<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gezeitenm%C3%BChle</id>
	<title>Gezeitenmühle - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gezeitenm%C3%BChle"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gezeitenm%C3%BChle&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T02:50:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gezeitenm%C3%BChle&amp;diff=1111744&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lehmann27: Korrektur Ortsangabe plus Verlinkung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gezeitenm%C3%BChle&amp;diff=1111744&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-29T14:12:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur Ortsangabe plus Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Birlot-174.JPG|mini|hochkant=1.3|Gezeitenmühle von Birlot, [[Île de Bréhat]], Frankreich]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gezeitenmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seltener auch &amp;#039;&amp;#039;Tide(n)mühle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Flutmühle&amp;#039;&amp;#039; genannt) wird periodisch mittels [[Ebbe]] und [[Flut]] an [[Küste]]n mit ausreichendem [[Tidenhub]] angetrieben. Sie ist mit herkömmlichen [[Wassermühle]]n verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Gezeitenmühlen lagen gewöhnlich in den Mündungen von [[Tidefluss|Tideflüssen]], weit genug vom Meer entfernt, um negative Einflüsse des Wellenganges zu vermeiden, und nahe genug, um den Tidenhub zu nutzen.&lt;br /&gt;
Durch einen Damm mit einer Schleuse wurde überflutetes Gebiet oder ein Teil eines [[Ästuar]]s zu einem Staubecken gemacht. Die Flut strömt durch die Schleuse, welche sich automatisch schließt, wenn die Tide zurückgeht, in den Mühlenweiher. Bei niedrigem Wasserstand kann man das aufgestaute Wasser über das Mühlrad zurückströmen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Molino de mareas.jpg|mini|Meermühle (Molino de mareas) in [[Isla Cristina]] (Huelva) Spanien]]&lt;br /&gt;
Gezeitenmühlen kommen in Europa an den Küsten des Atlantiks zwischen den [[Britische Inseln|Britischen Inseln]] und [[Portugal]] (Alhos Vedros, Alqueidão (Figueira da Foz), Corroios, Mourisca, Olhão) vor. Die bislang früheste archäologisch dokumentierte Gezeitenmühle wurde auf dem Gelände des [[Nendrum-Kloster]]s auf einer Insel im [[Strangford Lough]] in [[Nordirland]] entdeckt. Sie wurde [[Dendrochronologie|dendrochronologisch]] auf 619–621 n. Chr. datiert. Ihre [[Mühlstein]]e haben einen Durchmesser von 830&amp;amp;nbsp;mm, und das [[Horizontalwassermühle|horizontale Rad]] konnte eine [[Leistung (Physik)|Spitzenleistung]] von etwa 0,65&amp;amp;nbsp;kW entwickeln. Eine ähnlich alte Mühle (aus dem Jahr 619) wird im [[Domesday Book]] (1086) erwähnt und stand im Hafen von [[Dover]]. Möglicherweise wurde die Kraft der Gezeiten in [[England]] (4 Mühlen) und Frankreich (etwa 70 Moulins à marée) bereits im 6. Jahrhundert genutzt. Dass sie bereits von den [[Römisches Reich|Römern]] genutzt wurden, ist unwahrscheinlich, da die mediterranen Kulturen keine Gezeitensituation vorfanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kentarchaeology.ac/authors/005.pdf |wayback=20110517013738 |text=Spain, Rob: „A possible Roman Tide Mill“, Paper submitted to the &amp;#039;&amp;#039;Kent Archaeological Society&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-11-08 05:00:52 InternetArchiveBot }} (PDF; 1,9&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen [[Mittelalter]] wurden sie zum Mahlen von [[Getreide]] oder [[Gewürz]]en, später auch als Antrieb für [[Hammerschmiede|Hammer]]- und [[Sägewerk]]e in der Papier- und Stoffindustrie genutzt. Aus dieser Zeit stammt auch die Gezeitenmühlen von Yellow Walls bei [[Malahide]] im [[County Fingal]] in Irland. Die Gezeitenmühle von Cave Marsh ist eine der vier in der Nähe der Broad-Mündung. Die anderen sind Kilcrea, Lissenhall Great und Ballymadrough/Seapoint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Britische Inseln ===&lt;br /&gt;
Im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] sind noch vier Gezeitenmühlen erhalten:&lt;br /&gt;
* die [[Carew Castle#Carew Cross und Gezeitenmühle|Carew Tidal Mill]] in [[Wales]], heute ein Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== England ====&lt;br /&gt;
* in [[Woodbridge (Suffolk)|Woodbridge]] bei [[Ipswich]]&lt;br /&gt;
* Eling tide mill bei [[Lymington]] bei [[Southampton]]&lt;br /&gt;
* am [[River Lea (Themse)|River Lea]] im Osten [[London]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gezeitenmühle von Woodbridge im Mündungsgebiet des [[Deben (Fluss)|Deben]] wurde um 1170 erbaut und 1792 wieder aufgebaut. Sie ist ein Museum in städtischem Besitz und öffentlich zugänglich. Nur die „Eling Tide Mill“ arbeitet heute noch. Diese Mühle wurde erstmals 1086 urkundlich erwähnt; der heutige Bau stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Flutmühle landeinwärts am River Lea liegt mitten im Londoner Industriegebiet [[Bromley-by-Bow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In London gab es viele Gezeitenmühlen, einschließlich zweier an der [[London Bridge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Bodior Tide Mill}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Irland ====&lt;br /&gt;
* Nendrum Monastery mill&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schottland ====&lt;br /&gt;
* Burntisland, {{Canmore|164468}}&lt;br /&gt;
* Fife Ness, {{Canmore|35359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankreich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint-Suliac moulin à marée de Beauchet.JPG|mini|Gezeitenmühle von Beauchet]]&lt;br /&gt;
In [[Frankreich]] gab/gibt es etwa 70 „Moulins à marée“&amp;lt;ref&amp;gt;Liste des moulins à marée de France&amp;lt;/ref&amp;gt; in der [[Bretagne]] sind es u.&amp;amp;nbsp;a.: Berno auf der [[Île d’Arz]], [[Mühle von Beauchet|Beauchet]], Birlot auf der [[Île-de-Bréhat]], Campen, Cantizac, Coët Courzo, [[Gezeitenmühle von Hénan|Hénan]], Kervillo, Prat in [[La Vicomté-sur-Rance]], [[Le Hézo]], Le Lindin, Loges, Loix, Ludre, Melin Vor, Mériadec, [[Noyalo-Kerentrech]], Paluden, Pen Castel, Pomper, Pont und Traou-Meur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Die letzte und lange Zeit einzige Gezeitenmühle in Deutschland war die &amp;#039;&amp;#039;Sierkesche Mühle&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Au-Mühle&amp;#039;&amp;#039; genannt), eine Wassermühle am &amp;#039;&amp;#039;Marschdamm&amp;#039;&amp;#039; bei [[Horneburg]] in Niedersachsen ({{Coordinate|text=/|NS=53.510395|EW=9.588752|type=landmark|name=Sierkesche Mühle|region=DE-NI}}). Sie nutzte die Kraft der Flut, welche von der [[Unterelbe]] durch die [[Lühe (Fluss)|Lühe]] bis in die &amp;#039;&amp;#039;[[Aue (Lühe)|Alte Aue]]&amp;#039;&amp;#039; hineindrückt. Die 1877 errichtete Mühle wurde nach der Stilllegung des Betriebes zu einem Wohngebäude umgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.horneburg.de/s_flecken-horneburg-sehenswuerdigkeiten.htm | titel=Sehenswürdigkeiten im Flecken Horneburg | hrsg=Samtgemeinde Horneburg | zugriff=2011-04-07 | offline=ja | archiv-url=https://web.archive.org/web/20110504142840/http://www.horneburg.de/s_flecken-horneburg-sehenswuerdigkeiten.htm | archiv-datum=2011-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Iberische Halbinsel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Olhao Tide Mill.jpg|mini|Mühle in Olhão, Portugal]]&lt;br /&gt;
In [[Spanien]] gab es viele „Molinos mareales“ an der Atlantikküste. Beispiele sind &amp;#039;&amp;#039;Molino de El Pintado&amp;#039;&amp;#039; ([[Ayamonte]]/[[Isla Cristina]], [[Provinz Huelva|Huelva]]) und &amp;#039;&amp;#039;Molino de Valletaray&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Molino de la Barca&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Molino de la Higuera&amp;#039;&amp;#039; ([[Lepe]], [[Provinz Huelva|Huelva]]).&lt;br /&gt;
In [[Portugal]] arbeiteten solche in [[Alhos Vedros]], [[Alqueidão (Figueira da Foz)|Alqueidão]], [[Corroios]], [[Sado (Fluss)|Mourisca]] und [[Olhão]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
In den USA gab es am Atlantik etwa 750 Gezeitenmühlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Minchinton, W. E. : „Early Tide Mills: Some Problems,“, in: &amp;#039;&amp;#039;Technology and Culture&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 20, Nr. 4 (Okt. 1979), S. 777–786.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gezeitenkraftwerke ==&lt;br /&gt;
In neuerer Zeit wird Tideenergie in [[Gezeitenkraftwerk]]en genutzt. Seit Ende 1966 arbeitet das [[Gezeitenkraftwerk La Rance]] bei [[St. Malo]] an der [[Rance]]. Die insgesamt 24&amp;amp;nbsp;Turbinen erzeugen jährlich rund 500&amp;amp;nbsp;GWh, das sind ca. 0,2 % des französischen Strombedarfs. Für den Bau dieser Gezeitenkraftanlage wurden rund 200 Millionen € aufgewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* T. McErlean &amp;amp; N. Crothers: &amp;#039;&amp;#039;Harnessing the Tides: The Early Medieval Tide Mills at Nendrum Monastery, Strangford Lough&amp;#039;&amp;#039;, 2007, The Stationery Office, ISBN 0-337-08877-2&lt;br /&gt;
* W. E. Minchinton: &amp;#039;&amp;#039;Early Tide Mills: Some Problems&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Technology and Culture&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 20, Nr. 4 (Okt. 1979), S. 777–786.&lt;br /&gt;
* Kevin Poschet: &amp;#039;&amp;#039;De getijdenmolen van Rupelmonde. 500 jaar malen op het getij.&amp;#039;&amp;#039; Provincie Oost-Vlaanderen, Gent 2019, ISBN 978-90-82732-85-6.&lt;br /&gt;
* Colin Rynne: &amp;#039;&amp;#039;Milling in the 7th Century – Europe’s earliest tide mills&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Archaeology Ireland&amp;#039;&amp;#039; 6, 1992.&lt;br /&gt;
* Rob Spain: [http://www.kentarchaeology.ac/authors/005.pdf &amp;#039;&amp;#039;A possible Roman Tide Mill&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,9&amp;amp;nbsp;MB), Paper submitted to the &amp;#039;&amp;#039;Kent Archaeological Society&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tide mills|Gezeitenmühlen}}&lt;br /&gt;
* [http://victorian.fortunecity.com/holbein/871/ Tide Mills in England and Wales, a catalogue of tide mills by county] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.nendrum.utvinternet.com/tmill/ Nendrum Monastery mill] – Dokumentation der Ausgrabungen in Text und Bild (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.elingtidemill.wanadoo.co.uk/ Eling Tide Mill] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-leipzig.de/~grw/lit/texte_100/100_2001/100_2001_hansa.htm Tideenergie (Aufsatz Universität Leipzig)]&lt;br /&gt;
* [http://molinosdemarea.googlepages.com/ Tide Mills of Western Europe] (spanisch)&lt;br /&gt;
* [http://oldyellowwalls.org/tide-mill/ Yellow Walls Mühle]&lt;br /&gt;
* [http://www.ina.fr/video/CAC00042574 Gezeitenmühle Video]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gezeitenmuhle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlentyp nach Antrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wassermühlentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wassermühle|!Gezeitenmuhle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meeresenergie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gezeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lehmann27</name></author>
	</entry>
</feed>