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	<title>Gherardo Bueri - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:05:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Shaun92 am 31. Dezember 2024 um 18:28 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gherardo Bueri&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1393]] in [[Florenz]]; † [[1449]] in [[Lübeck]]) war ein Kaufmann und Bankier des 15. Jahrhunderts, der in der [[Hansestadt]] Lübeck tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Die Hansestädte an der Ostsee fanden im [[Spätmittelalter]] wegen des religiösen [[Zinsverbot]]s nur schwer Anschluss an das Bankensystem, das die Italiener über die internationalen Handelsplätze ([[Brügge]], [[Republik Venedig|Venedig]], [[Barcelona]], [[London]], [[Genf]] usw.) entwickelt hatten. Das fast vollständige Fehlen von Banken in Deutschland, die in dieses Netzwerk eingebunden waren, ist es, was die Person Gherardo di Nicola Bueris für die Wirtschaftsgeschichte Lübecks und der [[Hanse]] heraushebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bueri kam von Venedig nach Lübeck, wo er um 1407 als Angestellter der Medici-Niederlassung erwähnt wird. Deswegen wurde er auch &amp;#039;&amp;#039;Gerhard de Wale&amp;#039;&amp;#039;, also der Welsche genannt. Die in der Literatur behauptete Tätigkeit Bueris in Brügge beruht auf der Verwechslung mit einem Kaufmann namens de Buur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bueri, ein enger Verwandter der [[Medici]],&amp;lt;ref&amp;gt;Cosimo Medicis Vater [[Giovanni di Bicci de’ Medici]] war mit Piccarda Bueri verheiratet.&amp;lt;/ref&amp;gt; gründete um das Jahr 1410 gemeinsam mit &amp;#039;&amp;#039;Ludovico Baglioni&amp;#039;&amp;#039; aus [[Perugia]] in Lübeck eine [[Bank]]. Offensichtlich hatte [[Giovanni di Bicci de’ Medici]]  einen direkten Einfluss auf dieses Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Baglioni (Beiname: &amp;#039;&amp;#039;Il collettore&amp;#039;&amp;#039;) war bereits seit 1402 von Lübeck aus im Auftrag von Papst [[Bonifatius IX.]] als [[Apostolischer Nuntius|päpstlicher Nuntius]] für den Transfer in Skandinavien erhobener Kollekten wie den [[Peterspfennig]] nach Rom zuständig.&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwas später heiratete er die Tochter eines [[Lübecker Bürgermeister]]s und erwarb im Jahr 1428 auch das Bürgerrecht Lübecks. Er war Eigentümer des Grundstücks [[Aegidienstraße 22]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bank entwickelte sich aufgrund der guten Geschäftsverbindungen mit dem Bankhaus der Medici und zum [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]] gut, litt aber unter den wechselhaften Beziehungen zwischen Deutschland und dem Papsttum während des [[Schisma]]s von [[Amadeus VIII.|Felix V.]] Daneben wurden auch Warengeschäfte getätigt, unter anderem mit Rosenkränzen aus [[Bernstein]] und Fellen aus Russland. Zentraler Umschlagplatz all seiner Geschäfte war Venedig. Die Aktivitäten erstreckten sich neben den italienischen Bank- und [[Handelsplatz|Handelsplätzen]] auf [[Basel]] und Brügge. Die Bank war damit binnen kurzem für den Handel der Städte von Lüneburg über Lübeck bis nach Danzig und deren Kaufleute als Zahlstelle und Kreditgeber von nicht unerheblicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bank wurde nach Bueris Tod 1449 von &amp;#039;&amp;#039;Benedict Stefani&amp;#039;&amp;#039; aus [[Lucca]] als Beauftragtem [[Cosimo de’ Medici|Cosimos von Medici]] und seiner [[Banco Medici|Banca dei Medici]] als Gläubigerin [[Liquidation|liquidiert]]. Fortgesetzt wurde seine wirtschaftliche Aktivität bis 1472 durch seinen ehemaligen Angestellten Francesco di Filippo Rucellai. Dieser arbeitete jedoch nicht mehr als Korrespondent der Medici-Bank in Lübeck, sondern arbeitete mit dem in [[Rom]] tätigen Tommaso Spinelli zusammen. Versuche von Lübecker Bürgern, unter Führung von Bürgermeister [[Hinrich Castorp]] unter eigenem finanziellen Engagement&amp;lt;ref&amp;gt;Sie stellten eine vom Rat geforderte Bürgschaft über 6.000 Mark lübisch.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit &amp;#039;&amp;#039;[[Godeman van Buren]]&amp;#039;&amp;#039; einen Nachfolger zu installieren, scheiterten mit der [[Insolvenz]] van Burens 1472. Danach führten oberdeutsche Kaufleute, wie die aus Nürnberg kommenden [[Mathias Mulich|Brüder Mulich]] diese Finanzgeschäfte vom Platz [[Reichsstadt Nürnberg|Nürnberg]] aus fort.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Verlagerung der Handels- und Finanzwege auf den Messeplatz Frankfurt und die süddeutschen Städte war nicht zuletzt Folge der politischen Unsicherheit (Zerfall [[Haus Burgund|Burgunds]])  und wirtschaftlichen Rezession in Brügge aufgrund der [[Rosenkriege]] und der damit in Zusammenhang stehenden Bankenzusammenbrüche, nicht zuletzt der Banca dei Medici selbst. Vgl. Michael North: &amp;#039;&amp;#039;Oberdeutsche Konkurrenz&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Die Hanse - Lebenswirklichkeit und Mythos&amp;#039;&amp;#039; S. 161–164&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1619 übernahm die [[Hamburger Bank]] diese internationale Zahlungs- und Verrechnungsstellenfunktion für die nordostdeutschen Hansestädte bis zur Gründung der [[Reichsbank]] (1875).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jörgen Bracker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Hanse – Lebenswirklichkeit und Mythos.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde., Hamburg 1989. In: &amp;#039;&amp;#039;Katalog der Ausstellung des Museums für Hamburgische Geschichte in Hamburg 24. August – 24. November 1989.&amp;#039;&amp;#039; Textteil in 4. Auflage, Schmidt-Römhild, Lübeck 2006.&lt;br /&gt;
* [[Philippe Dollinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Hanse.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage Stuttgart 1976, ISBN 3520371022.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Fouquet]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Italiener in Lübeck: der Florentiner Gherardo Bueri (gest. 1449).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 78 (1998), S. 187–220 ([https://vlga.de/file/zvlga_78_1998.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Kurt Weissen]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe in Lübeck lebender Florentiner Kaufleute an die Medici (1424–1491).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 83 (2003), S. 53–81 ([https://vlga.de/file/zvlga_83_2003.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1063213177|VIAF=311739707}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bueri, Gherardo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Hanse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1393]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1449]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bueri, Gherardo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Boeris, Gerardus de&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kaufmann und Bankier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1393&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Florenz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1449&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lübeck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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