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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gewichtssprache</id>
	<title>Gewichtssprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T21:29:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gewichtssprache&amp;diff=432972&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2022-10-15T08:30:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewichtssprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Terminus, der von [[Theo Vennemann]] zur Klassifikation der [[Verslehre|versmetrischen]] Systeme der verschiedenen Sprachen der Welt benutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leichte und schwere Silben ==&lt;br /&gt;
Eine Sprache wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewichtssprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; klassifiziert, „wenn es in ihr einen [[Phonologie|phonologisch]] relevanten Unterschied zwischen &amp;#039;&amp;#039;[[leichte Silbe|leichten]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[schwere Silbe|schweren]]&amp;#039;&amp;#039; [[Silbe]]n gibt; dabei unterscheiden sich die &amp;#039;&amp;#039;schweren&amp;#039;&amp;#039; Silben durch ein [[phonologisch]] definierbares &amp;#039;Mehr&amp;#039; von den &amp;#039;&amp;#039;leichten&amp;#039;&amp;#039; Silben“ (Vennemann); dieses &amp;#039;Mehr&amp;#039; ist [[Einzelsprache|einzelsprachlich]] verschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Deutsche Sprache|Deutsche]] ist eine Gewichtssprache. Keine Gewichtssprachen sind z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Französische Sprache|Französische]] und das [[Polnische Sprache|Polnische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quantitierende und nichtquantitierende Gewichtssprachen ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der Gewichtssprachen unterscheidet man zwischen &amp;#039;&amp;#039;quantitierenden&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. die Silbenlänge berücksichtigenden) und &amp;#039;&amp;#039;nichtquantitierenden&amp;#039;&amp;#039; Gewichtssprachen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In quantitierenden Gewichtssprachen sind &amp;#039;&amp;#039;leichte&amp;#039;&amp;#039; Silben dadurch definiert, dass sie &amp;#039;&amp;#039;kurz&amp;#039;&amp;#039; oder nicht gewichtsrelevant sind, und &amp;#039;&amp;#039;schwere&amp;#039;&amp;#039; Silben sind dadurch definiert, dass sie &amp;#039;&amp;#039;lang&amp;#039;&amp;#039; sind. Eine Silbe ist kurz, wenn sie offen und kurzvokalisch ist; andernfalls ist sie lang. Beispiele für quantitierende Gewichtssprachen sind [[Arabische Sprache|Arabisch]], [[Tschechische Sprache|Tschechisch]] und [[Mittelhochdeutsch]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Neuhochdeutsch]]e hingegen ist eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nichtquantitierende Gewichtssprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Hier sind &amp;#039;&amp;#039;schwere&amp;#039;&amp;#039; Silben dadurch definiert, dass sie einen &amp;#039;&amp;#039;[[Wortakzent|Akzent]]&amp;#039;&amp;#039; tragen, d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;#039;&amp;#039;betont&amp;#039;&amp;#039; sind, und &amp;#039;&amp;#039;leichte&amp;#039;&amp;#039; Silben sind dadurch definiert, dass sie &amp;#039;&amp;#039;keinen Akzent&amp;#039;&amp;#039; tragen, also &amp;#039;&amp;#039;unbetont&amp;#039;&amp;#039; sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in nichtquantitierenden Gewichtsprachen gleichwohl existenten Längen und Kürzen von Silben sind nicht „gewichtsrelevant“, das heißt: sie bestimmen nicht die [[Prosodie|prosodischen]] Eigenschaften dieser Sprache. Umgekehrt gilt, dass der in quantitierenden Sprachen möglicherweise existierende Wortakzent nicht gewichtsrelevant ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praktische Anwendung ==&lt;br /&gt;
Diese linguistischen Kategorien sind hilfreich, wenn man Schwierigkeiten bei der Übertragung [[Verslehre|metrischer]] Systeme von einer Einzelsprache in eine andere erklären will. Zum Beispiel mussten antike [[Versfuß|Versfüße]] aus dem Griechischen oder Lateinischen ([[morenzählende Sprachen]]), die aus &amp;#039;&amp;#039;Längen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kürzen&amp;#039;&amp;#039; bestehen, bei der Übertragung ins [[Neuhochdeutsch]]e (eine nichtquantitierende Gewichtssprache) zu Versfüßen aus &amp;#039;&amp;#039;betonten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;unbetonten Silben&amp;#039;&amp;#039; umgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso mussten in der frühen Neuzeit die aus dem Mittelhochdeutschen überkommenen [[Verslehre|Versmaße]] (z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Nibelungenstrophe]]) an die veränderte Prosodie des [[Neuhochdeutsch]]en angepasst werden. Als ein Krisensymptom dieses Prozesses gilt laut Theo Vennemann der metrisch relativ freie [[Knittelvers]] des 15. und 16. Jahrhunderts, der sich wegen der Inkompatibilität der [[frühneuhochdeutsch]]en Prosodie mit dem Mittelhochdeutschen eher an dem Vorbild der &amp;#039;&amp;#039;silbenzählenden&amp;#039;&amp;#039; französischen Metrik orientiere. Die erfolgreiche Umstellung auf eine &amp;#039;&amp;#039;akzentbasierte&amp;#039;&amp;#039; deutsche Metrik gelang erst in [[Martin Opitz]]’ einflussreichem Werk &amp;#039;&amp;#039;Von der deutschen Poeterey&amp;#039;&amp;#039; (1624). Als Folge dieser Umstellung entstand unter anderem der Mythos von der &amp;quot;[[Füllungsfreiheit]]&amp;quot; mittelalterlicher und frühneuhochdeutscher Versmaße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theo Vennemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Zusammenbruch der Quantität im Spätmittelalter und sein Einfluß auf die Metrik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Amsterdamer Beiträge zur Älteren Germanistik&amp;#039;&amp;#039; 42 (1995), S. 185–223.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Sprechrhythmus]]&lt;br /&gt;
*[[Silbengewicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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