<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Giacinto_Scelsi</id>
	<title>Giacinto Scelsi - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Giacinto_Scelsi"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Giacinto_Scelsi&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T21:02:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Giacinto_Scelsi&amp;diff=254250&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Siebenquart: Doppelungen raus (wenn der Sammelband aufgeführt ist, brauchen seine einzelnen Aufsätze nicht aufgezählt zu werden)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Giacinto_Scelsi&amp;diff=254250&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-26T20:42:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Doppelungen raus (wenn der Sammelband aufgeführt ist, brauchen seine einzelnen Aufsätze nicht aufgezählt zu werden)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Giacinto Scelsi.jpg|mini|Giacinto Scelsi]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giacinto Scelsi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[dʒaˈtʃinto ˈʃɛlsi]}} (* [[8. Januar]] [[1905]] in [[La Spezia]], [[Italien]]; † [[9. August]] [[1988]] in [[Rom]]; vollständiger Titel und Name: &amp;#039;&amp;#039;[[Adelstitel#Adelstitel in verschiedenen Sprachen|Conte]] Giacinto Francesco Maria Scelsi d’Ayala Valva&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[italien]]ischer [[Komponist]] und [[Dichter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Scelsi selbst war immer bemüht, keine Details über sein Leben in die Öffentlichkeit dringen zu lassen (beispielsweise gibt es von ihm kaum ein authentisches Bild&amp;lt;ref&amp;gt;Der [[WDR]] behauptet ein Bild zu haben, auf dem Scelsi zu sehen ist (WDR3, Passagen, 22. August 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt;) bzw. betrieb sogar bewusste Fälschungen. Als gesichert gelten dürfen folgende Eckdaten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giacinto Scelsi, Graf von d’Ayala Valva, stammte aus altem süditalienischem Adel. Seine frühen Jahre sind nur bruchstückhaft bekannt. Als Kind lernte er (vermutlich [[autodidakt]]isch) [[Klavier]] spielen, in seiner späten Jugend studierte er [[Komposition (Musik)|Komposition]] und [[Harmonielehre]] bei Giacinto Sallustio in Rom. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre ging er nach [[Paris]], führte das Leben eines [[Dandy]]s in Paris und [[London]] und heiratete eine englische Adelige aus der Verwandtschaft des [[Haus Windsor|britischen Königshauses]], die sich bei Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] von ihm trennte. Scelsi hatte engen Kontakt zum Kreis der französischen [[Surrealismus|Surrealisten]] um [[Paul Éluard]], [[Salvador Dalí]] und [[Henri Michaux]]. Anfang der 1930er Jahre studierte er bei dem [[Alexander Nikolajewitsch Skrjabin|Skrjabin]]-Anhänger Egon Köhler in [[Genf]] und 1935/1936 [[Zwölftontechnik]] bei dem [[Arnold Schönberg|Schönberg]]-Schüler Walter Klein in [[Wien]]. Er unternahm zahlreiche Reisen, u.&amp;amp;nbsp;a. nach [[Afrika]] und dem [[Ferner Osten|Fernen Osten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre setzte bei Scelsi eine psychische Krise ein, die zu einem längeren Aufenthalt in einem [[Schweiz]]er Sanatorium führte. In der Zeit zwischen 1947 und 1952 stellte er das Komponieren ein. 1952 ließ er sich endgültig in Rom nieder, seine Schaffenskraft kehrte wieder. Jetzt, um das fünfzigste Lebensjahr, begann er seinen persönlichen Stil zu entwickeln. Er lebte zurückgezogen, seine Musik fand zunächst wenig öffentliche Aufmerksamkeit. Erst in den 1980er Jahren kam es vermehrt zu Aufführungen, es setzte nun eine rege [[Rezeption (Kunst)|Rezeption]] und Diskussion seiner Musik ein. Seine Klaviermusik wurde u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Frederic Rzewski]], [[Marianne Schroeder]] und Ivar Mikhashoff uraufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem römischen Wohnhaus befindet sich heute der Sitz der Giacinto-Scelsi-Stiftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scelsi war Anhänger der [[Reinkarnation]]slehre – für ihn begann sein Leben dementsprechend lange vor 1905. Nach eigenen Angaben wurde er das erste Mal im Jahr [[2637 v. Chr.]] in [[Mesopotamien]] geboren, lebte als [[Assyrer]] am [[Euphrat]] und wurde zusammen mit seiner damaligen Ehefrau im Alter von 27 Jahren getötet. Eine zweite Reinkarnation datierte Scelsi auf die Zeit [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]], anlässlich dessen Beerdigung will er bei einer Begräbnismusik mitgewirkt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
Scelsi schuf ein sehr eigenwilliges Werk, das nicht in die zeitgenössischen Strömungen der [[Moderne]] passt. Seine Kompositionen widersprechen der europäischen Tradition einer Kompositionspraxis, die auf eindeutiger Autorenschaft beruht, und sie fußen weder auf traditionellen Satztechniken noch besitzen sie eine Nähe zu Konzepten der musikalischen Moderne. Er entwickelte eine Vorstellung vom „sphärischen“ Klang, die er durch [[mikrotonal]]e Elemente in seiner Musik umzusetzen bestrebt war. Zudem verabscheute er das Tonsetzen. Eine große Vielzahl seiner Werke entstand daher in einer Art intuitiver [[Improvisation]], die er auf dem Klavier oder einer [[Ondioline]] (einem frühen elektronischen Musikinstrument) spielte. Diese „Improvisationen“ schnitt Scelsi auf Tonband mit und ließ sie anschließend von Assistenten wie dem Komponisten Vieri Tosatti in Notenschrift übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Jaecker |Titel=Der Dilettant und die Profis |Datum=2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Nachlass fanden sich mehr als 900 solcher Tonbänder, die zu einem Großteil bis heute noch nicht untersucht wurden. Einflussreich für seine Kompositionen ist Scelsis Auseinandersetzung mit östlichen Philosophien, insbesondere aus [[Indien]]. 1953 schrieb er seine „Quattro Illustrazioni“, vier „Erleuchtungen“ über verschiedene Gestalten [[Vishnu]]s, deren Einzelteile er „[[Avatar (Internet)|Avatare]]“ nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scelsi erwarb in den 1980ern besonders in Frankreich und Deutschland einen relativ hohen Bekanntheitsgrad. Während des [[Darmstädter Ferienkurse]]s 1982 erklärte die Pariser Komponistengruppe [[L’Itinéraire]], die in einer Opposition gegen [[Pierre Boulez]] und gegen das [[Centre Georges-Pompidou]] stand, Giacinto Scelsi zum Stammvater einer neuen Avantgarde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Dahlhaus]]: [https://www.zeit.de/1983/46/entdeckung &amp;#039;&amp;#039;Entdeckung.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 46/1983, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Action Music No. 1&amp;#039;&amp;#039; – Klavierzyklus (1955)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tre pezzi&amp;#039;&amp;#039; (1956)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quatro pezzi su una sola nota&amp;#039;&amp;#039; – vier Stücke über eine einzige Note für Orchester (1959)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aion&amp;#039;&amp;#039; – der Gottheit [[Brahma]] gewidmetes Orchesterwerk (1960)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Uaxuctum&amp;#039;&amp;#039; – Komposition für Chor und Orchester (der Titel bezieht sich auf die Stadt [[Uaxactún]], die der Legende nach von den [[Maya]]s selbst zerstört wurde)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konx-OM-Pax&amp;#039;&amp;#039; für Chor und Orchester (1969)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pfhat&amp;#039;&amp;#039; für Chor und Orchester (1974)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pwyll&amp;#039;&amp;#039; für Flöte Solo (1954)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il Sogno 101.&amp;#039;&amp;#039; Venedig 1982&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sinn der Musik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Giacinto Scelsi&amp;#039;&amp;#039;. Musik-Konzepte, hrsg. von [[Heinz-Klaus Metzger]] und [[Rainer Riehn]]. Band 31. Edition text + kritik, München 1983, ISBN 3-88377-132-5, S. 3–9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Magie des Klanges. Gesammelte Schriften.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Hrsg. von [[Friedrich Jaecker]]. Edition MusikTexte, Köln 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Giacinto Scelsi&amp;#039;&amp;#039;. Musik-Konzepte, hrsg. von [[Heinz-Klaus Metzger]] und [[Rainer Riehn]]. Band 31. Edition text + kritik, München 1983, ISBN 3-88377-132-5 (mit Werkverzeichnis)&lt;br /&gt;
* [[Johannes Menke]]: &amp;#039;&amp;#039;PAX. Analyse bei Giacinto Scelsi: &amp;#039;Tre canti sacri und Konx-Om-Pax.&amp;#039;&amp;#039; Wolke, Hofheim 2004, ISBN 3-936000-60-3.&lt;br /&gt;
* Markus Bandur: &amp;#039;&amp;#039;Giacinto Scelsi&amp;#039;&amp;#039;. In: Hanns-Werner Heister (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Komponisten der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Edition text + kritik, München 2007, S. 1–44 ([http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3225/ Volltext])&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Jaecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Dilettant und die Profis: Scelsi, Tosatti Co.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;MusikTexte&amp;#039;&amp;#039;. Heft 104, S. 27–40, Köln, Februar 2005 (Nachdruck im Katalog zum Festival „Wien Modern“, Wien 2005, S. 53–63)&lt;br /&gt;
* [[Gabriel Josipovici]]: &amp;#039;&amp;#039;Unendlichkeit. Die Geschichte eines Augenblicks.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Aus dem Englischen übersetzt von Markus Hinterhäuser. Jung und Jung, Salzburg 2012, ISBN 978-3-99027-028-8.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachdem Gabriel Josipovici das Archiv der Scelsi-Stiftung nutzen durfte, hat der Autor mit dem fiktiven Komponisten Tancredo Pavone als Protagonisten einen biografischen Roman zu Giacinto Scelsi veröffentlicht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Elfriede Reissig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dialoghi: Annäherungen an Giacinto Scelsi&amp;#039;&amp;#039;. Wolke, Hofheim 2015, ISBN 978-3-95593-063-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118605992}}&lt;br /&gt;
* [http://www.scelsi.it/ Fondazione Isabella Scelsi] (italienisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.compositiontoday.com/articles/scelsi.asp CompositionToday - Scelsi] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.scelsi.info/de/verein-scelsi-festival/ Verein Scelsi Festival, Basel]&lt;br /&gt;
* [https://musiktexte.de/Komponisten/Giacinto-Scelsi Texte von und über Giacinto Scelsi] in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[MusikTexte]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Livia Mazzanti spielt [https://www.youtube.com/watch?v=RpjLGAT_uXk&amp;amp;t=1245s Giacinto Scelsi: In nomine Lucis] ([[Neanderkirche (Düsseldorf)#Orgel|Rieger-Orgel der Neanderkirche Düsseldorf]], Konzertmitschnitt 1998)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118605992|LCCN=n/79/105799|VIAF=27253082}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scelsi, Giacinto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Chor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scelsi, Giacinto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Conte Giaconti Francesco Maria Scelsi d’Ayala Valva&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Januar 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[La Spezia]], Italien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. August 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Siebenquart</name></author>
	</entry>
</feed>