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	<title>Giebichenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-17T10:56:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den Stadtteil von Halle (Saale); für den Findling bei Stöckse siehe  [[Giebichenstein (Stöckse)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsgliederung&lt;br /&gt;
|REGION                              = DE-ST&lt;br /&gt;
|NAME-HAUPTEBENE                     = [[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
|NAME                                = Giebichenstein&lt;br /&gt;
|TYP                                 = Stadtteil&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN-HAUPTEBENE              = DEU Halle (Saale) COA.svg&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN-HAUPTEBENE-BESCHREIBUNG = Wappen der Stadt Halle (Saale)&lt;br /&gt;
|KARTE= {{Imagemap Halle (Saale)|Maße=300px}}&lt;br /&gt;
|EINGEMEINDUNG                       = 1900-04-01&lt;br /&gt;
|TYP-OBEREBENE                       = Teilgemeindekennziffer&lt;br /&gt;
|NAME-OBEREBENE                      = 230&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-STAND                     = 2019-12-31&lt;br /&gt;
|EINWOHNER                           = 10496&lt;br /&gt;
|PLZ1                                = 06108&lt;br /&gt;
|PLZ2                                = 06114&lt;br /&gt;
|VORWAHL1                            = 0345&lt;br /&gt;
|BUNDESSTRASSE1                      = 6&lt;br /&gt;
|STRASSENBAHN                        = {{Bahnlinie|U||3|white|#1874CD|black}} {{Bahnlinie|U||7|white|#EE6AA7|black}} {{Bahnlinie|U||8|white|#8B5A2B|black}} {{Bahnlinie|U||12|white|#BCEE68|black}}&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD                         = 51/30/9&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD                          = 11/57/16&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giebichenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Giebichensteinviertel genannt) ist seit seiner Eingemeindung 1900 [[Stadtbezirke und Stadtteile von Halle (Saale)|ein Stadtteil]] im Norden von [[Halle (Saale)]] am Ostufer der [[Saale]] in [[Sachsen-Anhalt]]. Es ist nach der am [[Saaledurchbruch]] gelegenen [[Burg Giebichenstein]] benannt. Am 31. Dezember 2019 wohnten 10.496 Bürger im Stadtteil, der zum Stadtbezirk Nord gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Halle in Zahlen|2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die namensgebende Burg Giebichenstein geht auf eine bereits im 9. Jahrhundert vorhandene Siedlung zurück. Seit 1382 war die Burg Giebichenstein Hauptresidenz der Erzbischöfe von Magdeburg. Nach der Fertigstellung des [[Moritzburg (Halle)|Schlosses Moritzburg]] in Halle verlor Giebichenstein im Jahr 1503 den Residenzstatus. Seitdem diente sie als Verwaltungssitz des [[Amt Giebichenstein|Amtes Giebichenstein]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=y-9CAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA128&amp;amp;lpg=PA128&amp;amp;dq=Geographie+f%C3%BCr+alles+St%C3%A4nde+Amt+Petersberg&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=sKoBw2logE&amp;amp;sig=b07FEKTmEYQJGRfPkDgTBk_9m5A&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q_CEVfjMCYvlUqzBm4gG&amp;amp;ved=0CCEQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Geographie%20f%C3%BCr%20alles%20St%C3%A4nde%20Amt%20Petersberg&amp;amp;f=false Das Amt Giebichenstein im Buch „Geographie für alle Stände“, S.&amp;amp;nbsp;123f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; das einen Großteil des zum [[Erzstift Magdeburg]] gehörigen [[Saalkreis]]es umfasste.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Moser (Volkskundler, 1855)|Johannes Moser]]: Beiträge zur Geschichte der Kriminalrechtspflege im Amt Giebichenstein. In: Neue Mitteilungen des Thüring. Alterums=Vereins 1899.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1680 kamen Burg, Ort und Vorwerk Giebichenstein mit dem Saalkreis zum [[Herzogtum Magdeburg]] unter [[Brandenburg-Preußen|brandenburg-preußischer]] Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Frieden von Tilsit]] wurde Giebichenstein im Jahr 1807 dem [[Königreich Westphalen]] angegliedert und dem [[Distrikt Halle]] im [[Departement der Saale]] zugeordnet, dort gehörte es zum [[Kanton Neumarkt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.willmanns.ch/pdf/koenigreich%20westphalen/k%20westphalen/8_Das_Saale-Departement.pdf Beschreibung des Saale-Departements]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Niederlage Napoleons in der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] befreiten die verbündeten Gegner Napoleons im Oktober 1813 den Saalkreis, der zurück an Preußen fiel. Bei der politischen Neuordnung nach dem [[Wiener Kongress]] 1815 wurde der Ort im Jahr 1816 dem [[Regierungsbezirk Merseburg]] der preußischen [[Provinz Sachsen]] angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/saalkreis.htm |titel=Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900 | offline=2025-08-30 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20241109163909if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/saalkreis.htm | archiv-datum=2024-11-09 | abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 wurde Giebichenstein nach Halle (Saale) eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GOV|objekt=Halle (Saale) und seine Ortsteile |val=adm_145202 |abruf=2025-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Halle Giebichenstein-Gymnasium Aerial.jpg|mini|Giebichenstein-Gymnasium]]&lt;br /&gt;
Das Viertel wird vor allem durch die Burg Giebichenstein geprägt, die ihrerseits auf eine bereits im [[9. Jahrhundert]] vorhandene Siedlung zurückgeht. Große Teile des heutigen Stadtviertels wurden lange Zeit als vor der Stadt liegender Friedhof genutzt. Noch heute zeugt die [[St. Bartholomäus (Halle)|St.-Bartholomäus-Kirche]] auf dem südöstlich von der Burg gelegenen Hügel mit einem kleinen Friedhof von dieser Funktion. Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute man nahe der Kirche eine Schule, das heutige [[Giebichenstein-Gymnasium „Thomas Müntzer“]]. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch eine Real- und Grundschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich an dieses Areal grenzt [[Herberge der Romantik|Reichardts Garten]] an. Der Komponist [[Johann Friedrich Reichardt]] besaß an dieser Stelle seit 1794 ein eigenes Haus mit einem großen Garten, in dem sich [[Dichter]] und [[Musiker]] der [[Romantik]] trafen, wie etwa [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] (an den die so genannte „Goethebank“ erinnert), [[Ludwig Tieck|Tieck]], [[Joseph von Eichendorff|Eichendorff]], [[Clemens Brentano|Brentano]], [[Novalis]], [[Achim von Arnim]], [[Wilhelm Grimm]], [[Jean Paul]], [[Wilhelm Heinrich Wackenroder|Wackenroder]], [[Carl Friedrich Zelter]] uvm. Das Anwesen wird daher auch als „[[Herberge der Romantik]]“ bezeichnet. Der Garten ist von sehr alten Bäumen geprägt, er enthält für diese Zeit sehr exotische Bäume, wie den [[Ginkgo]]. Seit 1902 befindet sich der Garten in städtischem Besitz und wurde über die letzten 200 Jahre in Größe und Gestalt modifiziert. An der östlichen Seite des Parks schließt sich das zurzeit nicht genutzte Kurbad bzw. [[Solbad Wittekind]] an, welches wiederum an [[Zoologischer Garten Halle (Saale)|Halles Zoo]] angrenzt. Den Westabschluss am Ufer der Saale bilden der [[Amtsgarten (Halle (Saale))|Amtsgarten]] und nördlich davon die Klausberge mit der [[Jahnhöhle]]. Architektonisch interessant ist die [[Giebichensteinbrücke]] mit den Tierplastiken, die verkehrstechnisch von großer Bedeutung als einer von den 2 Saaleübergängen in Halle für Fahrzeuge ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der restliche Teil des Viertels ist geprägt von Wohnhäusern. Sie dokumentieren die unterschiedlichsten Stilarten, so z. B. in der Burgstraße, und historisch ganz verschiedene Ereignisse. So gibt es mit der Gaststätte „Der Mohr“ eine 400 Jahre alte Wirtschaft und mit dem [[Volkspark (Halle)|Volkspark]] ein Beispiel für Arbeiterkulturhäuser des frühen 20. Jahrhunderts. 1890/91 wurde die katholische [[St. Norbert (Halle)|St.-Norbert-Kirche]] erbaut. An der Südgrenze (Mühlweg) befindet sich das [[Diakoniewerk Halle#Diakoniekrankenhaus|Diakoniekrankenhaus]], welches 1868 als erstes Großkrankenhaus damals noch vor den Toren der Stadt Halle erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Giebichenstein mit Brücke1a.jpg|mini| Blick auf die [[Burg Giebichenstein]] mit der Kunsthochschule]]&lt;br /&gt;
Die [[Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle]] nutzt seit 1922 Teile der Burg als Werkstätten und Ausbildungsräume. In der Gegenwart nutzt die Hochschule auch mehrere andere Gebäude aus dem Stadtteil Giebichenstein, wie das Neuwerk, zur Lehre. An der Hochschule lehrten seit 1915 bekannte Künstler, so u.&amp;amp;nbsp;a. der Begründer [[Paul Thiersch]], die Maler [[Charles Crodel]], [[Erwin Hahs]] und [[Ludwig Ehrler]], die Bildhauer [[Gerhard Marcks]] und [[Gustav Weidanz]], der Fotograf [[Hans Finsler]], die Keramikerinnen [[Marguerite Friedlaender]] und [[Gertraud Möhwald]]. An der Hochschule studieren heute ca. 1000 Studenten in den verschiedenen Fächern der Kunst und des Designs. Durch die Anwesenheit der Hochschule bildete sich neben der innerstädtischen Kneipenszene auch im Giebichensteinviertel eine große Vielfalt an Cafés und Kneipen. Zwei Straßenbahnlinien durchqueren den Stadtteil zentral, zwei weitere verkehren am Rande des Stadtteils auf der Reilstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter des Ortes ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--alphabetisch--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Bartels (Politiker, 1846)|Ludwig Bartels]] (1846–1907), Landeshauptmann der preußischen Provinz Sachsen&lt;br /&gt;
* [[Oswald Boelcke]] (1891–1916), legendärer Jagdflieger im Ersten Weltkrieg&lt;br /&gt;
* [[Magda von Dulong]] (1872–1950), Pseudonym: Magda Lossen, Konzertsängerin&lt;br /&gt;
* [[Eduard Grüneisen]] (1877–1949), Physiker&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Heise]] (1815–1882), Verwaltungs- und Ministerialbeamter, Parlamentarier und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Kurt Kempin]] (1874–1972), Maler und Bühnenbildner&lt;br /&gt;
* [[Heinz Koch (Historiker)|Heinz Koch]] (1929–2016), Historiker und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Johann Andreas Kraut]] (1661–1723), brandenburgisch-preußischer Unternehmer, Geheimer Kriegsrat und Minister&lt;br /&gt;
* [[Hans Litten|Hans Achim Litten]] (1903–1938), Rechtsanwalt, bekannt durch den [[Hans Litten#Edenpalast-Prozess von 1931|Edenpalast-Prozess von 1931]], starb im KZ Dachau&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Mälzer]]  (1881–1937), Volkssänger, Komiker, Damendarsteller&lt;br /&gt;
* [[Franz Peters (Politiker)|Franz Peters]] (1888–1933), Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Hans von Raumer (Politiker, 1820)|Hans von Raumer]] (1820–1851), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Carl Friedrich Reichardt]] (1803–1871), Architekt und Buchautor&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Reichardt]] (1752–1814), Komponist, Musikschriftsteller und -kritiker&lt;br /&gt;
* [[Otto Streicher (Politiker)|Otto Streicher]] (1882–1945), Architekt und sozialdemokratischer Kommunalpolitiker, verbrachte die gesamte Zeit des Nationalsozialismus in Konzentrationslagern und starb im KZ Auschwitz&lt;br /&gt;
* [[Franz Vetter (Maler)|Franz Vetter]] (1886–1967), Maler&lt;br /&gt;
* [[Karl Völker (Künstler)|Karl Völker]] (1889–1962), Maler, Grafiker und Architekt&lt;br /&gt;
* [[Kurt Völker]] (1891–1972), Maler und Grafiker&lt;br /&gt;
* [[Walther Leonhard Wangerin]] (1884–1938), Botaniker&lt;br /&gt;
* [[Lene Wenck]] (1889–1976), Schriftstellerin und Übersetzerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit dem Ort verbundene Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Tippelskirch (Theologe)|Friedrich von Tippelskirch]] (1802–1866), lutherischer Pfarrer in Giebichenstein, Gründer des populären christlich-konservativen &amp;#039;&amp;#039;Volksblatts für Stadt und Land&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Joachim Arentsehe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Otto Möhwald]] (1933–2016), Maler und Grafiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Findeisen]] und Dirk Höhne: &amp;#039;&amp;#039;Die Dorfkirchen in Halle.&amp;#039;&amp;#039; (Denkmalorte – Denkmalwerte Bd. 3). Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle 2006, ISBN 3-939414-00-X, S.&amp;amp;nbsp;96–111.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bartho.org/wir-uber-uns/chronik/kirche/ Chronik der St. Bartholomäuskirche]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Hallenser Stadtteile}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4072247-8|VIAF=236365219}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Halle (Saale))]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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