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	<title>Gewinnmaximierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T22:37:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gewinnmaximierung&amp;diff=88135&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pajz: linkanpassung nach verschiebung (lemmaaufteilung)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gewinnmaximierung&amp;diff=88135&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-05T23:06:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkanpassung nach verschiebung (lemmaaufteilung)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewinnmaximierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Profitmaximierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist in der [[Wirtschaftswissenschaft]] ein [[Unternehmensziel]], bei welchem das [[Extremwert|Maximum]] des [[Gewinn]]s erreicht werden soll. Pendant ist die [[Nutzenmaximierung]] des [[Nachfrager]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
In [[Marktwirtschaft]]en streben [[Unternehmer]] meist das Ziel der Gewinnmaximierung an, doch anstelle dieser können auch [[Kostendeckung]] oder [[Rendite]]maximierung als Ziele dienen. Für die traditionelle [[Betriebswirtschaftslehre]] ist das Prinzip langfristiger Gewinnmaximierung das oberste [[Formalziel]], an dem unternehmerische [[Entscheidung]]en ausgerichtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wöhe, Döring: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen strebt die [[Sozialwissenschaften|verhaltenswissenschaftliche]] Betriebswirtschaftslehre – im Rahmen des [[Stakeholder Value|Stakeholder-Ansatzes]] – nach Maximierung des [[Gemeinwohl]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Wöhe, Döring: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnmaximierungshypothese gehört neben dem ausschließlich [[Rationalität|rational]] agierenden [[Homo oeconomicus]] und dem [[Vollkommener Markt|vollkommenen Markt]] zu den wichtigsten [[Prämisse]]n bei theoretischen [[Modell]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung im Rahmen der Mikroökonomik ==&lt;br /&gt;
Eine besonders einfach zu handhabende Version einer Gewinnfunktion stellt den Gewinn als Funktion der Ausbringungsmenge &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; eines bestimmten Gutes dar, also als&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G(x)=E(x)-K(x), \quad x\geq 0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dabei beschreibt die [[Erlösfunktion]] &amp;lt;math&amp;gt;E(x)&amp;lt;/math&amp;gt; den Erlös und die [[Kostenfunktion (Wirtschaft)|Kostenfunktion]] &amp;lt;math&amp;gt;K(x)&amp;lt;/math&amp;gt; die Kosten, jeweils in Abhängigkeit von der Ausbringungsmenge &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=9CokBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA120&amp;amp;dq=grenzgewinn+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjppbTErYXtAhVJDOwKHcVgBrUQuwUwAnoECAQQBg#v=onepage&amp;amp;q=grenzgewinn%20lexikon&amp;amp;f=false Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 120]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gewinnmaximum liegt dort, wo der (positive) Unterschied zwischen Erlös und Kosten am größten ist. Ist &amp;lt;math&amp;gt;G(x)&amp;lt;/math&amp;gt; [[Differenzierbarkeit|differenzierbar]], so lässt sich das Gewinnmaximum mithilfe der Differentialrechnung ermitteln: Die notwendige Bedingung für ein Maximum an einer Stelle &amp;lt;math&amp;gt;x_0&amp;lt;/math&amp;gt; lautet,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Artikel &amp;#039;&amp;#039;[[Extremwert#Bestimmung von Extremstellen differenzierbarer Funktionen|Extremwert]].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; dass der [[Grenzgewinn]] dort null beträgt, also dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;(x_0)=0&amp;lt;/math&amp;gt;  bzw.  &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;#039;(x_0)=K&amp;#039;(x_0)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Das Ergebnis „[[Grenzerlös]] gleich [[Grenzkosten]]“ &amp;lt;math&amp;gt;(E&amp;#039;(x_0)=K&amp;#039;(x_0))&amp;lt;/math&amp;gt; lässt sich ökonomisch interpretieren: Solange der Grenzerlös größer ist als die Grenzkosten, lohnt es sich, zusätzliche Einheiten zu verkaufen, weil der damit erzielte Mehrerlös die dafür anfallenden Mehrkosten überwöge. Wenn umgekehrt die Grenzkosten den Grenzerlös überstiegen, könnte man den Gewinn durch Verringerung der Produktion um eine (marginale) Einheit erhöhen, weil die damit erzielte Kostenersparnis den damit bewirkten Erlösrückgang überkompensieren würde. Folglich müssen im Gewinnmaximum die Grenzkosten den Grenzerlösen entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wied-Nebbeling, Schott: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Mikroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Breyer |Titel=Mikroökonomik |Auflage= |Verlag= |Datum=2015 |Seiten=71 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt;G(x)&amp;lt;/math&amp;gt; zweimal differenzierbar, so lautet eine hinreichende Bedingung für ein Maximum an einer Stelle &amp;lt;math&amp;gt;x_0&amp;lt;/math&amp;gt;, dass die zweite Ableitung der Gewinnfunktion dort negativ ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;&amp;#039;(x_0)&amp;lt;0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnmaximierungsbedingung &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;#039;(x)=K&amp;#039;(x)&amp;lt;/math&amp;gt; muss in jeder [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)#Arten von Märkten|Marktform]] erfüllt sein. Die Kostenfunktion &amp;lt;math&amp;gt;K(x)&amp;lt;/math&amp;gt; hängt im Wesentlichen von der Produktionstechnologie und den Faktorpreisen ab. Die Form der Erlösfunktion und damit auch der Grenzerlösfunktion hängt jedoch wesentlich von der betrachteten Marktform ab, so dass eine weiterführende Analyse nur unter Beachtung der Marktform möglich ist, in der das Unternehmen agiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wied-Nebbeling, Schott: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Mikroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, S. 156.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnmaximierung bei einem Monopol ==&lt;br /&gt;
Charakteristisch für die Situation im Monopol ist, dass es eine [[Preis-Absatz-Funktion]] &amp;lt;math&amp;gt;p(x)&amp;lt;/math&amp;gt; gibt, die beschreibt, welches [[Absatzvolumen]] eines Produktes zu einem bestimmten Preis abgesetzt werden kann. Man kann im Allgemeinen davon ausgehen, dass bei sinkenden Preisen eine größere Menge des Produktes abgesetzt werden kann, das heißt  &amp;lt;math&amp;gt;p(x)&amp;lt;/math&amp;gt; ist eine streng monoton fallende Funktion.&lt;br /&gt;
Diesen Zusammenhang berücksichtigt der gewinnmaximierende Monopolist und wählt dann für sein Produkt denjenigen Preis, der zu einem maximalen Gewinn führt. Der Preis ist also nicht, wie bei einem Markt mit [[Vollständige Konkurrenz|vollkommener Konkurrenz]], an dem die Unternehmen als [[Preisnehmer]] bzw. [[Mengenanpasser]] auftreten, als [[Datenparameter]] gegeben, sondern wird vom Monopolisten als [[Aktionsparameter]] festgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Punkt auf der Preis-Absatz-Funktion, bei dem ein Monopolist den maximalen Gewinn erzielt, wird &amp;#039;&amp;#039;[[Cournotscher Punkt]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Er besteht aus der gewinnmaximalen Menge und dem gewinnmaximalen Preis.&lt;br /&gt;
=== Beispiel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewinnmaximierung grafisch.svg|mini|hochkant=1.8|&amp;#039;&amp;#039;Veranschaulichung des Beispiels:&amp;#039;&amp;#039; Das Gewinnmaximum befindet sich an der Stelle &amp;lt;math&amp;gt;x_0=1200&amp;lt;/math&amp;gt;. Dort ist der Abstand zwischen der Erlösfunktion und der Kostenfunktion am größten.]][[Datei:Gewinnmaximierung grafisch mit Grenzkosten und Grenzerlös.svg|mini|hochkant=1.8|&amp;#039;&amp;#039;Veranschaulichung des Beispiels:&amp;#039;&amp;#039; In der Maximalstelle der Gewinnfunktion &amp;lt;math&amp;gt;x_0=1200&amp;lt;/math&amp;gt; stimmen Grenzerlös und Grenzkosten überein.]]&lt;br /&gt;
Gegeben sind die [[Preis-Absatz-Funktion]] eines Monopolisten&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; p(x)=150- \frac {x} {20}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
sowie die lineare [[Kostenfunktion (Wirtschaft)|Kostenfunktion]]&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; K(x)=20000+30x&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Aus der Preis-Absatz-Funktion erhält man die Erlösfunktion&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\begin{align}&lt;br /&gt;
E(x)&amp;amp;= p(x) \cdot x \\&lt;br /&gt;
&amp;amp;=\left(150 - \frac{x}{20}\right)\cdot x \\&lt;br /&gt;
&amp;amp;= 150x - \frac {x^2} {20}.&lt;br /&gt;
\end{align}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Gewinnfunktion berechnet sich dann als&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\begin{align}&lt;br /&gt;
G(x) &amp;amp;= \left(150x - \frac {x^2} {20}\right) - (20000 + 30x) \\&lt;br /&gt;
     &amp;amp;= -\frac{x^2}{20}+ 120x - 20000.&lt;br /&gt;
\end{align}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die notwendige Bedingung für ein lokales Maximum lautet &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;(x_0)=0&amp;lt;/math&amp;gt;, also&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;120 - \frac {x_0} {10}=0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Diese Gleichung hat die einzige Lösung &amp;lt;math&amp;gt;x_0 = 1200&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ erhält man die kritische Stelle über den Ansatz „Grenzerlös = Grenzkosten“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;150 -\frac{x_0}{10} = 30&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setzt man &amp;lt;math&amp;gt;x_0 = 1200 &amp;lt;/math&amp;gt; in die zweite Ableitung ein, so erhält man&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;&amp;#039;(x_0) = - \frac {1} {10} &amp;lt; 0&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die hinreichende Bedingung &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;#039;&amp;#039;(x)&amp;lt;0&amp;lt;/math&amp;gt; für ein lokales Maximum ist somit im Punkt &amp;lt;math&amp;gt;x_0 = 1200&amp;lt;/math&amp;gt; erfüllt, d. h. die Gewinnfunktion hat dort ein Maximum. Über die Preis-Absatz-Funktion ergibt sich der gewinnmaximale Preis als &amp;lt;math&amp;gt;p_0=90&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnmaximierung im Marktgleichgewicht ==&lt;br /&gt;
Für ein Unternehmen in einem Markt mit [[Vollständige Konkurrenz|vollständiger Konkurrenz]] und im [[Marktgleichgewicht]] stellt sich die Maximierung des Gewinns ganz anders dar als bei einem Monopolisten: bei vollkommener Konkurrenz ist der Gewinn im Gleichgewicht gleich null. Hier besteht das für ein Unternehmen erreichbare Maximum darin, dass es keine [[Verlust (Wirtschaft)|Verluste]] erzielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lawrence Boland |Titel=Foundations of Economic Method: A Popperian Perspective |Auflage=2. |Verlag=Routledge |Datum=2003 |Seiten=149 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erscheint auf den ersten Blick nicht sinnvoll zu sein, da man annimmt, dass kein Unternehmer in einen [[Markteintritt|Markt eintritt]], ohne dort Gewinn erzielen zu können. Er will für seine Arbeit im Unternehmen (Planung, Organisation etc.) und für das Risiko, das er eingeht, &amp;#039;&amp;#039;belohnt&amp;#039;&amp;#039; werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf einem Markt mit vollständiger Konkurrenz, wie er z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Arrow-Debreu-Gleichgewichtsmodell|Arrow &amp;amp; Debreu]] behandelt wird, taucht der Unternehmer auf, allerdings als normaler Konsument, der einerseits seine [[Arbeitskraft]] zur Verfügung stellt und andererseits dafür das vom Markt für ihn bestimmte höchst-präferierte Güterbündel erhält, genau so wie jeder andere [[Marktteilnehmer]] auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unternehmer erhält also ein virtuelles Gehalt für seine Arbeit. Ein Risiko besteht für ihn an diesem Markt nicht, er steht nur mit seiner Arbeitskraft ein. Für Gebäude, Maschinen etc. hat er Kapital aufgenommen, für das er Zinsen zu zahlen hat, die ganz normal in seiner [[Kostenrechnung]] auftauchen und vom Markt berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hypothetische Frage lautet, wie es an einem Markt mit vollständiger Konkurrenz dazu kommt, dass Unternehmen keine Gewinne erzielen. Dazu muss man sich noch einmal vor Augen führen, dass es an einem Markt mit vollständiger Konkurrenz theoretisch viele Anbieter für das gleiche Produkt ([[Polypol|homogenes Polypol]]) gibt und dass alle relevanten Informationen jedem bekannt sind. Daraus folgt zunächst, dass kein Konsument einen höheren Preis als den niedrigsten Preis akzeptieren würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde ein Unternehmen z.&amp;amp;nbsp;B. durch Einsatz einer Innovation günstiger produzieren können ([[Pioniergewinn]]), würden die anderen Anbieter auch auf dieses [[Produktionsverfahren]] umstellen, womit wieder gleiche Bedingungen hergestellt wären und alle Hersteller zum gleichen Preis ohne Gewinn anbieten müssten. Das ist der optimale Preis, der vom Markt &amp;#039;gefunden&amp;#039; wird und den jeder Unternehmer bekommt – nicht mehr und nicht weniger. Vollständige Konkurrenz existiert in der Realität aber nirgends; sie ist ein theoretisches [[Konstrukt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Das Gewinnstreben spielt im Wirtschaftsleben eine unbestreitbar wichtige Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Xaver Bea |Titel=Kritische Untersuchungen über den Geltungsbereich des Prinzips der Gewinnmaximierung |Verlag=Duncker &amp;amp; Humblot |Ort=Berlin |Datum=1968 |Seiten=14 |Online=https://books.google.de/books?id=GH0HoUPQkEYC&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;dq=Gewinnmaximierung+Hypothese+pr%C3%A4missen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj_8p6U5IbtAhXQqaQKHTpLBeMQuwUwAHoECAAQBg#v=onepage&amp;amp;q=Gewinnmaximierung%20Hypothese%20pr%C3%A4missen&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die allgemeine Behauptung, dass der Unternehmer seinen Gewinn langfristig maximieren wolle, wird aber kritisch gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günther E. Braun |Titel=Gewinnmaximierung |Hrsg=Wolfgang Lück |Sammelwerk=Lexikon der Betriebswirtschaft |Datum=1983 |Seiten=452 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn die im Rahmen des vollkommenen Wettbewerbs verfolgte Zielvorstellung der Gewinnmaximierung ist unrealistisch. Da in der unternehmerischen Realität sowohl [[risiko]]behaftete als auch [[unvollkommene Information]]en vorliegen, kann ein „objektives Maximum“ nicht erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günther E. Braun |Titel=Gewinnmaximierung |Hrsg=Wolfgang Lück |Sammelwerk=Lexikon der Betriebswirtschaft |Datum=1983 |Seiten=453}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst ein „subjektives“ oder „absolutes Maximum“ ist angesichts faktischer, rechtlicher oder normativer [[Nebenbedingung|Restriktionen]], die unternehmerische Handlungsspielräume einengen, nicht möglich. Ein Unternehmensziel der Gewinnmaximierung ist deshalb nur unter Berücksichtigung von Nebenbedingungen (Restriktionen) sinnvoll. Dabei ist eine einzige Zielvariable zu maximieren, während die anderen als Nebenbedingungen in Form von [[Ungleichung]]en erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=mjOEBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;dq=Gewinnmaximierung+gutenberg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi-2P_clYftAhUS_aQKHSkMD20QuwUwBXoECAkQBw#v=onepage&amp;amp;q=Gewinnmaximierung%20gutenberg&amp;amp;f=false Silvio Unterguggenberger, &amp;#039;&amp;#039;Kybernetik und Deckungsbeitragsrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 1974, S. 21]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Betriebswirtschafts-Professoren wie [[Eugen Schmalenbach]] (1873–1955)&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Schmalenbach, &amp;#039;&amp;#039;Dynamische Bilanz&amp;#039;&amp;#039;, 1926, S. 93 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Heinrich Nicklisch]] (1876–1946)&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nicklisch, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftliche Betriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1922, S. 79 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; betonten die [[Gemeinwirtschaft]]lichkeit; die Mehrzahl der Autoren geht jedoch davon aus, dass das Leitbild der Gewinnmaximierung heute zur Struktur der meisten Modelle der [[Wirtschaftstheorie]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Xaver Bea, &amp;#039;&amp;#039;Kritische Untersuchungen über den Geltungsbereich des Prinzips der Gewinnmaximierung&amp;#039;&amp;#039;, 1968, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Erich Gutenberg]] (1897–1984)&lt;br /&gt;
schrieb, „Gewinnerzielung [stellt] den Primäreffekt betrieblicher Betätigung dar, die Leistungserstellung dagegen den Sekundäreffekt, insofern Leistungserstellung Mittel zum Zwecke maximaler Gewinnerzielung ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Gutenberg, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Band I: Die Produktion&amp;#039;&amp;#039;, 1972, S. 465 (1. Auflage 1951)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Konrad Mellerowicz]] (1891–1984) gab zu bedenken, dass Gewinnmaximierung auf kurze Sicht „hohe Lohnforderungen, Verärgerung von Kunden, neue Konkurrenten und öffentliches Ärgernis hervorruft und Gegenkräfte auslöst, die die [[Rentabilität]] auf lange Sicht zerstören können“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=0SKaDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA202&amp;amp;dq=Gewinnmaximierung+mellerowicz&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjok9y8wp7tAhXrSRUIHZo8AY0Q6AEwAHoECAYQAg#v=onepage&amp;amp;q=Gewinnmaximierung%20mellerowicz&amp;amp;f=false Konrad Mellerowicz, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1968, S. 201 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Günter Wöhe]], [[Ulrich Döring]]&lt;br /&gt;
   |Titel=[[Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
   |Auflage=25.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Vahlen&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8006-4687-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Friedrich Breyer&lt;br /&gt;
   |Titel=Mikroökonomik. Eine Einführung&lt;br /&gt;
   |Auflage=6.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer&lt;br /&gt;
   |Ort=Heidelberg u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
   |Datum=2015&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-662-45360-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Susanne Wied-Nebbeling, Hartmut Schott&lt;br /&gt;
   |Titel=Grundlagen der Mikroökonomik&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin, Heidelberg&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-540-22683-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4020916-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pajz</name></author>
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