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	<title>Gewalthaufen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:00:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+ link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schlacht bei Dorneck.jpg|miniatur|300px|Der eidgenössische Gewalthaufen in der [[Schlacht bei Dornach]]]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewalthaufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Hauptformation des [[Gevierthaufen]]s, der vom [[Mittelalter]] bis in die [[frühe Neuzeit]] in Europa effizientesten und allgemein verbreiteten massiven Schlachtordnung. Weitere Bestandteile des Gevierthaufens waren die [[Vorhut]] und die [[Nachhut]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;A – Me.&amp;#039;&amp;#039; Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1985, ISBN 3-327-00239-8, S.&amp;amp;nbsp;254.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wird zunächst vor allem auf die Formationen der [[Alte Eidgenossenschaft|Schweizer Eidgenossen]] während ihrer Kriege gegen [[Habsburg]] und [[Burgund]] im [[Spätmittelalter]] angewendet, und zwar in erster Linie ab der Mitte des [[15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]s, als sie [[Pikenier]]e in ihrem Bauernheer einführten. Diese bildeten einen schützenden Rahmen um die restlichen [[Nahkämpfer]] mit ihren [[Hellebarde]]n und anderen Waffen. Sie sollten die [[Lanze]]nangriffe der [[Ritter]] abwehren und gegnerische [[Infanterie]] mithilfe der überlegenen Reichweite ihrer Piken überwältigen. Anschließend sollten die anderen zwischen den Reihen nach vorne stürmen und den Feind vernichten. Die mit [[Feuerwaffe]]n ausgerüsteten Krieger kämpften außerhalb der Formation als [[Tirailleure]]. Meist bildeten die Schweizer drei Haufen: Vorhut, Gewalthaufen als Hauptmacht und Nachhut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen [[Landsknecht]]e übernahmen um 1500 als erste diese [[Taktik (Militär)|Taktik]]. Bei ihnen war die Formation aber tiefer und umfasste jetzt mehr Pikeniere als andere [[Nahkampf|Nahkämpfer]]. Allerdings blieben vorerst eine große Anzahl von [[Hellebardenträger|Hellebardieren]] sowie eine kleine Elite von [[Zweihandschwert]]kämpfern erhalten. Außerdem war der Haufen „geschichtet“, d.&amp;amp;nbsp;h., er unterteilte sich in flache, manchmal nur sechs Glieder tiefe Formationen, welche mit etwas Abstand hintereinander gestellt wurden. Jede hatte vorne und an den Flanken, die hinterste auch hinten, Pikeniere; hinten (oder in der Mitte) standen die anderen. So konnte der Haufen auch dann noch effektiv eingesetzt werden, wenn die vordersten Reihen der Pikeniere durchbrochen waren. Vor allem in Spanien wurden häufig [[Rondartschier]]e statt anderer Nahkämpfer eingesetzt. Diese trugen runde, gewölbte [[Schild (Waffe)|Schilde]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Tartsche]]n&amp;#039;&amp;#039;) aus massivem Stahl, an denen [[Arkebuse]]nkugeln, welche aus über 100&amp;amp;nbsp;m Entfernung abgefeuert wurden, abprallen sollten. Mit diesen konnten sie die Pikeniere bei Beschuss schützen. Nach dem Zusammenprall mit dem Gegner übernahmen sie die Rolle der Hellebardiere, ihre Waffe war der [[Degen (Waffe)|Degen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Mitte des [[16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]s entwickelte sich in [[Spanien]] das &amp;#039;&amp;#039;[[Ordonnanz (Gefechtsordnung)|Tercio]]&amp;#039;&amp;#039;, welches vorbildhaft werden sollte: Die Pikeniere standen jetzt wieder weniger tief, also in etwa quadratisch. Die Schichtung wurde zusammen mit den übrigen Nahkämpfern abgeschafft. Die Kommandeure, Fahnenträger und Musiker, die bisher zwischen diesen standen, wurden jetzt in einem Hohlraum im Innern des Haufens aufgestellt. An den Flanken oder überhaupt drumherum wurden Schützen mit Arkebusen aufgestellt, die im [[Kontermarsch]] feuerten. An den Ecken wurden erstmals [[Musketier]]e aufgestellt. Diese wurden immer zahlreicher, ab etwa 1600 begannen sie, die bereits zurückgegangenen Arkebusiere endgültig zu verdrängen. Im späten 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden mehrere Tercios in einer [[Treffentaktik]] nach dem Muster 1-2-1 oder 2-3-2 zur &amp;#039;&amp;#039;spanischen Brigade&amp;#039;&amp;#039; aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gab es Aufstellungen, bei denen der Hohlraum größer war, so dass sich die (flacher aufgestellten) Arkebusiere dorthin zurückziehen konnten. Um dabei die Ordnung der Pikeniere nicht zu stören, wurden diese bald in mehrere Segmente eingeteilt, sodass sich die Formation „öffnen“ konnte. Diese Taktik wurde in den [[Türkenkriege]]n angewandt, um die Schützen vor der leichten, flexiblen [[Kavallerie]] der [[Osmanen]] und ihrer Verbündeten zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Phase des [[Achtzigjähriger Krieg|Achtzigjährigen Krieges]] ab 1621 wurden die gefürchteten spanischen &amp;#039;&amp;#039;Tercios&amp;#039;&amp;#039; von den aufständischen [[Niederländer]]n, die –&amp;amp;nbsp;zahlenmäßig unterlegen&amp;amp;nbsp;– die Vorteile ihrer viel stärker gegliederten [[Treffentaktik]] ausnutzen konnten, immer häufiger in Bedrängnis gebracht oder besiegt. Die [[Schlacht bei Rocroi]] am 19.&amp;amp;nbsp;Mai 1643, die in einer verheerenden Niederlage der Spanier gegen Frankreich endete, markiert das Ende dieser taktischen Formation, die sich als überholt erwies. Trotzdem wurden Schlachthaufen nach Vorbild des &amp;#039;&amp;#039;Tercio&amp;#039;&amp;#039; in den katholischen Armeen bis weit über den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] hinaus eingesetzt, allerdings zunehmend ergänzt oder ersetzt durch die moderneren [[Regiment]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr. Karl-Heinz Best</name></author>
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