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	<title>Gewände - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T17:34:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gew%C3%A4nde&amp;diff=1351994&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HG5855: /* Galerie */ In einer Galerie sind Namensraumbezeichner nicht üblich</title>
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		<updated>2026-01-06T20:58:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Galerie: &lt;/span&gt; In einer Galerie sind Namensraumbezeichner nicht üblich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Architekturbegriff. Siehe auch: [[Gewand]] bzw. [[Gewende]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Altweitra Kirche - Fenster 2.jpg|mini|Romanisches Fenster mit Gewände ([[Filialkirche Altweitra|St. Peter und Paul, Altweitra]])]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewände&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausschrägung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Bauwesen]] die schräg in eine Wand oder Mauer geschnittene, seitliche Begrenzung eines [[Fenster]]s, eines [[Portal (Architektur)|Portals]] oder einer [[Schießscharte]], begrifflich im Unterschied zur senkrecht in die Wand geschnittenen [[Laibung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfried Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Baustilkunde. Europäische Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Mosaik Verlag, München 1982, ISBN 3-570-06234-1, S. 415.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anni Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Von Ädikula bis Zwerggalerie. Hundert Begriffe der Architektur in Bildern vorgestellt&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Carl Thiemig, München, 1975, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Unterscheidung der Begriffe in &amp;#039;&amp;#039;Gewände&amp;#039;&amp;#039; (schräg eingeschnitten) und &amp;#039;&amp;#039;Laibung&amp;#039;&amp;#039; (gerade eingeschnitten) ist in der Fachliteratur selten, sondern die Begriffe werden oft gleichbedeutend verwendet. [[Hans Koepf]] und [[Günther Binding]] erklären in ihrem Bildwörterbuch-Standardwerk sogar ausdrücklich: „Leibung, oft schräg verlaufende Begrenzung (Gewände) einer Maueröffnung“; vgl. &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X ([https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf Digitalisat auf moodle.unifr.ch], abgerufen am 14. Januar 2024), S. 304: &amp;#039;&amp;#039;Laibung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Funktionen ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Gewände&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom Wort &amp;#039;&amp;#039;Wand&amp;#039;&amp;#039; ab und meinte allgemein den Teil der Wand, der eine Öffnung umschließt, und zwar offenbar ursprünglich noch ohne Unterscheidung, ob die Öffnung schräg oder gerade in die Wand eingeschnitten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/dwb/gew%C3%A4nde |titel=gewände2 |werk=Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1904), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 5284, Z. 29. |abruf=2024-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend den unterschiedlichen Arten der Fassadenöffnungen erfüllen abgeschrägte Gewände verschiedene Funktionen, ganz abgesehen davon, dass sie allgemein die Maueröffnung in ihrer Tiefe gestalterisch betonen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Fenstergewände mit Abschrägungen nach außen verbessern den Lichteinfall ins Gebäude;&lt;br /&gt;
* Schießscharten als Mauerspalte mit Abschrägungen nach innen verhindern feindliche Einsehbarkeit und dienen dem besseren Schutz gegen Feinde;&lt;br /&gt;
* Portalgewände sind oft eigentlich mehrfach gestuft (Stufengewände) und ermöglichen dadurch die repräsentative Einstellung von [[Säule]]n und [[Skulptur]]en (Gewändefiguren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Portalgewände mit Gewändefiguren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fürstenportal, linkes Gewände 2006-04-07.JPG|mini|hochkant=1.3|Gewände am [[Fürstenportal am Bamberger Dom|Fürstenportal des Bamberger Doms]] (ca. 1225)]]&lt;br /&gt;
Die ersten fest mit der tragenden Struktur verbundenen, daher &amp;#039;&amp;#039;Säulenstatuen&amp;#039;&amp;#039; genannten Gewändefiguren wurden vor 1140 für die [[Frühgotik|frühgotische]] Westfassade der ehemaligen [[Kathedrale von Saint-Denis|Abteikirche von Saint-Denis]] ([[Département Seine-Saint-Denis|Seine-Saint-Denis]]) geschaffen. Sie gingen im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verloren. Ähnliche Gewändefiguren finden sich in den Westportalen (1145/55) der [[Kathedrale von Chartres]]. Ab dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Jahn]], Wolfgang Haubenreißer: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Kunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 165). 10., durchgesehene und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1983, ISBN 3-520-16510-4, S. 270.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde das Gewände, insbesondere von Kirchenportalen, zunehmend betont, während die Säulenstatuen sich zu eigenständigen, frei vor dem Gewände stehenden Rundfiguren entwickelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georges Duby]], Jean-Luc Duval: &amp;#039;&amp;#039;La Sculpture. De l&amp;#039;antiquité au moyen âge. Du VIIIe siècle avant J.-C. au XVe siècle.&amp;#039;&amp;#039; Deuxième partie: &amp;#039;&amp;#039;Le grand art du moyen-âge, du Ve au XVe siècle.&amp;#039;&amp;#039; Bénédikt Taschen Verlag, Köln u. a. 1999, ISBN 3-8228-7102-8, S. 350.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ästhetische Kritik der Türgewände ==&lt;br /&gt;
[[Johann Georg Sulzer]] kritisierte 1774 in seiner „Theorie der schönen Künste“ die Anwendung von Gewänden an Türen so: „In Berlin ist der schlechte Geschmak aufgekommen, die Gewände und den Bogen der Hausthüren perspektivisch zu machen, welches ganz ungereimt ist. Denn andrer Gründe zu geschweigen, so macht diese seltsame Veranstaltung entweder, daß die Oefnung der Thüre zu klein, und so gar kleiner als die Oefnung der Fenster wird, oder, wenn die Oefnung ihre rechte Größe hat, so wird der äußere Umriß der Bekleidung zu groß.“&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg Sulzer: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Theorie der Schönen Künste&amp;#039;&amp;#039;, Band 2. Leipzig 1774, S. 1155–1156 (Thür), hier S. 1156. ([http://www.zeno.org/Sulzer-1771/A/Th%C3%BCr Digitalisat auf zeno.org], abgerufen am 14. Januar 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationale Besonderheit ==&lt;br /&gt;
Auch wenn der Figurenschmuck immer frontal zum Besucher angebracht ist, werden die häufig tiefenräumlich und figürlich gestalteten Portaleinfassungen [[Indien|indischer]] Tempel ebenfalls manchmal als ‚Gewände‘ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eglise St-Laurent du Mont.JPG|Säulen- und figurenloses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stufengewände&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Kirche [[St-Laurent-du-Mont (Argelès-sur-Mer)|St-Laurent-du-Mont]] bei [[Argelès-sur-Mer]] (Mitte 12. Jh.)&lt;br /&gt;
Église Saint-Gilles d&amp;#039;Argenton-Château.jpg|Portalgewände der Kirche St-Gilles in [[Argenton-les-Vallées]] (Ende 12. Jh.)&lt;br /&gt;
Amiens cathédrale (détail portail Ouest) 1.jpg|Gewändefiguren (13. Jh.) am Sankt-[[Firmin der Ältere von Amiens|Firminus]]-Portal der [[Kathedrale von Amiens]] (nördliches Portal der Westfassade)&lt;br /&gt;
AN S.Ciriaco ingresso..JPG|Stufengewände am Westportal des [[Dom von Ancona|Doms von Ancona]] (13. Jh.)&lt;br /&gt;
Stephansdom Riesentor Gewaende.JPG|Spätromanisches Riesentor des [[Stephansdom|Wiener Stephansdoms]] (13. Jh.)&lt;br /&gt;
Windsor castle window.JPG|Gewände einer Schießscharte, Innenansicht ([[Windsor Castle]])&lt;br /&gt;
Nachna Parvati-Tempel 1999 (3).JPG|Portalgewände am Parvati-Tempel in [[Nachna]], Indien (5./6. Jh.)&lt;br /&gt;
2010-12-02 Dom St. Nikolai Greifswald.jpg|Schmuckloses &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stufengewände&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des [[Dom St. Nikolai (Greifswald)|St. Nikolai Doms]] in Greifswald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Koepf]], [[Günther Binding]]: &amp;#039;&amp;#039;Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X ([https://moodle.unifr.ch/pluginfile.php/975203/mod_resource/content/0/KOEPF%2C%20BINDING%2C%202005%2C%20Bildwoerterbuch%20der%20Architektur.pdf Digitalisat auf moodle.unifr.ch], abgerufen am 14. Januar 2024), S. 211.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Baustilkunde. Europäische Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Mosaik Verlag, München 1982, ISBN 3-570-06234-1, S. 415.&lt;br /&gt;
* Oscar Mothes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Illustrirtes Bau-Lexikon: praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, des Schiffs- und Kriegsbaukunst sowie der mit dem Bauwesen in Verbindung stehenden Gewerbe, Künste und Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2: C bis G, Leipzig 1882, S. 442. ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/mothes1882bd2/0452/image,info,text_ocr Digitalisat auf digi.ub.uni-heidelberg.d]e, abgerufen am 14. Januar 2024)&lt;br /&gt;
* Anni Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Von Ädikula bis Zwerggalerie. Hundert Begriffe der Architektur in Bildern vorgestellt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Carl Thiemig, München 1975, ISBN 3-521-04056-9, S. 98.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7860408-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gewande}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauteil (Bauwesen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HG5855</name></author>
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