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	<title>Giles Farnaby - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T07:58:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Giles_Farnaby&amp;diff=562576&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Werk */</title>
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		<updated>2025-08-09T06:04:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werk&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giles Farnaby&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Gilles Farnaby&amp;#039;&amp;#039;; * um 1563; † [[25. November]] [[1640]] in [[London]]) war ein englischer [[Komponist]] und einer der bedeutenden [[Englische Virginalisten|Virginalisten]] seiner Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Man weiß nur wenig über Giles Farnabys Leben, auch sein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt. Allgemein wird angenommen, dass er um 1560 oder 1563 in [[Truro (Cornwall)|Truro, Cornwall]]&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Apel, „Farnaby“, in: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Orgel und Klaviermusik bis 1700&amp;#039;&amp;#039;, Kassel: Bärenreiter, 2004, S. 295&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in London geboren wurde. Sein Vater Thomas war „Bürger von London und Tischler“&amp;lt;ref&amp;gt;„&amp;#039;&amp;#039;Cittizen and Joyner of London“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; von Beruf. Giles hatte außerdem einen Cousin Nicholas Farnaby (c. 1560–1630), der ebenfalls mit Holz arbeitete, denn er war „virginal maker“ und baute alle Arten von Kielinstrumenten: [[Cembalo|Cembali]], Virginale und vielleicht auch [[Clavichord]]e. Auch Giles soll eine Ausbildung als Tischler gehabt haben, möglicherweise baute er selber Virginale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Mai 1587 heiratete er Katherine Roane. Sie lebten anfangs in der Gemeinde von St. Helen’s Bishopsgate, in London, später im benachbarten St. Peter’s, Westcheap. Am 8. August 1591 wurde ihre erste Tochter Philadelphia getauft, die aber früh starb. Sie hatten noch vier weitere Kinder: Richard (1594), einen Sohn Joy (1599), eine Tochter Philadelphia (1602) und Edward (1604).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giles Farnaby studierte Musik in [[Oxford]] und machte seinen Abschluss als &amp;#039;&amp;#039;Bachelor&amp;#039;&amp;#039; am 7. Juli 1592 in [[Christ Church (Oxford)|Christ Church]], Oxford&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony à Wood, &amp;#039;&amp;#039;Athenæ Oxonienses: an exact history of all the writers and bishops who have had their education in the most ancient and famous University of Oxford, from the fifteenth year of King Henry the Seventh, Dom. 1500, to the end of the year 1690 representing the birth, fortune, preferment, and death of all those authors and prelates, the great accidents of their lives, and the fate and character of their writings : to which are added, the Fasti, or, Annals, of the said university, for the same time&amp;#039;&amp;#039; (London, 1691), 767.&amp;lt;/ref&amp;gt; – am selben Tag, an dem der etwa gleichaltrige [[John Bull (Komponist)|John Bull]] seinen Doktortitel erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1602 zogen die Farnabys nach [[Aisthorpe]], [[Lincolnshire]], wo Giles eine Stellung als Musiklehrer im Haushalt des Sir Nicholas Saunderson of Fillingham annahm; er arbeitete außerdem als Küster. 1614 waren sie wieder in London. Giles Farnaby starb 1640 und wurde am 25. November begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Richard Farnaby]] (1594–1623) wurde ebenfalls Komponist&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Richard Farnaby: &amp;#039;&amp;#039;Je voudrais bien me marier (Fayne would I weed).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Mary Criswick]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Cinq Morceaux du [[Fitzwilliam Virginal Book]] pour Guitare.&amp;#039;&amp;#039; Edition Max Eschig, Paris 1975, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Virginalist, aber er starb mit unter 30 Jahren lange vor seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Im Vorwort zu seinen &amp;#039;&amp;#039;Canzonets for foure voices&amp;#039;&amp;#039; (1598, „Vierstimmige [[Canzonetta|Canzonetten]]“) bezeichnete Farnaby sich selbst als „ein törichter Spatz, der sich herausnimmt, in Gegenwart der melodischen Nachtigall zu zirpen“.&amp;lt;ref&amp;gt;„...a sely sparrow who presumeth to chirpe in presence of the melodious Nightingale“, Willi Apel, „Farnaby“, in: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Orgel- und Klaviermusik bis 1700&amp;#039;&amp;#039;, Kassel: Bärenreiter, 1967 / 2004, S. 295&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser humorvollen und bescheidenen Selbsteinschätzung steckt einiges an Wahrheit, obwohl sie andererseits ein Understatement ist. Farnaby zählt neben Byrd und Bull zu den bedeutendsten englischen Virginalisten, allein die Zahl von 52 Stücken, die von ihm im &amp;#039;&amp;#039;[[Fitzwilliam Virginal Book]]&amp;#039;&amp;#039; überliefert sind, spricht für sich. Dies ist allerdings auch schon fast sein Gesamtwerk,&amp;lt;ref&amp;gt;dazu das Stück &amp;#039;&amp;#039;Kempes Morris&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Lynar A 1&amp;#039;&amp;#039; (siehe Willi Apel, 1967 / 2004, S. 295. Siehe auch Musica Britannica 24, 1965, r. 1974).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ich möchte außerdem auf die Möglichkeit hinweisen, dass eventuell einige der zahlreichen kleinen anonymen Stücke im &amp;#039;&amp;#039;Fitzwilliam Virginal Book&amp;#039;&amp;#039; auch von Farnaby sein könnten, z.&amp;amp;nbsp;B. wenn sie direkt vor oder nach einem seiner Stücke stehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; bestehend aus Variationen, acht Fantasien, sieben [[Pavane]]n, zwei [[Galliarde]]n, Masques, Toys, einem [[Ground (Musik)|Ground]] und diversen anderen Miniaturen, Tänzen und Einzelstücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Mary Criswick]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Cinq Morceaux du [[Fitzwilliam Virginal Book]] pour Guitare.&amp;#039;&amp;#039; Edition Max Eschig, Paris 1975, S. 5 (&amp;#039;&amp;#039;La Tour de Londres (Tower Hill)&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bezeichnend für Farnaby sind seine Variationen über bekannte zeitgenössische Lieder, von denen manche interessanterweise auch in [[Jacob van Eyck]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Fluyten Lust-hof]]&amp;#039;&amp;#039; (1644–1656) enthalten sind (&amp;#039;&amp;#039;Daphne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tell me Daphne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mal Sims&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;a.). Es handelte sich also um Melodien, die sozusagen „die Spatzen von den Dächern pfiffen“, von denen aber nur ein einziges auch von Byrd behandelt wurde (&amp;#039;&amp;#039;Bony sweet Robin&amp;#039;&amp;#039;). Viele dieser bekannten Vorlagen sind schon an sich von großer lyrischer Schönheit und Einprägsamkeit, oft rührend, manchmal auch witzig. Farnabys Variationen sind eigentlich alle gelungen. Besonders schön und anspruchsvoll sind z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Daphne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Woody-Cock&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Why aske you&amp;#039;&amp;#039;. Das Kopfmotiv von &amp;#039;&amp;#039;Up Tails All&amp;#039;&amp;#039; verwendete Thomas Tomkins als [[Ostinato]]-Thema seines Ground in G.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr bekannt und hübsch sind auch Miniaturen wie &amp;#039;&amp;#039;Giles Farnaby’s Dreame&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;His Rest&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;His Humour&amp;#039;&amp;#039; („Farnabys Traum, Seine Erholung, Seine Stimmungen“) u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stilistisch war Farnaby vielleicht der originellste Virginalist. Da er anscheinend kein Organist war&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Er hatte jedenfalls nach derzeitigen Erkenntnissen keine wichtige Orgelstelle, wie die anderen großen Virginalisten, von denen mehrere an der &amp;#039;&amp;#039;Royal Chapel&amp;#039;&amp;#039; wirkten (Byrd, Bull, Gibbons, Tomkins; auch Peter Philips war Organist am Brüsseler Hof). Andererseits wirken Farnabys Fantasien doch verdächtig organistisch, und es könnte sein, dass er zumindest eine kleine Stelle hatte, z.&amp;amp;nbsp;B. während seiner Zeit als „Küster“ in Aisthorpe.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;, fühlte er sich anscheinend noch weniger an traditionelle Kontrapunktregeln gebunden als sein Kollege und Altersgenosse John Bull. So entwickelte Farnaby einen sehr individuellen Stil, der oft durch Akkordbrechungen und große Sprünge geprägt ist, virtuos und zumindest auf dem Papier manchmal bizarr. Solche Figuren gab es zwar auch in der traditionellen Tudor-Orgelmusik, und sie wurden auch von Bull auf hinreißende und virtuose Weise eingesetzt. Doch bei Farnaby scheint sich der traditionelle [[Kontrapunkt]] geradezu aufzulösen, und es entsteht manchmal etwas, was man als eine Art durchbrochenen Satz bezeichnen könnte, eine frühe und ganz eigenwillige Vorahnung des späteren &amp;#039;&amp;#039;style luthé&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;brisé.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;franz.: gebrochener Stil, Lautenstil; eine Setzart, die an Lauten- und Harfenmusik erinnert, und typisch für die Musik der französischen &amp;#039;&amp;#039;Clavecinisten&amp;#039;&amp;#039; seit [[Jacques Champion de Chambonnières|Chambonnières]]  ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiele für das Gesagte sind z.&amp;amp;nbsp;B. seine Version der &amp;#039;&amp;#039;Pavana Lachrimae&amp;#039;&amp;#039; oder verschiedene &amp;#039;&amp;#039;Masques&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Fitzwilliam Virginal Book,&amp;#039;&amp;#039; Nr. CXCIX, S. 265, oder CCIX, S. 273). Manche seiner Stücke sind mit extrem vielen Verzierungszeichen&amp;lt;ref&amp;gt;Die allgemeinen Striche, die als Zeichen für Triller oder Mordent in England benutzt wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt; überliefert (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Pawles Wharfe&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Quodlings Delight&amp;#039;&amp;#039;), und es könnte sein, dass auch andere seiner Stücke manchmal mit mehr Verzierungen gespielt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tastenmusik schrieb Farnaby auch Vokalmusik, vor allem [[Madrigal (Musik)|Madrigale]] und die oben erwähnten &amp;#039;&amp;#039;Canzonetten&amp;#039;&amp;#039; (1598), aber auch einige geistliche Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Stücke, die von Farnabys Sohn Richard im &amp;#039;&amp;#039;Fitzwilliam Virginal Book&amp;#039;&amp;#039; überliefert sind, entsprechen stilistisch voll und ganz der Art seines Vaters, die meisten sind Liedvariationen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nobodyes Gigge&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fayne would I wedd&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hanskin&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Noten ==&lt;br /&gt;
* Willi Apel: &amp;#039;&amp;#039;Farnaby.&amp;#039;&amp;#039; In: S Rampe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Orgel- und Klaviermusik.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel 1967; Neuauflage &amp;lt;!-- oder Neudruck? --&amp;gt;2004.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Giles &amp;amp; Richard Farnaby: Keyboard Music&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Musica Britannica&amp;#039;&amp;#039; XXIV), Stainer &amp;amp; Bell, London 1965;  revidierte Auflage 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Fitzwilliam Virginal Book&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Revised Dover Edition&amp;#039;&amp;#039;), 2 Bde., ed. by J.A. Fuller Maitland and W. Barclay Squire, Leipzig 1899; repub. New York: Dover Publications, 1979–1980&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Farnaby, Giles}}&lt;br /&gt;
* [https://www.britannica.com/biography/Giles-Farnaby Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Giles Farnaby&amp;#039;&amp;#039; in der  Encyclopædia Britannica]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124265952|LCCN=n/79/147994|VIAF=284854406}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Farnaby, Giles}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cembalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Barock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Renaissance)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Kirchenmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (England)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1640]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Farnaby, Giles&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Farnaby, Gilles&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=englischer Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1563&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[London]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. November 1640&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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