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	<title>Gift-Lattich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gift-Lattich&amp;diff=571200&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cuello de pepino: Korr.</title>
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		<updated>2026-04-04T07:46:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Gift-Lattich&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lactuca virosa&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Lattiche&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Lactuca&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Cichorioideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Korbblütler&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Asteraceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Asternartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Asterales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Campanuliden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             =Lactuca virosa - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-213.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Gift-Lattich (&amp;#039;&amp;#039;Lactuca virosa&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gift-Lattich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Lactuca virosa&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilder Lattich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stinklattich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stinksalat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein naher Verwandter des [[Kopfsalat]]s, eine Art aus der Gattung [[Lattiche]] (&amp;#039;&amp;#039;Lactuca&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Familie der [[Korbblütler]] (Asteraceae). Seine Laubblätter und der getrocknete [[Milchsaft]], das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lactucarium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, können in hohen Dosierungen giftig sein und wurde bis vor 100 Jahren als Beruhigungsmittel und als Opiumersatz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lactuca virosa 002.JPG|mini|Gift-Lattich (&amp;#039;&amp;#039;Lactuca virosa&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lactuca virosa 01012001.JPG|mini|Blattrosette]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lactuca virosa 14072004.JPG|mini|Fruchtstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lactuca virosa seed.jpg|mini|Achänen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Gift-Lattich ist eine [[Einjährige Pflanze|ein-]] bis [[Zweijährige Pflanze|zweijährige]], [[krautige Pflanze]], die meist Wuchshöhen von 60 bis 120, selten bis 200 Zentimetern erreicht. Die [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]] sind spindelförmig, verzweigt und riechen unangenehm nach [[Mohn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aufrechte, zylindrische, milchsaftführende [[Stängel]] hat eine weißliche und oft rötlich überlaufene Farbe und ist im oberen Bereich rispig verzweigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt; Er ist in der unteren Hälfte oder etwas höher hinauf beblättert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNA&amp;quot; /&amp;gt; Zunächst bildet er eine grundständige Blattrosette, die einen Durchmesser von über 30 Zentimetern erreichen kann und aus der im Sommer des ersten oder zweiten Jahres ein langer Stängel mit den Blüten wächst. Alle &amp;#039;&amp;#039;Lactuca&amp;#039;&amp;#039;-Arten durchleben vor der Blütezeit eine Phase intensiven Höhenwachstums („Schießen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Laubblätter haben einen bitteren bis scharfen Geschmack, sind blaugrün, waagerecht ausgerichtet und meist ungeteilt, selten etwas buchtig gelappt, eiförmig und an der Unterseite der Mittelrippe [[Stachel (Botanik)|stachelborstig]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Rand ist spitz gezähnelt. Die Grundblätter sind am Grund in einen Blattstiel verschmälert, die Stängelblätter sind sitzend mit herzpfeilförmig-stängelumfassendem Grund.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem verlängerten pyramidenförmig-rispigen Gesamtblütenstand sind die Rispenäste auf ihrer ganzen Länge mit [[Korb (Blütenstand)|Blütenkörbchen]] besetzt. Die eiförmig-zylindrische Hülle ist 10 bis 12&amp;amp;nbsp;mm lang; die kahlen, am Rand weißlichen, an der Spitze roten Hüllblätter sind dachartig angeordnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt; Die hellgelben [[Zungenblüte]]n überragen die Hülle. Die [[Bestäubung]] erfolgt entweder durch [[Entomogamie|Insekten]] oder über [[Selbstbestäubung]]. Wie bei vielen anderen Arten in der Unterfamilie [[Cichorioideae]] wandeln sich die [[Kelchblätter]] der Blüten schließlich in einen schirmförmigen [[Pappus (Botanik)|Pappus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  [[Achäne]]n sind 3 Millimeter lang, kahl, glatt, schwärzlich, schmal flügelartig berandet und weisen beiderseits fünf Rippen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt; Beim sonst ähnlichen [[Stachel-Lattich]] (&amp;#039;&amp;#039;Lactuca serriola&amp;#039;&amp;#039;) sind die Achänen an der Spitze kurz borstig behaart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lacvir1.jpg|mini|Die Blattrandzähne sind gut sichtbar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomen]]zahl beträgt 2n = 18.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie und Phänologie ==&lt;br /&gt;
Die Blütezeit dauert von Juli bis September.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Nach Verteilung der Samen stirbt das Pflanzenexemplar. Der Pappus ermöglicht es, dass die daran hängenden Achänen als Schirmflieger mit dem Wind ([[Meteorochorie]]) oder am Fell von Tieren hängend ([[Zoochorie]]) verteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwechslungen mit anderen Pflanzenarten ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Eine „Verwechslungsgefahr“ besteht mit der [[Gemüse-Gänsedistel]], deren Blätter aber keine Stacheln haben; mit der [[Wilde Karde|Wilden Karde]], die aber blassviolette Blüten aufweist und deren gegenständige Blätter an der Unterseite nicht nur entlang der Mittelader stachelig sind; und mit anderen Latticharten, insbesondere dem [[Stachel-Lattich]], der normalerweise an den viel stärker eingeschnittenen, streng senkrecht gestellten Laubblättern leicht zu erkennen ist. Pflanzenexemplare mit mäßig verdrehten, mehr oder weniger ungeteilten Laubblättern sind am sichersten an den Früchten zu identifizieren, die beim Stachel-Lattich borstig-gezähnt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Der Gift-Lattich kommt in [[Deutschland]] nicht überall vor; hauptsächlich ist er an der [[Mosel]], wo er an Weinbergen angebaut wurde, im [[Rheinland]] und am [[Main]] anzutreffen. Ein gehäuftes Vorkommen gibt es noch in [[Sachsen-Anhalt]]. Als wärmeliebende Pflanze vom [[Mittelmeerraum]] wächst er in trockenen, nährstoffreichen Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren in Süd-, Mittel-, Westeuropa, aber auch in Osteuropa noch bis [[Ungarn]] und [[Polen]], ebenso in Nordafrika bis Westasien. In den [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]] ist er in wenigen Bundesstaaten eingeschleppt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNA&amp;quot; /&amp;gt; Er steigt in Tirol bis zu einer Höhenlage von 700 Metern, im [[Kanton Wallis]] bis 1560 Metern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Zeigerwerte nach Ellenberg|Ellenberg]] ist der Gift-Lattich eine Halblichtpflanze, die Wärme bis Extremwärme, Seeklima, Trockenheit bis Frische, Schwachbasen und Stickstoffreichtum anzeigt. Salz oder Schwermetalle werden nicht vertragen. Nach [[Erich Oberdorfer|Oberdorfer]] gedeiht er in Gesellschaften des Verbands Alliarion, aber auch denen der Klasse Thlaspietea rotundifolii.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Der wissenschaftliche Name &amp;#039;&amp;#039;Lactuca virosa&amp;#039;&amp;#039; wurde 1753 von [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039; Tomus II, S. 795 [[Erstbeschreibung|erstveröffentlicht]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpPl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Autor gibt es einige Unterarten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lactuca virosa&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;cornigera&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Pau &amp;amp; Font Quer) Emb. &amp;amp; Maire}}: Sie kommt nur in Marokko vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lactuca virosa&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;livida&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Boiss. &amp;amp; Reut.) Ladero &amp;amp; A. Velasco}}: Sie kommt nur in Spanien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lactuca virosa&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;virosa&amp;#039;&amp;#039;: Sie kommt ursprünglich in Marokko, Algerien, auf Madeira, in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Belgien, in den Niederlanden, Deutschland, Österreich, in der Schweiz, Slowenien, Mazedonien, Griechenland und in Rumänien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt; In Kroatien, in den südlichen Vereinigten Staaten, in Australien und in Neuseeland ist sie ein Neophyt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Gift-Lattich wurde seit dem Altertum als Heilpflanze verwendet. Zunächst im [[Mittelmeerraum]], später auch in anderen Regionen, war seine angeblich beruhigende, harntreibende Wirkung geschätzt. [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]] beispielsweise schrieb 430 v.&amp;amp;nbsp;Chr. über die unterschiedlichen Vorzüge des wilden Lattichs und des Kopfsalats. Der römische landwirtschaftliche Schriftsteller [[Lucius Iunius Moderatus Columella|Columella]] beschrieb im 1. Jahrhundert n. Chr. vier Lattich-/Salatsorten, und [[Plinius der Ältere]] wenige Jahrzehnte nach ihm deren neun. Kaiser [[Augustus]] soll für seine Genesung von schwerer Krankheit den Gift-Lattich verantwortlich gemacht haben und so beeindruckt gewesen sein, dass er zu Ehren seines Leibarztes [[Antonius Musa]] eine Statue errichten ließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Santich&amp;quot; /&amp;gt; Vermutlich mit der Ausweitung des [[Römisches Reich|römischen Reiches]] verbreiteten sich dann die Lattichpflanzen auch in anderen Teilen Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts sollen immer mehr Ärzte den getrockneten Milchsaft des Gift-Lattichs (das Lactucarium) als [[Opium]]ersatz verwendet haben. Um 1847 wurde die Pflanze im [[Mosel]]gebiet großflächig angebaut, und das gewonnene Lactucarium von [[Zell (Mosel)|Zell]] über England in die USA verschifft. Auch in anderen europäischen Ländern gab es zu dieser Zeit einen Anstieg des Anbaus von Giftlattich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren Gift-Lattich-Zubereitungen in Deutschland [[offizinell]], das heißt im [[Deutsches Arzneibuch|Deutschen Arzneibuch]] (DAB) aufgenommen. Noch 1911 wurden Zubereitungen im &amp;#039;&amp;#039;British Pharmaceutical Codex&amp;#039;&amp;#039; beschrieben. Möglicherweise wegen der mühsamen Ernte wurde es schließlich durch Opium aus Asien ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine überraschende Wiederentdeckung feierte die Pflanze in den 1970er-Jahren, als ihre Wirkung in [[Hippie]]kreisen der USA bekannt wurde. Eine deutsche Firma entwickelte daraufhin ein Präparat auf Basis von Lactucarium und brachte die Droge werbewirksam auf den Markt. Da die Zubereitung aber nicht optimal war und nur schwach wirkte, beruhigte sich das Thema in der Öffentlichkeit sehr schnell wieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hövel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltsstoffe ===&lt;br /&gt;
Von den bei der Gattung [[Lattiche]] angegebenen Inhaltsstoffen weist der Gift-Lattich besonders viel an [[Bitterstoffe]]n auf. Die allgemeinen Ernährungswerte der Lattich-Blätter für den Menschen lauten: 1 bis 2 % [[Kohlenhydrate]], 1 bis 2 % [[Proteine]] und 0,25 % [[Fette|Fett]]. Der Rest besteht vorwiegend aus Wasser und unverdaulichen Ballaststoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die getrockneten Blätter und besonders das Lactucarium müssen als stark [[gift]]ig eingestuft werden. Eine Einnahme von wesentlich mehr als einem Gramm Lactucarium ruft zuerst Kopfschmerz, Schweißausbrüche und Schwindel hervor. Laut Hager sind beim „bestimmungsgemäßen Gebrauch jedoch praktisch nie ernstzunehmende Vergiftungen“ aufgetreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hager1998&amp;quot; /&amp;gt; Bei Tieren, insbesondere bei kleineren Säugern, stellt der Gift-Lattich eine Gefahr dar und kann zum Tod infolge von Herzstillstand führen. Die [[letale Dosis]] liegt bei Mäusen bei 0,5 bis 0,6&amp;amp;nbsp;g an [[Sesquiterpenlactone]]n pro kg Körpergewicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebenow1988&amp;quot;&amp;gt;H. Liebenow, K. Liebenow: &amp;#039;&amp;#039;Giftpflanzen&amp;#039;&amp;#039;, VEB [[Gustav Fischer Verlag]], Jena 1988, S. 84, ISBN 3-334-00209-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beltman+al1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lactusid A.svg|mini|Lactusid A]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht genau bekannt, welche der Inhaltsstoffe für die in der Vergangenheit behaupteten medizinischen Wirkungen der Pflanze verantwortlich sind. Eine frühe Untersuchung der staatlichen US-amerikanischen Apotheken fand nur eine höchstens schwach beruhigende Wirkung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Remington+al1918&amp;quot; /&amp;gt; Im Hager werden neuere [[Laborstudie]]n zitiert, aus denen nicht nur eine Wirkung im Mausversuch hervorgeht, sondern auch, dass es sich bei dem wirksamen Stoff um einen der wasserlöslichen Bestandteile, nicht jedoch um [[Lactucin]], [[Lactucopikrin]] oder Jacquinelin handelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hager1998&amp;quot; /&amp;gt; Als wirksam erwies sich auch eine Glykosidfraktion mit dem Hauptbestandteil Lactusid&amp;amp;nbsp;A. Für eine vergleichende oder überhaupt abschließende Beurteilung sollen die Angaben in den zitierten Arbeiten jedoch zu ungenau gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pharmakologisch als wirksam nachgewiesene Substanzen, die auch für die Giftwirkung verantwortlich sind, gehören zur Wirkstoffklasse der [[Terpene#Sesquiterpene|Sesquiterpen]]-[[Lactone]]. Aus dem Giftlattich und verwandten Arten der Gattungen Lactuca wurden die Substanzen Lactucin, Lactucopicrin und 11β,13 Dihydrolactucin gewonnen. Im Tierversuch wurden sie an Mäusen als Schmerzmittel getestet und ihre Wirksamkeit bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wesolowska+al2006&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung ===&lt;br /&gt;
Vom Gift-Lattich wurde bis ins 19. Jahrhundert der getrocknete Milchsaft, als Lactucarium bezeichnet, verwendet. Aus den Blättern wurde Tee zubereitet, das Lactucarium direkt eingenommen. In beiden Fällen wird von einer beruhigenden, schmerzstillenden, einschlaffördernden Wirkung berichtet. Auch gegen Hustenreiz und als [[Diuretikum]] wurde es eingesetzt. Möglicherweise gehen alle spontanen Vorkommen in Deutschland auf solche verwilderten Arzneipflanzen zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraBW6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultivierung ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die Aussaat des Gift-Lattichs erfolgt ab März im Abstand von 30 bis 40 Zentimetern, bevorzugt an einem steinigen und sonnigen Standort ohne stehende Nässe. Die Ernte beginnt mit der Blütezeit und dauert bis zu deren Ende. Das ganze Kraut über der Erde wird genutzt, entweder die Blätter getrocknet als Tee oder gepresst oder die Pflanzenteile angeschnitten als Milchsaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Pflanzen mit psychotropen Wirkstoffen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{FloraWeb|3251|Lactuca virosa L., Gift-Lattich}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{GRIN|ID=6451|Rang=genus|WissName=Lactuca|Abruf=2018-04-13}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1025610|WissName=Lactuca virosa L.|Abruf=2023-05-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3-489-86020-9|Seite=1122–1124}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3-8001-3131-5|Seite=989}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraBW6&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3-8001-3343-1|Seite=342–343}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Remington+al1918&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
J. P. Remington, H. C. Wood et.&amp;amp;nbsp;al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Dispensatory of the United States of America. Lactuca.&amp;#039;&amp;#039; 1918 ([http://www.henriettes-herb.com/eclectic/usdisp/lactuca.html online]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hager1998&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
W. Blaschek et&amp;amp;nbsp;al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Folgeband 3: &amp;#039;&amp;#039;Drogen L–Z.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage, Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-61619-5, S. 21 ff.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beltman+al1999&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
W. Beltman, A. J. H. P. van Riel, A. P. G. Wijnands-Kleukers, M. F. Vriesman, I. S. van den Hengel-Koot, I. de Vries, J. Meulenbelt: &amp;#039;&amp;#039;Smartshops. Overzicht van producten, geclaimde werking en hun medisch-toxicologische relevantie.&amp;#039;&amp;#039; [[Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu]]. RIVM rapport 348802 017, 1999.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wesolowska+al2006&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
A. Wesołowska, A. Nikiforuk, K. Michalska, W. Kisiel, E. Chojnacka-Wójcik: &amp;#039;&amp;#039;Analgesic and sedative activities of lactucin and some lactucin-like guaianolides in mice.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Ethnopharmacology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 107, Nr. 2, 2006, S. 254–258, [[doi:10.1016/j.jep.2006.03.003]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Santich&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
R. Santich: &amp;#039;&amp;#039;Lettuce. From Wild Weed to Functional Food.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Practical Hydroponics &amp;amp; Greenhouses.&amp;#039;&amp;#039; Band 78, 2004, [http://hydroponics.com.au/free-articles/issue-78-lettuce-from-wild-weed-to-functional-food.]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hövel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |autor=J. auf dem Hövel |url=https://www.aufdemhoevel.de/Lactuca.html |titel=Lactucarium |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110917162245/https://www.aufdemhoevel.de/Lactuca.html |archiv-datum=2011-09-17 |abruf=2026-04-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
John L. Strother: &amp;#039;&amp;#039;Lactuca.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|0-19-530563-9|Seite=262|URL=http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&amp;amp;taxon_id=242328083 | Linktext=online}} (englisch).&lt;br /&gt;
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{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Lattiche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanze mit psychotropem Wirkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cuello de pepino</name></author>
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