&amp;quot; /&amp;gt; Statt auf antiken Texten aufzubauen, nutzte Ferrari die [[Empirie]]: Soweit es ihm möglich war, untersuchte er jede Frucht genau, zählte ihre Segmente und Samen, probierte den Saft und hielt Farbe, Textur und Dicke der Haut fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee36&amp;quot;&amp;gt;Helena Attlee: &amp;#039;&amp;#039;The Land Where Lemons Grow.&amp;#039;&amp;#039; S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterstützt von seinem Freund [[Cassiano dal Pozzo]], einem der bedeutenden Gelehrten, der mit Wissenschaftlern in ganz Europa korrespondierte, sandte er Fragebogen an Anbauer von Zitrusfrüchten in ganz Italien. Unter den Empfängern waren Fürsten, Kardinäle, Bauern und Gärtner. Es ist vermutlich dal Passaus Verbindungen zu verdanken, dass Ferrari auf seine Fragen auch so zahlreiche Antworten erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee36&amp;quot; /&amp;gt; Sein Fragebogen verlangte nach Auskunft über den Namen der Pflanze, der Herkunft des Namens, das Aussehen des Baums, der Blätter, der Blüte und der Frucht sowie deren Verwendung. Die Aufgabe stellte sich als gewaltig heraus: Jede Region Italiens, die Zitruspflanzen anbaute, kultivierte häufig ihre eigenen, speziellen Sorten und wo diese Sorten verwendet wurden, unterschied sich ihre Benennung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee37&amp;quot;&amp;gt;Helena Attlee: &amp;#039;&amp;#039;The Land Where Lemons Grow.&amp;#039;&amp;#039; S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferrari selbst verglich scherzhaft die Schwierigkeiten seiner Aufgabe, ein logisches Taxon der Zitrusfrüchte zu schaffen, mit den Herausforderungen, der sich der antike Sagenheld [[Herakles]] bei dem Raub der goldenen Äpfel aus dem Garten der [[Hesperiden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Auswertung teilte Ferrari Zitruspflanzen in strenge Kategorien ein: Zitronatzitronen, Zitronen und Orangen. Die zahlreichen Hybridformen wies er entschieden einer dieser Kategorien zu und er schuf eine weitere Kategorie für besonders auffällig geformte Früchte, der er den Namen &amp;#039;&amp;#039;frutte che scherzano&amp;#039;&amp;#039; (Scherzfrüchte) nannte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee37&amp;quot; /&amp;gt; Die Nomenklatur, die er entwickelte, ist ausgesprochen beschreibend. Eine Sorte nannte er &amp;#039;&amp;#039;Limon Pomum Adami distortum et digitatum&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt in etwa „Fingrig verformte Adamsapfel-Limone“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee37&amp;quot; /&amp;gt; Die Bezeichnung wurde tatsächlich zum offiziellen Namen dieser Sorte und war noch lange nach der Entwicklung der heute gebräuchlichen Taxonomie durch den Naturwissenschaftler [[Carl von Linné]] im Jahre 1749 gebräuchlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee37&amp;quot; /&amp;gt; Trotz seines neuzeitlichen Denkansatzes griff Ferrari jedoch auch auf mittelalterliche Erklärungsansätze zurück, wenn ihm die empirie-basierende Wissenschaft nicht weiterhalf. Die bizarre handförmige Form der &amp;#039;&amp;#039;Citrus medica&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;sarcodactylis&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Buddhas Hand&amp;#039;&amp;#039; genannten Zitronatzitrone erklärte er mit Mythen, die an Ovids Metamorphosen erinnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Attlee37&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in &amp;#039;&amp;#039;Hesperides&amp;#039;&amp;#039; enthaltenen Stiche stammen von [[Cornelis Bloemaert II]], [[Claude Goyrand]], [[Johann Friedrich Greuter]] und [[Camillo Cungi]] nach Vorlagen renommierter römischer Maler und Zeichner des Barock (zum Beispiel [[Pietro da Cortona]], [[Andrea Sacchi]], [[Nicolas Poussin]], [[Pietro Paolo Ubaldini]], F. Perier, [[Francesco Albani]], [[Philippe Gagliard]], F. Ramanelli, [[Guido Reni]], [[Domenico Zampieri]] und H. Rinaldi). Die Früchte sind in ihrer natürlicher Größe, einmal als ganze Frucht inklusive Blätter und zum anderen aufgeschnitten dargestellt. Die weiteren Tafeln zeigen [[Herakles|Herkules]], mythologische Szenen, Gartengebäude, Orangerien, Gartenwerkzeuge usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gärtnermesser.jpg|mini|Gärtnermesser, handkoloriert nach einer Illustration in &amp;#039;&amp;#039;Hesperides&amp;#039;&amp;#039;, 1646]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hesperides Sive De Malorvm Avreorvm Cvltvra Et Vsv Libri Quatuor&amp;#039;&amp;#039;. Rom: Scheus; Mascardi, 1646 (mehrere Neuauflagen bzw. Sekundärausgaben)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Florum Cultura. Flora Sive Florum Cultura&amp;#039;&amp;#039;. Rom: Paulinus, 1633 (mehrere Neuauflagen bzw. Sekundärausgaben)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Orationes&amp;#039;&amp;#039;. Rom, 1627 (mehrere Neuauflagen bzw. Sekundärausgaben)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nomenclator syriacus&amp;#039;&amp;#039;. Rom: Paulinus, 1622&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helena Attlee: &amp;#039;&amp;#039;The Land Where Lemons Grow: The Story of Italy and its Citrus Fruit.&amp;#039;&amp;#039; Penguin Books, London 2015, ISBN 978-0-14-196786-8.&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Massimo Ceresa|ID=giovanni-battista-ferrari_(Dizionario-Biografico)/|Lemma=Ferrari, Giovanni Battista|Band=46|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flora, overo Cultura di fiori&amp;#039;&amp;#039;. [Faksimile-Nachdruck der Ausgabe: Rom, Facciotti, 1638] (Giardini e paesaggio; 2), Firenze: Olschki, 2001, ISBN 88-222-5048-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124330037}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke|VD=17|PPN=004736532}}&lt;br /&gt;
* [http://digi.azz.cz/bookinfo.php?BookID=20&amp;amp;lng=2 &amp;#039;&amp;#039;Hesperides sive de malorum aureorum&amp;#039;&amp;#039; (digitalisiert)]&lt;br /&gt;
* [http://www.georgeglazer.com/prints/nathist/botanical/ferrarinv/ferrarinv.html Abbildungen aus den &amp;#039;&amp;#039;Hesperides&amp;#039;&amp;#039;, 1646]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://members.aol.com/stanley177/ferrari.htm |text=The Two 1638 Editions of Giovanni Baptista Ferrari&amp;#039;s Flora overo Cultura di Fiori |wayback=20041230163651}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * [http://panteek.com/Ferrari/pages/fe7-231.htm Sieben Tage im Leben der Flora, sowie allegorische Drucke aus &amp;#039;&amp;#039;Flora overo Cultura di Fiori&amp;#039;&amp;#039;, 1638] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.inomidellepiante.org/giovanni-battista-ferrari.html Giovanni Battista Ferrari] bei I nomi delle piante (italienisch).&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.mc.vanderbilt.edu/biolib/hc/journeys/book7.html |text=Artikel über Giovanni Battista Ferrari bei Vanderbilt University |wayback=20051119234928}} (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124330037|LCCN=nr90011867|VIAF=5039977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ferrari, Giovanni Baptista}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Gartenbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Neulatein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1582]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1655]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ferrari, Giovanni Baptista&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ferrari, Giovanni Battista&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Jesuit und Professor in Rom, Botaniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1582&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Siena]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Februar 1655&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Siena]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Beegies</name></author>
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