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	<title>Ghichak - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T03:40:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ghichak&amp;diff=1221134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Unterscheidung */ Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-11-11T12:17:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Unterscheidung: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2GhichakGurminj.jpg|mini|hochkant|Zweisaitige &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; mit rechteckigem Blechkorpus, daneben dreisaitige &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; mit rechteckigem Holzkorpus. [[Gurminj-Museum    |Gurminj-Musikinstrumentenmuseum]] in Duschanbe, Tadschikistan]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ghichak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ghidjak, gidzhak, gijak, ghaichak&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ghaychak&amp;#039;&amp;#039;, {{faS|قيچک|w=ghitschak|d=qīčak, qaičak}}, auch {{faS|غيژک|w=ghischak|d=ġīžak, ġaižak}}, ist eine Bezeichnung für regional unterschiedliche indoiranische [[Streichinstrument]]e, die zwischen zwei und zehn Saiten besitzen und insbesondere in [[Afghanistan]], den angrenzenden Ländern [[Zentralasien]]s, wie [[Usbekistan]] und [[Tadschikistan]], sowie in der südostiranischen Region [[Sistan und Belutschistan|Belutschistan]] vorkommen. Der Name setzt sich aus dem Wort &amp;#039;&amp;#039;qīč&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;qaič&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;ġīž&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ġaiž&amp;#039;&amp;#039; und dem [[Suffix]] &amp;#039;&amp;#039;ak&amp;#039;&amp;#039; zusammen, das im [[Persische Sprache|Persischen]] (Dari) als Verkleinerungsform verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GhichakShahidi.jpg|mini|hochkant|Dreisaitige &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; mit rundem Korpus. Ziyadullo-Shahidi-Hausmuseum in [[Duschanbe]], Tadschikistan]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; wird je nach Region eine Streich[[Lauteninstrument|laute]] mit einfachem Korpus verstanden, wie die nordafghanischen Stachelfideln, die mit einer Blechbox als Resonanzkörper versehen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digitalcollections.lib.washington.edu/cdm/singleitem/collection/ethnomusic/id/116/rec/1 &amp;#039;&amp;#039;Ghichak.&amp;#039;&amp;#039;] University of Washington (Abbildung)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das sind zweisaitige Fideln, die von [[Tadschiken]] in den nordafghanischen Bergen mit Schwerpunkt in der Provinz [[Badachschan]] und in der [[Tadschikische Musik|tadschikischen Musik]] von [[Berg-Badachschan]] verwendet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Slobin: &amp;#039;&amp;#039;Music in the Culture of Northern Afghanistan.&amp;#039;&amp;#039; University of Arizona Press, Tucson 1976, S. 243–248&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu zählen auch Streichlauten vom [[Rabāb]]-Typ mit einem Korpus aus Holz wie die persische &amp;#039;&amp;#039;[[kamantsche]]&amp;#039;&amp;#039;, die im afghanischen [[Herat]] &amp;#039;&amp;#039;gheichak&amp;#039;&amp;#039; genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Tadschiken in den Städten und in [[Usbekistan]] werden drei- und viersaitige &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; mit kreisrundem Korpus gespielt. Dieser Typ von Stachelfideln mit einem runden Resonanzkörper wird in [[Persische Miniaturmalerei|persischen Miniaturen]] aus dem 15. Jahrhundert dargestellt. Beide Typen sind Spießgeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiervon unterscheidet sich der Sarinda-Typ, eine Kurzhalslaute, die nach der zwischen Iran und Nordindien verbreiteten &amp;#039;&amp;#039;[[sarinda]]&amp;#039;&amp;#039; benannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Baily]]: &amp;#039;&amp;#039;Music of Afghanistan: Professional Musicians in the City of Herat.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1988, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; entspricht der oben abgebildeten &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; und hat einen doppelten Resonanzkörper. Zu diesem Instrumententyp gehören das afghanische Zupfinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[Rubab|rubāb]]&amp;#039;&amp;#039; und die kasachische &amp;#039;&amp;#039;[[kobys]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ghichak in Nordafghanistan ==&lt;br /&gt;
Zentraler Herstellungsort für &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039;, die aus einem Holzstab mit einem Blechkanister als Resonator bestehen, ist [[Cholm (Afghanistan)|Chulm]] (früher Taschqurghan) in der [[Balch (Provinz)|Provinz Balch]]. Das Instrument besteht aus einem 70 bis 75 cm langen, bunt bemalten Stab aus [[Maulbeerbaum]]holz, an dessen oberem Ende gedrechselte Verzierungen und zwei seitlich gegenüberliegende Holzstifte als [[Wirbel (Bauteil)|Wirbel]] angebracht sind. Es gibt grüne, gelbe, schwarze und rote Streifenmuster. Am unteren Ende des Stabes wird ein Abschnitt etwas verjüngt und bleibt unbemalt. Der Blechkanister wird jetzt an der Breitseite durchbohrt und bis zum Anschlag auf den Stab geschoben. In den Stab wird in ein vorbereitetes Loch am unteren Ende ein langer Nagel geschlagen, um den ein Metalldraht gewickelt wird, dessen beide Enden nach oben zu den Wirbeln geführt werden. Auf der Blechdose muss jetzt nur noch ein hölzerner [[Steg (Saiteninstrument)|Steg]] unter den Saiten eingeklemmt werden. Die Länge des Stabes ist standardisiert, die Größe des Resonanzkörpers reicht von kleinen runden Konservendosen bis zu rechteckigen Ölkanistern. Der Bogen (&amp;#039;&amp;#039;kaman,&amp;#039;&amp;#039; {{faS|کمان}}, abgeleitet mit der Verkleinerungsform &amp;#039;&amp;#039;cha:&amp;#039;&amp;#039; die Fidel  &amp;#039;&amp;#039;kamancha&amp;#039;&amp;#039;) wird üblicherweise vom Spieler selbst hergestellt: Pferdehaar wird an den Enden eines Holzstabes befestigt, indem dieser mit Stoffband umwickelt wird. Der Bogen wird durch Fingerzug während des Spiels gespannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nordöstlichste Provinz [[Badachschan]] ist das Zentrum der Blechkanister-Ghichak, von wo sich das Instrument in den 1930er Jahren im Norden zu verbreiten begann. Der [[Paschtunen|paschtunische]] Musiker Baba Naim aus dieser Provinz entwickelte für sich selbst ein neues Modell mit einem Holzkorpus, der mit Fell bespannt ist und einen festen Steg besitzt. Zusätzlich verlaufen bei seinem Instrument acht [[Resonanzsaite]]n zu seitlich am Hals angebrachten Wirbeln. Damit trat Baba Naim in den 1970er Jahren in [[Kabul]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Baba Naim: Titel 3 und 5 &amp;#039;&amp;#039;Felak&amp;#039;&amp;#039;. Ghichak und Gesang. Aufnahmen von Mark Slobin 1968 auf der Doppel-CD &amp;#039;&amp;#039;Afghanistan Untouched.&amp;#039;&amp;#039; Traditional Crossroads (CD 4319), 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ghaychak.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Ghichak&amp;#039;&amp;#039; vom [[Sarinda]]-Typ]]&lt;br /&gt;
In der [[Afghanische Musik|afghanischen Musik]] im Norden des Landes werden &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kamantsche&amp;#039;&amp;#039; im Schneidersitz auf dem Boden gespielt, wobei das Instrument senkrecht gehalten und der Stachel auf einem Fuß aufgesetzt wird. Beim Spielen auf einem Stuhl sitzend wird es auf einem Oberschenkel aufgestellt. Die meiste Zeit werden beide Saiten gleichzeitig gestrichen, durch Drehung des Instruments in Längsachse kann eine Saite bevorzugt werden. Durch den großen Abstand der Saiten vom Hals kann mit den Fingern der linken Hand praktisch nur in der ersten Lage gegriffen werden, wodurch der Tonumfang auf weniger als eine Oktave begrenzt wird. Die beiden Saiten werden im [[Quarte|Quart]]-Abstand gestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionelle Musik der Teehäuser (&amp;#039;&amp;#039;Samowad&amp;#039;&amp;#039; im Norden, sonst &amp;#039;&amp;#039;Chaikhana&amp;#039;&amp;#039;) in Afghanisch-Turkestan und Teilen von Badachschan und Tadschikistan, die an den wöchentlichen Markttagen aufgeführt wurde, bestand aus den fünf Hauptinstrumenten &amp;#039;&amp;#039;[[dambura]]&amp;#039;&amp;#039; (zweisaitige gezupfte Laute), &amp;#039;&amp;#039;ghichak, [[zerbaghali]]&amp;#039;&amp;#039; (einfellige Handtrommel, meist aus Ton), einem Paar Hand[[zimbel]]n (persisch: &amp;#039;&amp;#039;zang,&amp;#039;&amp;#039; [[hindi]]: &amp;#039;&amp;#039;tal&amp;#039;&amp;#039;, [[Usbekische Sprache|usbekisch]]: &amp;#039;&amp;#039;tüsak&amp;#039;&amp;#039;) und einer Glöckchenkette an der rechten Hand des Dambura-Spielers (&amp;#039;&amp;#039;zang-i kaftar&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Slobin: &amp;#039;&amp;#039;Music in the Culture of Northern Afghanistan.&amp;#039;&amp;#039; University of Arizona Press, Tucson 1976, S. 64–66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ghichak&amp;#039;&amp;#039; vom Sarinda-Typ ohne Stachel werden beim Sitzen im Schneidersitz auf dem linken Oberschenkel aufgestellt. &amp;#039;&amp;#039;[[Sarangi]], [[dilruba]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[esraj]]&amp;#039;&amp;#039; könnten von dem Sarinda-Typ der &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; weiterentwickelte Streichinstrumente in Nordindien sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* Ochilbek Matchonov: &amp;#039;&amp;#039;Music from Central Asia. Uzbekistan on the Silk Road.&amp;#039;&amp;#039; ARC Music 2005&lt;br /&gt;
* Mehri Maftun: &amp;#039;&amp;#039;Music from Afghan Badakhshan. Az sharâre chasm-e tu sokhtam. I am burning from the sparks of your eyes.&amp;#039;&amp;#039; Feldaufnahmen von Jan van Belle 2003. Ethnic Series. PAN Records 2005 (PAN 2105)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Baily]], Razia Sultanova: &amp;#039;&amp;#039;Ghidjak.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online&amp;#039;&amp;#039;, 2001&lt;br /&gt;
* Nasser Kanani: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle persische Kunstmusik: Geschichte, Musikinstrumente, Struktur, Ausführung, Charakteristika.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gardoon Verlag, Berlin 2012, S. 169–171 („Gheytschak“)&lt;br /&gt;
* Hiromi Lorraine Sakata: &amp;#039;&amp;#039;Afghan Musical Instruments: Ghichak and Saroz.&amp;#039;&amp;#039; Afghanistan Journal Graz, 6 (3) 1979, S. 84–86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ghaychak|Ghichak}}&lt;br /&gt;
* Mark Slobin: [http://afghanistan.wesleyan.edu/afghanistan/cgi-bin/slobinsearch.cgi?searchstring=ghichak &amp;#039;&amp;#039;Ghichak. Music in the Afghan North 1967–72.&amp;#039;&amp;#039;] Fotos von Baba Naim und seiner Ghichak-Spezialanfertigung, um 1971&lt;br /&gt;
* John Baily: [http://www.mikalina.com/tmp_mikalina/Texts/music-afghanistan.htm &amp;#039;&amp;#039;Afghan music before the war.&amp;#039;&amp;#039;] mikalina.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Afghanistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Streichinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauteninstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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