<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Giessbachbahn</id>
	<title>Giessbachbahn - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Giessbachbahn"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Giessbachbahn&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T16:51:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Giessbachbahn&amp;diff=166135&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Giessbachbahn&amp;diff=166135&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-10T16:20:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Brienz - Grandhotel Giessbach, Giessbachbahn &amp;amp; Schifflände Giessbach-See (2014).jpg|mini|Grandhotel, Schifflände Giessbach-See und Fahrzeuge der Giessbachbahn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Giessbachbahn.jpg|mini|Wagen bei der Talstation]]&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|Schema Giessbachbahn 1879.svg|220|Schema Giessbachbahn.svg|220|Gleisanlage der Giessbachbahn bei Eröffnung 1879 (links) und nach dem Umbau 1891 (rechts)}}&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|Raeder-Giessbachbahn 1879.svg|220|Raeder-Giessbachbahn.svg|220|Wagenführung bei der Giessbachbahn bei Eröffnung 1879 (links) und nach dem Umbau 1891 (rechts)}}&lt;br /&gt;
Die am 21. Juli [[1879]] eröffnete &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giessbachbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;GbB&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bahndaten.ch/content/bahnen-detail/3014/giessbachbahn |titel=Giessbachbahn |werk=bahndaten.ch/ |hrsg=Via Storia |abruf=2019-12-22 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die älteste [[Standseilbahn]] der [[Schweiz]], die noch in Betrieb ist&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;standseilbahnen.ch&amp;#039;&amp;#039;: „Die Giessbachbahn ist die älteste Standseilbahn der Schweiz, die noch in Betrieb ist.“&amp;lt;/ref&amp;gt; und gleichzeitig die erste nur für den Tourismus erbaute Seilbahn der Schweiz. Es ist die älteste eingleisig erbaute Standseilbahn mit Ausweiche in der Mitte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=C. Gentil |url=http://www.seilbahn-nostalgie.ch/giessbach.html |titel=Die Giessbachbahn |werk=Seilbahn-Nostalgie |datum=2003 |abruf=2019-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1875 wurde das [[Grandhotel Giessbach]] über dem [[Brienzersee]] eröffnet. Carl Hauser-Blattman, der Besitzer des Hotels, liess von der [[Internationale Gesellschaft für Bergbahnen|Internationalen Gesellschaft für Bergbahnen]] eine Standseilbahn von der [[Brienzersee#Schiffländten|Schiffländte am Brienzersee]] zum Hotel bauen. Die Bahn wurde von [[Carl Roman Abt]] projektiert, der damals bei der von [[Niklaus Riggenbach]] und [[Olivier Zschokke]] geleiteten Gesellschaft arbeitete. Die Bauteile der Bahn wurden in der Werkstatt der Gesellschaft in [[Aarau]] hergestellt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; eröffnet wurde die Bahn 1879.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Konkurs der &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Gesellschaft für Bergbahnen&amp;#039;&amp;#039; wurde die Bahn von der [[Bell Maschinenfabrik]] betreut. In der Betriebspause über den Winter 1890/1891 wurde ein neuer Typ Ausweiche eingebaut und die dreiachsigen Fahrwerke der Wagen an diese angepasst.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;standseilbahnen.ch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die als erste [[Wasserballastbahn]] der Schweiz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Waldburger |Titel=Die letzten Drahtseilbahnen mit Wassergewichtsantrieb |Sammelwerk=Eisenbahn Amateur |Nummer=10 |Datum=1979 |Seiten=593}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eröffnete Giessbachbahn wurde 1912 auf den mechanischen Antrieb durch eine Turbine umgebaut,&amp;lt;ref&amp;gt;Grand Hotel Giessbach, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- In Berg- oder Talstation? Zahnradgetriebe? Riemengetriebe? Neue Seilscheibe, Durchmesser, Umschlingungswinkel? Neues Stahlseil? --&amp;gt; der 1948 durch einen Elektroantrieb mit zwei Motoren ersetzt wurde. Im Jahre 1958 wurde anstelle der beiden Motoren ein einziger von der [[Maschinenfabrik Oerlikon]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hotel wurde 1979 geschlossen und sollte durch einen modernen Betonbau ersetzt werden. Um dies zu verhindern wurde es auf Initiative von Umweltschützer [[Franz Weber (Umweltschützer)|Franz Weber]] durch die Vereinigung &amp;#039;&amp;#039;Helvetia Nostra&amp;#039;&amp;#039; 1983 gekauft und die Unterschutzstellung&amp;lt;!-- Denkmalschutz? --&amp;gt; beantragt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Grand Hotel Giessbach, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 wurde der [[Oberbau (Eisenbahn)|Gleiskörper]] der Bahn erneuert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter 1998/1999 wurde der Antrieb durch eine Antriebsgruppe der Firma [[Von Roll]] ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seilbahn wurde im August 2015 von der [[American Society of Mechanical Engineers]] als historisches Denkmal des Maschinenbaus ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.asme.org/about-asme/media-inquiries/press-releases/giessbachbahn-funicular-named-mechanical |titel=Giessbachbahn funicular named mechanical engineering |hrsg=ASME |datum=2015-08-27 |sprache=en |abruf=2019-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechende Gedenktafeln befinden sich in der Tal- und der Bergstation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtliche Einordnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor der Giessbachbahn wurde in der Schweiz 1877 die &amp;#039;&amp;#039;Chemin de fer Lausanne-Ouchy&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, die bis 1958 auf dem Trasse der späteren [[Zahnradbahn Lausanne–Ouchy]] verkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden vier europäischen Standseilbahnen sind älter als die Giessbachbahn und stehen immer noch in Betrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Budavári Sikló]] in [[Budapest]], [[Ungarn]], eröffnet am 2. März 1870&lt;br /&gt;
* [[Tünel]] in [[Istanbul]], eröffnet am 17. Januar 1875&lt;br /&gt;
* [[Scarborough South Cliff]] in [[Scarborough]], [[England]], eröffnet am 6. Juli 1875&lt;br /&gt;
* [[Funiculaire de Saint-Just]] in [[Lyon]], [[Frankreich]], eröffnet am 8. August 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strecke ==&lt;br /&gt;
Die Giessbachbahn liegt am [[Brienzersee]] im [[Kanton Bern]] und verbindet die Schiffstation &amp;#039;&amp;#039;Giessbach See&amp;#039;&amp;#039; mit dem historischen [[Grandhotel Giessbach]], das ca. 100 Meter oberhalb des Sees gelegen ist. Die Bahn überwindet auf ihrer 345 Meter langen Strecke einen Höhenunterschied von 98 Metern, die Steigung beträgt zwischen 240 und 320 [[Promille]]. In unmittelbarer Nähe befinden sich die imposanten Wasserfälle des [[Giessbach (Aare)|Giessbachs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der obere Streckenabschnitt verläuft über fünf aufeinander folgende filigrane Fachwerk-Bogenbrücken mit einer Länge von zusammen 174 Metern, die, ebenso wie die Bahn selbst, aus der Werkstätte Aarau von [[Niklaus Riggenbach]] stammen. Die bis heute original-erhaltenen dreiachsigen roten Bahnwagen besitzen Holzbänke und farbige Vorhänge, die den Fahrgästen bei Regen Schutz bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausweiche ===&lt;br /&gt;
==== Erste Ausführung ====&lt;br /&gt;
Die [[meterspur]]ige Giessbachbahn wurde als erste eingleisigen Standseilbahnen mit einer Ausweichstelle in der Streckenmitte gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;standseilbahnen.ch&amp;#039;&amp;#039;: „Die Standseilbahn vom Grandhotel Giessbach war die erste Standseilbahn weltweit mit einer Ausweiche in der Mitte der Strecke.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie verwendet zwei [[Abt’sche Weiche]]n, die ohne bewegliche [[Weichenzunge]]n auskommen. Für die Spurführung hatte ein Wagen Räder mit inneren [[Spurkranz|Spurkränzen]], der andere Wagen solche mit äusseren Spurkränzen.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Abt, Teil 2, Oberbau, Allgemeine Anordnung&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese erste Ausführung der Abt’schen Weiche war kompliziert und verursachte mehr Unterhaltskosten als die heutige Ausführung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Literatur |TitelErg=Vorstellung Adolf Wild: Die Standseilbahn am Giessbach |Sammelwerk=Eisenbahn Amateur |Nummer=9 |Datum=2017 |Seiten=427}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umbau 1891 ====&lt;br /&gt;
Im Jahre 1886 wurde erstmals bei der [[Standseilbahn Lugano–Bahnhof SBB]] die heute übliche Variante der Abt’schen Weiche verbaut,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;standseilbahnen.ch:&amp;#039;&amp;#039; „Die heute überall verwendete Abt’sche Ausweiche […] mit einem doppelten Spurkranz bei den äusseren Rädern und einer flachen Walze bei den inneren Rädern kam erstmals 1886 bei der Standseilbahn Lugano Bahnhof zum Einsatz. “&amp;lt;/ref&amp;gt; die 1891 auch bei der Giessbachbahn eingebaut wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Sie verwendet Wagen, die jeweils nur an einer Seite Räder mit beidseitigen Spurkränzen haben, wobei ein Wagen die linke Schiene führend umgreift, der andere die rechte. Die Räder der ungeführten Seite besitzen keinen Spurkranz, dafür eine breitere Lauffläche. Damit können die Unterbrechungen der innenliegenden Schienen im Bereich der Weichen problemlos überquert werden, ebenso wie die notwendigen Durchlässe für das kreuzende Zugseil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;width:250px&amp;quot;&lt;br /&gt;
{{BS-header|Giessbachbahn}}&lt;br /&gt;
{{BS-daten&lt;br /&gt;
| CH-STRECKENNR= &lt;br /&gt;
| CH-FPF= 2470 (früher 1470)&lt;br /&gt;
| LÄNGE= 0,345&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| V-MAX= 1,9 m/s&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; = 6,8&lt;br /&gt;
| SPURWEITE= 1000&lt;br /&gt;
| NEIGUNG= 320&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ZAHNSTANGE= &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE= &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_FOTO= &lt;br /&gt;
| TEXT_FOTO= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Durchmesser Zugseil || 26&amp;amp;nbsp;mm&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fahrzeit]] || 4:16 min&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.seilbahninventar.ch/objekt.php?objid=40366&amp;amp;lang=de 61.019 Giessbachbahn, Giessbach, Standseilbahn].&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizer Seilbahninventar]].&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;2011, Bundesamt für Kultur (BAK)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sitzplätze je Wagen || 40&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Länge der Wagen || 11 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hersteller || [[Doppelmayr/Garaventa-Gruppe|Doppelmayr]], Von Roll&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
{{BS-header|Streckenverlauf}}&lt;br /&gt;
{{BS-table}}&lt;br /&gt;
{{BS|BOOT||Giessbach See|[[Brienzersee #Schiffländten|Schiffländte Brienzersee]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|KBHFa|0|Giessbach See (Talstation)||{{Höhe|566|CH|link=1}}}}&lt;br /&gt;
{{BS|STR}}&lt;br /&gt;
{{BS|PSL|||[[Abtsche Ausweiche]]}}&lt;br /&gt;
{{BS|STR}}&lt;br /&gt;
{{BS|KBHFe||[[Grandhotel Giessbach|Giessbach Hotel]]||{{Höhe|656|CH}}}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antriebssystem ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserballast ===&lt;br /&gt;
Die Giessbachbahn wurde ursprünglich als [[Wasserballastbahn]] geplant und realisiert. Die beiden Wagen wurden über ein Zugseil miteinander verbunden, das in der Bergstation über eine Umlenkrolle geführt wurde. Ein unter den [[Wagenkasten|Wagenkästen]] eingebauter Wassertank wurde auf der Bergstation mit bis zu 5 Kubikmeter Wasser gefüllt. Der talwärts fahrende Wagen konnte dadurch den bergwärts fahrenden durch sein höheres Gewicht nach oben ziehen. Nach dem Feststellen der Bremsen wurde das Wasser in der Talstation wieder abgelassen. Die Fahrtzeit betrug damals 6 Minuten. Zum Bremsen der 11 Meter langen Wagen wurde die Anlage mit Leiterzahnstangen und Zahnrädern der [[System Riggenbach|Bauart Riggenbach]] ausgerüstet. Die ursprünglichen Untergestelle der Wagen hatten auf der Talseite ein zweiachsiges Laufgestell und bergseits eine Einzelachse. Um den Radien bei der Ausweiche besser folgen zu können, wurden 1891 neue dreiachsige Untergestelle eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Bahn nach jeder Fahrt eine Pause einlegen musste, da die Wagentanks jedes Mal entleert bzw. befüllt werden mussten, wurde das Prinzip der Wasserballastbahn nach mehreren kleineren Umbauten aufgegeben. Ausserdem konnte die Bahn im Winter wegen Vereisungsgefahr nicht betrieben werden. Weil die Bergstation am Anfang noch kein Dach hatte, wurden beide Wagen in der Talstation untergebracht, wobei der obere Wagen nach Saisonschluss mit der Schwerkraft zur Talstation gefahren, wo er über eine dafür vorgesehene Weiche&amp;lt;ref&amp;gt;R. Abt, Tafel Längeprofil&amp;lt;/ref&amp;gt; auf einem [[Stumpfgleis]] neben dem unteren Wagen eingestellt werden konnte. Für die Betriebsaufnahme im Frühjahr musste der Wagen mit einem handgetriebenen Zahnradwagen&amp;lt;ref&amp;gt;R. Abt, Teil 4, Tafel, oben links, Fig. 1 und 2. &amp;#039;&amp;#039;Güterwagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; wieder in die Bergstation verbracht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roger Rieker |Titel=Grandhotel Giessbach : Kanton Bern |Verlag=Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte |Ort=Bern |Datum=2004 |ISBN=3-85782-751-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pelton-Turbine ===&lt;br /&gt;
Die Bell Maschinenfabrik aus [[Kriens]] baute die Anlage im Jahre 1912 für den mechanischen Antrieb mit einer [[Pelton-Turbine|Pelton-Zwillings-Turbine]] um, die sich in der Bergstation befand. Die Kraft wurde über ein [[Schneckengetriebe]] auf die heute noch benutzte Antriebsscheibe mit drei Rillen übertragen. Vier Seilumlenkräder führen das Seil der Antriebsscheibe zu. Zugleich wurden auch die 1903 entfernten mittleren Achsen an den Wagen wieder eingebaut. Die Fahrgeschwindigkeit konnte auf 1,2&amp;amp;nbsp;Meter pro Sekunde erhöht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektromotor ===&lt;br /&gt;
Um die Betriebssicherheit zu erhöhen, wurde die Turbine 1948 durch zwei Elektromotoren mit je 12,5&amp;amp;nbsp;PS ersetzt. Die Fahrgeschwindigkeit erhöhte sich damit auf 1,9&amp;amp;nbsp;Meter pro Sekunde. Der Strom für den Antrieb wurde von einer Pelton-Turbine in der Talstation erzeugt, die einen Generator antrieb. Die Bergstation erhielt ein Dach, sodass der obere Wagen über den Winter in der Bergstation verbleiben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1958 bis zum jüngsten Umbau im Winter 1998/99 wurde die Bahn mit einem einzelnen Elektromotor der [[Maschinenfabrik Oerlikon|MFO]] betrieben. Mit dem modernen Antrieb der Firma [[Von Roll]] beträgt die Fahrtzeit seitdem 5 Minuten. Er besteht aus einem fremdbelüfteten [[Gleichstrommaschine|Gleichstrommotor]] mit einer Leistung von 31 kW, der von einem [[Gesteuerter Gleichrichter|gesteuerten Gleichrichter]] in [[Thyristor]]technik mit Energie versorgt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 erfolgte der Umbau des Leistungsteils. Es wurde ein neuer [[Drehstrommotor]] mit einer Leistung von 45&amp;amp;nbsp;kW eingebaut. Die Motorsteuerung erfolgt mit einem [[Frequenzumrichter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Carl Roman Abt|R. Abt]] |Titel=Die Seilbahn am Giessbach |Sammelwerk=[[TEC21#Die Eisenbahn (1874–1882)|Die Eisenbahn]] |Nummer=17–22 |Datum=1879 |Seiten=97–99, 103–105, 109–110, 112, 118, 121–123, 127–129, Tafel I–IV |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Teil 1 |TitelErg=Einleitung, Tracé und Unterbau |Datum=1897-10-25 |DOI=10.5169/SEALS-7729}}&lt;br /&gt;
*** {{Literatur |Titel=Tafel Längeprofil |Datum=1897-10-25 |Online=[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=sbz-001:1879:10::429#1587 ETH e-periodica]}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Teil 2 |TitelErg=Oberbau |Datum=1897-11-01 |Kommentar=mit Tafel &amp;#039;&amp;#039;Brücke&amp;#039;&amp;#039; |DOI=10.5169/SEALS-7731}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Teil 3 |TitelErg=Hochbau, Bauzeit, Verkehr |Datum=1897-11-08 |Kommentar=mit Tafel &amp;#039;&amp;#039;Kreuzung, Zahnstangenweiche&amp;#039;&amp;#039; |DOI=10.5169/SEALS-7733}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Teil 4 |TitelErg=Wagen |Datum=1897-11-15 |Kommentar=mit Tafel |DOI=10.5169/SEALS-7734}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Teil 5 |TitelErg=Wagen, mechanische Einrichtungen |Datum=1897-11-22 |DOI=10.5169/SEALS-7736}}&lt;br /&gt;
** {{Literatur |Titel=Teil 6 |TitelErg=Betriebssicherheit, Baukosten, Betriebskosten, Rentabilität |Datum=1897-11-29 |DOI=10.5169/SEALS-7738}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Adolf Wild |Titel=Die Standseilbahn am Giessbach |Verlag=Ad. u. El. Wild-Salvisberg |Datum=2013 |OCLC=861206078}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Grand Hotel Giessbach |Titel=Giessbach Standseilbahn |Datum=2015 |Online=https://www.giessbach.ch/de/abtsche-weiche.html?file=files/doc/div/Giessbach%20Standseilbahn.pdf |Format=PDF |KBytes=526}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Emil Strub |Titel=Unsere Drahtseilbahnen |Sammelwerk=Schweizerische Bauzeitung |Band=19 |Nummer=12/13/16 |Datum=1892 |Seiten=77–81, 85–88, 110–111, 113 |Sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Karl Walloth |Titel=Die Drahtseilbahnen der Schweiz |TitelErg=Ergebnisse einer auf Veranlassung des kaiserlichen Ministeriums für Elsass-Lothringen unternommenen Studienreise |Verlag=C.W. Kreidel |Ort=Wiesbaden |Datum=1893 |Kapitel=11. Die Gießbachbahn |Seiten=46–52, Tafel 6–7 |Sprache=de |Kommentar=Zweck der Bahn, Baukosten, Richtung und Längenprofil, Wassergewichte, Seilspannung, Gefällsbrüche, Richtung des Gleises, Ausweiche, Neue Wagen, Umbau der Ausweiche, Konstruction des Gleises, Zahnleiterstange, Oberbaugewicht, Kunstbauten, Das Zugseil, Seillagerung, Seilablenkung, Seilumleitung, Trag- oder Leitrollen, Kurvenrollen, Wagen, Zahndruck, Güterwagen, Weiche, Bremsen, Betriebswasser, Hochbauten, Erbauer, Personal, Betriebsergebnisse |Online={{archive.org |diedrahtseilbah00wallgoog}} |Umfang=82 Seiten, 10 Tafeln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.giessbach.ch/de/ |titel=Grandhotel Giessbach |abruf=2019-12-17 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Seite des Betreibers}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://standseilbahnen.ch/giessbach-hotel.html |titel=3855.01 Giessbach See Schiffstation – Giessbach Grandhotel |werk=standseilbahnen.ch |abruf=2019-12-22 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Michel Azéma |url=https://www.funimag.com/suisse/giessbach01.htm |titel=GbB Giessbach Bahn |werk=Funimag |datum=2018 |abruf=2019-12-22 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=46.7349|EW=8.0225|type=landmark|region=CH-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1118626745|VIAF=1464147907524179210002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Standseilbahn im Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spurweite 1000 mm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brienz BE]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historic Mechanical Engineering Landmark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seilbahn in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technisches Denkmal in der Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>