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	<title>Ghostwriter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T20:11:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ghostwriter&amp;diff=77125&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Langusto: Änderungen von ~2025-30740-09 (Diskussion) auf die letzte Version von Langusto zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-10-31T13:47:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-30740-09&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-30740-09&quot;&gt;~2025-30740-09&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-30740-09&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-30740-09 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Langusto&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Langusto (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Langusto&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ghostwriter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: Geisterschreiber), auch Auftragsschreiber, ist ein [[Autor]], der im Namen und Auftrag einer anderen Person schreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghostwriter werden im Auftrag eines [[Verlag]]es, einer vermittelnden Agentur oder eines Autors tätig, insbesondere wenn der in der [[Titelei]] ausgewiesene Autor nicht genügend Zeit oder keine ausreichenden Fähigkeiten besitzt, um ein Werk selbst zu verfassen. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ghostwriter&amp;#039;&amp;#039; setzt keine fest definierten Fähigkeiten voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Der Begriff „ghost-writing“ wurde 1921 vom amerikanischen Baseball-Agenten [[Christy Walsh]] geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Laura Marcus |Titel=Autobiography: A Very Short Introduction |Verlag=Oxford University Press |Datum=2018-05-31 |ISBN=978-0-19-164704-8 |Online=https://books.google.de/books?id=Y19gDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;dq=ghost+writer+%22christy+walsh%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwisoKbE98PxAhUj2-AKHVQTBo8Q6AEwAHoECDwQAg#v=onepage&amp;amp;q=ghost%20writer%20%22christy%20walsh%22&amp;amp;f=false |Abruf=2021-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Frankreich]] des 19. Jahrhunderts wurden Ghostwriter als &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|nègres litteraires}}&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, wobei sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|nègre}}&amp;#039;&amp;#039; auf das sklavische Arbeitsverhältnis der Lohnschreiber bezog.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Detlef Jürgen Brauner, Jörg Leitolf, Robert Raible-Besten, Martin Weigert |Titel=Lexikon der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit |Verlag=Walter de Gruyter GmbH &amp;amp; Co KG |Datum=2015-02-06 |ISBN=978-3-486-79976-7 |Seiten=122 |Online=https://books.google.de/books?id=OtedCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA122&amp;amp;dq=ghostwriter+negre&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiB7rSJ-MPxAhU5BGMBHfHiAHQQ6AEwAHoECCQQAg#v=onepage&amp;amp;q=ghostwriter%20negre&amp;amp;f=false |Abruf=2021-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Deutschen wurde das Wort „[[Neger]]“ als Jargon-Ausdruck für Ghostwriter gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Isabella Ackerl]] |Titel=Die bedeutendsten Österreicher: des 19. und 20. Jahrhunderts |Verlag=marixverlag |Datum=2011-09-22 |ISBN=978-3-8438-0251-2 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeiten ==&lt;br /&gt;
Ghostwriting erfolgt zum Beispiel bei Werken von Prominenten, etwa bei Lebensgeschichten, [[Biografie]]n oder Romanserien, bei Büchern von Politikern und Unternehmensbüchern ([[Corporate Book]]s) sowie als [[Redenschreiber]] für Reden von Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghostwriting ist im akademischen und politischen Bereich schon in der [[Antike]] üblich gewesen. Gelegentlich lassen sich auch heute noch Lehrstuhlinhaber Texte von Mitarbeitern erstellen. Dies gilt jedoch nicht als guter Stil, kann bei Bekanntwerden peinlich werden und rechtliche Folgen nach sich ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise lassen sich auch Studenten durch von Ghostwriting-Agenturen vermittelte Autoren ihre Abschluss-, Diplom- oder [[Bachelor]]-Arbeiten schreiben. Das ist nach den Prüfungsordnungen nicht zulässig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/wissen/betrug-im-studium-von-geisterhand/2469410.html „Betrug im Studium. Von Geisterhand“], [[Der Tagesspiegel]] vom 15.&amp;amp;nbsp;November 2010, zuletzt abgerufen am 15.&amp;amp;nbsp;August 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Universität Flensburg |url=https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/portale/studium_und_lehre/dokumente/info-und-beratung/spa-allgemein/antrag-genehmigung-thesis-und-eidesstattliche-erklaerung/eidesstattliche-erklaerung-gesamt.pdf |titel=Eigenständigkeitserklärung |werk=uni-flensburg.de |hrsg=Universität Flensburg |datum=2019-03-23 |abruf=2019-03-23 |sprache=de |archiv-datum=2019-03-23 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190323204814/https://www.uni-flensburg.de/fileadmin/content/portale/studium_und_lehre/dokumente/info-und-beratung/spa-allgemein/antrag-genehmigung-thesis-und-eidesstattliche-erklaerung/eidesstattliche-erklaerung-gesamt.pdf |offline=ja |archiv-bot=2025-05-14 04:26:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ghostwriting-Agenturen agieren als Mittler zwischen den Kunden und Autoren. Dabei existieren verschiedene Arten und Arbeitsweisen, oft am Rande der [[Legalität]], was aber durch die Anbieter oftmals verschleiert wird, etwa wenn Agenturen für akademisches Ghostwriting ihren Kunden lediglich „Beispiele“ für eine akademische Arbeit anbieten, die „selbstverständlich“ nicht eingereicht und als Leistung des Bestellers ausgegeben werden dürfen. Hiermit ist die Pflicht des Anbieters formal erfüllt und er kann beim Auffliegen einer Täuschung darauf verweisen, man habe den Kunden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es nicht erlaubt sei, die Arbeit als eigenes Werk auszugeben (siehe unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Vom Ghostwriting zu unterscheiden ist das [[Plagiat]], also das Abschreiben oder die unerlaubte Nutzung eines bereits anderswo verwendeten oder veröffentlichten Textes oder seiner Teile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es ganz legale Auftragsarbeit wie zum Beispiel in der [[Öffentlichkeitsarbeit]] oder als Autoren für Liedtexte, Kompositionen etc. Dies wird nicht als Ghostwriting bezeichnet. Die Vermittlung erfolgt gelegentlich durch Textbroker oder andere spezialisierte Agenturen bzw. Plattformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensnennung ==&lt;br /&gt;
Ghostwriter erscheinen weder auf dem Bucheinband noch in der Titelei. Der Ghostwriter verpflichtet sich, auf die eigene Urheberschaft des Textes zu verzichten und dem Auftraggeber die Veröffentlichung als sein Eigen zu gestatten. Nach einem Grundsatzurteil des [[Oberlandesgericht Frankfurt am Main|Oberlandesgerichts Frankfurt am Main]] vom 1. September 2009 sei eine solche Vereinbarung nicht zu beanstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&amp;amp;Datum=01.09.2009&amp;amp;Aktenzeichen=11%20U%2051/08 |titel=Rechtsprechung des OLG Frankfurt, 01.09.2009 - 11 U 51/08 |werk=dejure.org |hrsg= |datum= |abruf=2020-06-15 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Fällen wird nicht von Ghostwriting gesprochen, sondern von [[Mehrautorenschaft|Co-Autorenschaft]], etwa, wenn ein bekannter Journalist für die Biografie eines Prominenten als Co-Autor gewonnen wurde. In diesem Fall werden beide Namen angeführt. Gelegentlich werden die Co-Autoren zumindest in einer Danksagung, gelegentlich auch im [[Impressum]] des Buches, namentlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfolgen wissenschaftlichen Ghostwritings ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Dieser Absatz ist falsch, da es im fraglichen Urteil um eine Auseinandersetzung innerhalb eines Forschungsteams geht. Die Darstellung, dass demnach „Ghostwriting-Vereinbarungen im Bereich wissenschaftlicher Schriftwerke zulässig“ seien, lässt sich aus diesem Urteil nicht herleiten. Beitrag bleibt an dieser Stelle unsichtbar stehen, damit sich jeder bei Bedarf davon überzeugen kann.&lt;br /&gt;
Die Rechtsprechung zur Frage, ob Ghostwriting-Vereinbarungen im Bereich wissenschaftlicher Schriftwerke zulässig sind, ist jenseits der Erstellung von Hochschularbeiten bereits im Jahr 2009 vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main als bisher letzte Gerichtsinstanz dem Grunde nach positiv beschieden worden: „Jedenfalls außerhalb des Hochschulbereichs können die Umstände des Einzelfalls auch bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen dazu führen, dass eine sogenannte ‚Ghostwriter-Vereinbarung‘, mit der sich der Urheber zum Verschweigen der eigenen Urheberschaft verpflichtet und dem Namensgeber gestattet, das Werk als eigenes zu veröffentlichen, nicht sittenwidrig ist.“ (Leitsatz)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://beck-online.beck.de/default.aspx?TYP=searchlink&amp;amp;HITLISTHEAD=Zeitschriftendokumente+des+letzten+Jahres+zu+UrhG+%25u00a7%25u00a010.&amp;amp;QUERY=((bcid-bezugsnorm%3ay-100-g-urhg-p-10+AND+domainspace%3a%22300%22)+AND+bezugsdatumnorm%3a%5b20090828+TO+20100828%5d)&amp;amp;rbShowAllContextEntriesSelected=all Oberlandesgerichts Frankfurt am Main: Ghostwriter-Vereinbarung (Leitsatz, 2009, Beck Online)] und [https://openjur.de/u/31385.html Volltext dieses Urteils]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
//--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wer einen wissenschaftlichen Ghostwriter für Hochschularbeiten beschäftigt, macht sich [[Strafbarkeit|strafbar]], wenn er eine [[Versicherung an Eides statt|eidesstattliche Erklärung]] abgibt, dass eine tatsächlich vom Ghostwriter verfasste Hochschularbeit von ihm selbst eigenständig und ohne fremde Hilfe verfasst worden sei. Auch der Ghostwriter macht sich der Beihilfe strafbar, falls ihm dieser Umstand bekannt wird. In der Realität ließe sich eine strafrechtliche Verfolgung dieser Beihilfe jedoch nur sehr schwierig durchsetzen, da sich Ghostwriter und Ghostwriter-Agenturen generell durch vertragliche Bestimmungen und [[allgemeine Geschäftsbedingungen]] absichern, indem dort festgehalten wird, dass die erstellten Arbeiten lediglich als Vorlage genutzt werden dürfen. Ein strafrechtliches Belangen des Ghostwriters würde voraussetzen, dass dieser nachweislich Kenntnis davon gehabt habe, dass die Arbeit ohne Änderungen als eigene Prüfungsleistung eingereicht werden sollte. Durch die zuvor genannten vertraglichen Bestimmungen ist eine solche Kenntnis und damit der [[Vorsatz (Recht)|Vorsatz]] sehr selten nachweisbar.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Den folgenden Satz würde ich, da unbelegt, nicht stehen lassen:&lt;br /&gt;
In der Praxis ist es schwer nachzuweisen, ob eine wissenschaftliche Hochschularbeit nicht von demjenigen verfasst wurde, der als Autor genannt ist.&lt;br /&gt;
// --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Das [[Oberlandesgericht Düsseldorf]] urteilte im Februar 2011, der Begriff „akademischer Ghostwriter“ sei irreführend, weil es diesen Begriff hier an sich nicht geben könne. Der zweite Teil einer Ghostwriter-Vereinbarung könne nicht realisiert werden: Der Namensgeber dürfe das Werk des Ghostwriters nicht als eigenes der (Hochschul-Fach)Öffentlichkeit präsentieren. Jede Ghostwriter-Vereinbarung in diesem Bereich sei damit sittenwidrig und nichtig (und damit illegal).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/duesseldorf/j2011/I_20_U_116_10urteil20110208.html Oberlandesgericht Düsseldorf 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Februar 2011 urteilte das [[Oberlandesgericht Köln]], solange akademische Ghostwriter wissenschaftliche Hochschularbeiten als „Entwürfe und Beispiele&amp;amp;nbsp;(…) an[bieten], die ihre Kunden nicht als eigene Arbeit ausgeben dürfen“, könne sogar die Wortkombination „Diplomarbeit kaufen“ im [[Hypertext Markup Language|HTML]]-Text einer Ghostwriter-Webseite stehen. Ein solcher Anbieter habe „ein berechtigtes Interesse daran, Interessenten illegaler Ghostwriter-Dienstleistungen auf sein legales Angebot an Unterstützung bei der Abfassung wissenschaftlicher Arbeiten hinzuweisen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jurpc.de/jurpc/show?id=20110094 Oberlandesgericht Köln 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Deutscher Hochschulverband|Deutsche Hochschulverband]] hat den [[Legislative|Gesetzgeber]] im Sommer 2012 aufgefordert, hinsichtlich Qualifikationsarbeiten zur Erlangung eines akademischen Grades oder akademischen Titels einen neuen [[Straftatbestand]] „Wissenschaftsbetrug“ zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hochschulverband.de/cms1/pressemitteilung+M56c11ee1774.html |wayback=20130223040623 |text=&amp;#039;&amp;#039;Kempen: „Wissenschaftsbetrug ist kriminell“.&amp;#039;&amp;#039;}} Pressemitteilung des Hochschulverbands vom 6.&amp;amp;nbsp;August 2012, zuletzt abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;Dezember 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Forderung hat der Geschäftsführer des Hochschulverbandes, Michael Hartmer, am 8.&amp;amp;nbsp;April 2015 öffentlich wiederholt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/studium/2015-04/betrug-ghostwriter-michael-hartmer-hochschulverband-verbot &amp;#039;&amp;#039;Betrug – „Die Arroganz vieler Ghostwriter empört mich“.&amp;#039;&amp;#039;] Interview von [[Marie Gamillscheg]] und Oskar Piegsa mit dem Geschäftsführer des deutschen Hochschulverbandes Michael Hartmer, in: Zeit Online Studium, 8. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Der [[österreich]]ische Wissenschaftsminister [[Reinhold Mitterlehner]] ([[Österreichische Volkspartei|ÖVP]]) forderte 2015, dass gegen akademische Ghostwriteragenturen „eine Aufnahme in die Strafbestimmungen des Universitätsgesetzes 2002 (UG) (…) im Zuge einer Novellierung des UG zur Diskussion gestellt werden [wird]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/4892790/UniRessort_Strafen-fur-Ghostwriter-denkbar?from=rss &amp;#039;&amp;#039;Uni-Ressort: Strafen für Ghostwriter denkbar.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Die Presse&amp;#039;&amp;#039;, 22./23. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Novelle des Universitätsgesetzes (UG) wird zukünftig nicht nur den Studenten bestrafen, sondern auch den Ghostwriter oder die Agentur mit einer Geldstrafe von bis zu 60.000 Euro. Allein das gewerbsmäßige Angebot von akademischem Ghostwriting soll bereits sanktioniert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maria Retter |url=https://www.derstandard.at/story/2000124686308/jetzt-wird-es-eng-fuer-geisterschreiber |titel=Jetzt wird es eng für Geisterschreiber |werk=derstandard.at |hrsg=DerStandard |datum=2021-03-08 |abruf=2021-03-11 |sprache=de-AT}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 2021 wurde dementsprechende Regelungen in den §&amp;amp;thinsp;116a des Universitätsgesetzes aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/i/2002/120/P116a/NOR40232399 &amp;#039;&amp;#039;Ghostwriting, §116a UG&amp;#039;&amp;#039;], bei BKA&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Die Schweizer Universitäten [[Universität Bern|Bern]] und [[Universität St. Gallen|St. Gallen]] haben im Mai 2015 gegen einen Anbieter akademischer Ghostwriterdienstleistungen Strafanzeige wegen „Mittäterschaft und Gehilfenschaft zur Urkundenfälschung und Betrug“ bei den jeweiligen [[Kanton (Schweiz)|kantonalen]] Staatsanwaltschaften gestellt. Die betreffende Ghostwriteragentur bezeichnet sich selbst als international und als eine der größten Ghostwriteragenturen im deutschsprachigen Raum bzw. gar als die größte. Während die [[Kanton Zürich|Zürcher]] Staatsanwaltschaft wegen fehlender „Hinweise auf einen konkreten Fall von Ghostwriting“ ihre Ermittlungen Mitte Januar 2016 einstellte, hat die Staatsanwaltschaft St. Gallen „erste Ermittlungen eingeleitet&amp;amp;nbsp;(…) und [nehme] die Sache sehr ernst&amp;amp;nbsp;(…). Man recherchiere zusammen mit der Universität St. Gallen nach Studenten, die gekaufte Arbeiten eingereicht haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.derbund.ch/bern/stadt/keine-zuercher-ermittlungen-gegen-ghostwritingagentur/story/16805770 &amp;#039;&amp;#039;Keine Zürcher Ermittlungen gegen Ghostwriting-Agentur.&amp;#039;&amp;#039;] Zusammenfassend aus &amp;#039;&amp;#039;Der Bund&amp;#039;&amp;#039;, 14. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Tage nach Bekanntwerden dieser [[Strafanzeige|Verzeigung]] leitete das beklagte Unternehmen handelsregisterlich seine [[Liquidation]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fm1today.ch/die-ganze-geschichte-ist-etwas-dubios/112436 &amp;#039;&amp;#039;Die ganze Geschichte ist etwas dubios.&amp;#039;&amp;#039;] FM1 Today, 11. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ghostdating ==&lt;br /&gt;
Eine spezielle Form des Ghostwritings ist das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ghostdating&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Dabei wird eine Person oder Agentur dafür bezahlt, in [[Singlebörse]]n, [[Soziale Medien|sozialen Medien]], [[Chat]]s etc. für eine andere Person schriftlich Kontakte anzubahnen und zu [[flirt]]en. Gründe für einen solchen Auftrag können die fehlenden Kompetenzen, geringe Erfolgsaussichten beim Flirten und Zeitmangel sein. Probleme können dadurch entstehen, dass der Ghostdater falsche Erwartungen weckt oder die Sache aus anderen Gründen auffliegt. Der [[Philosophie]]professor [[Philipp Hübl]] schreibt, dass man sich nicht in den Schreiber, sondern in eine Phantasiegestalt, die man zu den Worten erfindet, verliebe. Ein Ghostdater könne auch als Berater und Unterstützer fungieren. Die Kosten seien allerdings meist übertrieben hoch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=heise online |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ghostdater-flirten-und-faedeln-Dates-fuer-Partnersuchende-ein-3966848.html |titel=Ghostdater flirten und fädeln Dates für Partnersuchende ein |abruf=2018-02-13 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicola Erdmann |Titel=Online-Dating: Fünf Dates sind inklusive – dann kostet es extra |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2013-07-21 |Online=https://www.welt.de/icon/partnerschaft/article118210317/Fuenf-Dates-sind-inklusive-dann-kostet-es-extra.html |Abruf=2018-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Neuer Flirt-Trend ‚Ghost-Dating‘ |Sammelwerk=www.t-online.de |Online=http://www.t-online.de/leben/liebe/id_65080128/ghost-dating-flirt-trend-fuer-faule.html |Abruf=2018-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Literatur ==&lt;br /&gt;
Der [[Protagonist]] in [[Javier Marías]]’ Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Herz so weiß]]&amp;#039;&amp;#039; arbeitet u.&amp;amp;nbsp;a. als Ghostwriter für spanische Politiker und beschreibt in seinem Roman ironisch diese Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jennie Erdal beschreibt in ihrem Roman &amp;#039;&amp;#039;Ghosting&amp;#039;&amp;#039; ihr Leben als Ghostwriterin für einen Londoner Verleger. Sie verfasst für ihn [[Liebesbrief]]e, Zeitungsartikel und Romane. Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten. 2004 ist er auf Deutsch als &amp;#039;&amp;#039;Die Ghostwriterin: Ich war sein Verstand und seine Stimme&amp;#039;&amp;#039; erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Ghost (Roman)|Ghost]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Robert Harris]] wird der Ghostwriter für einen ehemaligen britischen Premierminister, der im Lauf seiner Recherchen brisanten politischen Geheimnissen zu nahe kommt, ebenso wie sein Vorgänger vom [[Central Intelligence Agency|CIA]] umgebracht. Das Buch wurde als &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ghostwriter]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Roman Polański]] verfilmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Redenschreiber]]&lt;br /&gt;
* [[Anerkennung der Urheberschaft#Einzelfälle|Anerkennung der Urheberschaft]] bei Ghostwritern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hansjörg Stolz: &amp;#039;&amp;#039;Der Ghostwriter im deutschen Recht&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1971, ISBN 3-406-00321-4 (Zugleich Dissertation an der Universität Tübingen 1970).&lt;br /&gt;
* Ulrike Mielke: &amp;#039;&amp;#039;Der Schatten und sein Autor: eine Untersuchung zur Bedeutung des Ghostwriters&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Heidelberger Beiträge zur Romanistik, Bd. 30). Lang, Frankfurt am Main [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1995, ISBN 3-631-48374-0 (Zugleich Dissertation an der Universität Heidelberg 1993).&lt;br /&gt;
* Alessandra von Planta: &amp;#039;&amp;#039;Ghostwriter&amp;#039;&amp;#039;. Stämpfli, Bern 1998, ISBN 3-7272-0597-0 (Zugleich Dissertation an der Universität Zürich 1998).&lt;br /&gt;
* Heide Volkening: &amp;#039;&amp;#039;Am Rand der Autobiographie. Ghostwriting – Signatur – Geschlecht&amp;#039;&amp;#039;. Transcript, Bielefeld 2006, ISBN 3-89942-375-5 (Zugleich Dissertation an der Universität München 2003).&lt;br /&gt;
* Andrew Crofts: &amp;#039;&amp;#039;Ghostwriter: schreiben &amp;amp; schreiben lassen&amp;#039;&amp;#039;. Autorenhaus, Berlin 2005, ISBN 3-932909-36-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ghostwriter&amp;#039;&amp;#039;. In: Rainer Schmitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Was geschah mit Schillers Schädel?&amp;#039;&amp;#039;. Eichborn, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-8218-5775-7, S. 531–550.&lt;br /&gt;
* Maria Ottermann: &amp;#039;&amp;#039;Der Werkschöpfer im Arbeits- und Auftragsverhältnis: Die originäre Inhaberschaft des Urheberrechts unter Berücksichtigung des Urheberpersönlichkeitsrechts und des Urheberkollisionsrechts in Deutschland, England und den Niederlanden&amp;#039;&amp;#039;. Nomos Verlag, 2019, ISBN 978-3-7489-0006-1.&lt;br /&gt;
* [[Cornelius Pollmer]], Lena Reuters: &amp;#039;&amp;#039;Rädchen für alles. Wie bitte arbeiten Ghostwriter? Eine Annäherung aus gegebenem Anlass&amp;#039;&amp;#039;. SZ, 13. Juli 2021, S. 11.&lt;br /&gt;
* [[Astrid Herbold]]: &amp;#039;&amp;#039;Zehntausend am Tag&amp;#039;&amp;#039;, Beitrag aus eigener Erfahrung als Ghostwriter. In: [[Das Magazin (Deutschland)|Das Magazin]], März 2024, ab S. 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4157321-3}}&lt;br /&gt;
* [[Die Presse]]: [http://diepresse.com/home/kultur/literatur/751364/Die-guten-Geister-der-Literatur?_vl_backlink=/home/kultur/literatur/index.do „Die guten Geister der Literatur“] vom 21.&amp;amp;nbsp;April 2012.&lt;br /&gt;
* [[Der Spiegel]]: [http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/ghostwriter-doktorarbeiten-fuer-intellektuelle-nieten-a-883008.html „Geheimberuf Doktormacher. Ich verhelfe Nieten zum Karriereschub“] vom 13.&amp;amp;nbsp;Februar 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4157321-3|LCCN=sh85054824}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ghostwriter| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistungsberuf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Langusto</name></author>
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