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	<title>Gila-Krustenechse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T00:43:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gila-Krustenechse&amp;diff=258805&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MonsterDoc: Einen Satz entfernt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gila-Krustenechse&amp;diff=258805&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-05T12:24:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einen Satz entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Gila-Krustenechse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Heloderma suspectum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Edward Drinker Cope|Cope]], 1869&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Krustenechsen&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Heloderma&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Helodermatidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Schleichenartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Anguimorpha&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Toxicofera&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Schuppenkriechtiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Squamata&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Reticulate Gila Monster.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gila-Krustenechse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Heloderma suspectum&amp;#039;&amp;#039;) ist einer der fünf rezenten Vertreter der Krustenechsen (Helodermatidae). Die etwa 50&amp;amp;nbsp;cm lang werdende, kräftig gebaute und auffällig schwarz und rosa bis gelb orange gezeichnete Echse lebt in den [[Trockengebiet]]en des südwestlichen Nordamerika, zum Beispiel in den Bundesstaaten Arizona, New Mexico, Nevada, Kalifornien. Sie ist am frühen Morgen aktiv, bodenbewohnend und ernährt sich vor allem von Eiern, Kleinsäugern und selten von kleinen Jungvögeln. Die Gila-Krustenechse ist als hochgiftig einzustufen. Sie beißt nur bei andauernder Provokation – das Gift wird zur Verteidigung eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. D. Beck |Titel=Biology of Gila Monsters and Beaded Lizards |Verlag=University Press of California |Ort=London |Datum=2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auffälligste Symptome nach einem Biss sind sehr starke Schmerzen, [[Ödem]]e und Kreislaufschwäche bei rapidem Abfall des Blutdrucks. Der Biss einer Gila-Krustenechse kann für Menschen tödlich sein. Dennoch verlaufen die ohnehin seltenen Bissunfälle sehr selten tödlich;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. D. Strimple, A. J.Tomassoni, E. J. Otten, D. Bahner |Titel=Report on envenomation by a Gila monster (Heloderma suspectum) |Sammelwerk=Wilderness and Environmental Medicine |Band=8 |Nummer=2 |Datum=1997}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein tödlicher Unfall 2024 wurde als der erste solche Todesfall seit 1930 bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbc.com/news/world-us-canada-68348902 |titel=Colorado man dies after being bitten by pet Gila monster |werk=[[bbc.com]] |sprache=en |datum=2024-02-20 |abruf=2024-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Echsen leben zu ca. 90 % unterirdisch und sind deshalb sehr selten zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erste-krustenechse.jpg|alt=Erstbeschreibung einer Gila-Krustenechse von 1857|mini|Erste bildliche Darstellung einer Gila-Krustenechse von 1857&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Baird, S. F. |Hrsg=United States and Mexican Boundary Survey under the order of Lieut. Col. W.H. Emory |Titel=Reptiles of the boundary, with notes by the naturalists on the survey |Band=3(2) |Datum=1859 |Seiten=1-35 + 41 plates}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung]] der Art erfolgte 1869 durch [[Edward Drinker Cope]]. Die Bezeichnung „suspectum“ (lat. &amp;#039;&amp;#039;suspectus&amp;#039;&amp;#039; – fragwürdig) gab er ihr wegen der äußerlichen Ähnlichkeit mit der schon bekannten Skorpion-Krustenechse. Daher vermutete er, dass der neue Fund aus [[Arizona]] ebenfalls giftig sein sollte. Danach folgte eine ca. 10 Jahre lange Diskussion der Wissenschaftler über eine mögliche Giftigkeit der Gila-Krustenechse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. Loeb u. a. |Titel=The Venom Of Heloderma |Reihe=Carnegie institution of Washington publication |BandReihe=177 |Verlag=Carnegie Institution |Ort=Washington |Datum=1913}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die deutsche Bezeichnung Gila-Krustenechse und der englische Name Gila Monster sind wohl vom [[Gila River]] in Arizona abgeleitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gila fg01.jpg|mini|Haut einer Gilakrustenechse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haut, Kopf und Schwanz einer Gila-Krustenechse ===&lt;br /&gt;
Gila-Krustenechsen sind kräftig gebaute Echsen mit stumpfer Schnauze, kräftigem Kopf und klein erscheinenden Augen, die durch eine [[Nickhaut]] geschützt werden können. Die Gila-Krustenechse erreicht eine Gesamtlänge bis ca. 55&amp;amp;nbsp;cm, bei einer [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 30 bis 36&amp;amp;nbsp;cm und einem durchschnittlichen Gewicht von 600 bis 800&amp;amp;nbsp;g. Tiere in öffentlichen Ausstellungen sind oft überfüttert und dadurch [[Adipositas|adipös]]. Krustenechsen nehmen Nahrung bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schuppen des Kopfes, Rückens und Schwanzes sind mit kleinen, perlartigen Knochen ([[Osteoderm]]en), ähnlich wie auch bei den Skorpion-Krustenechsen, ausgestattet. Die Bauchschuppen sind abgerundet rechteckig und frei von Osteodermen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwachsene Tiere sind gelb bis orange oder hell rosa auf großflächigem schwarzen Untergrund gezeichnet. Frisch geschlüpfte Gila-Krustenechsen haben untereinander meistens eine ähnliche Zeichnung, die sich dann aber innerhalb von ca. sechs Monaten stark verändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Der Anteil heller Farbbezirke nimmt vom südlichen Verbreitungsgebiet Richtung Norden zu. Bei Schlüpflingen aus dem nördlichen Verbreitungsgebiet bleiben eine schon beim Schlupf vorhandene hellere Zeichnung und auch die Musterung auffällig erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weibliche Tiere vollziehen ca. 2 Wochen vor ihrer Eiablage Ende Mai / Anfang Juni eine Totalhäutung, wobei die äußere Rückenhaut häufig in einem großen Stück abgestoßen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=H.-J. Schwandt |Titel=Die Gila-Krustenechse – Heloderma suspectum |Reihe=Frankfurter Beiträge zur Naturkunde |BandReihe=83 |Verlag=Edition Chimaira |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2019 |ISBN=978-3-89973-440-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Männliche Gila-Krustenechsen häuten sich vorwiegend im August.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regelung der Körpertemperatur einer Gila-Krustenechse erfolgt normalerweise durch Wasserverdunstung an der Hautoberfläche. Um die kritische Temperaturmarke von ca. 37&amp;amp;nbsp;°C zu überleben, setzt eine limitierte Verdunstung von Körperwasser über die [[Kloake (Biologie)|Kloake]] ein. Diese vermag ihre Körpertemperatur um bis zu 2&amp;amp;nbsp;°C abzusenken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. F. DeNardo, T. E. Zubal, T. C. M. Hoffman |Titel=Cloacal water flux as a component of evaporative cooling in a desert ectotherm, Heloderma suspectum |Sammelwerk=Journal of Experimental Biology |Band=207 |Nummer=6 |Datum=2004 |Seiten=945-953}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kopf männlicher Tiere ist meistens massiver als der von weiblichen Tieren. Die Schwanzlängen beider Geschlechter sind im Mittel gleich lang und geben keine Hinweise auf das Geschlecht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. M. Gienger, Daniel Beck |Titel=Heads or tails? Sexual dimorphism in helodermatid lizards |Sammelwerk=Canadian Journal of Zoology |Band=85 |Datum=2007 |Seiten=92-95}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Analyse der Form der Kloakenschuppen kann bei einer Geschlechtsbestimmung hilfreich sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Individuen mit abgerundeten Schwanzenden kommen in der Natur wie bei Nachzuchten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kräftige gespaltene Zunge ist blau-schwarz pigmentiert, dient zur Orientierung und nimmt „chemische Informationen“ auf, die zum [[Jacobson-Organ]] im Rachenraum transportiert werden. Von dort aus wird die Information zum Gehirn weitergeleitet und analysiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. Bech, U. Kaden |Titel=Vermehrung von Terrarientieren – Echsen |Verlag=Urania Verlag |Ort=Leipzig / Jena / Berlin |Datum=1990}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nase ist kein Riechorgan.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=F.-V. Salomon, W. Achilles, U. Gille |Titel=Anatomie für die Tiermedizin |Verlag=Enke Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2008}}&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Totalhäutung einer Gila Krustenechse.jpg|alt=Totalhäutung einer Gila-Krustenechse|mini|Totalhäutung einer weiblichen Gila-Krustenechse ca. 2 Wochen vor der Eiablage]]&lt;br /&gt;
=== Zähne ===&lt;br /&gt;
Alle &amp;#039;&amp;#039;Zähne&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;Heloderma&amp;#039;&amp;#039; sind spitzkantig und mit der Spitze leicht nach hinten gekrümmt und haben zwei deutliche Längsfurchen zum Einbringen des Giftes. Die Zahnbasis ist flach unregelmäßig gekerbt und mit den schrägen Kiefern fest verwachsen (pleurodont&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heloderma.net/de/anatomie-morphologie.html Anatomie – Morphologie], auf heloderma.net&amp;lt;/ref&amp;gt;). Es gibt keine Differenzierung zwischen Schneide- oder Backenzähnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Odermatt, C. (Buochs) |Titel=Beiträge zur Kenntnis des Gebisses von Heloderma |Sammelwerk=Vierteljahresschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich LXXXV |Ort=Zürich |Datum=1940}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Oberkiefer ist breiter als der Unterkiefer, so dass beim Zubeißen die Zähne nicht aufeinander treffen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebiss mit Ersatzzähnen.jpg|alt=Heloderma-Kiefer mit Ersatzzähnen|mini|Heloderma-Kiefer mit Ersatzzähnen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Heloderma&amp;#039;&amp;#039; wechseln ihre Zähne ein Leben lang.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Baibre O’Malley |Titel=Klinische Anatomie und Physiologie bei kleinen Heimtieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien |Verlag=Urban &amp;amp; Fischer |Ort=München |Datum=2008}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;Zahnwechsel&amp;#039;&amp;#039; erfolgt in einem wellenartigen Muster: Zu etwa gleicher Zeit werden Zahn 1, 4 und 7 gewechselt; mit der nächsten „Welle“ werden der zweite, fünfte und achte Zahn erneuert etc. Bricht ein Zahn ab, wird er erst wieder ersetzt, wenn er planmäßig an der Reihe ist. Zum Auswechseln eines Zahnes wird seine Basis resorbiert und der fertig ausgebildete Ersatzzahn von der Innenseite ([[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen#Lage- und Richtungsbezeichnungen an den Zähnen|lingual]]) in Position gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. G. Edmund |Titel=Biology of the Reptilia |Sammelwerk=Dentition |Verlag=Academic Press London |Ort=London |Datum=1969 |Seiten=117-200}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während dieses Prozesses schiebt sich Kiefermaterial über den Zahnsockel, sodass Zahn und Kiefer stets verbunden bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung, Lebensraum und Arten ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Helodermatiden lässt sich in 3 Phasen aufteilen: (1) In der Kreidezeit waren die Helodermatiden relativ häufig und verschiedenartig. (2) Nach dem Aussterben der [[Dinosaurier|Nichtvogeldinosaurier]] am Ende der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]] sind Helodermatiden deutlich weniger häufig anzutreffen, jedoch breiten sie sich nach Europa aus. Sie sind fortan in den mittleren Breiten beheimatet, was eventuell auf die relativ hohen und gleichmäßig herrschenden Temperaturen zurückzuführen ist. (3) Nach dem Eozän überleben sie nur noch in Nordamerika, ihrer jetzigen Heimat, wo sie hauptsächlich auf die niedrigen Breitengrade beschränkt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephan F. K.,Schaal, Krister T. Smith, Jörg Habersetzer |Hrsg=Senckenberg Forschungsinstitut |Titel=Messel – Ein fossiles Tropenökosystem |Band=79 |Ort=Senckenberg, Frankfurt am Main |Datum=2018 |ISBN=978-3-510-61410-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gila-Krustenechsen kommen in Nordamerika vor: In den USA in der [[Mojave-Wüste]] in den südlichsten Teilen von [[Nevada]], in Südost-Kalifornien, Südwest-Utah, Arizona und New Mexico, und in Mexiko in der [[Sonora-Wüste]]. Dort kommt die Art nahezu ab Meereshöhe in der Sonora bis 1545&amp;amp;nbsp;m und in Arizona bis zu 1950&amp;amp;nbsp;m in New Mexico vor. Sie bewohnt die unterschiedlichsten Wüstenarten. Bereits angelegte Quartiere von Kaninchen und [[Amerikanische Buschratten|Amerikanischen Buschratten]] zwischen/unter Felsen und Büschen werden oft übernommen. In Arizona sind sie wahrscheinlicher in steinigen und felsigen Regionen anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beck, D. D.and R. D. Jennings |Hrsg=Herpetological Monographs |Titel=Habitat use by Gila monsters: the importance of shelters |Band=17 |Datum=2003 |Seiten=112-130}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ehemalige Aufspaltung von &amp;#039;&amp;#039;H. suspectum&amp;#039;&amp;#039; in 2 Unterarten ist nicht mehr valide. Die Auswertung ihrer genetischen Merkmale (mitrochondiale DNA, MtDNA) zeigt einen Unterschied von unter 1,4 % und dies rechtfertigt keine Trennung in Unterarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. E. Douglas, M. R. Douglas, G. W. Schuett, D. D. Beck, B. K. Sullivan |Titel=Molecular biodiversity of Helodermatidae (Reptilia, Squamata). Abstract and presentation. |Sammelwerk=Joint Meeting of Ichthyologists and Herpetologists |Ort=Manaus, Amazonas, Brazil |Datum=2003}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle Vertreter der ehemaligen Unterarten von &amp;#039;&amp;#039;H. horridum&amp;#039;&amp;#039; zeigen aber ausreichende Unterschiede, um einen Artenstatus zu beanspruchen. Die Gattung Heloderma besitzt jetzt 5 valide Arten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. S. Reiserer, G. W. Schuett, D. D. Beck |Titel=Taxonomic Reassessment and conversation status of the beaded lizzard, Heloderma horridum (Squamata Helodermatidae) |Sammelwerk=Amphibian &amp;amp; Reptile Conservation |Band=7 |Nummer=1 |Datum=2013 |Seiten=74-96}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hilfreiche Einteilung von &amp;#039;&amp;#039;Heloderma suspectum&amp;#039;&amp;#039; kann durch Zuordnung zu Verbreitungsgebieten und mit der dort verbundenen Wahrscheinlichkeit von Zeichnungsarten erfolgen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; z. B. nördlich, zentral oder südlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abbildung Kladogramm: Aufspaltung der Gattung im Laufe der Evolution (Reiserer et al. 2013):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Datei:Heloderma-taxonomie.png|350x350px|mini|links|Aufspaltung der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Heloderma&amp;#039;&amp;#039; in 5 valide Arten]]&lt;br /&gt;
: 1 – spätes [[Eozän]] (vor ca. 35 Millionen Jahren)&lt;br /&gt;
: 2 – spätes [[Miozän]] (vor ca. 10 Millionen Jahren)&lt;br /&gt;
: 3 – [[Pliozän]] (vor ca. 4,4 Millionen Jahren)&lt;br /&gt;
: 4 – Pliozän (vor ca. 3 Millionen Jahren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Echse auf Handschuh.jpg|mini|Gila-Krustenechse, Kopf]]&lt;br /&gt;
Die Gila-Krustenechse ist bodenbewohnend, klettert jedoch gelegentlich auf Kakteen oder in Sträucher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Repp, Roger A., Schuett, Gordon W. |Hrsg=Herpetological Review |Titel=Heloderma suspectum (Gila monster). Tree-climbing |Band=41 |Nummer=4 |Datum=2010 |Seiten=491-492}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den kalten Wintermonaten ab Oktober legt die Art eine [[Dormanz]] (engl. brumation) in ihrem Unterschlupf ein, die vom Winterschlaf der Säugetiere zu unterscheiden ist&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://nature.discoveryplace.org/blog/ask-a-naturalist-hibernation-vs.-brumation-vs.-estivation |titel=Ask a Naturalist: Hibernation vs. brumation vs. estivation |werk=ASK A NATURALIST |hrsg=DISCOVERY PLACE NATURE |datum=2016-01-13 |sprache=en |abruf=2020-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. An wärmeren Tagen können allerdings sich sonnende Exemplare vor ihrem Unterschlupf beobachtet werden. Die Winterperiode endet Anfang März. Im April bis in den frühen Juni sind Gila-Krustenechsen am aktivsten; zu dieser Zeit ist auch Beute besonders reichlich vorhanden. Paarungszeit ist der Mai. Gila-Krustenechsen sind im Frühjahr am Morgen aktiv. Wenn dann im Sommer die Hitze am Tage zu groß wird und die Nächte wärmer bleiben oder nach einem Monsunregen wird die Art auch des Nachts aktiv sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gila-Krustenechsen können sich in einem Radius von ca. 1200 Metern orientieren; das entspricht einer Fläche von ca. 4,5 ha.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Bei einzelnen, ausgedehnten Aktivitäten wurden durchschnittlich Strecken bis zu 210 Metern zurückgelegt. Die Gebiete der einzelnen Individuen überlappen sich. Ein geeigneter Unterschlupf kann über Jahre hinweg von denselben Tieren aufgesucht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beck, D.D. |Hrsg=Journal of Herpertology |Titel=Ecology and behavior of the Gila-Monster in southwestern Utah |Band=24 |Nummer=1 |Datum=1990 |Seiten=54-68}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carnegiea gigantea or Sahuaro or Saguaro 2.jpg|mini|Das Wurzelwerk der riesigen Saguaro-Kakteen kann eine Kinderstube für Gila-Echsen sein.]]&lt;br /&gt;
Gila-Krustenechsen paaren sich Ende April und im Mai. Selten können ritualisierte Kämpfe männlicher Tiere um die Gunst eines Weibchens beobachtet werden. Hierbei wird solange flach über den Boden gerungen bis einer der Rivalen unterliegt, d. h. auf dem Rücken liegen bleibt oder das Weite sucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt; Der Gewinner scheint von den Weibchen zur Paarung bevorzugt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. B. Demeter |Titel=Combat behavior in the Gila Monster (Heloderma suspectum cinctum) |Sammelwerk=Herpetological Review |Band=17 |Nummer=1 |Ort=Lawrence |Datum=1986 |Seiten=9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Eiablage erfolgt 4–6 Wochen nach der Paarung in geeigneten Ablageplätzen, z. B. in verlassenen Behausungen von Ratten in einer beobachteten Tiefe von ca. 70&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. F. DeNardo, K. T. Moeller, M. Seward, R. Repp |Titel=Evidence for atypical nest overwintering by hatchling lizards, Heloderma suspectum |Sammelwerk=Proc. Royal Society |Band=285 |Datum=2018-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Eiablage wurde erstmals 2005 dokumentiert und veröffentlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ein Schlupf in freier Natur kann bis zu 12 Tage dauern und findet bei nicht konstanten Temperaturen (anfangs über 30&amp;amp;nbsp;°C, dann fallend bis auf 18&amp;amp;nbsp;°C) statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:8&amp;quot; /&amp;gt; Im Inkubator bei 26–28&amp;amp;nbsp;°C schlüpfen die Tiere in maximal 28 Stunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jungtiere (Schlupfgewicht 30-40&amp;amp;nbsp;g) frühestens ab Ende April gesehen werden, die Eiablage aber im vorausgegangenen Juni stattgefunden hat, wurde spekuliert, dass sie entweder im Herbst schlüpfen und sofort in den Winterschlaf gehen, oder dass der Embryo weitentwickelt noch im Ei überwintert und das Jungtier erst im Frühling schlüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. H. Loewe, C. R. Schwalbe, T. B. Johnson |Titel=The Venomous Reptiles of Arizona |Hrsg=Arizona Game and Fish Department |Ort=Phoenix |Datum=1986 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstere Vermutung konnte bestätigt werden, als bei Bauarbeiten in einem nördlichen Vorort von Tucson in Arizona im Oktober 2016 ein Nest mit fünf gerade schlüpfenden Gila-Krustenechsen freigelegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Repp, Roger A. |Hrsg=Bulletin of the Chicago Herpetological Society |Titel=A Monstrous Halloween Treet |Band=52 |Nummer=2 |Ort= |Datum=2017 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierdurch konnte bewiesen werden, dass Heloderma suspectum im Herbst schlüpft, um dann sofort und vollentwickelt unterirdisch seine Winterruhe zu beginnen. Der im Spätherbst bestehende Futtermangel ist für die gerade geschlüpften Jungtiere nicht lebensbedrohlich. Aufgrund der Dormanz wird weniger Energie benötigt, die benötigten Energiereserven werden aus den [[Dottersack|Dottersäcken]] bezogen. Wenn die Schlüpflinge der Gila-Krustenechse im Mai an die Erdoberfläche kommen, steht wieder ausreichend Beute zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gift ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Shuffeldt Giftdrüsen.jpg|alt=Helderma Giftdrüsen mit Giftkanälen|mini|Heloderma, Zeichnung Shufeldt Anno 1890: Giftdrüsen mit Giftkanälen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Shufeldt, R.W. – M.D., C.M.Z.S., |Hrsg=Proc. Zool. Soc. of London |Titel=Contributions to the Study of Heloderma suspectum |Ort=London |Datum=1890-04-01 |Seiten=149-244}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Die Gila-Krustenechse erzeugt ihr Gift in umgewandelten [[Speicheldrüse]]n am hinteren Unterkiefer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Holm J. F. |Hrsg=Anatomischer Anzeiger |Titel=Some notes on the histology of the poison glands of Heloderma suspectum |Nummer=13 |Datum=1879 |Seiten=80-85}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es läuft in zwei Rinnen der hinteren Zähne des Unterkiefers und wird nicht wie bei Schlangen durch Hohlzähne injiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilson, Don W., Burnie, David |Hrsg=Smithsonian Institution |Titel=Animal |Verlag=DK |Ort=London |Datum=2001 |ISBN=978-0-7894-7764-4 |Seiten=419}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=West, G. S. |Titel=On the Buceal Glands and Teeth  of certain poisonous Snakes |Sammelwerk=Proceed. Zool. Soc. of London |Ort=London |Datum=1895}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Echse verbeißt sich in den Körper ihres Opfers und bringt das Gift durch Kaubewegungen ein. Es ist meistens sehr schwierig, eine Gila-Krustenechse von ihrem Opfer zu lösen. Die Echse beißt nur zur Verteidigung und warnt zuvor durch Fauchen und Zischen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die schmerzhafte Erfahrung eines Bisses und die auffällige Farbzeichnung der Haut könnten dazu dienen, potentielle Fressfeinde abzuschrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgen eines Bisses sind mehrere kleine Einstiche und gelegentlich abgebrochene Zähne in den Wunden. Es treten Schwellungen oder Ödeme der betroffenen Körperregion auf. Das nach dem Biss einiger Giftschlangenarten (z. B. Klapperschlangen &amp;#039;&amp;#039;[[Klapperschlangen|Crotalus]]&amp;#039;&amp;#039;) gefürchtete [[Kompartmentsyndrom|Kompartment-Syndrom]] tritt nicht auf. Ein intensiver Schmerz breitet sich in wenigen Minuten aus und kann länger als 24 Stunden bestehen. Begleiterscheinungen sind [[Arterielle Hypotonie|Hypotonie]] bis zum [[Kreislaufschock]], Schwitzen und Schwindel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Neurologische Ausfälle sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Giftmenge, die bei einem Biss übertragen wird, für gesunde Erwachsene nicht tödlich ist, kann ein Biss für Menschen mit Herzschwäche ohne ärztliche Behandlungen lebensgefährlich werden. In der Regel reicht eine symptomatische Behandlung des Patienten aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ein Antiserum (Gegengift) ist nicht verfügbar. 2024 verstarb in [[Colorado]] ein 34-Jähriger mit Vorerkrankungen vier Tage nach dem Biss einer Gila-Krustenechse, die er illegal als Haustier gehalten hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Aimee Ortiz |url=https://www.nytimes.com/2024/03/16/us/gila-monster-bite-death.html |titel=Colorado Man Died From Venomous Gila Monster Bite, Autopsy Confirms |werk=nytimes.com |datum=2024-03-16 |sprache=en |abruf=2024-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der vorletzte bekannte derartige Todesfall datiert aus den 1930er-Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bbc.com/news/world-us-canada-68348902|titel=Colorado man dies after being bitten by pet Gila monster|werk=BBC News|datum=2024-02-20|sprache=en|abruf=2024-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gift besteht u. a. aus Gilatoxin, [[Kallikrein]]en und bioaktiven [[Glykoproteine]]n. Außerdem wurden die Enzyme [[Hyaluronidase]] (fördert Zellmembrandurchlässigkeit) und Kallikrein (spaltet [[Fibrinogen]]) sowie das Hormon [[Serotonin]] nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das für die Gila-Krustenechse spezifische [[Peptid|Polypeptid]] Exendin-4 ist die Vorlage für das in aufwändiger Synthese hergestellte [[Exenatid]], das zur Behandlung von [[Diabetes mellitus]] Typ 2 eingesetzt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Chen, Tianbao, H.K. Kwok, C. Ivanyi, Cristipher Shae |Hrsg=Toxicon |Titel=Isolation and cloning of exendin precursor cDNAs from single samples of venom from the Mexican beaded lizard (Heloderma horridum) and the Gila monster (Heloderma suspectum) |Band=47 |Nummer=3 |Datum=2006 |Seiten=288-295}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Exendin-4 ist in seiner [[Aminosäuresequenz|Aminosäurensequenz]] zu 53 % identisch mit dem menschlichen [[Glucagon-like Peptide 1|Glucagon-like Peptid 1]] (GLP-1), welches die Insulinausschüttung stimuliert. Im Vergleich zur unliebsamen mehrfach täglichen Injektion von Insulinen wird Exenatid als Depotzubereitung einmal wöchentlich injiziert. Eine Unterzuckerung ist mittels dieses Wirkstoffs nicht möglich. Als günstige Nebenwirkung kann eine Gewichtsabnahme von mehreren Kilogramm stattfinden. Chemische Veränderungen wie bei [[Liraglutid]] oder [[Semaglutid]] ermöglichen eine orale Einnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleich der Aminosäurensequenzen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vergleich-dlp1-exendin4.png|alt=Farbiger Vergleich der Aminosäuresequenz von GLP 1 mit Exendin-4]]&lt;br /&gt;
(Quelle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. K. K. Yap, N. Misuan |Titel=Exendin‐4 from Heloderma suspectum venom: From discovery to its latest application as type II diabetes combatant |Sammelwerk=Basic Clin Pharmacol Toxicol |Band=124 |Datum=2019 |Seiten=513–527}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzstatus ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1952 wurde die Gila-Krustenechse als erste giftige Spezies in Arizona unter staatlichen Schutz gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=IUCN Red List |url=https://www.iucnredlist.org/details/9865/all |titel=IUCN Red List of Threatened Species |werk=IUCN Red List |hrsg=IUCN Red List |datum=2007 |sprache=en |abruf=2020-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später folgten dem Beispiel alle weiteren Bundesstaaten der USA und auch Mexiko.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sullivan, Brian K., Kwiatkowski, Matthew A., Schuett, Gordon W. |Hrsg=Biological Conservation |Titel=Translocation of urban Gila Monsters: a problematic conservation tool |Band=117 |Datum=2004 |Seiten=235-242}}&amp;lt;/ref&amp;gt; International wird der Handel mit Krustenechsen durch CITES im Anhang II B geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsiedlung ==&lt;br /&gt;
Der Lebensraum der Gila-Krustenechse ist durch z.&amp;amp;nbsp;B. Zersiedelung und Straßenbau zunehmend eingeschränkt. Um den Tieren ein Überleben zu ermöglichen, hat man versucht, sie in andere, geeignet erscheinende Gebiete umzusiedeln. Die Vorgehensweise einer einfachen Umsiedlung ist wohlgemeint, aber potenziell gefährlich sowohl für die umgesiedelten Tiere als auch für bereits vorhandene Populationen und für die Bewohner der Region, in der die Neuansiedlung sich vollzieht. Das Aussetzen der Echsen in größerer Entfernung zu ihrem gewohnten Lebensraum führt zu einer Desorientierung, aufgrund der die Überlebenswahrscheinlichkeit stark sinkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Eine erfolgreichere Strategie besteht z.&amp;amp;nbsp;B. in intensiver Aufklärungsarbeit über diese Spezies gegenüber Hausbewohnern (z. B. „begrenzte“ Giftigkeit, Lebensweise). Ziel dieser Arbeit kann sein, dass diese Art geduldet wird oder ein gewisser Stolz entsteht ob dieser selten zu beobachtenden Echse in der eigenen Nachbarschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beck, D.and „Wild Earth Guardians“ |Hrsg=Wild Earth Guardians |Titel=Petition to List the Utah Population of the Gila Monster (Heloderma suspectum) under the U. S. Endangered Species Act |Datum=2010}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachzucht ==&lt;br /&gt;
Im Zoo von San Diego, Kalifornien wurden 1963 erstmals Gila-Krustenechsen nachgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=San Diego Zoo |url=https://animals.sandiegozoo.org/animals/gila-monster |titel=Gila Monster |werk=San Diego Zoo – Animal &amp;amp; Plants |sprache=en |abruf=2020-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den letzten zwei Jahrzehnten haben langjährige Heloderma-Züchter ihre Erfahrungen und ihr differenziertes Wissen veröffentlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Seward, Mark |Hrsg=Natural Selections Publishing |Titel=Dr. Mark Seward&amp;#039;s Gila monster Propagation: How To Breed Gila monsters in Captivity |Datum=2002 |ISBN=0-9701395-0-0 |Seiten=80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eidenmüller, B. und Reisinger, M. |Hrsg=Edition Chimaira |Titel=Krustenechsen, Lebensweise, Haltung und Zucht |Verlag=Edition Chimaira Frankfurt/Main |Ort=Frankfurt/Main |Datum=2011 |ISBN=978-3-89973-497-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch wurde es vielen [[Terraristik|Terrarianern]] ermöglicht, selbst erfolgreich Helodermen nachzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Populär wurde die Gila-Krustenechse unter anderem durch den Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Löcher. Die Geheimnisse von Green Lake]]&amp;#039;&amp;#039; von Louis Sachar aus dem Jahr 1998. Im Buch ist die gelb gefleckte Eidechse zu einem Angsttier stilisiert, dessen Biss unweigerlich zum Tode führen soll. Die Echse wird hier als Bewohner in einer texanischen Binnenwüste angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Maskottchen „Chance“ der Eishockeymannschaft [[Vegas Golden Knights]] aus der [[National Hockey League|NHL]] ist einer Gila-Krustenechse nachempfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem von Peter Goodfellow designten Albumcover des 1983er [[Uriah Heep]] Albums &amp;#039;&amp;#039;Head First&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gila-Krustenechse in der Wüstenlandschaft des [[Monument Valley]] zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Trimaximalist |url=https://jazzrocksoul.com/artists/uriah-heep/ |titel=Uriah Heep - |datum=2022-02-02 |sprache=en-US |abruf=2023-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;nolines&amp;quot; widths=&amp;quot;265&amp;quot; heights=&amp;quot;177&amp;quot; caption=&amp;quot;Nachzucht und Haltung von Heloderma&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Terrarien-Gestaltung.jpg|alt=Terrarienausstattung|Terrarienausstattung&lt;br /&gt;
Heloderma Paarung.jpg|alt=Paarung|Paarung&lt;br /&gt;
Heloderma Eiablage.jpg|alt=Eiablage im Terrarium|Eiablage im Terrarium&lt;br /&gt;
Codierte gesunde Heloderma-Eier.jpg|alt=Codierte Eier|Codierte Eier&lt;br /&gt;
Schlupf eines Heloderma.jpg|alt=Schlupf des ersten Tieres aus einem Gelege|Schlupf des ersten Tieres aus einem Gelege&lt;br /&gt;
Group of young gila monster.jpg|alt=Eine Gruppe sehr junger Gila-Krustenechsen|Eine Gruppe sehr junger Gila-Krustenechsen&lt;br /&gt;
Gila monster twins hatching.jpg|alt=Schlupf von Zwillingen|Schlupf von Zwillingen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* C. M. Bogert, R. M. Del Campo: &amp;#039;&amp;#039;The Gila Monster and its Allies. The relationships, habits, and behavior of the lizards of the family Helodermatidae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the American Museum of Natural History.&amp;#039;&amp;#039; Band 109, 1956, S. 1–238.&lt;br /&gt;
* D. D. Beck: &amp;#039;&amp;#039;Biology of Gila Monsters and Beaded Lizards.&amp;#039;&amp;#039; University Press of California, London 2005.&lt;br /&gt;
* H.-J. Schwandt: &amp;#039;&amp;#039;Die Gila-Krustenechse – Heloderma suspectum - Biologie, Haltung und Zucht.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Beiträge zur Naturkunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 83). Edition Chimaira, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-89973-440-9.&lt;br /&gt;
* Daniel D. Beck: &amp;#039;&amp;#039;Heloderma suspectum ({{Person|Cope}} 1869).&amp;#039;&amp;#039; In: Eric R. Pianka, Dennis R. King, Ruth Allen King (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Varanoid Lizards of the World.&amp;#039;&amp;#039; Indiana University Press, Bloomington IN 2004, ISBN 0-253-34366-6, S. 528–534.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Heloderma suspectum|Gila-Krustenechse (&amp;#039;&amp;#039;Heloderma suspectum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2006&lt;br /&gt;
| ID             = 9865&lt;br /&gt;
| ScientificName = Heloderma suspectum&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 1996&lt;br /&gt;
| Assessor       = Hammerson, G.A., Frost, D.R. &amp;amp; Gadsden, H.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{ReptileDatabase|Heloderma|suspectum}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.heloderma.net/ Heloderma Krustenechsen]&amp;#039;&amp;#039; – Website in sechs Sprachen, Dr. H.-J. Schwandt, online seit 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schleichenartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mojave-Wüste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MonsterDoc</name></author>
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