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	<title>Getriebewerk Gotha - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T16:23:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Getriebewerk_Gotha&amp;diff=2881529&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;F. Peter Müller: /* 1960–1990 VEB Getriebewerk Gotha */ Einzelnachw. 1</title>
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		<updated>2026-01-25T12:49:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;1960–1990 VEB Getriebewerk Gotha: &lt;/span&gt; Einzelnachw. 1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gotha Ostbahnhof, DDR, August 1989.jpg|mini|[[Gothawagen ET55]] aus der [[Gothaer Waggonfabrik]] vor dem Getriebewerk Gotha (1989)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Getriebewerk Gotha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Zulieferer|Zulieferbetrieb]] der [[Maschinenindustrie|Maschinen-]] und [[Automobilindustrie]] in [[Gotha]] in [[Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1924–1948 Maschinen- und Zahnräder ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Maschinen- und Zahnräder&amp;#039;&amp;#039; wurde am jetzigen Standort der [[ZF Friedrichshafen]] in [[Gotha]] durch Theodor Ehrlich gegründet. Der Start erfolgte mit zwei Mitarbeitern. 1945 waren bereits 442 Mitarbeiter beschäftigt. Der Maschinenpark war auf 40 Maschinen angewachsen. Produziert wurden alle Arten von [[Zahnrad|Zahnrädern]] wie Stirn-, [[Schneckengetriebe|Schnecken-]] und [[Kegelradgetriebe|Kegelradverzahnungen]]. Abgerundet wurde das Programm durch Artikel für Endverbraucher wie [[Sackkarre]]n. Wegen der Auftragsübernahme für die Wehrmacht wurde Theodor Ehrlich nach 24 Jahren am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1948 von der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|Sowjetischen Militäradministration]] enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1948–1960 VEB Maschinen- und Zahnräderfabrik Gotha ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1948 wurde die Firma in einen [[Volkseigener Betrieb|volkseigenen Betrieb]] mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;VEB Maschinen- und Zahnräderfabrik Gotha&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt. Die Mitarbeiterzahl wuchs bis auf 650, davon 130 Auszubildende, an. Zum Produktspektrum gehörten:&lt;br /&gt;
* Schaltgetriebe für [[PKW]] und [[Traktor|Schlepper]]&lt;br /&gt;
* Getriebe für Maschinen&lt;br /&gt;
* Ersatzteile für [[Kraftfahrzeug]]e&lt;br /&gt;
* Zahnräder bis zum größten [[Modul (Zahnrad)|Modul]]&lt;br /&gt;
* [[Wasserturbine]]n und automatische Geschwindigkeitsregler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1960–1990 VEB Getriebewerk Gotha ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-T0410-0016, Ingenieure am Reissbrett.jpg|mini|&lt;br /&gt;
Getriebe-Konstrukteur Hans Knoll (rechts) und Abteilungsleiter für Forschung und Entwicklung Horst Lätsch am Reißbrett, VEB Getriebewerk Gotha (1978)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 erfolgte eine weitere Änderung der Firmenbezeichnung. Ab jetzt hieß das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[Volkseigener Betrieb|VEB]] Getriebewerk Gotha&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Name hielt sich in der Bevölkerung bis in die Gegenwart. Man spricht noch immer vom „Getriebewerk“.&lt;br /&gt;
Die Produktpalette umfasste:&lt;br /&gt;
* Getriebe für [[Baumaschine]]n&lt;br /&gt;
* Getriebe für [[Landmaschine]]n&lt;br /&gt;
* Bahngetriebe&lt;br /&gt;
* Marinegetriebe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Standort Gotha war nun das Zentrum für die [[Kegelradgetriebe|Kegelrad]]fertigung im [[VEB Kombinat Getriebe und Kupplungen]]. Die meisten [[Straßenbahn]]en in der [[DDR]] fuhren mit Getrieben aus Gotha.&lt;br /&gt;
Getriebe aus Gotha fanden sich in vielen Anwendungen und wurden meist projektspezifisch entwickelt. So bewährten sich die Produkte aus Gotha in vielen Schiffsanwendungen aber auch in [[Tagebau]]baggern für [[Braunkohle]]. Andererseits wurden auch [[Kugelgelenk]]e für den [[Wartburg (Automarke)|Wartburg]] in [[Eisenach]] in großer Stückzahl produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produkte wurden in den gesamten Wirtschaftsraum des [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe|RGW]] exportiert. Für einen Kunden in [[Finnland]] wurden [[Winkelgetriebe]] für [[Containerbrücke]]n exklusiv gefertigt. In dieser Zeit produzierte das Werk die breiteste Produktpalette seiner Geschichte.&lt;br /&gt;
Technisch gelang es, ein [[Lastschaltgetriebe]] für Baumaschinen einschließlich seiner hydraulischen Steuerung der westdeutschen [[ZF Passau]] GmbH zu kopieren. Die Mitarbeiterzahl wuchs kontinuierlich an. So waren 1990 rund 1200 Mitarbeiter beschäftigt und 150 Lehrlinge in der Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab im Betrieb, wie in der DDR üblich, volkskünstlerische Zirkel, u. a. einen von [[Siegfried Brückner]] geleiteten großen &amp;#039;&amp;#039;Zirkel für bildnerisches Volksschaffen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Berliner Illustrierte&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 1976, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1990–1995  Getriebewerk Gotha GmbH (ab 1992 Hurth-Getriebewerk Gotha GmbH) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] wurde das Unternehmen unter [[Treuhandanstalt|Treuhandverwaltung]] gestellt und in dieser Zeit in eine [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] umgewandelt. Nach Einführung der [[D-Mark]] brachen die vormaligen Absatzgebiete Osteuropas weg.&lt;br /&gt;
1992 erfolgte mit nur noch 220 Mitarbeitern und 20 Auszubildenden der Verkauf an das Unternehmen Hurth in [[München]]. Hurth selbst produzierte Getriebe für Bahn-, Marine- und Elektrostapler-Anwendungen. So wurde nun in Gotha die Produktion von Getrieben für [[Flurfördergerät|Elektrostapler]] aufgenommen. Es erfolgten erheblich [[Investition]]en in eine neue Halle und die Modernisierung des Maschinenparks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1995–2011 ZF Gotha GmbH ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hurth-Gruppe verkaufte ihre gesamte Getriebesparte zum 1. Januar 1995 an die [[ZF Friedrichshafen]]. So änderte sich der Firmenname nun in &amp;#039;&amp;#039;ZF Gotha GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Der Standort gehörte in dieser Zeit zum Bereich Arbeitsmaschinen-Antriebstechnik der ZF. Geleitet wurde dieser Geschäftsbereich von der [[ZF Passau]]. ZF Gotha wurde zum Kompetenzzentrum für Staplersysteme entwickelt. Neben den Produkten für Elektrostapler aus der Hurth-Zeit wurden nun auch Lastschaltgetriebe und Achsen für verbrennungsmotorisch angetriebene Stapler in Gotha produziert. Diese Produkte wurden zuvor in [[Passau]] bzw. [[Arco (Trentino)|Arco]]/Italien gefertigt. Als einziges Nicht-Stapler-Produkt erfolgte die Produktion von [[Bagger]]-Schwenkantrieben. ZF setzte die von Hurth begonnenen Investitionsvorhaben nochmals verstärkt fort. 2001 wurde auf dem Betriebsgelände der ZF Gotha GmbH ein Montagewerk der ZF Achsgetriebe GmbH ([[Thyrnau]]) in Betrieb genommen. In diesem hochautomatisierten Werk werden [[Achsgetriebe]] für Allrad-PKW und -[[Sport Utility Vehicle|SUV]] in sehr hohen Stückzahlen montiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ZF Gotha GmbH wurde die komplette Produktpalette für Elektrostapler zwischen 2001 und 2011 erneuert. Die Altprodukte für verbrennungsmotorische [[Gabelstapler|Stapler]] wurden dagegen eingestellt.&lt;br /&gt;
Bis 2011 entwickelte sich das Portfolio vom reinen Getriebe zu kompletten elektrischen Antriebssystemen einschließlich Elektromotoren, Bremsen und teilweise Lenksystemen. Die Kunden erhielten mit den einbaufähigen Antriebslösungen eine vereinfachte [[Logistik]] und konnten ihre eigenen Entwicklungsaufwendungen für die Antriebe reduzieren. Die Systeme entwickelten sich für ZF Gotha zu Volumenprodukten und machten den Großteil des Umsatzes von über 50 Millionen Euro aus.&lt;br /&gt;
2002 begann bereits der sehr erfolgreiche [[Export]] nach [[China]]. ZF Gotha startete 2006 in der Nähe von [[Chicago]]/USA die Systemmontage von Elektroantrieben für Stapler. Getriebe aus Gotha wurden dort mit Elektromotoren aus amerikanischer Fertigung komplettiert und an Staplerhersteller in den [[USA]] und [[Kanada]] geliefert. Ein weiterer Schritt erfolgte 2008 mit einer analogen Systemmontage in [[Hangzhou]]/China. Der Exportanteil betrug für die ZF Gotha rund 75 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Juni 2008 wurde der Industrieweg auf einen Vorschlag des Oberbürgermeisters in Passauer Straße umbenannt. Damit erhielt das Unternehmen, dessen damaliges Stammwerk [[ZF Passau]] innerhalb des [[ZF Friedrichshafen|ZF-Konzerns]] seinen Sitz in Passau hatte, die Adresse Passauer Straße&amp;amp;nbsp;1.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-today=20130412072914 |url=http://www.gotha.de/service/aktuell/pressemitteilungen/pressemitteilung-detailansicht/article/zf_gotha_mit_neuer_adresse.html |text=&amp;#039;&amp;#039;ZF Gotha mit neuer Adresse&amp;#039;&amp;#039;}} – Pressemitteilung der Stadt Gotha vom 21. Juni 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Stasjulevics: &amp;#039;&amp;#039;Passende Adresse.&amp;#039;&amp;#039; In: Thüringer Allgemeine – Gothaer Allgemeine, 23. Juni 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 2011 ZF Friedrichshafen AG ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2011 gab sich der ZF-Konzern eine neue Unternehmensstruktur. In diesem Zuge erfolgte am 1. August 2011 die rückwirkende Verschmelzung fast aller deutschen GmbHs mit der [[ZF Friedrichshafen]] AG zum 1. Januar 2011. Letzter Geschäftsführer der ZF Gotha GmbH war Dirk Bald.&amp;lt;ref&amp;gt;Conny Möller: &amp;#039;&amp;#039;Acht Jahre was bewegt.&amp;#039;&amp;#039; In: Thüringer Landeszeitung – Zeitung für Gotha, 12. Dezember 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Umstrukturierung erfolgte auch die Verlagerung der Entwicklung und des Vertriebes von Staplersystemen in den Standort Passau. Die Komponentenfertigung wurde auf die Standorte Passau und Steyr/Österreich aufgeteilt. Vor Beendigung der Montage im Dezember 2012 konnte noch das einmillionste Antriebssystem für Stapler in Gotha montiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Produktjubiläum bei Stapler-Antriebssystemen&amp;#039;&amp;#039; In: we&amp;gt;move Die Zeitung für alle ZF-Mitarbeiter, Standort Passau, Ausgabe 2/2012 (Mai)&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Anfang 2013 werden alle Systeme für Elektro-Stapler in Stankov/Tschechien und Hangzhou/China montiert. Damit endete die [[Produktentwicklung]] und der [[Vertrieb]] in einem der bedeutendsten Unternehmen in Gotha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gotha erfolgt weiterhin die Montage von Achsantrieben für allradgetriebene PKW und SUV. Das Werk ist heute eine Betriebsstätte der ZF Friedrichshafen AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss der Umstrukturierung konnten im Jahr 2013 ca. 130 Arbeitsplätze für eine Kupplungsmontage gewonnen werden. Somit war der Übergang zu einem reinen Automotive-Standort erfolgreich vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schriftenreihe des URANIA Kultur und Bildungsvereins Gotha e.&amp;amp;nbsp;V. zur Firmengeschichte der Stadt Gotha Heft 20/1&lt;br /&gt;
* Schriftenreihe des URANIA Kultur und Bildungsvereins Gotha e.&amp;amp;nbsp;V. zur Firmengeschichte der Stadt Gotha Heft 20/2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.logistik-journal.de/index.cfm?pid=1514&amp;amp;pk=11630&amp;amp;op=n&amp;amp;mode=ext Geschäftsführerwechsel] – LogistikJournal. 1/2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5555531-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Gotha)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Automobilzulieferer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Getriebehersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ZF Friedrichshafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Landkreis Gotha)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F. Peter Müller</name></author>
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