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	<title>Gigantengrab - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:56:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-12T00:21:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{QS-Vor- und Frühgeschichte}}&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|Tomba dei Giganti Barrancu Mannu.jpg|350|Giants&amp;#039; grave Coddu Vecchiu (Sardegna).jpg|220|{{center|1=Gigantengrab mit Quaderfassade und mit Portalstele}}}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Tomba dei giganti osono triei.jpg|mini|[[Gigantengrab von Osono]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Foto aerea della tomba Tomba dei Giganti &amp;quot;Sa Domu &amp;#039;e S&amp;#039;Orku2 in territorio di Siddi. La tomba risale al periodo nuragico.jpg|mini|Sa Domu &amp;#039;e S&amp;#039;Orku]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gigantengräber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind die größten prä[[Nuraghe|nuraghischen]] Kultanlagen auf [[Sardinien]]. Wie die großen [[Felsengrab|Felsengräber]] ([[Sos Furrighesos]]), die [[Domus de Janas]], sind sie Monumente der [[Bonnanaro-Kultur]] (2200–1600&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.), der Vorläuferkultur der [[Nuragher]]. Die auf [[Sardische Sprache|Sardu]] &amp;#039;&amp;#039;Tumbas de sos zigantes&amp;#039;&amp;#039; und auf [[Italienische Sprache|Italienisch]] plur. &amp;#039;&amp;#039;Tombe dei Giganti&amp;#039;&amp;#039; wegen ihrer Größe so genannten Bauten zählen europaweit zu den spätesten [[Megalith]]anlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Eine Variante der Gigantengräber findet man in Nordsardinien, vor allem im [[Logudoro]], dessen weiche [[miozän]]e [[Kalkstein|Kalk]]formationen schon die Menschen der [[Ozieri-Kultur]] zum Anlegen von Domus de Janas veranlasste. Hier wurden Gigantengräber mit Portalstelen und kleiner [[Exedra]] aus dem Fels gehauen [[Mesu ’e Montes]]; sogar die einem Schiffsrumpf ähnelnde Form der Kammer ist angedeutet. Auf dem [[Campu Luntanu]], dem fernen Acker; in Florinas, gibt es ein monolithisches Grab, das vollständig aus einem erratischen Felsblock gehauen ist – lediglich die Exedra fehlt. Ähnlich den Gigantengräbern besitzen diese nuraghischen Domus de Janas in der Regel nur eine länglichrechteckige Kammer, die gelegentlich quer zur Fassade angeordnet ist, weil sich so die Räume besser nutzen ließen ([[Sos Furrighesos]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Portalstele und Blocksteine ===&lt;br /&gt;
Baulich treten freistehende Gigantengräber in zwei Varianten auf. Einmal mit Portalstelen, ähnlich wie die Zugänge der großen [[Felsengrab|Felsengräber]] die zum Teil Portalstelen imitieren; jener Typ, der sich in [[Li Lolghi]], [[Coddu Vecchiu]], beide [[Provinz Sassari]] oder in [[S’Ena ’e Thomes]] bei [[Dorgali]] präsentiert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery  widths=&amp;quot;150&amp;quot; caption=&amp;quot;Modelle mit Portalstele&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Tomba dei Giganti - Modello 3D (4).jpg|Modell mit Portalstele Rückansicht&lt;br /&gt;
 Tomba dei Giganti - Modello 3D (5).jpg|Längsschnitt durch die Galerie (Kammer)&lt;br /&gt;
 Tomba dei Giganti - Modello 3D (3).jpg|Modell mit Portalstele Vorderansicht&lt;br /&gt;
 Nuraghe Palmavera (Alghero) 40.jpg|Rekonstruktion Gigantengrab&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das herausragende Element der Anlagen der ersten Generation bzw. der nördlichen von Gigantengräbern ist die [[Phallus|phallische]], bis zu 4&amp;amp;nbsp;m hohe Portalstele im Zentrum der Exedra. Einzig in ihrer Art, haben die Exedren der 321 bekannten Anlagen einerseits Ähnlichkeiten mit den [[Irland|irischen]] [[Court Tomb]]s, und den [[Schottland|schottischen]] [[Clyde Tomb]]s und andererseits mit den Exedren maltesischer Tempel.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sardegna mappa tombe dei giganti.svg|mini|links|hochkant=0.65|Verbreitungskarte]]&lt;br /&gt;
Spätere Anlagen wie [[Muraguada]] und [[Tamuli]] sind dagegen nicht mit zentralen Stelen versehen, sondern mit einer in der Mitte deutlich erhöhten [[Quader]]fassade ({{itS|&amp;#039;&amp;#039;tipo dolmenico&amp;#039;&amp;#039;}} – Dolmentyp) aus bearbeiteten und geschichteten Steinblöcken ({{itS|&amp;#039;&amp;#039;tipo dolmenico&amp;#039;&amp;#039;}} – Dolmentyp). Bei der Anlage von [[Madau]] (NU) ist erkennbar, dass die Exedra aus Blocksteinen auf einer umgestürzten Portalstele errichtet wurde, was die Abfolge klarlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ausgangspunkt des Baus von Gigantengräbern wird der U-formige [[Dolmen]] [[S’Ena ’e sa Vacca]] bei [[Olzai]], in der [[Provinz Nuoro]] (NU) angesehen. An den Anlagen von [[Coddu Vecchiu]] und [[Li Lolghi]] wird deutlich, dass Exedren mit Portalstelen nachträglich vor bestehende rechteckige Galerie- oder Kistengräber gesetzt wurden. Diese Umbauten bleiben nicht auf die [[Gallura (Region)|Gallura]] beschränkt, die sich offenbar einer anderenorts entstandenen Entwicklung anschließt. Eine in dieselbe Zeit fallende Anlage ist der Dolmen [[Sculacacca]] bei [[Oniferi]], der ein Unikat darstellt. Nahe bei Abbasanta liegt die Anlage von [[Sos Ozzastros]] mit einer nur 3,4&amp;amp;nbsp;m langen und einen Meter breiten Galerie, eines der kleinsten Gigantengräber. Es hat eine halbkreisförmige Exedra an der sich bankartige Vorbauten befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Galerie ==&lt;br /&gt;
Die zumeist engen Galerien, die oft nur durch einen winzigen Durchlass am unteren Ende der Portalstele erreichbar sind, können bis zu 24&amp;amp;nbsp;m lang sein. Bei der Gestaltung der Galerie gibt es verschiedene Varianten. Manche sind, wie die späteren [[Protonuraghe]]n, mit horizontal aufgelegter Deckenplatte versehen ([[S’Ena ’e Thomes]]), andere mit [[Kraggewölbe|falschem Gewölbe]] ([[Is Concias]], [[Muraguada]] und [[Madau]]). Im Deckenausbau der Galerien gibt es auch die Kombination von horizontaler Platte und Gewölbe ([[Gigantengrab San Cosimo|San Cosimo]] [[Provinz Cagliari]] (CA)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer solchen Galerie fand man bis zu 136 Skelette. Die kulturelle Kontinuität zwischen den großen Felskammern und der Freilandarchitektur wird durch die [[Baityloi]] beziehungsweise deren Standorte gebildet. Sie stehen sowohl über einigen Felsgrabportalen als auch auf (dann mit Zahnfriesen) oder neben Gigantengräbern ([[Is Concias]], [[Tamuli]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;150&amp;quot; caption=&amp;quot;Gigantengräber&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
sa ena e thomes 1.jpg|Gigantengrab [[S’Ena ’e Thomes]] von der Galerie aus gesehen&lt;br /&gt;
sa ena e thomes 2.jpg|Front mit Portalstele des Gigantengrabs S’Ena ’e Thomes&lt;br /&gt;
Santa Teresa di Gallura Lu Brandali Riesengrab.jpg|Basis des Gigantengrabes [[Lu Brandali]] in [[Santa Teresa Gallura]]&lt;br /&gt;
Tomba dei Giganti Seleni II - 2.JPG|Blick von oben auf die drei Baityloihalter des Gigantengrabes Seleni II&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der vor- und frühgeschichtlichen archäologischen Fundplätze auf Sardinien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Raimondo Altana: &amp;#039;&amp;#039;Tomba di giganti e armonici megalitici. Terapia, musica, poesia&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Alchemy. Area Spiritualità.&amp;#039;&amp;#039; 3). Fabbroni Edizioni, Arzachena 2011, ISBN 978-88-96892-06-0.&lt;br /&gt;
* Caterina Bittichesu: &amp;#039;&amp;#039;Le Tombe di giganti.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Logos. Rivista bilingue sedilese.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 4, Nr. 2, Juli 1998, S. 26–32, ([https://www.iloisedilo.org/raccolta/pdf/1998/09.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Oliver Davies: &amp;#039;&amp;#039;The Horned Cairns of Sardinia&amp;#039;&amp;#039; In: Ulster Journal of Archaeology Third Series, Bd. 2 (1939) S. 158–170&lt;br /&gt;
* Jürgen E. Walkowitz: &amp;#039;&amp;#039;Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 36). Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Giants graves}}&lt;br /&gt;
* [https://www.iloisedilo.org/raccolta/pdf/1998/09.pdf Beschreibung mit Skizzen und Bildern] (PDF; 831&amp;amp;nbsp;kB) (ital.)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=0tJvFiBpoQ8 Gigantengrab von Oridda - Sennori Video]&lt;br /&gt;
* [http://www.antoninurubattu.it/r5/filestr/appendici/Tumbas_de_Zigantes.pdf Liste von Gigantengräbern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gigantengrab| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabform (Ur- und Frühgeschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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