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	<title>Gildas - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pessottino: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-28T07:06:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{überarbeiten|grund=Einzelbelege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Statue St-Gildas 07082.jpg|mini|Gildas, moderne Statue in Saint-Gildas-de-Rhuys]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gildas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* wohl ca. [[500]]; † [[570]])&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. C. Kasper: &amp;#039;&amp;#039;Gildas der Weise&amp;#039;&amp;#039;. In: S. Döpp, W. Geerlings (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der antiken christlichen Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg/Basel 1998, S. 255f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, auch &amp;#039;&amp;#039;Gildas der Weise&amp;#039;&amp;#039;, war ein herausragender Vertreter des keltischen Christentums im [[spätantike]]n bzw. [[frühmittelalter]]lichen, nachrömischen [[Britannien]], berühmt für seine Bildung und seinen literarischen Stil.&lt;br /&gt;
[[Datei:St gildas abbatiale 001.JPG|mini|Chor der Klosterkirche in Saint-Gildas-de-Rhuys]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Statue de Gildas chapelle Saint-Gildas de Bieuzy.JPG|mini|Statue von Gildas in der Kapelle von [[Bieuzy]]]]&lt;br /&gt;
Gildas war Geistlicher und wollte mit seinem Werk das [[frühmittelalter]]liche [[Mönchtum|Mönchsideal]] fördern; in vielerlei Hinsicht kann man ihn zugleich noch zur [[Spätantike]] zählen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heute vorliegenden Fassung von &amp;#039;&amp;#039;[[De Excidio Britonum]]&amp;#039;&amp;#039; erwähnt Gildas, dass das Jahr seiner Geburt das Jahr der [[Schlacht von Mons Badonicus]] gewesen sei ([[Beda Venerabilis]] scheint eine andere Version vorgelegen zu haben). Die &amp;#039;&amp;#039;[[Annales Cambriae]]&amp;#039;&amp;#039;, eine mittelalterliche Chronik, die in einem Manuskript mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Historia Brittonum|Historia Britonum]]&amp;#039;&amp;#039; gefunden wurde, geben sein Todesjahr mit 570 an, doch ist die Zuverlässigkeit dieser Angabe sehr umstritten. Da Gildas für seine klassisch-antike Bildung bewundert wurde, nannte man ihn später &amp;#039;&amp;#039;sapiens&amp;#039;&amp;#039; („der Weise“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Mehrheit der Forscher Gildas derzeit in die Mitte des 6. Jahrhunderts datiert, vertreten andere, wie [[Guy Halsall]], eine Frühdatierung ins spätere 5. Jahrhundert und vermuten eine Entstehung seines Werkes bereits um 485. [[David N. Dumville]] vermutet in Gildas den Lehrer des [[Finnian von Clonard]], der seinerseits der Lehrer des heiligen [[Columban von Iona]] war. Andere Gelehrte hingegen datieren Gildas und sein Werk erst in die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts. Sicher ist nur, dass Gildas erstmals 595 erwähnt wird, und zwar in einem Brief Columbans an Papst [[Gregor der Große|Gregor den Großen]]. Zu diesem Zeitpunkt lebte Gildas nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gildas wurde posthum heiliggesprochen; sein [[Gedenktag]] ist der 29. Januar. Eine wohl größtenteils fiktive [[Biografie|Biographie]] des Gildas wurde von [[Caradoc von Llancarfan]] im 12. Jahrhundert geschrieben. Gildas ist der Patron des [[Kloster|Klosters]] [[Saint-Gildas-en-Rhuys]] in [[Frankreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Von den meisten Schriften des Gildas haben sich nur Fragmente erhalten, deren Authentizität zudem teils umstritten ist. Gildas’ wichtigstes erhalten gebliebenes Werk &amp;#039;&amp;#039;De Excidio Britonum&amp;#039;&amp;#039; („Der Untergang der Britannier“; auch als &amp;#039;&amp;#039;De Excidio Britanniae&amp;#039;&amp;#039; bekannt) ist eine lange [[latein]]ische Predigt in drei Teilen, in der er die Taten seiner weltlichen wie geistlichen Zeitgenossen als Sünde verurteilt, die Gottes Strafgericht heraufbeschworen habe. Der erste Teil besteht aus Gildas’ Erläuterung seiner Arbeit und einer kurzen Schilderung des [[Britannien in römischer Zeit|römischen Britanniens]] von seiner Eroberung durch die Römer bis hin zu Gildas’ eigener Zeit. Er berichtet dabei über:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Betreffend ihren Widerstand, Unterwerfung und Rebellion, über ihre zweite Unterwerfung und harte Knechtschaft; betreffend Religion und Verfolgung, die heiligen Märtyrer, viele Häresien, Tyrannen, zwei plündernde Völkerschaften, betreffend die Verteidigung und eine weitere Verwüstung, eine zweite Rache und eine dritte Verwüstung, betreffend Hunger, den Brief an Agitius [der üblicherweise mit dem [[Magister militum|Heermeister]] [[Flavius Aëtius]] gleichgesetzt wird], Sieg, Verbrechen, plötzlich angekündigte Feinde, eine bemerkenswerte Seuche, eine Ratsversammlung, einen Feind, wilder als der erste, die Zerrüttung der Städte, betreffend diejenigen, die überlebten, und den endgültigen Sieg unseres Landes, der unserer Zeit gewährt wird durch den Willen Gottes.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Teil, der mit der Feststellung beginnt, „Britannien hat Könige, doch sind sie Tyrannen, und Richter, doch sind sie pflichtvergessen“, spricht Gildas über Leben und Taten fünfer zeitgenössischer Könige: des [[Konstantin von Dumnonia|Constantinus von Dumnonia]], des [[Aurelius Caninus]], des [[Vortipor von Dyfed|Vortipor]] von Demetae (das jetzt wohl [[Dyfed]] heißt), des [[Cuneglasus von Din Eirth|Cuneglasus]] von „des Bären Festung“ (Din Eirth, möglicherweise Dinarth bei [[Llandudno (Wales)|Llandudno]]), und des Maglocunus ([[Maelgwn Hir ap Cadwallon|Maelgwn]]?). Ohne Ausnahme bezeichnet er diese Machthaber als illegitim und räuberisch; sie leben ein Leben in Sünde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Teil beginnt mit den Worten „Britannien hat Priester, aber sie sind Narren; viele Geistliche, aber sie sind schamlos; Kleriker, aber sie sind verschlagene Plünderer“. Gildas fährt in seiner [[Jeremiade]] gegen die Kleriker seiner Zeit fort, erwähnt aber keine Namen, so dass kein Licht auf die Geschichte der christlichen Kirche dieser Periode fällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vision eines durch plündernde Eindringlinge und die schlechte Regierung korrupter und nachlässiger Herrscher verwüsteten Landes wurde von den Gelehrten lange unkritisch akzeptiert. Allzu gut passte diese Sicht der Dinge zu der weit verbreiteten Auffassung, eine Invasion von Barbaren hätte die römische Zivilisation zerstört. Dies enthob die Wissenschaft auch der Notwendigkeit, nach anderen Gründen dafür zu suchen, warum Britannien einer der wenigen Teile im Westen des Römischen Reichs war, der während der Herrschaft der Römer offenbar nicht die lateinische Sprache übernahm: Der romanisierte, lateinisch sprechende Teil der Bevölkerung sei im 5. und 6. Jahrhundert ganz einfach durch die von Gildas beschriebenen Kriege physisch vernichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gildas selbst schrieb allerdings ein recht gutes, anspruchsvolles Latein. Er zitiert einmal [[Vergil]], was aber nicht bedeutet, dass er Vergil in größeren Auszügen gelesen hat. Versucht man Gildas’ Schrift zu interpretieren, muss man berücksichtigen, dass es zudem seine Absicht war, seinen Zeitgenossen nach Art eines alttestamentlichen Propheten zu predigen, weshalb er ein besonders düsteres Bild entwarf, das man nicht wörtlich nehmen darf. Einen akkuraten historischen Bericht zu verfassen, war nicht seine Absicht; vielmehr malte er ein finsteres Bild, das seine Leser zur moralischen Läuterung anhalten sollte. Während Gildas einerseits eine der ersten Beschreibungen des [[Hadrianswall]]s bot, ließ er andere historische Details, die nicht zu seiner Botschaft passten, aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch bleibt sein Buch eine wichtige Quelle, nicht nur zur spätantik-frühmittelalterlichen oder britischen Geschichte. Es ist eines der sehr wenigen Werke aus dem Britannien des 6. Jahrhunderts, das überlebt hat. Bemerkenswert ist unter anderem, dass Gildas noch im 5./6. Jahrhundert, als sich das Land nach lange vorherrschender Meinung im allgemeinen Niedergang befand, eine so solide Ausbildung nach spätantikem Muster erhalten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gildas wird des Weiteren in Verbindung gebracht mit einer &amp;#039;&amp;#039;[[Lorica (Religion)|Lorica]]&amp;#039;&amp;#039; (Brustpanzer) genannten Hymne, einem Gebet zur Erlösung vom Bösen, das interessante Bruchstücke des [[Hiberno-Lateinisch]]en enthält. Ob ein weiteres Gedicht, ein [[Pönitential]] und einige Brieffragmente authentisch sind, ist umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzpatron der Pferde ==&lt;br /&gt;
Der heilige Gildas galt in der Bretagne als Schutzpatron der Pferde. Ein Priester segnete im Dorf Port Blanc an [[Pfingsten]] alle Pferde. Bis zum Zweiten Weltkrieg fand zuvor eine Prozession und ein Pferderennen zur Insel Saint Gildas gegenüber von Port Blanc statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nzz.ch/mehr/dossiers/aktuelle-archivtrouvaillen/archiv-1953-1.18546482 &amp;#039;&amp;#039;Pfingsten für Pferde&amp;#039;&amp;#039;.] [[Neue Zürcher Zeitung]], 23. Mai 1953.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gildae Sapientis de excidio et conquestu Britanniae&amp;#039;&amp;#039;. In: {{MGH|AuctAnt|13|1|110}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Winterbottom (Altphilologe)|Michael Winterbottom]]: &amp;#039;&amp;#039;Gildas. The ruin of Britain and other works.&amp;#039;&amp;#039; London 1978 (mit Übersetzung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|kenner|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Gildas, der Weise|band=2|spalten=246–247}}&lt;br /&gt;
* Magali Coumert: &amp;#039;&amp;#039;Gildas&amp;#039;&amp;#039;. In: Jennifer Jahner u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Medieval Historical Writing. Britain and Ireland, 500–1500&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge 2019, S. 19–34.&lt;br /&gt;
* Michael Lapidge: &amp;#039;&amp;#039;Gildas&amp;#039;&amp;#039;. In: John Blair u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Blackwell Encyclopedia of Anglo-Saxon England&amp;#039;&amp;#039;. Oxford 1999, S. 204.&lt;br /&gt;
* Thomas D. O’Sullivan: &amp;#039;&amp;#039;The De Excidio of Gildas: Its Authenticity and Date&amp;#039;&amp;#039;. New York 1978.&lt;br /&gt;
* Michael Lapidge, David Dumville (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gildas: New Approaches&amp;#039;&amp;#039;. Woodbridge 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Saint Gildas|Gildas}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118717456}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vortigernstudies.org.uk/arthist/vortigernquotesgil.htm &amp;#039;&amp;#039;De excidio Britonum&amp;#039;&amp;#039;] Lateinisch mit englischer Übersetzung&lt;br /&gt;
* [http://www.fordham.edu/halsall/basis/gildas-full.html &amp;#039;&amp;#039;De Excidio Britonum&amp;#039;&amp;#039;] ins Englische übersetzt von [[John Allen Giles]]&lt;br /&gt;
* [https://www.gutenberg.org/cache/epub/1949/pg1949.html Project Gutenberg] E-Text von Giles Übersetzung.&lt;br /&gt;
* Caradoc of Llangarfan: &amp;#039;&amp;#039;The Life of Gildas.&amp;#039;&amp;#039; auf [http://www.fordham.edu/halsall/basis/1150-Caradoc-LifeofGildas.asp fordham.edu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118717456|LCCN=n/85/112337|VIAF=286501163}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (6. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (6. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kelte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gildas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gildas der Weise&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Vertreter des keltischen Christentums in Britannien; Autor; Heiliger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 510&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 570&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pessottino</name></author>
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