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	<title>Ghatam - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T02:59:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ghatam&amp;diff=296093&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: /* Herkunft und Verbreitung */ wikilink</title>
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		<updated>2024-05-03T12:44:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft und Verbreitung: &lt;/span&gt; wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ghatam.jpg|mini|Ghatam]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ghatam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{saS|घट}}, [[IAST]] &amp;#039;&amp;#039;ghāṭa&amp;#039;&amp;#039;, {{taS|கடம்|ghaḍam}}, {{knS|ಘಟ|ghaṭa}}, {{teS|ఘటం|ghaṭaṁ}}), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kudam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein aus rotem Ton gebrannter Tontopf, der in der süd[[Indische Musik|indischen Musik]] als Perkussionsinstrument verwendet wird und zu den Aufschlag[[idiophon]]en gehört. Meistens wird der &amp;#039;&amp;#039;ghatam&amp;#039;&amp;#039; auf dem Schoß oder auf einem Standring (&amp;#039;&amp;#039;vattam&amp;#039;&amp;#039;) mit den Fingern angeschlagen, wobei man beim Schlagen auf verschiedene Teile des Korpus unterschiedliche Tonhöhen und Klangvariationen erzielen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform und Spielweise ==&lt;br /&gt;
Der dickwandige Wasserkrug aus Ton besitzt einen halbrunden Boden und verjüngt sich an der Oberseite zu einer Öffnung mit einem kurzen Hals, der in einem Wulstrand endet. Wenn die gerade Fläche unterhalb des Halses mit dem Handballen angeschlagen wird, entsteht ein warmer Basston, der &amp;#039;&amp;#039;gumki&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Mit den Fingerkuppen werden in der Mitte des Topfes hell klingende Töne produziert. Der Topf lagert beim Spielen mit der Öffnung leicht schräg zum Oberkörper des auf dem Boden sitzenden Spielers. Bringt er die Öffnung nahe an den nackten Oberbauch, so kann er den Klang durch Öffnen und Schließen des Schalllochs variieren. Niemals wird von oben auf den Rand geschlagen. Der Hals heißt &amp;#039;&amp;#039;kaguthu&amp;#039;&amp;#039;, der dicke Korpus &amp;#039;&amp;#039;uddambu&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;ghatam&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Karnatische Musik|klassischen Musik Südindiens]] gespielt, häufig zusammen mit anderen Perkussionsinstrumenten wie der Doppelkonustrommel &amp;#039;&amp;#039;[[mridangam]]&amp;#039;&amp;#039; und der Rahmentrommel &amp;#039;&amp;#039;[[kanjira]]&amp;#039;&amp;#039;. Typisch ist das &amp;#039;&amp;#039;sawal-jawab&amp;#039;&amp;#039; („Frage und Antwort“) genannte Zusammenspiel, bei dem sich die Perkussionsinstrumente improvisierte rhythmische Phrasen zuspielen und sie weiterentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Ghatam-Spielern zählt [[Bangalore K. Venkataraman]]. In der westlichen Sphäre wurde der &amp;#039;&amp;#039;ghatam&amp;#039;&amp;#039; unter anderem einem größeren Hörerkreis nahegebracht durch [[Vikku Vinayakram]] in der von dem Jazzgitarristen [[John McLaughlin (Musiker)|John McLaughlin]] gegründeten Formation [[Shakti (Band)|Shakti]]. Ein anderer &amp;#039;&amp;#039;ghatam&amp;#039;&amp;#039;-Spieler im Jazz ist [[Ramesh Shotham]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Tontopf-Perkussionsinstrumente werden in alten [[Sanskrit]]-Texten wie dem &amp;#039;&amp;#039;[[Natyashastra]]&amp;#039;&amp;#039;, einem um die Zeitenwende entstandenen Werk für Musik und Tanz, &amp;#039;&amp;#039;bhanda vadyam&amp;#039;&amp;#039; („Gefäß-Musikinstrument“) genannt. Am Osttor des großen [[Stupa]]s von [[Sanchi]] aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. ist an der Außenseite am untersten Architrav ein langes Relief zu sehen, das zu den bedeutendsten Abbildungen der altindischen Musikkultur gehört. Es zeigt an der linken Seite einen Zug von 17 Musikern, die Trompeten, [[Schneckenhorn|Schneckenhörner]], Querflöten, [[Sanduhrtrommel|sanduhrförmige]] und zylindrische Trommeln spielen. An der Spitze der Prozession gehen vier Musiker, die Tontöpfe in der Form heutiger &amp;#039;&amp;#039;ghatam&amp;#039;&amp;#039; in den Händen halten. Da es sich um eine Opferprozession handelte, dürften die Tontöpfe in diesem Fall nicht als Musikinstrumente, sondern als Behältnisse für flüssige Opfergaben gedient haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Kaufmann (Komponist)|Walter Kaufmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Altindien. Musikgeschichte in Bildern.&amp;#039;&amp;#039; Band II. &amp;#039;&amp;#039;Musik des Altertums.&amp;#039;&amp;#039; Lieferung 8. Hrsg. Werner Bachmann. VEB Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1981, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der indischen Klassifizierung der Musikinstrumente gehört der &amp;#039;&amp;#039;ghatam&amp;#039;&amp;#039; zu den &amp;#039;&amp;#039;ghana vadya&amp;#039;&amp;#039;, den [[Idiophon]]en, die nicht gestimmt werden können. Das ursprünglichste &amp;#039;&amp;#039;ghana vadya&amp;#039;&amp;#039; ist der menschliche Körper, dessen Bewegungen – etwa Händeklatschen – rhythmische Muster nach seit Alters her streng festgelegten Prinzipien hervorbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiten Teilen Indiens werden ähnliche Tontöpfe in der Volksmusik eingesetzt. Das nordindische Gegenstück zum &amp;#039;&amp;#039;ghatam&amp;#039;&amp;#039; heißt auf [[Hindi]] &amp;#039;&amp;#039;matka&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;matki&amp;#039;&amp;#039;). In [[Goa]] besitzt die Tontrommel &amp;#039;&amp;#039;[[ghumat]]&amp;#039;&amp;#039; zwei Öffnungen, von denen eine mit einer Tierhaut bespannt ist. Sie wird immer zusammen mit der [[Röhrentrommel]] &amp;#039;&amp;#039;[[Samel (Trommel)|samel]]&amp;#039;&amp;#039; gespielt. Mit der &amp;#039;&amp;#039;ghumat&amp;#039;&amp;#039; verwandt ist die &amp;#039;&amp;#039;[[mizhavu]]&amp;#039;&amp;#039; aus [[Kerala]], deren Korpus aus Kupfer besteht. Die enge Öffnung des vasenförmigen Instruments ist ebenfalls mit Haut bespannt. Weitere indische Perkussionsinstrumente mit einem Ton- oder Metalltopf als Resonator sind: &amp;#039;&amp;#039;gagri&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;gagra&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;pabuji ki mate&amp;#039;&amp;#039; in [[Rajasthan]] (gespielt von Glaubensanhängern des epischen Helden Pabuji), &amp;#039;&amp;#039;gummati&amp;#039;&amp;#039; in [[Andhra Pradesh]], &amp;#039;&amp;#039;kudamuzha&amp;#039;&amp;#039; in [[Tamil Nadu]] und &amp;#039;&amp;#039;noot&amp;#039;&amp;#039; in [[Kaschmir]] und in [[Sindh]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pot-drum.&amp;#039;&amp;#039; In: Late Pandit Nikhil Ghosh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopaedia of the Music of India. Saṅgīt Mahābhāratī.&amp;#039;&amp;#039; Band 3 (P–Z) Oxford University Press, Neu-Delhi 2011, S. 820&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Unterschied zum &amp;#039;&amp;#039;ghatam&amp;#039;&amp;#039; schlägt der sich auf dem &amp;#039;&amp;#039;noot&amp;#039;&amp;#039; begleitende Sänger auf die Öffnung und an die Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bigamudre Chaitanya Deva: &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; National Book Trust, Neu-Delhi 1977, S. 15, 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Tontopf dient auch als Resonator für den in [[Kerala]] und [[Tamil Nadu]] bei einer eigenen Volksliedtradition der Männer gespielten [[Musikbogen]] namens &amp;#039;&amp;#039;[[Villu Pattu|villadi vadyam]]&amp;#039;&amp;#039; und bei dem von Frauen im zentralindischen Distrikt [[Bastar (Distrikt)|Bastar]] zur rhythmischen Begleitung epischer Gesänge verwendeten Musikbogen &amp;#039;&amp;#039;[[dhankul]]&amp;#039;&amp;#039;. Eine besondere Art von Tontrommel, die über eine Saite angeregt wird, heißt &amp;#039;&amp;#039;pulluvan kudam&amp;#039;&amp;#039;. Dieses Instrument gehört zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Ektara (Zupftrommel)|ektara]]&amp;#039;&amp;#039; genannten Zupftrommeln und wird in Kerala von der Gemeinschaft der Pulluvan zusammen mit der einsaitigen Fiedel &amp;#039;&amp;#039;[[pulluvan vina]]&amp;#039;&amp;#039; in der Ritualmusik verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Westafrika werden Tontöpfe ebenfalls als Rhythmusinstrumente verwendet. In [[Togo]] begleitet sich der traditionelle Sänger auf einem &amp;#039;&amp;#039;atukpen&amp;#039;&amp;#039; und der nigerianische &amp;#039;&amp;#039;[[udu]]&amp;#039;&amp;#039; bietet durch ein zusätzliches seitliches Schallloch vielfältige Klangvariationen. In den arabischen [[Persischer Golf|Golfländern]] begleiten Perlentaucher ihre Arbeiterlieder mit aufrecht stehenden Wassertöpfen aus Ton (arabisch &amp;#039;&amp;#039;jaḥla,&amp;#039;&amp;#039; Pl. &amp;#039;&amp;#039;jaḥlāt&amp;#039;&amp;#039;), Kesseltrommeln (&amp;#039;&amp;#039;[[Tabl|ṭabl]]&amp;#039;&amp;#039;) und kleinen Zylindertrommeln (&amp;#039;&amp;#039;[[mirwas]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alastair Dick: &amp;#039;&amp;#039;Ghaṭa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlagidiophon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aerophon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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