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	<title>Gindaros - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Ausbau</title>
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		<updated>2025-07-28T13:41:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ausbau&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|NS=36.385553|EW=36.688927|type=landmark|region=SY|map=right|article=DMS}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gindaros&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Siedlungshügel ([[Tell (Archäologie)|Tell]]) bei [[Dschindires]] im Nordwesten von [[Syrien]], der von der [[Bronzezeit]] bis in die [[Spätantike]] besiedelt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Frühgeschichte ==&lt;br /&gt;
Gindaros verfügt über ausgedehnte Siedlungsspuren aus [[Ur- und Frühgeschichte|vor- und frühgeschichtlicher Zeit]]. Die früheste Besiedlung lässt sich für das späte 4. Jahrtausend v. Chr. annehmen. Die am umfangreichsten nachgewiesenen [[Befund (Archäologie)|Befunde]] sind Befestigungs- und Sakralbauten der [[Mittlere Bronzezeit|Mittleren Bronzezeit]] (etwa die erste Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.), aber auch aus den Jahrhunderten davor und danach liegen Siedlungsspuren vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Mühlenbruch, Johannes H. Sterba, [[Dietrich Sürenhagen]]: &amp;#039;&amp;#039;Neutronenaktivierungsanalysen an Keramik aus Tell Djinderis/Gindaros.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ägypten und Levante.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 2009, S. 219–227, [[DOI:10.1553/AEundL19s219]], hier S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[eisenzeit]]lichen Funde beschränken sich allerdings weitgehend auf die frühe Eisenzeit; für die Zeit ab etwa 600 v. Chr. lassen sich kaum noch Keramikstücke oder andere Funde klar nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Gindaros. Geschichte und Archäologie einer Siedlung im nordwestlichen Syrien von hellenistischer bis in frühbyzantinische Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Leidorf, Rahden Westfalen 2004, ISBN 3-89646-313-6, S. 263–264.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hellenistische Neugründung ==&lt;br /&gt;
Nach einer Phase schwacher Besiedlung erfolgte eine intensive Neubelebung in der frühen [[Hellenismus|hellenistischen]] Zeit, vermutlich unter [[Seleukos I.]] um 300 v. Chr. Zu dieser Zeit dürfte der Ort eine Bedeutung als Streckenposten zwischen [[Antiochia am Orontes]] und [[Kyrrhos]] gehabt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese neue Siedlungsphase scheint den archäologischen Befunden und Funden zufolge in erster Linie durch die griechisch-[[Makedonien (antikes Königreich)|makedonische]] Kultur geprägt gewesen zu sein. So wurden die Straßenzüge des Ortes nach dem [[Hippodamisches Schema|hippodamischen System]] angelegt; die zwischen den Straßen liegenden Häuserblöcke sind von langrechteckiger Form. Möglicherweise beruht auch der antike Name des Ortes auf einer gleichnamigen Ortschaft in Makedonien, nämlich dem zwischen [[Pella (Pella)|Pella]] und [[Edessa (Griechenland)|Edessa]] gelegenen „Genderros“ oder „Genderra“. Der Stadtgrundriss ist durch [[geophysikalische Prospektion]]en bekannt und zeigt eine kleinteilige Bebauung aus Häusern unterschiedlicher Größe, aber keine einzelnen dominierenden Bauwerke oder Platzanlagen. Eine Befestigung des Tells etwa in Form einer Stadtmauer ließ sich bei den archäologischen Untersuchungen nicht nachweisen. Die Zugänge auf den Tell scheinen hauptsächlich auf der Nord- und Südseite gelegen zu haben; auch ein weiterer Aufgang im Nordosten wird vermutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur hellenistischen Siedlungsphase siehe Norbert Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Jebel Khalid, Gindaros &amp;amp; Co. Ein Diskussionsbeitrag zur Akkulturation im frühseleukidischen Kontext.&amp;#039;&amp;#039; In: Johannes Fouquet u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Argonautica. Festschrift für Reinhard Stupperich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Boreas.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 12). Scriptorium, Marsberg/Padberg 2017, S. 135–149, hier S. 135–138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Entwicklung der antiken Stadt ==&lt;br /&gt;
Dem Spektrum der dokumentierten [[Archäologischer Fund|archäologische Funde]] zufolge blieb Gindaros nach seiner Gründung über mehrere Jahrhunderte intensiv besiedelt. 63 v. Chr. nach der Eroberung durch [[Gnaeus Pompeius Magnus]] wurde die Stadt Teil der römischen Provinz [[Syria]]. 38 v. Chr. besiegten hier die römischen Legionen unter [[Publius Ventidius Bassus]] eine [[Partherreich|parthische]] Streitmacht unter Führung des parthischen Kronprinzen [[Pakoros I.]], der in der [[Schlacht am Mons Gindarus|Schlacht bei Gindaros]] sein Leben verlor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cassius Dio]], &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 49,20; [[Strabon]], &amp;#039;&amp;#039;Erdbeschreibung&amp;#039;&amp;#039; 16,2,8.&amp;lt;/ref&amp;gt; 253 n. Chr. wurde der Ort durch den [[Sassanidenreich|Sassanidenkönig]] [[Schapur I.]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Byzantinisches Reich|frühbyzantinischer Zeit]] kam es zu einer letzten Blüte, und im 4. Jahrhundert war Gindaros [[Diözese|Bischofssitz]]. Für das 6. Jahrhundert ist vermutlich vor allem infolge von Kriegen, Pestwellen und Erdbeben ein unaufhaltsamer Niedergang zu konstatieren; im Zusammenhang mit der Eroberung Syriens durch die [[Araber]] im 7. Jahrhundert wird Gindaros nicht mehr erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologische Untersuchungen seit 1993 haben ein breites Spektrum hellenistisch-römischer Funde hervorgebracht, so vor allem [[Keramik]], aber auch einen Schatz römischer Silbermünzen und einen Bronze[[Depotfund|hort]]. Neben der Kernsiedlung auf dem Tell mit ihrem hippodamischen Straßensystem wurde noch eine mittelrömische Unterstadt identifiziert. Auf das spätantike Bistum der Stadt geht das [[Titularbistum Gindarus]] der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norbert Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Gindaros. Geschichte und Archäologie einer Siedlung im nordwestlichen Syrien von hellenistischer bis in frühbyzantinische Zeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Internationale Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 41). Leidorf, Rahden Westfalen 2004, ISBN 3-89646-313-6 (zugleich Dissertation, Universität Konstanz 2001).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4800420-0|VIAF=246982705}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Aleppo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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