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	<title>Giorgio Strehler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T16:23:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Commons hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-08-21T20:25:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Giorgio Strehler 68 (cropped).jpg|mini|hochkant|Strehler, 1968]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giorgio Strehler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. August]] [[1921]] in [[Triest]]; † [[25. Dezember]] [[1997]] in [[Lugano]]) war ein [[italien]]ischer [[Regisseur]] und Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strehler gehörte zu den berühmtesten [[Theater]]regisseuren [[Europa]]s. In seinem [[Piccolo Teatro di Milano|Piccolo Teatro]] in [[Mailand]] schuf er vielbeachtete [[Bertolt Brecht|Bertolt-Brecht]]- und [[William Shakespeare|William-Shakespeare]]-Interpretationen, die ihn in der europäischen Theatergeschichte auf eine Stufe mit [[Peter Brook]] und [[Peter Stein]] stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Giorgio Strehler war der Sohn von Bruno Strehler, einem [[Triest]]iner mit [[Wien]]er Wurzeln, und Alberta Lovrič, einer aus [[Zadar]] gebürtigen [[Kroatien|Kroatin]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://tspace.library.utoronto.ca/bitstream/1807/70086/3/Houle_Gabrielle_201311_PhD_thesis.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] [[Emigration|emigrierte]] er in die [[Schweiz]]. Dort begann er seine Theaterlaufbahn und gründete mit weiteren Exilanten in [[Genf]] die Theatertruppe &amp;#039;&amp;#039;Compagnie des Masques&amp;#039;&amp;#039;. Seine ersten Regiearbeiten waren &amp;#039;&amp;#039;Mord im Dom&amp;#039;&amp;#039; von [[T. S. Eliot]] und &amp;#039;&amp;#039;Caligula&amp;#039;&amp;#039; von [[Albert Camus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italien ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg setzte Strehler seine Theaterarbeit in Italien fort. Seine erste Inszenierung war dort &amp;#039;&amp;#039;[[Trauer muss Elektra tragen]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Eugene O’Neill]]. Seine ersten Arbeiten waren vom Neorealismus des italienischen Films geprägt, vor allem von [[Roberto Rossellini]] und [[Vittorio De Sica]]. Zum zehnten Todestag von [[Maxim Gorki]] inszenierte Strehler &amp;#039;&amp;#039;[[Kleinbürger (Gorki)|Die Kleinbürger]]&amp;#039;&amp;#039; mit einer von [[Paolo Grassi]] organisierten Schauspieltruppe, die wenig später den Kern des Piccolo Teatro&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lanostrastoria.ch/entries/Ra67jKe4XJx La scuola del Piccolo Teatro di Milano] auf lanostrastoria.ch/entries/&amp;lt;/ref&amp;gt; in Mailand bildete, das Strehler leitete. Es war das erste ständige Sprechtheater in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits Mitte der [[1950er]] Jahre bereiste das Ensemble zahlreiche Länder Europas. Vor allem Strehlers Beschäftigung mit der [[Commedia dell’arte]] wurde als beispielhaft angesehen. Seine Inszenierung von [[Carlo Goldoni]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der Diener zweier Herren]]&amp;#039;&amp;#039; gilt als eines der theatralischen Meisterwerke des [[20. Jahrhundert]]s und wird bis heute regelmäßig am Piccolo Teatro wiederaufgenommen. Diesen Erfolg ermöglichte die Zusammenarbeit mit Amleto Sartori, einem Bildhauer, der sich von da an ganz der Fertigung der Theatermaske widmete, und durch Strehlers Forschen nach besonderen für die Commedia dell’arte charakteristischen Bewegungsformen. Seit den späten 1950er Jahren arbeitete Strehler vorwiegend mit dem Bühnen- und Kostümbildner [[Luciano Damiani]] zusammen. Diesem Team gelangen international gefeierte Inszenierungen, etwa 1963 [[Bertolt Brecht]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Leben des Galilei]]&amp;#039;&amp;#039; und 1964 Carlo Goldonis &amp;#039;&amp;#039;[[Viel Lärm in Chiozza]]&amp;#039;&amp;#039;. Ende der 1960er Jahre kam es zu künstlerischen Differenzen, weswegen Strehler nun verstärkt auf Damianis Schüler [[Ezio Frigerio]] zurückgriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrzehnten inszenierte Strehler an vielen Bühnen Europas. Für die [[Salzburger Festspiele]] erarbeitete er 1973 eine mit &amp;#039;&amp;#039;Das Spiel der Mächtigen&amp;#039;&amp;#039; betitelte Fassung von [[William Shakespeare]]s Königsdrama [[Heinrich VI. (Drama)|&amp;#039;&amp;#039;Heinrich VI.&amp;#039;&amp;#039;]] (musikalische Leitung [[Peter Ewaldt]]) mit [[Andrea Jonasson]], [[Michael Heltau]] und [[Will Quadflieg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.salzburgerfestspiele.at/archive_detail/programid/720/id/0/j/1974 |titel=Programme detail: Giorgio Strehler – Das Spiel der Mächtigen I |werk=Salzburg Festival Archive |zugriff=2019-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Wiener [[Burgtheater]] erarbeitete er 1974 [[Carlo Goldoni]]s &amp;#039;&amp;#039;Trilogie der Sommerfrische&amp;#039;&amp;#039; (Bühnen- und Kostümbild Frigerio; mit Heltau, Jonasson, [[Susi Nicoletti]] u. a.) sowie 1975 erneut &amp;#039;&amp;#039;Das Spiel der Mächtigen&amp;#039;&amp;#039;. Seine &amp;#039;&amp;#039;[[Dreigroschenoper]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Paris]] (Bühnenbild Frigerio) hatte Mitte der [[1980er]] Jahre großen Erfolg. Mit einem internationalen Ensemble, darunter Michael Heltau als Mackie Messer, [[Milva]] als Seeräuber-Jenny, [[Barbara Sukowa]] als Polly und [[Yves Robert]] als Mr. Peachum, schuf er eine überaus positiv aufgenommene Inszenierung. 1994 kehrt er noch einmal an das Burgtheater – als dessen Direktor er wiederholt im Gespräch gewesen war – zurück, um [[Luigi Pirandello]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Riesen vom Berge]]&amp;#039;&amp;#039; (Bühnenbild Frigerio, Kostüme [[Franca Squarciapino]]) aufzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opernregie ===&lt;br /&gt;
Auch als [[Oper]]nregisseur war Strehler an wichtigen Opernhäusern der Welt tätig, vor allem an der [[Mailänder Scala]], wo er bereits in den späten 1940er Jahren erstmals inszenierte und wohin er immer wieder zurückkehrte. Dort gestaltete er 1971 [[Giuseppe Verdi]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Simon Boccanegra]]&amp;#039;&amp;#039; in einer von Kritik und Publikum akklamierten Inszenierung (Bühnen- und Kostümbild Frigerio; Dirigent [[Claudio Abbado]]), 1975 Verdis &amp;#039;&amp;#039;[[Macbeth (Verdi)|Macbeth]]&amp;#039;&amp;#039; (Bühnen- und Kostümbild Damiani; Dirigent Abbado) und 1980 [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Le nozze di Figaro]]&amp;#039;&amp;#039; (Bühnenbild Frigerio, Kostüme Squarciapino; Dirigent [[Riccardo Muti]]). Der große internationale Durchbruch als Operninszenator gelang ihm 1965 bei den Salzburger Festspielen mit einer als maßstabsetzend eingeschätzten Interpretation von Mozarts &amp;#039;&amp;#039;[[Die Entführung aus dem Serail]]&amp;#039;&amp;#039; (Bühnen- und Kostümbild Damiani; Dirigent [[Zubin Mehta]]; mit [[Fritz Wunderlich]], [[Anneliese Rothenberger]], [[Fernando Corena]] und [[Michael Heltau]] als Bassa Selim). 1974 führte er in Salzburg bei Mozarts &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zauberflöte]]&amp;#039;&amp;#039; Regie (Bühnen- und Kostümbild Damiani; Dirigent [[Herbert von Karajan]]), die jedoch weniger glücklich ausfiel, nicht zuletzt aus musikalischen Gründen und wegen der Akustik des Großen Festspielhauses. Im Streit vor allem mit Karajan beendete Strehler seine Zusammenarbeit mit den Festspielen, mit denen er eine intensive Kooperation geplant hatte (u. a. eine Inszenierung von Mozarts &amp;#039;&amp;#039;[[Don Giovanni]]&amp;#039;&amp;#039;). Spätere Versuche, Strehler wieder nach Salzburg zu holen, scheiterten. Seinen damals bereits legendären &amp;#039;&amp;#039;Simon Boccanegra&amp;#039;&amp;#039; inszenierte Strehler 1978 in Paris, und an der [[Wiener Staatsoper]] widmete er sich 1984 dieser Verdi-Oper ein letztes Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strehler unterrichtete auch am [[Max-Reinhardt-Seminar]] in [[Wien]] als Gastdozent. Seine letzte geplante Inszenierung, Mozarts &amp;#039;&amp;#039;[[Così fan tutte]]&amp;#039;&amp;#039;, konnte er 1997 nach elf Probentagen nicht vollenden. Die Aufführung wurde von Strehlers Mitarbeitern (u. a. Bühnenbildner Frigerio) fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
In den Jahren 1983 und 1984 war Strehler, nachdem er für [[Bettino Craxi]] nachgerückt war, Mitglied des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]]. 1987 wurde er in den [[Senato della Repubblica]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privates ===&lt;br /&gt;
Strehler lernte 1973 in Salzburg die Schauspielerin [[Andrea Jonasson]] kennen, die oft unter seiner Regie arbeitete und die er 1981 heiratete. In den letzten Lebensjahren Strehlers lebte das Paar getrennt. Als Strehler zu Weihnachten 1997 in Lugano starb, kam es zu einem komplizierten Erbschaftsstreit zwischen Mara Bugni, mit der er seit acht Jahren zusammenlebte, und Jonasson, seiner rechtmäßigen Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Polaczek: &amp;#039;&amp;#039;Witwenstreit um Strehlers Nachlaß&amp;#039;&amp;#039;, [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]], Feuilleton, 9. Januar 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;dp (Dietmar Polaczek): &amp;#039;&amp;#039;Opus postumum – Strehlers Nachlaß, ein Zankapfel&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton, 12. Januar 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Wolfgang David|url=https://www.zeit.de/1998/05/Das_Duell_der_Witwen|titel=Das Duell der Witwen|werk=[[Die Zeit]], Kultur|hrsg=Die Zeit Verlagsgruppe|datum=1998-01-23|abruf=2020-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1956: Wahl zum Mitglied der [[Akademie der Künste der DDR|Ostberliner Akademie der Künste]]&lt;br /&gt;
* 1971: [[Hansischer Goethe-Preis]]&lt;br /&gt;
* 1976: Wahl zum Mitglied der [[Akademie der Künste (Berlin)|Westberliner Akademie der Künste]]&lt;br /&gt;
* 1988: [[Goethe-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1990: [[Europäischer Theaterpreis]]&lt;br /&gt;
* 1993: Wahl zum Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Theaterlexikon|Giorgio Strehler|3|1767|1768|Autor=Françoise Dubor|Sprache=f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://archivio.piccoloteatro.org/eurolab/index.php?IDanagrafica=1&amp;amp;tipo=3 Fotos, Videos, Bühnenbildentwürfe, Plakate, Dokumente zu Strehlers Inszenierungen im Archiv des Piccolo Teatro]&lt;br /&gt;
* [https://lanostrastoria.ch/entries/aVMXWbQx783 Omaggio a Giorgio Strehler] (italienisch) auf lanostrastoria.ch/entries/&lt;br /&gt;
* [https://lanostrastoria.ch/entries/M5oADdpYAgj Strehler il mago dei prodigi] (italienisch) auf lanostrastoria.ch/entries/&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118619225}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0834150}}&lt;br /&gt;
* {{MdEP|686}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118619225|LCCN=n/85/341149|NDL=00684358|VIAF=64012185}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strehler, Giorgio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Salzburger Festspiele)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Triest)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lugano)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Strehler, Giorgio&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Regisseur und Politiker, MdEP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. August 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Triest]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Dezember 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lugano]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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